Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Quelle für mich nicht einsehbar
Äh, ja, Statistika ist das größte statistische Nachrichtenprotal der westlichen Welt, aber gut
würde ich leider sogar unter das Video stellen, Quelle ist einfach Wikipedia
Das ist nicht richtig.
Die Datenlage von irgendwelchen Leuten, die ein Foto von irgendeinem Panzer in eine niederländische Datenbank eintragen halte ich in Kriegswirren auch nicht für formvollendet.
Halte ich für ein Gerücht, dass die alles erfassen können, was an einer 1700 km langen Front so passiert.
Kurzum, im Moment halte ich auch Oryx nicht für völlig neutral.
Was erst mal OK ist, aber ich habe da immer so meine Befürchtungen, dass da trügerische Sicherheiten /Erfolgsstorys daraus gemacht werden und hinterher das böse Erwachen kommt.
Ich glaube es ging mehr darum, welche Einheiten aktiv zurückgehalten werden und nicht was sie noch auf Lager haben bzw. aktivieren (Reservisten) könnten.
Was letztlich auf das Gleiche hinauskommt.
Mit Sicherheit werden die Russen eine eiserne Einsatzreserve von mind. 1/4 bis 1/3 der funktionsfähigen Waffensysteme zurückhalten, alles andere wäre grob fahrlässig.
Man mag ja von den Russen sonst was halten, aber dumm sind die auch nicht.
Bedeutet im Umkehrschluss mit Annahme bei Kriegsbeginn 5.000 funktionsfähige Panzer, knappe 1.000 auf der Verlustliste, dass die irgendwas um die 2.000-3.000 alleine Panzer noch problemlos an die Front werfen können bzw. schon zum Teil dort sind.
Sprich, das Geschrei nach schweren Waffen aus Kiew wird hier noch mal verdeutlicht und die homöopathische Zuführung von schwerem Gerät aus westlichen Gefilden reicht noch lange nicht aus.

By the way:
Es wird ja immer auf Deutschland herumgehackt, wo denn die Panzer bleiben.
Wo sind denn eigentlich die britischen, französischen, italienischen , spanischen oder gar türkischen Panzer?
 
Die Frage ist nicht wieviel Fahrzeuge Russland wirklich unwiederbringlich verloren hat, sondern wie sie die nur durch beschädigt ausgefallenen Fahrzeuge repariert bekommen wollen, weil das ist der Knackpunkt mit dem sich diseser Krieg entscheiden wird und da sieht es für Russland scheinbar zunehmend düster aus, weil sie nicht mehr mit der Reperatur hinterher kommen.
Zum einen wegen der Ausfälle, zum anderen weil ihnen die Ersatzteile fehlen, auch durch die Sanktionen.

Laut britische Verteidigungsministerium gibt es wohl eine Aufnahme von einer Reperaturwerkstatt etwa 10km hinter der russischen Grenze, in der mindestens um die 300 beschädigt-ausgefallener russischer Panzer, gepanzerter Fahrzeuge und LKWs zu sehen sind und die wohl zeigen soll, wie massiv die Reperaturmanschaften überfordert sind, mit Reperaturen hinterher zu kommen:

(Meldung vom 25.7.2022 um 09:34 Uhr)

Auch soll Russland wohl zunehmend, wegen der Sanktionen, für die Reperatur ausgefallener "Computerchips" auf die Chips von Haushaltsgeräten zurückgreifen und ihre Hauptwerke von Uralwagonsawod und das Tscheljabinsker Traktorenwerk die Produktion, mangels westlicher Komponenten, fast vollständig eingestellt haben:

 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit den Haushaltsgerätechips hatten wir aber schon 1-2 Monate nach Kriegsbeginn andiskutiert.
OK, damals waren es Waschmaschinen, jetzt sind es wohl die vom Toaster...
 
Äh, ja, Statistika ist das größte statistische Nachrichtenprotal der westlichen Welt, aber gut
ich meinte die Quelle für die Zahlen der Statistik, die Grafik kann ich sehen, für alles andere bräuchte ich einen Account
Das ist nicht richtig.
Die Datenlage von irgendwelchen Leuten, die ein Foto von irgendeinem Panzer in eine niederländische Datenbank eintragen halte ich in Kriegswirren auch nicht für formvollendet.
wo die Daten gespeichert werden, ist ziemlich irrelevant, jedoch wirst du keine besseren Quellen finden
Halte ich für ein Gerücht, dass die alles erfassen können, was an einer 1700 km langen Front so passiert.
hat keiner behauptet, ich hab sogar dazu etwas gesagt, keine Ahnung warum du das jetzt so formulierst, aber eventuell habe ich mich da nicht eindeutig genug ausgedrückt mit den bis zu 30 Prozent
Kurzum, im Moment halte ich auch Oryx nicht für völlig neutral.
dieses Aussage kann ich anhand der beiden Sätze davor auch nicht nachvollziehen, vlt noch bei der Betonung des Speicherortes, aber ansonsten ist für mich nicht zu erkenne, wie du von Punkt a zu Punkt b kommst, wobei es natürlich vollkommen legitim ist, die Neutralität anzuzweifeln, ich möchte nicht garantieren, dass die Leute dahinter nicht eher für die Ukraine sind
Was erst mal OK ist, aber ich habe da immer so meine Befürchtungen, dass da trügerische Sicherheiten /Erfolgsstorys daraus gemacht werden und hinterher das böse Erwachen kommt.
leider war das sehr oft zu beobachten, aber das wird man nicht verhindern können

Was letztlich auf das Gleiche hinauskommt.
Mit Sicherheit werden die Russen eine eiserne Einsatzreserve von mind. 1/4 bis 1/3 der funktionsfähigen Waffensysteme zurückhalten, alles andere wäre grob fahrlässig.
Man mag ja von den Russen sonst was halten, aber dumm sind die auch nicht.
Beim Material vielleicht, aber auch bei den Soldaten? Die Frage ist doch, kommt man damit an Polen vorbei oder nicht. :schief:
Bedeutet im Umkehrschluss mit Annahme bei Kriegsbeginn 5.000 funktionsfähige Panzer, knappe 1.000 auf der Verlustliste, dass die irgendwas um die 2.000-3.000 alleine Panzer noch problemlos an die Front werfen können bzw. schon zum Teil dort sind.
Sprich, das Geschrei nach schweren Waffen aus Kiew wird hier noch mal verdeutlicht und die homöopathische Zuführung von schwerem Gerät aus westlichen Gefilden reicht noch lange nicht aus.
Ich bezweifle, dass sie 5000 funktionierende Panzer hatten. Das kostest sie viel zu viel Geld und zweitens wurden die meisten Panzer Verluste in den ersten Monaten, neben Spritmangel, auch durch technische Problem verursacht. Wenn wir jetzt daran denken, dass dieses Panzer für den Einsatz vorbereitet wurden, wie sollen dann die anderen laufen. Ich denke die max. 3500 Stück sind schon eher realistisch. Sie können schon Panzer nachschieben, aber bestimmt nicht Problemlos und vor allem nicht sofort, zusätzlichen fehlen dann auch die passenden Crews. Ich glaube UK geht pro verlorenem Panzer, von einem toten Crewmitglied aus. Der Grund warum wir jetzt auch alte Modelle sehen ist, dass die Reservisten und Separatisten mit dieses Panzern gelernt haben und diese besser bedienen können. Erstmal ohne Betrachtung der Gegenseite, sind die Panzer auch schlechter als die aktuelle Flotte.

By the way:
Es wird ja immer auf Deutschland herumgehackt, wo denn die Panzer bleiben.
Wo sind denn eigentlich die britischen, französischen, italienischen , spanischen oder gar türkischen Panzer?
Deutschland hat jetzt das Update für seine Mars II gefunden und sie wohl doch schon geliefert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist so bekloppt. Die Russen liefern nicht die Unterlagen für die Ausfuhr der gar nicht aktuell benötigten Turbine und beschweren sich, dass die Turbine noch nicht da ist und drehen deshalb weiter den Hahn zu.
Das ist halt typische diplomatische Taktik, um den Westen dazu zu zwingen Russland in der Ukraine schalten und walten zu lassen. Und Russland wird mit dem Gas noch weiter spielen und wir werden dank der Politik auch nur wenig Gas im Winter zur Verfügung haben.
... dass die militärische Besetzung der Krim als einer der größten Völkerrechtsbrüche seite 1939 schwerwiegende Folgen hätte haben müssen.
Eine zweifelhafte Abstimmung über die Zugehörigkeit der Krim mangels realer Optionen Russlands bezüglich der Schwarzmeerflotte waren sicherlich nicht eine der größten Völkerrechtsbrüche seit 1939.
Wenn überhaupt ist es der Angriffskrieg gegen die Ukraine, denn dieser ist, auch wenn die Motive Russlands versteht und deren Besorgnis bezüglich NATO ernstnimmt stückweit wirr.

Auf die Aggression erfolgte der Beitritt Schwedens und Finnlands.
Wenn überhaupt ist es die pure Verzweiflung einer schwindenden Weltmacht zur Regionalmacht.
Und trotzdem hätte man es verhindern können - Putin lebt nicht ewig.
Damit man nicht noch im Sommer 2022 über Dinge diskutieren muss, die schon vor Ende des Winters hätten geklärt sein müssen.
Wenn wir schon bei hätte Fahrradkette sind, hätte man das absurde fokussieren eines Beitritts der Ukraine konsequent verneinen können.
Und ich bin prinzipiell für eine Erweiterung der NATO, wenn es geopolitisch Sinn ergibt und der Verdacht ausgeräumt ist, dass die NATO zu anderen Zwecken genutzt wird.
Man braucht einen starken Block gegen das kommunistische China.
 
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na, eher versprochen würde ich sagen?
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By the way:
Es wird ja immer auf Deutschland herumgehackt, wo denn die Panzer bleiben.
Wo sind denn eigentlich die britischen, französischen, italienischen , spanischen oder gar türkischen Panzer?
Davon hört man nicht so viel.
Aber Deutschland ist ja auch Europas wirtschaftsstärkstes Land. Dann wird da mehr von erwartet. ;)
 
Nette Sendung, die russische Fakes aufzeigt.
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Gratulation, das gleiche Video hatte ich nur schon vor ein paar Tagen gepostet...
Wie war das noch, nach den Forenregeln, man soll vorher die Posts der Diskussion auch lesen, bevor man daran teilnimmt? :schief:

 
Ich wusste nicht genau wo ich es posten soll. Im "Naturwissenschaften" Thread oder hier?
Es hat ja auch mit beiden Themen zu tun. Aber ist wohl eine politische Entscheidung. Deswegen poste ich es hier:
Auch im Weltraum gehen Russland und der Westen bald getrennte Wege. Der neue Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos kündigt den Abschied seines Landes von der Internationalen Raumstation an. Ab 2024 soll es so weit sein.

Russland will nach 2024 aus der Internationalen Raumstation ISS aussteigen. Das sagte der neue Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Juri Borissow, bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Waldimir Putin. "Natürlich werden wir alle unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern erfüllen, aber die Entscheidung über den Ausstieg aus dieser Station nach 2024 ist gefallen", sagte Borissow, den Putin zuvor als Nachfolger von Dmitri Rogosin eingesetzt hatte.

Rogosin hatte die Zusammenarbeit mit den USA auch angesichts politischer Spannungen zwischen Moskau und Washington im Zuge des Krieges in der Ukraine zuletzt immer wieder infrage gestellt. Borissow sagte, dass bis zum Ausstieg mit dem Bau einer russischen Raumfahrtstation begonnen werden solle. Die ISS war zuletzt in die Jahre gekommen und hatte immer wieder wegen Pannen für Aufsehen gesorgt.

Rogosin hatte zuvor nicht ausgeschlossen, das russische Modul von der ISS abzukoppeln und eigenständig weiterzubetreiben. Dabei deutete er auch eine mögliche Nutzung der Station zur militärischen Erdbeobachtung an. Nach dem von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben westliche Länder auch Sanktionen gegen die russische Raumfahrtindustrie verhängt.
Quelle: Russland steigt nach 2024 bei Raumstation ISS aus

Am Anfang des Ukraine-Krieges hatten sie sogar damit gedroht die ISS abstürzen zu lassen.
 
na, eher versprochen würde ich sagen?
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kann man jetzt interpretieren wie man will, versprochen waren sie schon länger, es fehlte nur angeblich ein Update damit die richtigen Raketen verschossen werden können

Ich wusste nicht genau wo ich es posten soll. Im "Naturwissenschaften" Thread oder hier?
Es hat ja auch mit beiden Themen zu tun. Aber ist wohl eine politische Entscheidung. Deswegen poste ich es hier:

Quelle: Russland steigt nach 2024 bei Raumstation ISS aus
Wenn sie gerne sehr viel extra Geld verbrennen wollen, sollen sie es machen. Die Nasa weiß wohl noch nichts davon, zumindest hab ich das gelesen, mal sehen wenn es dort ankommt.
 
Ich befürchte die Nummer mit "Russland muss irgendwann aufhören weil ihnen Material und Leute ausgehen" kann sich die Ukraine/EU in die Haare schmieren. Klar würde das irgendwann so sein. Wenns in dem aktuellen Tempo weitergeht gefühlt 2026 oder sowas. Aber realistisch ist einfach, dass ein anderes Kriegsende wie auch immer das aussieht weit vorher eintritt.
... das sehe ich ganz genauso! Vorallem weil robuste, einfache Technik mit viel geringeren Mittel wieder herzustellen ist.
Ich hatte mal geschaut, aber weder das Dokument, noch die von dir genannten Passagen auf die Schnelle gefunden.
Ich habe in den westlichen Medien bisher auch nichts umfassendes und eindeutiges gefunden.

@all: oder hat einer von Euch ein Dokument gesehen?

Falls nicht, suche ich gern den Artikel aus der TASS raus. Dort habe ich sowas gesehen.

Ich finde es aber komisch, dass man für einen so bedeutenden Schritt keine Details findet!
 
Zuletzt bearbeitet:
kann man jetzt interpretieren wie man will, versprochen waren sie schon länger, es fehlte nur angeblich ein Update damit die richtigen Raketen verschossen werden können
sind wohl doch schon da. :daumen:

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Vieles kann verhindert werden, auf vielen verschiedenen Wegen ... Hätte man 2014 entsprechende (oder überhaupt irgendwelche) Handlungsbereitschaft gezeigt, ...
... wäre es zu diesem Konflikt überhaupt nicht gekommen. Man hätte der UKR nicht ständig die Möhren NATO und EU vor die Nase halten sollen, weil sie die Anforderungen bei weitem nicht erfüllt haben und noch immer meilenweit davon entfernt sind.
Nicht "hätte" und "hat nicht". Russland kann das Töten jederzeit beenden und tut es nicht.
Ich denke die UKR und NATO könnten das auch, wenn sie es denn wollten. Nur sind die Bedingungen mittlerweile ganz andere als früher. Und das liegt nicht daran, dass Lawrow früher nicht die Wahrheit gesagt hat, sondern ist die logisch, zwingende Reaktion auf die Aktionen des Westens und der UKR. Für Sowjet Technik reicht eine 80km breite neutrale Zone, für US Technik müssen es über 400km sein.
Also die Bilder, die ich finde, zeigen ziemlich klar die Zerstörung technischer Einrichtungen auf einer Pier.
Welche Bilder siehst du dir denn an? Gib mal bitte nen Link.
Auf führen die aktuellsten Auflistungen der ukrainischen Marine ausschließlich Boote unter 200 Tonnen auf. Sieht man von zwei Landungs"schiffen" ab, die über keine Offensivfähigkeiten verfügen, sind zwei alte Ex-US-Coast-Guard-Kutter die größte schwimmende "Bedrohung" für die Schwarzmeerflotte.
Wie in meinem Post stand, ist das

Armored assault boat Malyn (L 451) zerstört worden.

Und selbst du sprichst davon, dass "Fracht" getroffen wurde. Wie in "Frachtschiff" respektive zugehörige Infrastruktur an Land.

Und auch die Fracht wurde beschrieben. Und ganz nebenbei, wenn Waffen auf nem alten Holzkahn geschmuckelt oder gelagert werden, dann wird dieser kalibrt. Das ist völlig egal und wird zum interessanten Ziel. Und das zerstörte Schiff eignet sich für diesen Job hervorragend und deshalb ist es nicht das erste, was zerstört wurde.

Man könnte die Aussage auch problemlos umdrehen: wenige Stunden nachdem ein Abkommen unterzeichnet wurde, nutzt die UKR diesen neuen Freiraum aus und landet mit einem schnellen, wendigen Boot aus Rumänien kommend Waffen im Hafen von Odessa an, ganz in der Nähe der Getreide Docks. Leider haben die Russen es mitbekommen ... . Und weil sie geschossen haben, wird das Getreide-Abkommen und die Glaubwürdigkeit direkt in Frage gestellt. Sprich, hätte der Russe nicht geschossen wäre alles gut, aber weil es es getan hat, ... das ist ja bekannt.

Ich habe das Gefühl, du hast meine Quelle nicht gelesen. Denn dort stand alles drin!
 


"In this case, the UN, as we have already said, needs to implement the part related to indirect restrictions on Russian exports, namely the export of grain and fertilizers. There are no direct [restrictions], but there are indirect ones, which are preventing efforts to ensure full exports, so necessary for global markets, particularly in those parts of the world where the issue of hunger is becoming evident. This is very important," Peskov pointed out.

Also wie schon die ganze Zeit gesagt wird, sie können alle freundlichen Länder beliefern, aber sie fordern von der EU das fallen lassen von Sanktionen.

 

Danke für den Link! :daumen: ... ich werde mal den der TASS raussuchen und dann kann man die Inhalte vergleichen.

Anbei der Beitrag aus der TASS vom 22.07.2022.


Details des Abkommens über Getreideexporte aus der Ukraine​

Ein hochrangiger Vertreter der Weltorganisation sagt, dass keine Minenräumung stattfinden wird

Im Rahmen des Abkommens über Getreideexporte aus der Ukraine wird es keine Minenräumung geben. Das sagte ein hoher UN-Beamter am Freitag.

„In den ukrainischen Hoheitsgewässern wird keine zusätzliche Minenräumung durchgeführt“, sagte er. Der Gesprächspartner erklärte, dass das Verfahren zu lange dauern würde – drei bis vier Monate.

„Wir haben beschlossen, dass es effizienter wäre, sichere Korridore zu nutzen, die die ukrainische Seite bestimmen wird. Die Schiffe werden von ukrainischen Lotsen geführt“, fügte er hinzu.

Das Getreideabkommen sieht einen Verzicht auf Angriffe auf die im Vertrag genannten Hafenanlagen vor.

„Das Abkommen besagt, dass die Parteien keine Angriffe auf Getreideschiffe, andere zivile Schiffe und im Abkommen genannte Hafenanlagen durchführen werden“, sagte er.

Beginn des Getreideexports​

Nach der Unterzeichnung des Abkommens wird es mehrere Wochen dauern, bis die Getreideexporte aus der Ukraine aufgenommen werden können, sagte der hohe UN-Beamte.

„Wir sprechen von mehreren Wochen, bevor die vollständige Umsetzung beginnt“, sagte er.

Der Gesprächspartner wies darauf hin, dass die Parteien Zeit benötigen, um die Gemeinsame Koordinierungsstelle zu besetzen, Inspektionsteams zu bilden und in den ukrainischen Häfen die Getreideexporte
vorzubereiten. Er sagte, dass es notwendig sei, rechtzeitig für die neue Ernte in der Ukraine bereit zu sein, wenn die Getreidespeicher für die neue Ernte geräumt werden müssen.

Der hochrangige UN-Beamte erklärte, dass das in Istanbul unterzeichnete Getreideabkommen für 120 Tage gültig ist und verlängert werden kann. Der Gesprächspartner wies jedoch darauf hin, dass das Abkommen bis zur Beendigung des Konflikts in Kraft bleiben müsse. „Wir rechnen nicht damit, dass er bald endet“, fügte der hohe UN-Beamte hinzu.

Er sagte, dass im Rahmen des Abkommens etwa 5 Millionen Tonnen Getreide pro Monat durch sichere Korridore aus drei ukrainischen Häfen abtransportiert würden.

„Wir erwarten einen monatlichen Export von 5 Millionen Tonnen“, sagte der Gesprächspartner. Er fügte hinzu, dass exakt diese im Abkommen festgelegte Menge an Getreide vor Beginn des Konflikts aus den ukrainischen Häfen exportiert wurde.

Überwachung der Schiffe mit Getreide​

Vertreter Russlands, der Türkei, der Ukraine und der Vereinten Nationen werden im Rahmen des Gemeinsamen Koordinierungszentrums an der Überwachung der Schiffe, die Getreide aus der Ukraine ausführen, teilnehmen.

„Es wird eine Inspektion der Schiffe stattfinden, die diese Häfen anlaufen. Sie wird unter der Kontrolle des Gemeinsamen Koordinierungszentrums in Anwesenheit von Vertretern der drei Länder (Russland, Türkei, Ukraine, Anm. TASS) und der UNO durchgeführt“, sagte der hochrangige UN-Beamte.

Der Gesprächspartner fügte hinzu, dass die Gemeinsame Koordinierungsstelle auch dafür sorgen wird, dass die Schiffe in bestimmten sicheren Korridoren fahren und auf mögliche Zwischenfälle reagieren wird.

Russische Lebensmittelexporte​

Das Abkommen über
Getreideexporte aus der Ukraine sieht weitere Bemühungen zur Erleichterung der Ausfuhr von russischen Lebensmitteln, Düngemitteln und Düngerrohstoffen vor, so der hohe UN-Beamte.

„Das Dokument enthält eine Klausel, die unsere (der UNO, Anm. TASS) Bemühungen bestätigt, den Export von Lebensmitteln, Düngemitteln und Düngerrohstoffen aus Russland zu erleichtern“, sagte der Gesprächspartner.

Ihm zufolge werden die Vereinten Nationen mit privaten Unternehmen und den Mitgliedsstaaten der Weltorganisation zusammenarbeiten, um die Situation im Zusammenhang mit Lebensmittel- und Düngemittelausfuhren aus Russland zu klären.

„Wir wollen, dass diese Ausnahmen von den Sanktionen wirklich funktionieren. Für die Schwierigkeiten und Probleme gibt es mehrere Gründe. Zu den Lösungen gehören unter anderem der Dialog mit dem Privatsektor und den Mitgliedsländern sowie entsprechende Signale, um das zu erreichen. In diesem Sinne begrüßen wir die diesbezüglichen Klarstellungen der USA und der EU“, sagte er.
 
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