@compisucher ... danke für die Erläuterungen. Steckt ne Menge Arbeit hinter!
Ich verstehe deine Arbeit so, dass man damit eine Quote besitzt die aussagt, wie Luftkämpfe zwischen westlicher und östlicher Technologie in der Vergangenheit global ausgegangen sind. Ob die jeweils die selben Technologiestufen gegeneinander gekämpft haben bleibt unbeachtet. Das ist nur eine Feststellung von mir und keine Kritik.
Dem ist so, weil in jedem Konflikt keine Partei mit nur neustem oder ältestem Kriegsgerät herumflaggt.
Es ist immer eine Mixtur.
Beispiel BW, unser Jagdbomber Tornado ist schon Alteisen, wenn auch noch sehr gutes, während der Eurofighter als einer der besten Abfangjäger generell gilt.
Bgzl. des Ukrainekrieges gibt es gewisse Indizien aber die sind nicht ausreichend belegt.
Es fällt auf, dass sehr viele alte Gefechtsfeldabriegelungsflugzeuge oder auch Erdkampfflugzeuge vom Typ SU-25 seitens der Russen eingesetzt werden, mit entsprechenden proklamierten Verlusten.
Das westliche Pendant hierzu wäre z. B. die A-10.
Solche Muster setzt man eigentlich nur dann ein, wenn völlige Luftüberlegenheit vorhanden ist, also auch die meisten Boden-Luftsysteme des Gegners ausgeschaltet sind.
Normalerweise haben die Russen auf dem Papier einen wesentlich präziseren Jabo, die SU-34, der aber kaum in Erscheinung tritt.
Bzgl. russische Jäger ist interessant, dass viele "ältere" SU-27 abgeschossen werden.
Da es sehr schwierig ist, optisch im Gefecht SU-27 bis SU-35 auseinanderzuhalten, ist es unklar, ob tatsächlich nur SU-27 abgeschossen werden, kann man also die Zuordnung zum Flugzeugmuster kaum evaluieren.
Die hohe Verlustrate deutet für mich auf veraltete Flare-Systeme in den russischen Flugzeugen hin, da die ganzen ukrainischen Fire-and-Forget Raketen auf die Abgastemperatur von Triebwerken ausgelegt sind.
Wie der Vergleich NATO vs RUS-Pilot ausgeht ist daraus auch ableitbar? Das war glaube ich eine der Thesen ...
Ich drücke es mal so aus:
Zu meiner Zeit war die Ausbildung sehr solide und ich bin überzeugt, dass zumindest US-Piloten immer noch eine hervorragende Ausbildung haben. Man bedenke, dass ein US-Pilot normalerweise erst dann in den Einsatz geschickt wird, wenn dieser mind. 800 Flugstunden auf seinem Einsatzmuster hinter sich hat, davon müssen 60% in echt und 40% dürfen im Simulator sein.
Die deutschen Piloten hatten/haben das Problem, dass die Ausbildungsflüge in der Vergangenheit sehr eingeschränkt waren. Eurofighter Piloten dürften da weniger ein Thema haben, für Tornadopiloten ist das dann schwierig.
Schaue ich mir aber die paar Videos von russischen Piloten an, die man über Netz so mitbekommt, erlaube ich mir die Feststellung, dass diese wohl einen Jet fliegen können, aber es z. T. an grundlegendem taktischen Wissen fehlt.
Allerdings gibt es nur von Flugzeugen zur Zielbekämpfung Videos, von Jagdflugzeugen im Einsatz habe ich noch keines gesehen.
Vieles deutet darauf hin, dass die russische Aufklärung eher rudimentär ist, zu gefühlt 90% der Einsätze werden keine Präzisionswaffen zum Einsatz gebracht.
Edit:
Eine pauschale Aussage:
Die sind besser als die ist völliger Schwachfug und kann nur mit völliger militärischer Ahnungslosigkeit erklärt werden.
Der Pilot ist nur ein kleiner Teil des Räderwerkes.
Das Flugzeug (Zuverlässigkeit), passive wie aktive Waffen, (Ziel-)Aufklärung, Wartung + Instandsetzung sind gleich zu setzen.
Das Problem in der öffentlichen Wahrnehmung ist: Topgun = Kleinkindermärchen
Die Realität ist: Hinter jedem Flugzeug ist ein Team von 30-50 Mann, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass das Flugzeug den militärischen Auftrag erfüllen kann.