Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

ich hatte ja vor längerem schonmal auf seine selbstverliebtheit hingewiesen - und stehe damit wohl nicht alleine da.

Aus welcher Quelle bezieht Olaf Scholz seine Selbstzufriedenheit? Er hat Putin seine Weltkriegsangst kommuniziert, stellt völlig abwegige historische Vergleiche aus der kriegslüsternen Schlafwandler-Zeit vor dem Ersten Weltkrieg an („Ich bin nicht Kaiser Wilhelm“) und fragt sich auf Twitter, ob „Gewalt mit Gewalt bekämpft werden“ darf. Er ruft bei Putin durch, um sich für den Fall der Lieferung schwerer Waffen vom Kremlchef bedrohen zu lassen - und knallt dem Bundestag eine Woche später eine detaillierte Lieferliste auf den Tisch, nur weil er das „dahergeredete Zeug“ des Oppositionsführers Friedrich Merz nicht mehr ertragen kann [...]

 

Getöteter Deutscher stammt laut Medienbericht aus Brandenburg​

16.10 Uhr: Durch einen Facebook-Post hatte die sogenannte »International Legion of Defense of Ukraine« am Samstag bekannt gegeben, dass ein für sie kämpfender Deutscher im Ukrainekrieg ums Leben gekommen ist. Wie die »Bild«-Zeitung jetzt berichtet , handelt es sich bei dem Getöteten namens Björn C. um einen 39-Jährigen aus Brandenburg.

Gestorben ist C. dem Bericht zufolge am 31. Mai im Osten von Charkiw. »Ich hatte die erste Schicht, machte Pause, dann war Björn dran«, zitiert »Bild« einen europäischen Freiwilligen, der nach eigenen Angaben an der Seite von C. kämpfte. »Gegen 18.30 Uhr schlug eine Artilleriegranate im Haus ein, wo unser Posten war.« Björn C. habe zum Zeitpunkt der Attacke außerhalb des Hauses an einem Holzzaun gestanden, heißt es vom Kämpfer. Unmittelbar nach dem Angriff habe C. noch gelebt, »aber sein Körper war völlig von Splittern durchbohrt«. Knapp zwei Stunden später sei der Deutsche tot gewesen.

C. soll in Brandenburg eine Freundin, ein Kind und einen Hund gehabt haben, so der Kamerad. »Innerhalb der nächsten zwei Monate« habe C. in seine Heimat zurückkehren wollen.

Die »International Legion of Defense of Ukraine« ist ein Zusammenschluss freiwilliger Kämpfer aus dem Ausland. Die Gruppe schrieb auf Facebook, Björn C. sowie drei weitere im Gefecht ums Leben gekommene Kämpfer hätten sich entschieden, »die Souveränität der Ukraine zu verteidigen«.

Russland will von Europa gelieferte Panzer in Kiew zerstört haben​

11.11 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben am Stadtrand von Kiew T-72-Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Diese seien von osteuropäischen Ländern an die Ukraine geliefert worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Verifizieren lässt sich diese Aussage derzeit noch nicht. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Morgen von mehreren schweren Explosionen erschüttert.

Putin warnt Westen vor Lieferung von Langstreckenraketen an die Ukraine​

10.50 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat für den Fall einer Lieferung westlicher Raketen mit hoher Reichweite an die Ukraine mit schweren Angriffen auf das Land gedroht. »Wenn sie liefern, dann werden wir daraus die entsprechenden Schlüsse ziehen und unsere Mittel der Vernichtung, von denen wir genug haben, einsetzen, um jenen Objekten Schläge zu versetzen, die wir bisher nicht angreifen«, sagte Putin in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des Staatsfernsehsenders Rossija 1. Ziel der westlichen Waffenlieferungen sei es, den Konflikt in der Ukraine möglichst in die Länge zu ziehen, meinte er.

Gelassen zeigte sich der Kremlchef allerdings mit Blick auf die von den USA angekündigte Lieferung hochmoderner Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars. Für die Ukraine ändere sich damit nichts Grundsätzliches an der Verteilung der Kräfte. »Hier gibt es nichts Neues«, sagte Putin. Schon jetzt hätten die ukrainischen Streitkräfte solche Systeme russischer Produktion im Einsatz, die US-Lieferungen würden vielmehr zerstörte Waffen ersetzen.

Gleichwohl sei hier entscheidend, welche Raketen eingesetzt würden. Nach allem, was zu hören sei, wollten die Amerikaner Raketen mit einer Reichweite zwischen 45 und 70 Kilometern liefern. Das sei in etwa das, was die bisherigen Raketen vom Typ »Uragan«, »Smertsch« und »Grad« leisteten, sagte Putin. Die Ukraine habe zu Beginn des Krieges, den Putin nur »Spezialoperation« nennt, 515 solcher Systeme gehabt. Der Kremlchef geht davon aus, dass die Ukraine derzeit noch 360 von ihnen im Einsatz hat.

Das Bild sei ähnlich bei der von der Ukraine im Westen bestellten Artillerie. »Allem Anschein nach geht es hier auch darum, das Verlorene, das bei den Kampfhandlungen Vernichtete auszugleichen«, sagte der russische Staatschef. Zudem habe die russische Luftabwehr inzwischen den Großteil der Kampfdrohnen in der Ukraine zerstört. »Unsere Luftabwehrsysteme knacken sie wie Nüsse.«
Quelle: ukraine-news-am-sonntag
 
Es mehren sich auch schlicht die Fälle an Soldaten die sich weigern in die Ukraine zu gehen:
Auch interessant darin ist die Beschreibung der "Strategie" beim ersten Angriff aus Sicht eines russischen Soldaten.

"Hunderte" ist zu gering um einen großen Unterschied zu machen, erst recht wenn man da schon zurückgekehrte Einheiten mitzählt, die eh nicht mehr ganz frisch sind. Zudem gibt es bislang keine Hinweise, dass die russische Regierung mehr als den allgemein üblichen Druck auf diese Leute ausübt - sollten es also drohen, mehr zu werden, gibt es noch Optionen für Gegenmaßnahmen.

Es fehlt einfach insgesamt am kampfbereiten und -fähigen Soldaten (und wegen nachlassendem Interesse sind auch nicht-fähige knapp). Die Aktiva Russlands Stand 2020 waren
- Zusammengezogene Truppen rund um die Ukraine (zu nicht unerheblichen Teilen aus dem Verteidigungspotential in Asien abgezogen)
- Separatisten-Milizen in der Ukraine
- Besatzungstruppen auf der Krim
- Besatzungstruppen in Südossetien
- mehr-oder-minder-Besatzungstruppen in Tschetschenien
- Wagner (inkl. Truppen in Lybien)
- Eine Hand voll Soldaten in Syrien
- Eine Hand voll Friedenstruppen zwischen Armenien und Aserbaidschan
- Besatungstruppen in Transnistrien

Mit Ausnahme der letzten beiden wurden die alle schon in die Ukraine verlegt. Und die Handvoll aus Armenien abzuziehen würde bedeuten, dass niemand mehr einen Putin-Verbündeten gegen einen Erdogan-Verbündeten schützen oder notfalls eingreifen kann, falls die Georgier ihre Chance wittern, Grenzsteine zur Abwechslung mal in Richtung Norden wandern zu lassen. Die Transnistrier wiederum sind von der Versorgung abgeschnitten und somit in einer Pattsituation.

=> Eine weitere Aufstockung der Kräfte in der Ukraine oder auch nur ein Ersatz von Verlusten ist im Prinzip nur noch möglich, in dem man die Verteidigung an NATO-Grenzen reduziert und das ist für den Paranoiker vom Dienst vermutlich keine Option.
==> Wenn es Russland in den nächsten Wochen nicht gelingt, die ukrainische Kampfkraft schneller zu reduzieren, als der Westen sie aufbauen kann, hat die Ukraine mittelfristig gewonnen. Und im Moment ist es schon recht ausgeglichen.

Vermutlich wäre Putin binnen einer Woche zu Abzugsverhandlungen bereit, wenn die NATO endlich konventionellen Druck aufbauen würde, wie ich das seit Dezember für sinnvoll halte...



Das weiß ich. Aber es gab bisher keinen Großangriff.

Wird halt auch nicht mehr kommen, solange kein großer Sieg in der Ostukraine gelingt. Die russische Armee ist derzeit definitiv nicht stark genug, um gegen die ukrainische Verteidigung bis nach Transnistrien durchzubrechen, wie ursprünglich geplant.

Odessa ist der wichtigste Hafen der Ukraine. Aber ich glaube der wird von der russischen Marine mitlerweile vom schwarzen Meer aus blockiert.

Nicht "mittlerweile", sondern seit den ersten Stunden des Krieges. Damit hat die Stadt selbst auch jegliche strategische Bedeutung verloren - den Ukrainern nützt sie als Hafen nichts, die Russen haben keinen akuten Bedarf an zusätzlichen Häfen in der Region. Wichtig ist nur die Region als solche aus Sicht der Ukrainer wegen der vielen Menschen, die dort leben und aus Sicht der Russen, weil es der direkte Weg nach Moldau ist. Aber den zu gehen lohnt nur, wenn man ihn auch halten kann.
 
Wird halt auch nicht mehr kommen, solange kein großer Sieg in der Ostukraine gelingt. Die russische Armee ist derzeit definitiv nicht stark genug, um gegen die ukrainische Verteidigung bis nach Transnistrien durchzubrechen, wie ursprünglich geplant.
Man könnte die Stadt massiv bombardieren wie schon Mariuopol. Putin hat ja schon indirekt damit gedroht, falls Langstreckenwaffen an die Ukraine geliefert werden.
Aber dann wird Kiew wahrscheinlich auch intensiver beschossen.
 
Um Odessa zu gefährden müssten die Russen erst mal durch Mykolajiw durch. Also wenn, dann wird das die nächste betroffene Stadt.
 
Man könnte die Stadt massiv bombardieren wie schon Mariuopol. Putin hat ja schon indirekt damit gedroht, falls Langstreckenwaffen an die Ukraine geliefert werden.
Aber dann wird Kiew wahrscheinlich auch intensiver beschossen.
Dabei stellt sich die Frage wie weit die Russen dazu materiell überhaupt in der Lage sind?
 
und mal sehen, was hier im Busch ist:
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kann mir das jemand "übersetzen"?
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Man könnte die Stadt massiv bombardieren wie schon Mariuopol. Putin hat ja schon indirekt damit gedroht, falls Langstreckenwaffen an die Ukraine geliefert werden.
Aber dann wird Kiew wahrscheinlich auch intensiver beschossen.

Mariupol ist deutlich außer Reichweite der russischen Artillerie, Mittelstreckenraketen sind zu teuer und vermutlich auch gar nicht mehr in ausreichender Stückzahl vorhanden und von massiven Bombereinsätzen hat Russland bislang abgesehen. Flugzeuge sind nämlich noch knapper und teurer. Von daher ist mit einer Zerstörung Odessas nicht mehr zu rechnen - zumal das aufgrund der historischen Verknüpfungen und der dortigen Bevölkerung auch in Russland ziemlich schlecht ankäme. Wenn Putin noch eine weitere Großstadt zu Klump schießen wollte, dann wohl eher Kiew. Aber auch da würde ich aufgrund der fehlenden Ressourcen eher mit vereinzelten Einschlägen rechnen. Genug, um die Bevölkerung permanent in Angst um ihr Leben schweben zu lassen, genug um immer wieder Teile der kritischen Infrastruktur auszuschalten und genug um hunderte bis ein paar tausend Tote zu verursachen, das ist durchaus denkbar. Aber nicht genug um mehr als vielleicht 5% der noch stehenden Gebäude zu zerstören / 20% zu beschädigen.
 
05:27 Uhr

Ukraine bestätigt Tötung russischen Generals an der Front


Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen weiteren hochrangigen russischen Offizier im Generalsrang getötet. Der Kommandeur des 1. Armeekorps der separatistischen Donezker Volksrepublik, Generalmajor Roman Kutusow, sei «offiziell entnazifiziert und entmilitarisiert» worden, teilte die Verwaltung für strategische Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte laut dem Online-Portal «Ukrajinskaja Prawda» in der Nacht zum Montag mit. Über den Tod Kutusows hatte zuerst ein Korrespondent des russischen Staatsfernsehens berichtet. Kutusow soll gefallen sein, während er einen russischen Angriff auf eine Ortschaft nahe Popasna im Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine leitete. Die ukrainische Seite hatte zuvor berichtet, die russische Attacke sei abgewehrt worden und der Feind habe sich unter «erheblichen Verlusten» zurückziehen müssen.


04:59 Uhr

Hacker attackieren russische Ministeriumswebsite


Hacker haben offenbar die Internetseite des russischen Ministeriums für Bau-, Wohnungs- und Versorgungswesen angegriffen. Eine Internetsuche nach der Seite führt zu einem Schild mit der Aufschrift "Ruhm der Ukraine" in ukrainischer Sprache. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA zitierte am späten Sonntagabend einen Vertreter des Ministeriums mit den Worten, die Website sei nicht erreichbar, aber die persönlichen Daten der Nutzer seien geschützt. RIA meldete zudem, andere Medien hätten berichtet, die Hacker hätten ein Lösegeld gefordert, um die Veröffentlichung der Nutzerdaten zu verhindern. Reuters konnte dies nicht nachprüfen.

01:52 Uhr

Großbritannien liefert der Ukraine hochleistungsfähige Raketenwerfer


Großbritannien will der Ukraine Raketenwerfer liefern, die Ziele bis zu 80 Kilometer entfernt erreichen können. Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace erklärte am Montag in einer Mitteilung, die hochleistungsfähigen M270-Raketenwerfer würden es den ukrainischen Streitkräften ermöglichen, sich besser gegen "den brutalen Einsatz von Langstreckenraketen" gegen ukrainische Städte zu verteidigen. Ukrainische Soldaten sollten in Grossbritannien für den Einsatz der neuen Waffensysteme ausgebildet werden.

5.6.2022 • 23:43 Uhr

Moskau: Außenminister Lawrow kann nicht nach Serbien reisen


Der russische Außenminister Sergej Lawrow kann nach Angaben aus Moskau wegen einer fehlenden Fluggenehmigung an diesem Montag nicht zu einem geplanten zweitägigen Besuch nach Serbien reisen. Ein ranghoher Ministeriumsmitarbeiter bestätigte der russischen Agentur Interfax zufolge einen entsprechenden serbischen Medienbericht, nach dem Bulgarien, Nordmazedonien und Montenegro keine Genehmigung für den Überflug der russischen Regierungsmaschine erteilt hätten. Lawrow ist wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mit westlichen Sanktionen belegt. Zudem ist der europäische Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt. Der Minister wollte sich mit der serbischen Führung treffen, um etwa über die Versorgung des Landes mit russischer Energie zu sprechen.
 
erinnert ihr euch noch?

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Er ist kurz vor dem Einschlag noch drübergefahren. Eine solche Brücke machen die Bahnarbeiter dort in nur 3 Wochen wieder fit, wahnsinn.

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17:45 Uhr

Ukraine meldet Erfolge gegen russische Schwarzmeer-Flotte


Der ukrainischen Armee ist es nach eigenen Angaben gelungen, die russische Flotte auf mehr als 100 Kilometer Entfernung von der Schwarzmeerküste des Landes zurückzudrängen. Der russischen Flotte sei die "totale Kontrolle über den Nordwesten des Schwarzen Meers entzogen" worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew über Telegram mit. Russland versuche aber, die Kontrolle über das Meeresgebiet zurückzuerobern, den Städten an der Küste drohten weiterhin russische Raketenangriffe.

Zudem blockiere die russische Flotte weiterhin die zivile Schifffahrt, erklärte das Ministerium weiter. Als Reaktion auf die ukrainischen Erfolge im Schwarzen Meer hätten die russischen Streitkräfte Systeme zur Küstenverteidigung auf die Halbinsel Krim und das von Russland besetzte Gebiet rund um die Stadt Cherson verlegen müssen. Zudem wurden nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums zusätzliche russische Kräfte auf der russisch besetzten Schlangeninsel stationiert. Die Informationen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.


16:58 Uhr

Selenskyj: Bis zu 75 Mio. Tonnen Getreide können feststecken


Bis zum Herbst können nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bis zu 75 Millionen Tonnen Getreide in der Ukraine festsitzen. Kiew benötige Anti-Schiffs-Waffen, die die sichere Durchfahrt seiner Exporte gewährleisten könnten, sagte Selenskyj in der Hauptstadt. Gemeinsam mit Großbritannien und der Türkei sei aber auch die Idee erörtert worden, dass die Marine eines Drittlandes die Durchfahrt der ukrainischen Getreideexporte durch das von Russland beherrschte Schwarze Meer garantiere. Der beste Garant dafür sei jedoch die Bewaffnung der Ukraine, sagte Selenskyj zu Journalisten.

15:46 Uhr

Selenskyj warnt vor Durchstoß im Donbass


In der strategisch wichtigen Stadt Sjewjerodonezk liefern sich ukrainische und russische Streitkräfte einen erbitterten Straßenkampf. Die Invasoren seien zahlenmäßig zwar im Vorteil, sagte Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dennoch habe sein Land jede Chance, in der ostukrainischen Stadt zurückzuschlagen. Sollte Russland im Donbass einen Durchstoß erzielen, werde es schwer für die Ukraine. Vom Donbass aus könnten dann strategische industrielle Ziele in der Zentral-Ukraine angriffen werden.

15:39 Uhr

Laut Ukraine seit Kriegsbeginn 32 Journalisten getötet


Seit dem Überfall auf die Ukraine am 24. Februar haben russische Truppen laut Angaben aus dem ukrainischen Kulturministerium 32 Journalisten in der Ukraine getötet. Das twitterte das Onlinemedium Kyiv Independent. In der Ukraine ist der 6. Juni der "Tag der Journalisten".
 
Hat eigentlich jemand einen Überblick, ob die ganzen getöteten Generäle schon vor dem Krieg General waren? Aktuell werden in der russischen Armee ja regelmäßig neue Führungspositionen frei ("Kommen Sie zu uns! Top Karriere-Chancen!), aber Vorkriegsleute mit dem Rang müssten doch langsam mal knapp werden.

Kiew ist die Keimzelle des historischen russischen Reiches. Das Kiewer Rus ist quasi das, was Putin vermutlich gerne wieder aufleben lassen möchte. Da kommt es nicht ganz so gut, wenn man die namensgebende Stadt schleift.

Die Kiewer Rus war die Keimzelle für Russen, Weißrussen und Ukrainer. Aber sie hat sich aufgelöst, lange bevor der erst Stein des heutigen Kiew gelegt wurde. Zwischendurch haben die Mongolen alles platt gemacht. Und das, was im Zarenreich später an gleicher Stelle entstanden ist, wurde zu großen Teilen während des zweiten Weltkriegs zerstört, oder von den Sowjets wieder abgerissen. Mit Ausnahme der für die russisch-orthodoxe Kirche wichtigen Bauten (Kloster,...) ist da nicht mehr viel übrig und das, was es gibt, steht mittlerweile oft für die von Putin gehasste ukrainische Nation. Odessa dagegen war immer russisch, ist russisch und hat sich einen Großteil der zaristischen Bauten bewahrt und spielte bekanntermaßen im Vorlauf der sozialistischen Revolution und deswegen vor allem in der späteren Propaganda eine wichtige Rolle. Putin will nicht die mickrige Kiewer Rus wieder aufbauen (allein der Name!) sondern "die größte Katastrophe der Weltgeschichte" (Zitat Putin) aka den Fall der Sowjetunion rückgängig machen. Odessa ist voll von Symbolik, die dazu gehören und die man besser nicht in die Luft jagt. Umgekehrt ist Odessa wohl die ukrainische Stadt, die am allerwenigsten für "Ukraine" steht, weil sie eben immer russisch geblieben ist.

Das heißt nicht, dass Putin Odessa schonen würde, wenn er es erobern könnte. Kann er aber nicht. Und wenn er die Wahl hat zwischen "Odessa schleifen" und "Kiew schleifen", dann ist imho Kiew dran.
 
Hat eigentlich jemand einen Überblick, ob die ganzen getöteten Generäle schon vor dem Krieg General waren? Aktuell werden in der russischen Armee ja regelmäßig neue Führungspositionen frei ("Kommen Sie zu uns! Top Karriere-Chancen!), aber Vorkriegsleute mit dem Rang müssten doch langsam mal knapp werden.
Ich kann mir die Namen sowieso nicht merken. :ugly:
Aber einen weiß ich: den "Schlächter von Syrien" Alexander Dwornikow . Der soll spurlos verschwunden sein.
 
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:daumen:
 
10:58 Uhr

Union warnt vor Blockade spanischer Panzerlieferung


Die Union hat die Bundesregierung davor gewarnt, die Ukraine bei einer möglichen Lieferung von Leopard-Panzern aus Spanien im Stich zu lassen. "Deutschland lässt die Ukraine jeden Tag, an dem dort keine schweren Waffen ankommen, im Stich", sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Johann Wadephul von der CDU der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn Spanien Leopard 2 liefern will, muss die Bundesregierung das schnell ermöglichen."

Auch die Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, mahnt zur Eile. "Ich hoffe sehr, dass Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck umgehend die Genehmigung für den Export erteilt", sagte die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann dem SPIEGEL. Sie rechne damit, "dass der Minister umgehend grünes Licht gibt".

Die spanische Zeitung "El País" hatte unter Berufung auf Regierungskreise in Madrid berichtete, dass Spanien rund 40 gebrauchte Leopard-Panzer 2 A4 liefern wolle, die Deutschland 1995 an Spanien verkauft habe. Allerdings müssten diese Panzer erst noch einsatzfähig gemacht werden. Zudem müssten ukrainische Soldaten an den Panzern geschult werden, was anfangs in Lettland geschehen solle, wo spanische Soldaten im Rahmen der NATO-Truppen stationiert sind.



10:35 Uhr

Sjewjerodonezk ist Hauptziel der russischen Offensive


Die umkämpfte Stadt Sjewjerodonezk ist zum Hauptziel der russischen Offensive im Donbass geworden, der die Provinzen Luhansk und Donezk umfasst. "In der Stadt gehen die heftigen Straßenkämpfe weiter", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. "Sie sind uns zahlenmäßig überlegen, sie sind mächtiger." Aber die ukrainischen Streitkräfte hätten "jede Chance", sich zu wehren, fügte er hinzu. Die Situation vor Ort ändere sich von Stunde zu Stunde, sagte der Bürgermeister der Stadt, Olexander Strjuk, im ukrainischen Fernsehen.

08:27 Uhr

Großbritannien: Russischer Vormarsch im Süden stockt


Die Fortschritte des russischen Militärs auf der südlichen sogenannten Popasna-Achse sind nach britischen Angaben in der vergangenen Woche ins Stocken geraten. Berichte über schweren Beschuss in der Nähe der Stadt Isium in der Region Charkiw legten nahe, dass das russische Militär erneut versuche, zur nördlichen Achse durchzudringen, teilt das britische Verteidigungsministerium auf Twitter aus dem regelmäßigen Bericht des Militärgeheimdienstes mit.

"Russland wird mit großer Sicherheit einen Durchbruch auf mindestens einer dieser Achsen erzielen müssen, um taktische Gewinne in Erfolge auf operativer Ebene und Fortschritte in Richtung seines politischen Ziels umzusetzen, die gesamte Oblast Donezk zu kontrollieren", sagte das Ministerium. Die Regionen Donezk und Luhansk, in der die Stadt Popasna liegt, bilden zusammen den Donbass.

08:23 Uhr

Ukraine meldet eigene Luftangriffe im Süden des Landes


Während die Lage im Osten der Ukraine weitgehend unverändert ist, hat das ukrainische Militär nach eigenen Angaben im Süden des Landes mehrere Luftangriffe auf russische Stellungen geflogen. Ukrainische Hubschrauber hätten "Schläge gegen Ansammlungen feindlicher Truppen im Gebiet Cherson geführt", teilte der Generalstab am Dienstag mit. Die Ukraine hat die eigene Luftwaffe im Krieg wegen der russischen Luftüberlegenheit bislang nur spärlich eingesetzt.


An der Grenze der Schwarzmeer-Gebiete Mykolajiw und Cherson hatten die ukrainischen Truppen zuletzt mehrere Ortschaften zurückerobert. Eine russische Gegenoffensive in Richtung Losowe - Bila Krynyzja sei trotz Artillerie- und Luftwaffenunterstützung erfolglos gewesen, hieß es im Bericht des Generalstabs. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.
Spanien will 40 Leopard 2 Panzer an die Ukraine liefern. Da bin ich mal gespannt ob das was wird.
 
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