Kurz nach der Ankündigung des Bundeskanzlers, der Ukraine ein Luftabwehrsystem und Mehrfachraketenwerfer zu liefern, deutet ein Medienbericht auf
monatelange Verzögerungen hin.
Nach Informationen des Business Insiders dürfte das zugesagte
Iris-T-System erst im November oder Dezember einsatzbereit sein. Demnach war das Luftabwehrsystem zuvor von Ägypten bestellt worden, das jetzt zugunsten der Ukraine darauf verzichten soll.
Ähnlich sei es um den Ringtausch mit Griechenland bestellt, im Rahmen dessen das Land
50 Schützenpanzer des Typs Marder von der Bundesrepublik erhalten soll. Ursprünglich sollte Griechenland dafür sowjetische Modelle in die Ukraine liefern.
Die sind allerdings vor allem auf den griechischen Inseln stationiert und sollen wohl erst abgezogen werden,
wenn alle Marder-Einheiten einsatzbereit geliefert werden. Auch das ist dem Bericht nach
erst im Herbst oder Winter zu erwarten. Zudem sei die Ankündigung um den Tausch auch für Hersteller Rheinmetall überraschend gewesen, der die Marder der Ukraine direkt verkaufen wollte.
Schwierigkeiten gibt es offenbar auch beim
Mehrfachraketenwerfer Mars II. Vier Systeme sollten geliefert werden – doch dem
Business Insider zufolge ist weniger als die Hälfte der 40 deutschen Einheiten einsatzfähig. Zudem können sie derzeit noch
keine Munition aus den USA oder Großbritannien verschießen, ein notwendiges Software-Update könnte ebenfalls Monate dauern.