Ja ein Stellvertreterkrieg. In den es gilt zu vermeiden, dass Nato-Staaten direkt verwickelt werden.
Diese Schwelle sollte nicht überschritten werden.
Wer nicht will, dass diese Schwelle überschritten wird, muss der Ukraine alles liefern was notwendig ist, damit Putin nicht in 8 Jahren seine Forderung, sämtliche NATO-Truppen aus Polen und ostwärts zu vertreiben, in Angriff nimmt.
Ups *fail*
Aber welche Raketenartillerie-Systeme von den Russen haben denn die ganz großen Reichweiten?
Raketen"artillerie" hat keine große Reichweite, sondern kann in kurzer Folge viele und deswegen in der Regel billige, ungelenkte Raketen abfeuern. Russland beliebteste Kurzstreckenrakete bis 500 km wäre die Iskander (wenn es denn Nachschub gäbe), aber das ist eben keine Projektile verschießende Artillerie, sondern eine Rakete mit Startrampe.
Zumindest bis zur völkerrechtlich höchst strittigen Annexion der Krim 2014 hat man maximal Putin bzgl. seines Gebarens belächelt, ansonsten aber gerne die Rohstoffe billig eingekauft.
Wenn fremdes Militär gegen den Willen eines souveränen Staates die Kontrolle über dessen Territorium übernimmt, dann ist da völkerrechtlichs nichts "strittig", sondern alles glasklar. Eine Abstimmung mit vorgehaltener Waffe und mit den Abstimmungsmöglichkeiten von Deutschland '34 ändert daran nichts.
Aber Völkerrecht und ukrainische Souveränität waren Scholz und Merkel und nahezu allen anderen eben egal, billige Rohstoffe nicht.
Das wäre die Sternstunde investigativer Journalisten. Also das, was es früher noch gab bevor man damit Geld verdienen konnte, generische Artikel 17x abzuschreiben und mit minimal verändertem Wortlaut auf der eigenen Nachrichtenseite online zu stellen um Klicks zu generieren (das ist, was "Nachrichten" heute leider zu 95% sind).
Ich glaube du verkennst, was "investigativ" ist. Investigativer Journalismus spürt über lange Zeit einer Story nach, ermittelt, beobachtet, prüft, infiltriert, versucht nicht öffentliche Wahrheiten herauszufinden/aufzudecken. Genau das wäre tatsächlich nötig, um in den Propagandamassen der Russen etwaige wahre Kerne zu finden, aber die russische Armee zu infiltrieren wäre halt dummerweise tödlich, lange bevor der Artikel fertig ist. Und aktuelle Berichterstattung war und kann nie die Aufgabe von Investigativ-Journalisten sein, einfach weil die Wochen bis Monate, in Extremfällen wie Wallraff auch schon mal Jahre brauchen, bis sie fertig sind.
Berichte über das Kriegsgeschehen auf ukrainischer Seite sind dagegen leicht umzusetzen. Die Regierung betreibt konsequente Öffentlichkeitsarbeit, unabhängige Presse ist im Land unterwegs, es gibt ohne Ende Bürgerjournalisten und Blogger, Soldaten auf unteren Ebenen sind direkt für Gespräche zugänglich, ein Wust an Geheimdiensten und Informationsagenturen hat die Lage im Blick. Und der Präsident himself ist von Beruf Showmaster. Das schreibt sich der Ticker von selbst - womit wir leider bei der absolut berechtigten Kritik an heutigen Medien wären: Es geht nicht darum, objektiv oder umfassend zu berichten, sondern nur noch darum, dem Pöbel genug Berichte in den Trog zu werfen. Wenn die von einer Seite viel leichter fließen, wird die Mischung halt einseitig, aber egal. Ist ja nicht so, als wären die Leute bereit, für Qualität zu zahlen oder als würden sie auch nur eine Tendenz zeigen, diese bevorzugt zu konsumieren. ÖR kann man auch schon länger nicht mehr ohne Vorbehalte empfehlen, aber Springer & Co waren schon lange vorher dominierend, weil die Leute keine Wahrheit, sondern Einfachheit fordern.
Ich kann es persönlich nicht beurteilen, aber auch bei den Ukrainer laufen einige mit Schalldämpfern rum, eventuell macht es so die direkte Ortung schwerer.
Oder einem selbst die Ortung des Gegner leichter. Die Fronten sind verworren, aber nicht weit auseinander und Luftschläge algegenwärtig. Das ist keine Situation, in der man nur kontrolliert rein geht, sich mit Blick nach vorn gegenseitig absichert und einen halben Tag später genauso koordiniert wieder in Sicherheit zurückkehrt. Sondern ein Zustand, wo man teils über Tage und vor allem Nächte hinweg eine Gegend voller Gräben und Ruinen zu halten versucht. Bereits 2014 gab es aus dem Donbass Aufnahmen vieler Soldaten mit Gehörschutz, weil es offensichtlich von großem Vorteil ist, den Gegner auch nach einem Feuerstoß wieder hören zu können. Schalldämpfer helfen da ebenfalls. (Vor allem Soldaten, die zuweit weg sind, um die eigenen Feuervorbereitungen mitzubekommen, aber zu nah dran, um nicht einen ordentlichen Schlag auf die Lauscher zu bekommen.)
Was ich mich ja die ganze Zeit schon frage...wieso macht man jeden einzelnen Schritt öffentlich, damit Russland weiß, was für Waffen kommen, wann sie kommen usw.?
Macht man nicht mit jedem. Die meisten Massenlieferungen liefen sogar ziemlich flott und unauffällig über die Bühne. Nur die in homöopathischen Dosen NICHT gelieferten Großgeräte werden gemolken bis zum geht nicht mehr. Weil bei Gepard, PZ2000 & Co nicht darum geht, dass Deutschland die freie Welt verteidigt, sondern darum dass Scholz was tolles macht. => Populismus funktioniert nur mit Öffentlichkeit.
da bin ich ja mal gespannt. vertrauen kann man den russen ja leider so überhaupt gar nicht mehr. nichtsdestotrotz, wenn das zustande käme, wäre das wenigstens etwas positives für viele ärmere teile der welt.
Ich fände es ja mal geil, wenn ein paar relativ unabhängige Staaten Russland beim Wort nehmen:
Es gibt keinen Krieg in der Ukraine.
Also auch kein Kriegsrecht.
Und niemanden, den man bezüglich Einlaufens in eine ukrainischen Hafen fragen müsste, außer die Ukrainer selbst natürlich.
Also nimmt man jetzt mal ein Ägyptisches, ein arabisches, ein indisches, vielleicht noch ein brasilianisches (die importieren nicht, oder?),... Getreideschiff und ZUFÄLLIG auch noch je 1-2 Kriegsschiffe, die ihren Kollegen in der komplett kriegsfreien Ukraine sowieso einen Freundschaftsbesuch abstatten wollen, und fährt nach Odessa. Und wehre, da findet sich irgend eine Spur von Streitigkeiten in diesen friedlichen Gewässern. Das wäre wirklich unschön, aber natürlich Glück im Unglück, dass man gerade mehr Feuerkraft als die verbleibende russische Schwarzmeerflotte dabei hat, die man unerwarteter Weise zur Selbstverteidiung nutzen kann.
Klappt aber, wie gesagt, nur mit "neutralen" Drittstaaten. Die NATO sagt, da wäre Krieg, also muss sie auch die russische Blockade als Teil des Krieges akzeptieren.