Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

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Eine neue Analyse von Oberst Reisner.
 
32 Beiträge fehlen plötzlich.
Ihr wisst warum. :kaffee:
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Hmm, aber die TB2 ist ja eigentlich deutlich günstiger

 
Was haltet ihr eigentlich von einer spieltheoretischen Analyse?

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Manches ergibt schon Sinn aber ich weiß nicht ob man das so einfach darauf anwenden kann. Bzw das ist wenn nur ein kleiner Teil, der für die Probleme der russischen Armee verantwortlich ist.
 
Ich weiss nicht, adverse selection - die meisten in der russischen Armee, sprich die Wehrpflichtigen haben ja gar keine Wahl - sprich sie können ja nicht den Arbeitgeber wechseln :D
Gut, viele werden sich kaum länger verpflichten.

Ich weiss nicht, ob das in Dimensionen stimmt, aber ich habe schon gelesen, dass Offiziersposten nicht zwangsweise auf Grund Leistung vergeben werden, sondern, dass sich hier speziell unter Schoigu eine Art Vetternwirtschaft und Postengeschachere etabliert hat.

Zentralistische Beschaffung ist zunächst ökonomischer und gerade in D. wohl ein großes Fail.
Bin mir nicht sicher, ob wir da besser als die Russen wären...

Taktische Einsatzzentraliserung ist tatsächlich ein Thema.
Ich denke, das wir in D. den Uffz. Rängen viel mehr Entscheidungsspielraum zugestehen.
Zumindest in meiner Zeit hat sich kein Lt. oder Olt. einen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn bei Manövern ganze Züge auch mal von Uffz. sehr effektiv geführt wurden - eher im Gegenteil war die i. d. R. größere praktische Erfahrung der Uffz. von Vorteil.
 
Was ich mich ja die ganze Zeit schon frage...wieso macht man jeden einzelnen Schritt öffentlich, damit Russland weiß, was für Waffen kommen, wann sie kommen usw.? Selbst, das sie abgehört wurden hat man brühwarm erzählt, damit Russland die entsprechenden Kanäle einfach nicht mehr nutzt?!
Will man den alten Plunder nur irgenwie loswerden, damit der Schrott in der Ukraine gleich bei Lieferung erledigt wird, oder will man dem KGB einfach Arbeit und Geld sparen, oder will man, das Rissland gewinnt und scheinheilig eine Pseidounterstützung der Ukraine vorgaukelt?
 
Was ich mich ja die ganze Zeit schon frage...wieso macht man jeden einzelnen Schritt öffentlich, damit Russland weiß, was für Waffen kommen, wann sie kommen usw.? Selbst, das sie abgehört wurden hat man brühwarm erzählt, damit Russland die entsprechenden Kanäle einfach nicht mehr nutzt?!
Will man den alten Plunder nur irgenwie loswerden, damit der Schrott in der Ukraine gleich bei Lieferung erledigt wird, oder will man dem KGB einfach Arbeit und Geld sparen, oder will man, das Rissland gewinnt und scheinheilig eine Pseidounterstützung der Ukraine vorgaukelt?
Schwierig zu beantworten.

Hypothese:
Man erzählt deswegen vieles haarklein auf um Russland zu zeigen:
Egal was du machst, die Ukrainer bekommen noch eine Schippe drauf und so lange die ukrainischen Soldaten noch funktionieren, wirst du keinen entscheidenden Stich machen.
Also setz dich gefälligst an den Verhandlungstisch und beende das sonst ewige währende Fiasko lieber jetzt gleich.
 
Es wird ja nicht im Detail verraten, welche Waffensysteme wann wo genau sind. Dass Waffen geliefert werden weiß Russland sowieso. Und so schlecht dass sie nicht auch wissen was und wann kann der KGB ja kaum sein. Da sind aber so hoffe ich doch keine Informationen dabei die Russland dabei helfen könnten, ganz konkret Lieferungen zu treffen und zu zerstören. So dämlich können unsere Militärs ja auch kaum sein solche Infos weiterzugeben (auch nicht an die Politik).
 
Schwierig zu beantworten.

Hypothese:
Man erzählt deswegen vieles haarklein auf um Russland zu zeigen:
Egal was du machst, die Ukrainer bekommen noch eine Schippe drauf und so lange die ukrainischen Soldaten noch funktionieren, wirst du keinen entscheidenden Stich machen.
Also setz dich gefälligst an den Verhandlungstisch und beende das sonst ewige währende Fiasko lieber jetzt gleich.
Das man sich die Verhandlungen sparen kann, sollte doch mittlerweile jedem klar sein, bis auf ein paar Loser....ähhh Verschwörungstheoretiker.
Gestern gabs doch erst ne Meldung, das die Russen gelieferte Waffen gleich zerstört hat, bevor sie fertig geliefert wurden...das kostet Menschenleben und nen Haufen Geld...beides sinnlos verbraten...

@Incredible Alk
Was und wieviel geliefert wird, wird doch teilweise schön veröffentlich. Und irgenwo nen Typ mit nem Telefon hinstellen, der sagt, wann was kommt, bekommt selbst der besoffenste Russe noch hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich mich ja die ganze Zeit schon frage...wieso macht man jeden einzelnen Schritt öffentlich, damit Russland weiß, was für Waffen kommen, wann sie kommen usw.? Selbst, das sie abgehört wurden hat man brühwarm erzählt, damit Russland die entsprechenden Kanäle einfach nicht mehr nutzt?!
Will man den alten Plunder nur irgenwie loswerden, damit der Schrott in der Ukraine gleich bei Lieferung erledigt wird, oder will man dem KGB einfach Arbeit und Geld sparen, oder will man, das Rissland gewinnt und scheinheilig eine Pseidounterstützung der Ukraine vorgaukelt?
Es wurden nicht alle Dinge verraten, aber die großen Dinge kannst du halt nicht verheimlichen, die französischen Caesar hat man schon Wochen vorher gesehen. Große Fahrzeuge kannst du auch nicht verstecken, die werden sowieso früher oder später beim Transport entdeckt, ob per Smartphone oder halt Satelliten

Die Russen sind normalerweise nicht in der Lage die Transporte zu treffen, die haben ja schon Schwierigkeiten die Bahnstrecken ausreichend zu treffen, wie wollen sie da eine bewegte Kolone treffen.

Maximal treffen sie höchstens Lagerplätze, aber da haben sie auch so einfach drauf geschossen, ohne das da überhaupt Waffen waren, so wurden auch schon ein paar Lebensmittellager zerstört.

Zum Thema alles bekannt geben, es sind an der Front schon deutsche Panzerminen explodiert, da hatten deutsche Journalisten noch nicht einmal ihre geheime Liste der Lieferungen veröffentlicht.

Was ich halt nicht ganz nachvollziehen kann, warum die Ukrainer einfach alles zeigen, sie haben gezeigt wie sie Bomben mit ihren Drohen abwerfen, welche Methoden sie dafür verwenden und welche Drohen. Sie haben ebenfalls gezeigt, wie man die meisten Antipanzerwaffen verwendet, wie man sie wieder aufladen kann und sie haben sogar gezeigt, wie man die Schwitchblade startet. Leider zeigen sie auch viel zu häufig ihre Positionen oder Lager in Videos.
 
Das man sich die Verhandlungen sparen kann, sollte doch mittlerweile jedem klar sein, bis auf ein paar Loser....ähhh Verschwörungstheoretiker.
Hier in dem Fall dürfte es erst dann zu ernsthaften Verhandlungen kommen, wenn eine Seite die notwendigen Ressourcen zur Kriegsführung (Mann und Material) nicht mehr aufbringen kann.
Gestern gabs doch erst ne Meldung, das die Russen gelieferte Waffen gleich zerstört hat, bevor sie fertig geliefert wurden...das kostet Menschenleben und nen Haufen Geld...beides sinnlos verbraten...
Ja, mei, die Moskwa ist ja auch mit einer Zigarette irrtümlich selbst versenkt worden und es wurden schon mehr ukrainische Flugzeuge durch die erfolgreichen russischen Truppen abgeschossen, als die jemals im Bestand hatten.
Was ich sagen will:
Erfolgsmeldungen von beiden Seiten betrachte ich erst mal skeptisch und hake es unter Kriegspropaganda ab.
Die Toten werden meist erst nach der Schlacht korrekt gezählt...
 
Ja, mei, die Moskwa ist ja auch mit einer Zigarette irrtümlich selbst versenkt worden und es wurden schon mehr ukrainische Flugzeuge durch die erfolgreichen russischen Truppen abgeschossen, als die jemals im Bestand hatten.
Was ich sagen will:
Erfolgsmeldungen von beiden Seiten betrachte ich erst mal skeptisch und hake es unter Kriegspropaganda ab.
Die Toten werden meist erst nach der Schlacht korrekt gezählt...
Das da noch nix bestätigt ist, ist ja richtig, aber man macht es Russland zu einfach, solche Erfolge zu ermöglichen.
Aber was ist mit dem breittreten des ganzen Abhörens? Warum hat man das Publik gemacht?
Das man nicht alles verheimlichen kann ist auch klar, aber man muss die Waffenlisten ja quasi nicht gleich von Russland erstmal abseegnen lassen...
 
Das da noch nix bestätigt ist, ist ja richtig, aber man macht es Russland zu einfach, solche Erfolge zu ermöglichen.
Na ja, wie funktioniert militärische Aufklärung?
Spionage, Whistleblower, Aufklärungsflugzeuge, Satelliten, Funkaufklärung
Bestenfalls bekommt die russische Armeeführung innerhalb von 1-2 h mit, dass da im oder auf dem Güterwagen was Wichtiges herumsteht.
Im konkreten Fall steht also ein Zug irgendwo an einem Eisenbahnkotenpunkt von Czernowitz in den ukrainischen Karpaten herum (mutmaßlich von Rumänien kommend) und nehmen wir also an, der nächste Militärflughafen der Russen ist in Sewastopol, vielleicht sogar vorgezogen in Cherson.
Dann reden wir über 1.000-1.200 km Flugstrecke geradeaus und fast 1.500 km um Moldawien herum.
Brauchste also schon einen Mittel-/Langstreckenbomber, denn der Pilot will ja auch wieder nach Hause.
Jabo schafft das nicht.
Unterschall 1, 5 h, Überschall immer noch 1h.
Also minimal 2 h bis zum Bombenabwurf.
ICH glaube nicht, dass die Ukrainer im Krieg so blöd sind und einen Zug so lange als Zielscheibe herumstehen lassen.
Die haben da sicherlich Bahngleise, Infrastruktur und evtl. sogar einen Zug oder Waggons erwischt, aber nicht das ausgespähte Ziel.
Darum glaube ich auch nicht an den gemeldeten Erfolg.

Aber was ist mit dem breittreten des ganzen Abhörens? Warum hat man das Publik gemacht?
Was glaubst du, was derzeit alles abgehört wird?
Mit Sicherheit liest gerade ein Algorithmus sowohl diesen Thread als auch alle deine und meine Whatsapp in Echtzeit mit Textanalyse. Und zwar beide Seiten und deutschen Datenschutz interessiert hier keinen.
Also, warum nicht publik machen, was eh schon offensichtlich läuft.
Im Gegenteil kann man hier supidupi Falschinfos unters Volk bringen.
 


und quelle tagesschau:
18:34 Uhr

Medienbericht: Russland will Sicherheit von Getreide-Schiffen garantieren


Russland ist einem Medienbericht zufolge bereit, die Sicherheit von Schiffen mit Getreide zu garantieren, die die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer verlassen. Dies sei über humanitäre Korridore möglich, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax das russische Verteidigungsministerium. Dieses kündigt demnach zudem an, die humanitäre Lage in der Ukraine nicht für seinen militärischen Sondereinsatz auszunutzen. Damit bezeichnet die Regierung in Moskau den Krieg in der Ukraine.

da bin ich ja mal gespannt. vertrauen kann man den russen ja leider so überhaupt gar nicht mehr. nichtsdestotrotz, wenn das zustande käme, wäre das wenigstens etwas positives für viele ärmere teile der welt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja ein Stellvertreterkrieg. In den es gilt zu vermeiden, dass Nato-Staaten direkt verwickelt werden.
Diese Schwelle sollte nicht überschritten werden.

Wer nicht will, dass diese Schwelle überschritten wird, muss der Ukraine alles liefern was notwendig ist, damit Putin nicht in 8 Jahren seine Forderung, sämtliche NATO-Truppen aus Polen und ostwärts zu vertreiben, in Angriff nimmt.

Ups *fail*:fresse:

Aber welche Raketenartillerie-Systeme von den Russen haben denn die ganz großen Reichweiten?

Raketen"artillerie" hat keine große Reichweite, sondern kann in kurzer Folge viele und deswegen in der Regel billige, ungelenkte Raketen abfeuern. Russland beliebteste Kurzstreckenrakete bis 500 km wäre die Iskander (wenn es denn Nachschub gäbe), aber das ist eben keine Projektile verschießende Artillerie, sondern eine Rakete mit Startrampe.


Zumindest bis zur völkerrechtlich höchst strittigen Annexion der Krim 2014 hat man maximal Putin bzgl. seines Gebarens belächelt, ansonsten aber gerne die Rohstoffe billig eingekauft.

Wenn fremdes Militär gegen den Willen eines souveränen Staates die Kontrolle über dessen Territorium übernimmt, dann ist da völkerrechtlichs nichts "strittig", sondern alles glasklar. Eine Abstimmung mit vorgehaltener Waffe und mit den Abstimmungsmöglichkeiten von Deutschland '34 ändert daran nichts.
Aber Völkerrecht und ukrainische Souveränität waren Scholz und Merkel und nahezu allen anderen eben egal, billige Rohstoffe nicht.


Das wäre die Sternstunde investigativer Journalisten. Also das, was es früher noch gab bevor man damit Geld verdienen konnte, generische Artikel 17x abzuschreiben und mit minimal verändertem Wortlaut auf der eigenen Nachrichtenseite online zu stellen um Klicks zu generieren (das ist, was "Nachrichten" heute leider zu 95% sind).

Ich glaube du verkennst, was "investigativ" ist. Investigativer Journalismus spürt über lange Zeit einer Story nach, ermittelt, beobachtet, prüft, infiltriert, versucht nicht öffentliche Wahrheiten herauszufinden/aufzudecken. Genau das wäre tatsächlich nötig, um in den Propagandamassen der Russen etwaige wahre Kerne zu finden, aber die russische Armee zu infiltrieren wäre halt dummerweise tödlich, lange bevor der Artikel fertig ist. Und aktuelle Berichterstattung war und kann nie die Aufgabe von Investigativ-Journalisten sein, einfach weil die Wochen bis Monate, in Extremfällen wie Wallraff auch schon mal Jahre brauchen, bis sie fertig sind.

Berichte über das Kriegsgeschehen auf ukrainischer Seite sind dagegen leicht umzusetzen. Die Regierung betreibt konsequente Öffentlichkeitsarbeit, unabhängige Presse ist im Land unterwegs, es gibt ohne Ende Bürgerjournalisten und Blogger, Soldaten auf unteren Ebenen sind direkt für Gespräche zugänglich, ein Wust an Geheimdiensten und Informationsagenturen hat die Lage im Blick. Und der Präsident himself ist von Beruf Showmaster. Das schreibt sich der Ticker von selbst - womit wir leider bei der absolut berechtigten Kritik an heutigen Medien wären: Es geht nicht darum, objektiv oder umfassend zu berichten, sondern nur noch darum, dem Pöbel genug Berichte in den Trog zu werfen. Wenn die von einer Seite viel leichter fließen, wird die Mischung halt einseitig, aber egal. Ist ja nicht so, als wären die Leute bereit, für Qualität zu zahlen oder als würden sie auch nur eine Tendenz zeigen, diese bevorzugt zu konsumieren. ÖR kann man auch schon länger nicht mehr ohne Vorbehalte empfehlen, aber Springer & Co waren schon lange vorher dominierend, weil die Leute keine Wahrheit, sondern Einfachheit fordern.


Ich kann es persönlich nicht beurteilen, aber auch bei den Ukrainer laufen einige mit Schalldämpfern rum, eventuell macht es so die direkte Ortung schwerer.

Oder einem selbst die Ortung des Gegner leichter. Die Fronten sind verworren, aber nicht weit auseinander und Luftschläge algegenwärtig. Das ist keine Situation, in der man nur kontrolliert rein geht, sich mit Blick nach vorn gegenseitig absichert und einen halben Tag später genauso koordiniert wieder in Sicherheit zurückkehrt. Sondern ein Zustand, wo man teils über Tage und vor allem Nächte hinweg eine Gegend voller Gräben und Ruinen zu halten versucht. Bereits 2014 gab es aus dem Donbass Aufnahmen vieler Soldaten mit Gehörschutz, weil es offensichtlich von großem Vorteil ist, den Gegner auch nach einem Feuerstoß wieder hören zu können. Schalldämpfer helfen da ebenfalls. (Vor allem Soldaten, die zuweit weg sind, um die eigenen Feuervorbereitungen mitzubekommen, aber zu nah dran, um nicht einen ordentlichen Schlag auf die Lauscher zu bekommen.)


Was ich mich ja die ganze Zeit schon frage...wieso macht man jeden einzelnen Schritt öffentlich, damit Russland weiß, was für Waffen kommen, wann sie kommen usw.?

Macht man nicht mit jedem. Die meisten Massenlieferungen liefen sogar ziemlich flott und unauffällig über die Bühne. Nur die in homöopathischen Dosen NICHT gelieferten Großgeräte werden gemolken bis zum geht nicht mehr. Weil bei Gepard, PZ2000 & Co nicht darum geht, dass Deutschland die freie Welt verteidigt, sondern darum dass Scholz was tolles macht. => Populismus funktioniert nur mit Öffentlichkeit.


da bin ich ja mal gespannt. vertrauen kann man den russen ja leider so überhaupt gar nicht mehr. nichtsdestotrotz, wenn das zustande käme, wäre das wenigstens etwas positives für viele ärmere teile der welt.

Ich fände es ja mal geil, wenn ein paar relativ unabhängige Staaten Russland beim Wort nehmen:
Es gibt keinen Krieg in der Ukraine.
Also auch kein Kriegsrecht.
Und niemanden, den man bezüglich Einlaufens in eine ukrainischen Hafen fragen müsste, außer die Ukrainer selbst natürlich.

Also nimmt man jetzt mal ein Ägyptisches, ein arabisches, ein indisches, vielleicht noch ein brasilianisches (die importieren nicht, oder?),... Getreideschiff und ZUFÄLLIG auch noch je 1-2 Kriegsschiffe, die ihren Kollegen in der komplett kriegsfreien Ukraine sowieso einen Freundschaftsbesuch abstatten wollen, und fährt nach Odessa. Und wehre, da findet sich irgend eine Spur von Streitigkeiten in diesen friedlichen Gewässern. Das wäre wirklich unschön, aber natürlich Glück im Unglück, dass man gerade mehr Feuerkraft als die verbleibende russische Schwarzmeerflotte dabei hat, die man unerwarteter Weise zur Selbstverteidiung nutzen kann.

Klappt aber, wie gesagt, nur mit "neutralen" Drittstaaten. Die NATO sagt, da wäre Krieg, also muss sie auch die russische Blockade als Teil des Krieges akzeptieren.
 
Raketen"artillerie" hat keine große Reichweite, sondern kann in kurzer Folge viele und deswegen in der Regel billige, ungelenkte Raketen abfeuern. Russland beliebteste Kurzstreckenrakete bis 500 km wäre die Iskander (wenn es denn Nachschub gäbe), aber das ist eben keine Projektile verschießende Artillerie, sondern eine Rakete mit Startrampe.
Das ist leider falsch. Hier im Video wird auf solche Systeme eingegangen:

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Ab 15.30min. ;)

Im Video ist von Geschossen mit bis zu 300 km Reichweite die Rede. Für Artillerie-Systeme ist das schon viel.
Wenn du natürlich von großen Raketen ausgehst ist es wenig.
Aber es ist explizit von "Raketen-Artillerie" und "Mehrfach-Raketenwerfern" die Rede und keine einzelnen großen Raketen von Abschussrampen oder aus Silos.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die 300 km werden mit großen Raketen erzielt. MLRS und HIMARS sind Trägerfahrzeuge für austauschbare Module. Afaik erreichen sie nur mit der ATACMS Reichweiten von über 100 km, von der können sie dann aber nur zwei respektive ein Exemplar tragen und haben somit nicht einmal mehr annähernd die Feuerrate, die für einen Einsatz als "Artillerie" nötig wäre. Deswegen zählt das Ding auch als taktische Rakete und ist ~das US-Gegenstück zur Iskander.

Als !M!LRS mit 12 kleineren Raketen bestückt liegt die Reichweite der gleichen Fahrzeuge dagegen bei nur noch 30-70 km. Das ist dann das Gegenstück zum russischen Smerch.
 

Ukrainische Zivilisten flüchten sich in Bunker unter Chemiefabrik​

In der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine verstecken sich nach übereinstimmenden ukrainischen und russischen Angaben Zivilisten in Bunkern unter einer Chemiefabrik. Die ukrainische Verwaltung des fast an Russland verlorenen Gebiets Luhansk sprach am Donnerstag von etwa 800 Menschen in der Fabrik Asot (Stickstoff). „Das sind Einheimische, die gebeten wurden, die Stadt zu verlassen, die sich aber geweigert haben. Auch Kinder sind dort, aber nicht sehr viele“, sagte Gouverneur Serhij Hajdaj dem US-Sender CNN.

Trotz des Vorrückens russischer Truppen in der Stadt wird die Fabrik weiter von ukrainischen Soldaten verteidigt. Ein Sprecher der prorussischen Separatisten von Luhansk warf den ukrainischen Bewaffneten vor, die Zivilisten in das Werk gelockt zu haben und sie mit Gewalt am Verlassen zu hindern. Das meldete die Agentur Tass.

In der südukrainischen Hafenstadt Mariupol hatten ukrainische Soldaten und Zivilisten wochenlang unter Beschuss in Bunkern unter dem Stahlwerk Azovstal ausgeharrt. Für die russische Seite war die Eroberung des Stahlwerks Mitte Mai ein wichtiger Sieg. Das Chemiewerk sei aus militärischer Sicht aber weniger bedeutsam als Azovstal, sagte Hajdaj nach ukrainischen Presseberichten.

Er sollte Sieg in der Ukraine bringen, doch Putins „Schlächter“ ist seit zwei Wochen verschwunden​

22.37 Uhr: Alexander Dwornikow sollte Russland und dessen Präsidenten den Sieg in der Ukraine bringen. Dazu sandte Wladimir Putin seinen General, dessen Spitzname „Schlächter“ ist, weil er in der Vergangenheit oft mit großer Brutalität agierte, Ende April in die Ukraine.

Das galt gleichzeitig als Eingeständnis, dass der russische Plan, die Ukraine binnen weniger Tage zu überrennen, gescheitert ist. Kurz nach seiner Ankunft versuchte er, die bislang unkoordinierten Aktionen der Luft- und Landeinheiten zu koordinieren, wie die “New York Times" berichtet.
Mittlerweile wurde der „Schlächter“ aber dem Bericht zufolge seit zwei Wochen nicht gesehen und scheint verschwunden. Es gibt deshalb Spekulationen darüber, ob Dwornikow weiterhin für die Führung von Russlands Truppen im Ukraine-Krieg zuständig ist.

Obwohl Russland in den vergangenen Wochen große Gebiete erobert, haben Putins Truppen noch immer keine Lufthoheit erlangt. Ein Beamter berichtet vom weiterhin risikoscheuen Vorgehen russischer Piloten. „Sie überfliegen die Grenze, um Angriffe zu starten, und kehren dann schnell auf russisches Gebiet zurück, anstatt im ukrainischen Luftraum zu bleiben, um ihren Gegnern den Zugang zu verwehren. Das Ergebnis ist, dass Russland noch immer keine Lufthoheit erlangt hat.“

Bürgermeister: Russland erschießt freiwillige Helfer in Mariupol​

13.44 Uhr: Der Bürgermeister von Mariupol hat in seinem Telegram-Kanal mitgeteilt, dass Russland in der Stadt und der Umgebung de facto die Todesstrafe durchsetze. So seien mehrere freiwillige Helfer und Offizielle erschossen worden, weil sie sich weigerten, mit den Besatzern zusammenzuarbeiten. Die Informationen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Selenskyj: Russland kontrolliert ein Fünftel der Ukraine​

13.15 Uhr: Russland kontrolliert nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Woldomyr Selenskyj derzeit ein Fünftel des Landes. Vor allem im Donbass hält die russische Armee derzeit viele Gebiete. Rund 125.000 Quadratkilometer seien unter russischer Kontrolle, also gut 20% des ukrainischen Staatsgebiets, so Selenskyj.

300.000 Quadratkilometer seien vermint, mehr als fünf Millionen Menschen wegen des Kriegs ins Ausland geflohen.
Quelle: kriegsverlauf-in-der-ukraine-im-ticker
 
Im Video ist von Geschossen mit bis zu 300 km Reichweite die Rede. Für Artillerie-Systeme ist das schon viel.
Wenn du natürlich von großen Raketen ausgehst ist es wenig.
Aber es ist explizit von "Raketen-Artillerie" und "Mehrfach-Raketenwerfern" die Rede und keine einzelnen großen Raketen von Abschussrampen oder aus Silos.
Die ATACMS mit den besagten ca. 300 km Reichweite ist in der Tat eher eine größere Mittelstreckenrakete, die von einem Multiuse-Raketenträger abgefeuert werden kann.
Die Rakete gibts in 2 Ausführungen: Streumunition gegen Truppen und schwerer Sprengkopf gegen befestigte Stellungen. Nix gegen Panzer oder so.
Treffergenauigkeit liegt gem. nachfolgender Quelle bei 10-50 m:
Hier auf englisch ein auswertender Bericht über die Effektivität der Waffe:
Da die Rakete in Containern kommt, ist die Aufmunitionierung theoretisch recht schnell.
Theoretisch ergibt sich eine Kadenz unter optimalen Bedingungen von ca. 1 Schuss/ca. 5 min..
Wenn ich das richtig gelesen habe, gelang im Irak eine Einsatz-Reload-Speed von ca.1 Schuss/ unter10 min..
Da wir aber über einen Gefechtskopf von ca. 220 kg reden, ist das eine Ansage.
Die 155 mm Granate z. B. PH 2000 wiegt irgendwas um die 40-45 kg, wären also so um die 5 Granaten.
Allerdings kannste das mutmaßlich nicht 1:1 vergleichen.

Edit: Richtkanoniere her: Erklärt mal uns das!
 
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