... wir wissen wie bedeutend es ist! Ich bin fest davon überzeugt, dass der Krieg ohne die moderne Ausrüstung aus Richtung Nato und EU, wie bspw. Drohnen, Satelitenaufklärung, Luftaufklärung, tragbare AT-Waffen, Nachtsichtgeräte usw., bereits beendet wäre.
Die russen hätten vieleicht größere geländegewinne, aber vorbei noch lange nicht. Schließlich haben sich die ukrainer schon auf einen guerillakrieg eingestellt und ziehen den ja auch so durch. Der einzige unterschied wäre, das sie mehr auf "menschenleben" gehen müßten, da material erobern nunmal mehr personal frisst (tötet) als wenn man schon hat und nur drauf halten braucht.
Und ansonsten... die russen können nur feldschlacht und artillerie-feuer. Nimmt man denen beides, kann man deren armee in kleinen schritten pö à pö komplett ausradieren. Die luftüberlegenheit spielt dagegen eher für die zivilbevölkerung eine rolle (bombardierungen), wobei die flieger auch nicht zu tief fliegen dürfen. Ansonsten werden sie "von der schulter" vom himmel geholt.
Zur Kampfkraft der BW: Ich erinnere mich noch an eine NATO-Übung im Oktober bei der nach 4 Tagen 70% der Truppe KaS waren und der verbliebene Rest den Laden mit Endlosschichten, Power Napping, Sekundenschlaf und Koffeeintabletten gerade so am Laufen halten konnte. Wäre da noch Feindwirkung dazugekommen - no way!
Was wart ihr denn für eine müde truppe? Ich hab anno 2002, noch in der grundausbildung, bei einer übung 3 tage im freien verbracht... im schnee... in einem frisch angemieteten waldstück was wir bei zeiten "klein venedig" getauft haben (löcher/gruben liefen quasi sofort randvoll mit wasser)... mit simuliertem angriff, wache schieben, orientierung im dunkeln usw. und das einzige problem waren die langen schlangen vor den WC`s als wir wieder in der kaserne ware. Draußen hatte ja keiner lust sein geschäft in ein loch zu machen.
Und zum schluß hatten wir auch noch hochwasser-einsatz. D.h. 2 wochen ohne erkennbares ziel von einsatz zu einsatz, keine richtige möglichkeit sich und seine klamotten zu waschen, ständig durchgeschwitzt, pennen durchweg auf dem lkw, die ersten 2 tage alles (!!!) per hand da keine technik und auch in der nacht mußte man ran, wenn ein deich zu brechen drohte. Der einzige lichtblick war die versorgung durch die zivilisten (haupsächlich getränke, denn als soldat bekam man bei uns nur wasser) und das THW. Letztere konnten zwar nicht viel, aber das essen war gut und reichlich. Da konnte unsere versorgung beim besten willen nicht mit halten.
Die 100Mill€ sind ein Anfang. Gleichzeitig muss man eine Truppe formen die will, kann und durchhält. Davon sind wir m.M.n. allein schon von der Einstellung der Gesellschaft weit entfernt.
Da geb ich dir recht. Die meisten würden einfach davon rennen was natürlich nicht so günstig ist, wenn man soldat ist.
Allerdings scheint das auch so gewollt zu sein. Ich hab manchmal so den eindruck das wir deutschen die einzigen auf diesem planeten sind die mit ihrer vergangenheit so umgehen wie wir es tun. Der rest schert sich nicht drum, auch wenn sie in der vergangenheit millionen getötet haben. (stichwort china, russland, usa)
Außerdem ist es bspw. von Frankreich, den Briten und auch den USA nicht wirklich gewünscht das Deutschland militärisch erstarkt. Erinnere duch an die großen Bedenken zur Wiedervereinigung. Da waren Frankreich und die Queen auf Schnappatmung.
Das kam bis zu uns nicht durch, aber die bedenken werden wohl eher an den russischen truppen fest gemacht worden sein die damals bei uns noch überall herum standen. Deutschland war damals eher der "arme mann europas". Der aufschwung des westens ging dann erst so richtig mit der wende los. (milliarden für den aufbau ost und der markt für "west-firmen" wurde größer und zugleich konnten sie unliebsame ost-konkurrenz recht einfach auf kaufen und platt machen)
Wie lange ist das denn her das ihr noch keine Panzerhaubitzen hattet?
Ich war auch bei der Artillerie 1994/1995. 10 Monate Wehrdienst auch OG.
Ich wurde 2002, und vor allem recht spät, gezogen (war der älteste in meinem trupp... auch älter als meine ausbilder

)
Wir waren auch die letzten mit der selbstfahr-lafette, welche nach uns dann eingemottet wurde und hatten in der kaserne sogar noch 2 antike geschütze aus dem 2. weltkrieg (ami-modell, was an den jeep kommt), aber schießen war damit nicht mehr möglich. Ich war übrigens beim beobachtungsartilleriebattallion 131 in mühlhausen...