Natürlich, aber diese Flüchtlinge sind keine Wirtschaftsflüchtlinge die um die halbe Welt reisen, dazu haben diese Menschen auch gar nicht die Finanziellen Mittel, die meisten flüchten innerhalb der Ukraine.
Menschen flüchten immer zuerst innerhalb ihres Landes, sofern das möglich ist, und dann in die Nachbarländer. Erst wenn die Chancen auf Rückkehr in ein normales Leben auf "aussichtslos" stehen, entschließen sich nenneswerte Zahlen dazu, ihren Kulturkreis zu verlassen (ein paar machen es natürlich auch schon vorher - will ja sowieso nicht jeder da leben, wo er es vor einer Krise tut). Aber für die EU war in der Vergangenheit schon der winzige Teil der Syrer, die diesen Schritt gegangen sind, eine Katastrophe und in der Ukraine leben 2,5 mal so viele Menschen, die voraussichtlich gar keine Fluchtmöglichkeiten innerhalb des Landes haben werden. Auf die sollte man sich jetzt schleunigst vorbereiten. (So wie man sich seit Dezember auf den jetzigen Krieg hätte vorbereiten sollen und seit 2014 auf die Vorbereitung eines solchen...)
Es wird für die Nato in dem Sinne keine Generalprobe geben. Putin zeigt gerade, wie man agiert. Er wird es drauf ankommen lassen, da bin ich mir schon fast sicher.
Die Generalprobe läuft gerade. Es hängt von unsreren Reaktionen ab, ob es zur Uraufführung kommt.
Bitte aufmerksam lesen, sorgfältig durchdenken und wenn dann immer noch Unklarheiten sind: Nachfragen, aber keinen Dünnschiss ablassen.
de.wikipedia.org
vernünftig miteinander zu sprechen und die Ängste der Gegenseite
Vernunft ist das Gegenteil von Angst.
... der Vergleich hinkt meiner Meinung so, aber wenn du geschrieben hättest, "weil ich nicht schwimmen kann", würde es meiner Meinung nach passen. Jemand steht vor deiner Haustür, Abhauen ist keine Option, weil du nicht schwimmen kannst und er hat alles dabei um deine Gegenwehr zu unterdrücken (z.B. ein Raketenabfangsystem).
Nehmen wir mal an, du wohnst in einer Wohnung im zweiten Stock (oder höher) und kannst nicht fliegen. Jetzt läuft ein Schornsteinfeger, der muskulöser als du bist, durchs Treppenhaus, weil er für seinen Auftrag nun mal aufs Dach muss. Die angemessen Reaktion wäre es jetzt, dass du die Tür zur Wohnung deiner Nachbarin eintrittst und sie erschießt. Habe ich das richtig verstanden?
Und da würden mich gerne technische Details interessieren. Was wird da genau blockiert?
IP-Adressen, Protokolle, Domainnamen (ggf. mit DNS-Spoofing) usw.
Nicht blockiert, kontrolliert. Russlands Internet ist wohl schon aus rein geographischen Gründen nicht sonderlich fein mit dem Rest der Welt vernetzt - in Zentralasien gibt es nicht viele große Knotenpunkte, im westlichen Teil ist viel Infrastruktur auf Moskau zentralisiert. Man muss also nur die Gateways der übersichtlichen Zahl an Leitungen außer Landes kontrollieren und schon vor 5 (oder 10?) Jahren wurden auch entsprechende Gesetze erlassen. Alle internationalen Kommunikationsprovider in Russland müssen nicht nur der entsprechenden Behörde den nötigen Zugang und die Kontrolle einräumen bis hin zur kompletten Kappung der Leitungen, sondern auch sicherstellen, dass das resultierende Intranet weiter funktioniert. Ich glaube es ist drei Jahre her oder so, dass Russland das mal erfolgreich für ein paar Stunden getestet hat (mit spürbaren Auswirkungen auf die Kommunikation zwischen Asien und Europa, die über diese Achse läuft).
Als minderschweres Mittel Filter an diesen Nadelöhren einzurichten, dürfte genauso gut möglich sein.
Man merkt schon, wo Putin gelernt hat.
Bei allen. Und er hat nicht aus ihren Stärken, sondern aus ihren Fehlern die wichtigsten Schlüsse gezogen.
Hau jetzt nicht so auf die Ka ke.
Sollte nicht arrogant sein, aber ganz ehrlich: Das Ausgangszenario "Ich stehe auf drei Seiten mit einer überlegenen Streitmacht. Wie könnte der Angriff ablaufen?" erfordert nun wirklich nur absolute Basics für eine grobe Antwort mit einer Präzision im 100te km Bereich.
Für die nächste 50 Jahre würde ich den Handel mit Rußland extrem drosseln.
Sinnvolle Sanktionen sind immer an Bedingungen geknüpft, nicht an Zeiträume: "Solange, wie..."
Aber ja, Handel sollte man massiv zurückfahren. Man handelt schließlich lieber mit Freunden und nicht mit Feinden und Putin hat uns schon mehrfach als Feind bezeichnet und er handelt wie jemand, der eindeutig nicht unser Freund sein kann.
Aber das ist ehrlich gesagt der Stand 2014. Für die nächsten Wochen erwarte ich ganz andere Handlungen:
Nachweislich ist es nicht ausreichend, ein friedliches, demokratisches Land mit 200000 Mann in Einsatzbereitschaft zu haben, wenn man eine gemeinsame Grenze mit Russland hat und nicht plötzlich erobert werden will. Die logische Konsequenz ist, dass Polen, Letland, Litauen, Estland und ab nächster Woche auch Rumänien friedliche, demokratische Länder mit 300000 Mann in Einsatzbereitschaft werden müssen.
JEWEILS (für L/L/E ggf. gemeinsam).
Bis spätestens April, die ersten 10% bis spätestens Mitte nächster Woche.
Österreich, Schweden und Finland sollte man den roten Teppich ausrollen, falls sie kurzfristig doch an einer NATO-Mitgliedschaft Interesse haben.
Aber Mao hat ja auch nicht für die zig Millionen verhungerter Menschen gebüßt.
Schwierig - China hatte damals wenig Beziehungen nach außen, man konnte nicht wirklich sanktionieren. Und einmarschieren/sich in innere Angelegenheiten einmischen ist nicht nur moralisch ein anderer Schuh (in dem Fall einen, den man sich anziehen sollte), sondern auch materialistisch. Denn das muss man erstmal hinbekommen (in dem Fall war der Schuh eindeutig zu groß).
Aber im Falle Russlands geht es nicht um einen innenpolitisches Vergehen und Russland ist sehr stark nach außen gewandt. Sowohl wirtschaftliche Sanktionen, wenn man sie denn mal konsequent anwenden würde, hätten Auswirkungen als auch militärische Reaktionen weit unterhalb der Schwelle zum Krieg.
Putin hat Angst vor NATO-Truppen? Gut. Grenzschutz ist eine legitime Tätigkeit und das Maß an dieser Stelle hat Putin selbst vorgegeben. Die einzige Chance, die die Ukraine überhaupt noch hat, ist dass Russland einen Großteil seiner Truppen für Grenzschutz abziehen muss. Auch die Sowjetunion hat man ohne Kampfhandlungen kleinbekommen, in dem man ihr eine Rüstungsspirale aufgezwungen hat, die sie sich nicht leisten konnte. Das Zwingen war falsch, aber diesmal geht die Initiative von Russland aus und das Prinzip ist weiterhin valide.