Du musst Russland aber zugestehen dass sie im Gegensatz zu Europa deutlich aufgerüstet haben in den letzten Jahren. Die sind nicht zu unterschätzen. Die haben nicht nur Spielzeug da zusammengezogen und in Stellung gebracht.
Russland hat ja auch 15 Jahre lang abgerüstet

. (Also nicht freiwillig oder geplant. Wenn man Gerät und Soldaten lang genug rumstehen lässt...)
Ich glaube wenn sie wollten könnten sie innerhalb weniger Tage ( mit Hilfe von Luftunterstützung) Kiew einnehmen.
Sie könnten innerhalb von ein paar Tagen die russische Armee zerschlagen und in Kiew einmarschieren. Aber "einnehmen" wäre das in ähnlichem Maße, wie die USA in Afghanistan. Die ukrainische Armee ist zahlenmäßig stark aufgestellt und es gibt eine ganze Menge Nationalisten und Patrioten in dem Land, sodass mit anhaltendem Partisanenkampf zu rechnen wäre. Die Ukraine zu erobern wäre für Russland ein ziemlich langwieriges und auch unabhängig der (drastischen ... hoffenltich) internationalen Reaktion teures unterfangen - insbesondere wenn sie nach innen den Schein eines Rechtsstaats waren wollen und nicht einfach alles vertreiben oder inhaftieren, was auch nur im Verdacht steht, kein Russe zu sein, wie das die Regime in "Neurussland" machen konnten, weil deren Ruf ohnehin ruiniert ist.
Aber Putin hat ja schon nicht wirklich Interesse daran, auch nur den Donbass zu besetzen. Es gibt, s.o., einfach wenig in der Ukraine zu holen, wovon Russland nicht schon genug hätte. Wichtig ist nur, dass sich daran auch nichts ändert, sondern die Ukraine weiter versumpft, sodass sie bei Bedarf in Zukunft jederzeit manipuliert werden kann. Volle Kontrolle, null Verantwortung für Russland. Und dafür reichen Druck und Propaganda bis auf weiteres aus.
Stellenweise könnte man fast meinen, Putin hätte aus dem kalten Krieg gelernt.
In den Nachrichten wurde gesagt, dass die USA den Ukrainern für 2,4 Milliarden Dollar Waffen verkauft haben.
Was das für Waffen sind, wurde allerdings nicht genannt.
Wahrscheinlich gab es parallel Entwicklungshilfe in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar

.
Das Problem ist halt, dass das europäische Flugzeug nicht fertig ist. Wenn man also jetzt neue Flugzeug anschaffen will, muss man das nehmen, was am Markt vorhanden ist.
Siehe Militärtechnikthread - Jein. Für eine Rolle haben wir ein brauchbares Flugzeug, für zwei Rollen haben wir das letzte Mal in relativ kurzer Zeit eins modifiziert (und anders arbeiten die Amis auch nicht), die vierte Rolle ist insgesamt sehr umstritten und nur auch deswegen von US-Flugzeugen abhängig, weil es eine Dienstleistung für die USA darstellt und die verdienen gerne an Partnern. Das wäre einer der Punkte, an dem Europa mal anfangen könnte, eigenständige Verteidigungspolitik zu zeigen: ECR und Aufklärungspods für den Eurofighter, zusätzliche Stückzahlen für den Jagdbomberersatz, nukleare Teilhabe können sich die USA dahinstecken, wo es passt. Ergibt zwar nicht für jedes europäische Szenario den besten Vogel, aber gerade beim Blick auf die Bundeswehr ist es unterm Strich besser, zwei zu 80% passende Maschinen zu haben, als eine die erst nächsten Monat wieder flugtauglich ist und ein zweites, ohnehin teures Muster zu unterhalten, kostet einfach viel und zwingt dadurch zu deutlich kleineren Stückzahlen. Erst recht wenn man den fehlenden Einnahmenrücklauf im Vergleich zu Aufträgen für heimische Hersteller einpreist. NATO-technisch wäre es umgekehrt sogar von Vorteil, wenn nicht fast alle Staaten für eine Rolle ein und dasselbe Muster nutzen. Wenn dann hätte Deutschland also die Raphale abklopfen sollen.
Evtl. 1 U-Boot?

Im Ernst, ist eben nicht besonders schlau für die Logistik, wenn man die Hälfte der Truppe mit AKs und die andere Hälfte mit ARs ausrüstet. Im Zweifel hat dann jeder genau die falsche Munition bekommen...
Abgesehen davon, dass "AR-15", so wie sie heute verkauft werden, halbautomatische Waffen für den Zivilmarkt sind: Man bekommt sowohl AR-15 für 5,45 x 39 mm als auch AK-100 (-74-Nachfolger) für 5,56 x 45 mm. Also ziemlich egal, welchen Standardkaliber eine Nation bevorzugt - die Munitionsversorgung kann man vereinheitlichen und praktischerweise kommt das tödliche Zeug bei beiden aus dem gleichen Ende raus, wenn man unten an so einem Hebel zieht.
Eine etwas andere Nummer ist da schon die Reparatur eines APC-Motors, die Bedienung einer Luftabwehrrakete oder die elektronische Zusammenarbeit von Luftfahrzeugen und Bodenradar. Da lohnt es sich schon eher, keine mix & notmatch zu betreiben und im Gegensatz zur Handfeuerwaffen, die die Ukraine afaik selbst herstellt, bestünde hier eher Anlass für Importe.
Die Bedeutung des Schwarzen Meeres, liegt im Schutz des Südens Russlands und die Krim ist eine Art vorgelagerten Bastionm vollgestopft mit Luftabwehr und Schiffsabwehr.
Dazu sind glaube ich Richtung Rostow noch MIG-31 Stationiert.
Und MIG-31 (für die Seeverteidigung eine doch eher unübliche Rolle ist und die laut Wiki nur auf Kamtchatka und am Nordkap von russischen Marinefliegern betrieben werden) kann man nicht verlegen? Die restliche Luft- und Schiffsabwehr besteht aus gemauerten Küstenbatterien? Ich glaube eher nicht, nach meinem Kalender ist der Krimkrieg schon etwas länger vorbei und Waffen wurden weiterentwickelt. Auch ist es grundsätzlich eine ziemlich dämliche Idee, eine "Bastion" für die Landesverteidigung in die Mitte einer Großstadt zu stellen.
Sewastopol ist ein Wartungs-/Werftzentrum, dem aufgrund der historischen Entwicklung noch einige weitere Funktionen angeschlossen sind, aber nichts davon müsste auch nur an einer Küste geschweige denn an dieser liegen. Und das einzige mir bekannte Rostow liegt übrigens näher an Oslo als an der Krim.
Würden da Nato Truppen sitzen,...
Würden wir uns in einem Kreml-Propagandaszenario unterhalten. Mach ich aber nicht, ich bleib bei der Realität.
Das auch die Russen noch misstrauisch sind zeigt vielleicht fie Überführung von MIG-31K nach Syrien, dazu auch Tu-22.
Die decken damit das ganze Mittelmeer ab
Sag ich ja: Rein geographisch ist Tartus ein wesentlich wichtigerer Stützpunkt für Russland als die Krim, die man nur aus Machtgedünken, Prinzip und für den Urlaub haben wollte, weil man von Tartus aus jenseits der lokalen Badewanne operieren kann. Das einzige, was da noch fehlt, sind ausreichend große Kapazitäten um eine komplette Flotte zu versorgen - aber daran arbeitet man ja.
und NS2, hätte vielleicht noch etwas billigeres gebracht, weil die Transitkosten weggefallen wären.
Ich bin nur realistisch.
Wenn das für deine Verhältnisse "realistisch" ist, dann simulierst du die Eroberung der Krim vermutlich mit Stratego...
Zur Info: North Stream II steiger die Gesamtkapazität von Russland nach Europa gerade mal um 20%. Und nach dem 2019er Vertrag hätte die Ukraine letztes Jahr rund 2 Milliarden Dollar für den gesamten Gastransit nach Europa erhalten, wobei Deutschland weniger als ein Viertel des Gesamtverbrauchs ausmacht und den natürlich nicht mehrheitlich über die Ukraine deckt. Das Gesamteinsparpotential für uns liegt also bei deutlich unter als 0,5 Milliarden, nach Gegenrechnung der bei anderen Transportwegen ja auch anfallenden Kosten sicherlich deutlich unter 0,35 Milliarden Dollar. Wir haben aber im gleichen Zeitraum für 35 Milliarden Dollar Gas verbraucht.
Preissenkungen durch North Stream 2? Weniger als 1%. Und die würden erfahrungsgemäß auch nicht an Endkunden weitergegeben.
Der Transit des russischen Erdgases wird der Ukraine binnen fünf Jahren garantiert 7,2 Milliarden US-Dollar Einnahmen bringen. — Ukrinform Nachrichten.
www.ukrinform.de
GENESIS-Online ist eine Datenbank, die tief gegliederte Ergebnisse der amtlichen Statistik enthält. Sie wird kontinuierlich ausgebaut. Der Tabellenabruf erfolgt unentgeltlich und kann variabel auf den individuellen Bedarf angepasst werden. Die Abspeicherung der Ergebnisse ist in verschiedenen...
www-genesis.destatis.de
Globaler Erdgasverbrauch nach Regionen: Statistik und Analyse. Erdgasverbrauchsdaten von Enerdata.
energiestatistik.enerdata.net