Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Die staatliche Agrarbank kann keine Geschäfte mehr abwickeln.
Mimimi. Aktuell ist Russland der größte Exporteur für Getreide und Dünger. So ganz ohne die vom SWIFT abgekoppelte Agrarbank. Falle nicht auf die Russenpropaganda rein!

Tobias Heidland vom Kieler Institut für Weltwirtschaft sagte auf tagesschau24, die russische Landwirtschaftsbank falle nicht unter die westlichen Sanktionen und theoretisch Geschäfte machen könnte. Sie sei, wie alle russischen Banken, zwar vom SWIFT-System ausgeschlossen. Es gebe aber auch eine Direktive der EU, wonach eingefrorene russische Gelder wieder freigegeben werden könnten, "sofern sie für den Export von Agrarprodukten oder Düngemitteln nötig sind". Heitlands Fazit: "Die Situation ist nicht so schwierig, wie Putin uns glauben lässt."

 
die beiden Eltern, die laut russischen Medien beim Angriff auf die Kerchbrücke gestorben sind, sollen russische Staatsbürger aus der Belgorod Region gewesen sein, welche Urlaub auf der Krim machen wollten. Ich komm einfach nicht darauf klar, wie kann man direkt aus neben einem solchen Angriffskrieg wohnen und in den Sommerferien auf eine besetzte Insel fahren, die regelmäßig beschossen wird
Das verstehe ich auch nicht. Mariupol wollen die Russen auch noch in ein "Urlaubsparadies" umbauen.
Irgendwie ist das alles makaber.
 
Man sollte Russlands Forderungen in diesem Punkt einfach erfüllen - was soll das Kasperletheater?
Die da wären? Ich habe nur mitbekommen, dass sie ihre Agrabank wieder an SWIFT andocken wollen und das wird wohl kaum passieren, handelt es sich doch um eine der härteren Sanktionsmaßnahmen. Die wird man nicht ohne entsprechende Gegenleistung einkassieren. Ansonsten steht es Russland doch frei, Getreide und Dünger in alle Welt zu verkaufen, da es sich hier nicht um sanktionierte Güter handelt. Sollen sie halt CIPS oder Tauschhandel wie im Kalten Krieg betreiben. Nicht so komfortabel wie SWIFT des dekadenten Westens, aber Alternativen gibt es.


Erst wurde - auch hier im Forum - behauptet, Sanktionen bringen nichts und jetzt, wo sie allmählich - wie prognostiziert - ihre Wirkung entfalten, sollten sie nicht für etwas ausgesetzt werden, was gar nicht Gegenstand und Ziel der Sanktionen war bzw. ist. Die Sanktionen wurden als Reaktion auf den Angriffskrieg eingeführt und nicht um den internationalen Getreidehandel sicher zu stellen. Dementsprechend sollten sie auch nur im Zusammenhang mit dem Krieg und mit Zugeständnissen seitens Russlands verhandelt werden.

Das Problem bei den Sanktionen ist m.E. dass man diese nicht mit einem eindeutigen Preisschild versehen hat, bspw. das Ölembargo wird ausgesetzt, wenn auf die Bombardierung von Städten verzichtet wird o.ä.
 
auf eine besetzte Insel fahren, die regelmäßig beschossen wird
... ist ohne Zweifel eine wohl ziemlich lebensgefährliche Idee. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage was sich die Ukraine überhaupt davon erhofft ständig diese Brücke anzugreifen solange die Russen einen Landkorridor haben.

Erst wurde - auch hier im Forum - behauptet, Sanktionen bringen nichts und jetzt, wo sie allmählich - wie prognostiziert - ihre Wirkung entfalten
Wir haben eventuell unterschiedliche Vorstellungen davon was "die Sanktionen greifen" bedeuten soll aber dass die Russen sich wegen dem Getreidedeal beschweren weil sie Geschäfte machen wollen fällt da wohl eindeutig nicht darunter.

Unterm Strich muss man halt einfach so ehrlich zu sich selber sein und sich eingestehen dass die Russen in den letzten 2 Jahren gezeigt haben dass wenn Europa nicht will dass man dann einfach mit dem Rest der Welt Geschäfte macht die sich herzlich wenig um die Sanktionen des Westens scheren. Auf der anderen Seite stehen in unseren Büchern explodierte Energie und zT. massiv gestiegene Lebenserhaltungskosten zu Buche wo böse Zungen sagen würden dass die Sanktionen durchaus wirken - vorallem gegen uns selbst. Und ich habe von unserer Politik in den letzten 2 Jahren noch nicht viel gesehen dem entgegenzuwirken.
 
... ist ohne Zweifel eine wohl ziemlich lebensgefährliche Idee.
Wer als russischer Zivilist jetzt noch, unter gegebenen Bedingungen, zum Urlaub machen, auf die Krim fährt, dem ist die Ukraine wohl sowieso scheiß egal und unterstützt diesen von Russland verbrochenen Krieg. Von daher, braucht man mit jedem ggf. toten russischen Zivilisten, auf die Krim reisend, oder sie verlassend, der sich so einer Gefahr aussetzt, wohl auch maximal minimales Mitleid haben.

Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage was sich die Ukraine überhaupt davon erhofft ständig diese Brücke anzugreifen solange die Russen einen Landkorridor haben.
Ohne Brücke einen Land /Straßenkorridor, aber keinen Bahnkorridor (mehr).
Der Großteil der russischen Militärlogistik, im Süden der Ukraine, läuft über die Krimbrücke, keine Brücke, kolabiert im Süden, früher oder später, die russische Logistik, genau wie letzten Jahr um Cherson (wo man sich u.a. genau deshalb dann hinter den Fluss zurückziehen musste).

Von daher wäre es auch ein wichtiger Erfolg, wenn die Ukraine diese Brücke dem Erdboden gleichmachen kann.
 
Wir haben eventuell unterschiedliche Vorstellungen davon was "die Sanktionen greifen" bedeuten soll aber dass die Russen sich wegen dem Getreidedeal beschweren weil sie Geschäfte machen wollen fällt da wohl eindeutig nicht darunter.
Zweifellos haben wir da unterschiedliche Vorstellungen. Ziel der Sanktionen, insbesondere der SWIFT-Ausschluss, ist es Russland wirtschaftlich zu Schaden und so unter Druck zu setzten. Und wenn sich "die Russen" jetzt beschweren, weil sie nicht mehr so einfach Geschäfte machen können, dann greifen die Sanktionen. Oder was sollten sie den sonst bewirken?
Unterm Strich muss man halt einfach so ehrlich zu sich selber sein und sich eingestehen dass die Russen in den letzten 2 Jahren gezeigt haben dass wenn Europa nicht will dass man dann einfach mit dem Rest der Welt Geschäfte macht die sich herzlich wenig um die Sanktionen des Westens scheren.
Gut, dann können sie ja auch auf SWIFT verzichten.
Und ich habe von unserer Politik in den letzten 2 Jahren noch nicht viel gesehen dem entgegenzuwirken.
Gaspreis auf Vorkriegsniveau, Inflation geht zurück, Erzeugerpreise sinken, Verbraucherpreise werden teilweise folgen. Was versäumt wurde, war gegen Übergewinne und profitgetriebene Inflation vorzugehen, aber es wurde immer offen kommuniziert, dass es auch Kosten für "uns" hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gaspreis auf Vorkriegsniveau, Inflation geht zurück, Erzeugerpreise sinken, Verbraucherpreise werden teilweise folgen. Was versäumt wurde, war gegen Übergewinne und profitgetriebene Inflation vorzugehen, aber es wurde immer offen kommuniziert, dass es auch Kosten für "uns" hat.
Und nicht zu vergessen, dass man in Russland derweil mit einem massiven Haushaltsdefizit klarkommen muss. Man denke an die Worte zu Beginn des Krieges: Die Sanktionen werden ein Marathon sein. Alle Zeichen stehen derweil gegen Russland.

@Tschetan Danke für die Zustimmung :-D
 
Zuletzt bearbeitet:
Sofern der Bericht korrekt ist, ist es den Ukrianern gelungen,
mit einem Schützenpanzer "Bradley" zwei angreifende T-72 Panzer der Russen zu vernichten.
Dank TOW PA-Raketen.
Da die österreichische Presse i .d. R. versucht "neutraler" zu berichten, taxiere ich den Bericht als glaubwürdig ein.
Die Einschränkung bzgl. Verifizierung wir auch in dem Bericht benannt.

 
Sofern der Bericht korrekt ist, ist es den Ukrianern gelungen,
mit einem Schützenpanzer "Bradley" zwei angreifende T-72 Panzer der Russen zu vernichten.
Dank TOW PA-Raketen.
Da die österreichische Presse i .d. R. versucht "neutraler" zu berichten, taxiere ich den Bericht als glaubwürdig ein.
Die Einschränkung bzgl. Verifizierung wir auch in dem Bericht benannt.
Das übliche "Gewäsch", in meinen Augen, vom Standard.

Es spricht ehr Bände für die russische Ausrüstung und Ausbildung, wenn ein einzelner Breadly von russischer Infanterie "umzingelt" sein soll, diese alle mit seiner Maschinenkanone ausschalten kann, das die Russen es nicht per Manpad hinbekommen den Breadly auszuschalten...

Das dieser Breadly dann auch noch, in direkter Konfonrontation / frontal zwei t-72 mit TOW ausschaltet spricht ebenso wieder höchstens Bände für die "Überlegenheit" der Ukrainer, in Ausbildung, als der Überlegenheit des Breadly, als Fahrzeug, an und für sich und dem Mangel an entsprechender Ausbildung auf russischer Seite...
 
Es spricht ehr Bände für die russische Ausrüstung und Ausbildung, wenn ein einzelner Breadly von russischer Infanterie "umzingelt" sein soll, diese alle mit seiner Maschinenkanone ausschalten kann, das die Russen es nicht per Manpad hinbekommen den Breadly auszuschalten...

Das dieser Breadly dann auch noch, in direkter Konfonrontation / frontal zwei t-72 mit TOW ausschaltet spricht ebenso wieder höchstens Bände für die "Überlegenheit" der Ukrainer, in Ausbildung, als der Überlegenheit des Breadly, als Fahrzeug, an und für sich und dem Mangel an entsprechender Ausbildung auf russischer Seite...
...oder es spricht für die waghalsigkeit der ukrainer...
Ich hätte jedenfalls zugesehen das ich da weg komme und hätte nur auf das geschossen was mich verfolgt.

Folgende meldung lasse ich einfach mal so stehen. Angesichts der vielen meinungen hier soll sich jeder selbige selbst bilden. (ich halte es für realistisch)
Der Leiter der Wagner-Gruppe habe laut einem Telegram-Kanal, der mit der Gruppe verbunden sei, aufschlussreiche Details bezüglich der Zahl der im Ukraine-Konflikt getöteten und verwundeten Söldner preisgegeben. Dieser als „Marx“ bekannte Kommandeur habe offenbart, dass 22.000 Wagner-Söldner in der Ukraine getötet und weitere 40.000 verwundet worden seien. Diese Informationen, wie Newsweek berichtet, konnten allerdings nicht unabhängig verifiziert werden.
quelle:
 
Die Ukraine verwendet die von den USA gelieferte Streumunition dem Weißen Haus zufolge bereits im Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer. »Sie setzen sie angemessen ein, sie setzen sie effektiv ein«, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats der US-Regierung, John Kirby. Der Einsatz der Streumunition wirke sich bereits auf russische Verteidigungsstellungen und Offensivmanöver aus. Für Details verwies Kirby an die Ukrainer.

Als Streumunition werden Raketen oder Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper verteilen. Sie ist vor allem deshalb umstritten, weil ein erheblicher Teil davon nicht detoniert, sondern als Blindgänger vor Ort verbleibt und so die Bevölkerung gefährdet. Mehr als 100 Staaten haben ihren Einsatz geächtet, auch Deutschland. Kremlchef Wladimir Putin hatte mit dem Einsatz von Streumunition gedroht, sollte die Ukraine damit beginnen. Experten sind aber der Überzeugung, dass die russische Seite längst schon solche Munition im Einsatz hat.
Quelle: Ukraine setzt Streumunition laut USA bereits »effektiv« ein

Die Russen machen das zwar schon lange aber der langfristige Schaden für die Zivilbevölkerung ist hoffentlich nicht so groß. Die ganzen Minen kommen ja noch dazu.
 
Mimimi. Aktuell ist Russland der größte Exporteur für Getreide und Dünger.
Die Vereinbarungen des Getreideabkommens decken das ab, Russland ist diesbezüglich im Recht. Deshalb verstehe ich nicht, warum es nicht einfach umgesetzt wird.
Russland verlangt seit etwa einem Jahr, dass die Sanktionen des Westens gelockert werden, damit es selbst auch eigenes Getreide und Dünger besser exportieren kann. So soll etwa die staatliche Landwirtschaftsbank von den Sanktionen des Westens befreit werden, um Geschäfte abwickeln zu können. Am Donnerstag hatte Putin von der Möglichkeit gesprochen, die Beteiligung Russlands an dem Abkommen so lange auszusetzen, bis die Zusagen erfüllt seien. Das seit rund einem Jahr praktizierte Vorgehen, dass erst verlängert und dann die Versprechen erfüllt würden, passe Moskau aber nicht mehr. Der Westen habe ein Jahr Zeit gehabt, die Bedingungen umzusetzen, sagte der Kremlchef.
Falle nicht auf die Russenpropaganda rein!
Das ist keine Russenpropaganda.
Lies es doch einfach nach. Es war sogar Bestandteil des Abkommens.

Ich habe nur mitbekommen, dass sie ihre Agrabank wieder an SWIFT andocken wollen und das wird wohl kaum passieren, handelt es sich doch um eine der härteren Sanktionsmaßnahmen.
Es wurde in Aussicht gestellt für die Agrarbank eine Ausnahme zu machen.
Nicht so komfortabel wie SWIFT des dekadenten Westens, aber Alternativen gibt es.
Es gäbe auch die Alternative die Vereinbarungen zu erfüllen und den Krieg nicht unnötig anzuheizen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geht es bei der s.g. Streumunition nicht um SmArt155? Dann nochmals:

Bei SmArt155 handelt es sich nicht um Streumunition!

Bei SmArt155 handelt es sich um s.g. Smartmunititon bzw. Punktzielmunition!
Erklärung hier
 
Pontonbrücken scheiden wg. dem Störfeuer und der Flussbreite aus.
Mit schwereren Geschützen relativ schlecht zu treffende Schnellboote können maximal Infanterie und nur wenig Logistik transportieren.

Wenn "Wicki" hierzu stimmt, haben die Ukrainer aus dem Vorkriegseigenbestand gerade mal noch zwei aktive militärische Landungsboote.

Eines ist recht klein, 40 Mann oder ein Panzer und mit 11,5 kn saulangsam.
Das andere, scheinbar eine Eigenentwicklung noch kleiner, dafür aber recht schnell

Beide reichen hinten und vorne nicht, um einen militärischen Brückenkopf mit schwerem Gerät auszubilden.

Rein marine (bzw. limnische) Einheiten sind auf Flüssen viel zu leichte Ziele für einen Feind mit Luftwaffe, aber die moderneren Ponton-Amphibien kann man auch gut als Fähre nutzen. Sowas wäre (als einziges) prinzipiell geeignet.
https://de.wikipedia dot org/wiki/Amphibisches_Brücken-_und_Übersetzfahrzeug_M3

(Anm.: Das Forum blockt den Link...)

Aber halt nur bis Beschuss droht. Also nur innerhalb der Aufklärungslücken der Russen und die sind auch nur solange groß, wie die Verlegung in die Region unbemerktbleibt. Also eher 2-3 Fahrzeuge, die man versteckt halten kann, und dann trotzdem nur eine halbe Nacht mit um die Jahreszeit 4-5 Stunden Operation. Mit Pech aber nur zwei. Um einen Kampfpanzer überzusetzen braucht man alle drei und bis der Verbund einsatzbereit ist, wird von der einigermaßen planbaren Zeit schon ein Viertel rum sein. Netto also drei Leos, beschränkt auf die Versorgungsgüter die sie intern mitführen, und ohne Infanterie-Begleitung. => Nein, so funktioniert keine Offensive gegen befestigte Stellungen.
Ein paar dutzend bis wenige 100 Soldaten, bei geringerer Zahl vielleicht mit ein paar Schützenpanzern und Reserven für 2-3 Wochen Operation, das ist imho das Maximum.


Hatte ich geschrieben das irgendwer deswegen überrascht ist?

Du nicht. Aber die ARD und die begleiteten Ärzte haben in dieser simplen Selbstverständlichkeit etwas berichtenswertes gesehen. Und zwar nicht im Sinne von "wir machen eine Doku darüber, dass Krieg tatsächlich scheiße ist", sondern im Sinne von "Breaking News: Nachrichten, die man kennen muss, um auf dem Laufenden zu sein."

Sorry aber da bist du auf dem Holzweg:

Liest du, was du quotest? Da steht ausdrücklich "gekennzeichnet". Die ARD berichtet dagegen ausdrücklich über "militärisch getarnt", wie schon zuvor von mir zitiert. Und militärisch getarnte Fahrzeuge genießen, gleich welcher Funktion, definitiv keinen Schutz durch die Genfer Konvention. Im Gegenteil, die weisen sich quasi als legitimes Ziel innerhalb eines Krieges aus. (Ohne Aussage darüber, ob widerum der Krieg selbst legitim ist.)


... Hast du vergessen, das die ukraine auch artillerie hat um den gegner auf abstand zu halten und das vom west-ufer aus? (und das auch recht effektiv!) ... Dazu hat russische artillerie kaum eine chance, da gegenfeuer der ukrainer einen recht schnellen tod bedeutet.

Deiner Meinung nach hat die Ukraine also die Möglichkeit, Artillerieschläge im Bereich des Dnjepr zu unterbinden? Die gleiche Ukraine, die sich seit Monaten selbst deutlich westlich desselben von russischer Artillerie über den Fluss hinweg beschießen lässt? deswegen teilweise sogar die Fluthilfe reduzieren musste? Die regelmäßig über Schäden in Cherson selbst deswegen berichtet?
Im Gegensatz zu dir glaube ich nicht, dass die Spaß daran haben, sich beschießen zu lassen, sondern dass sie relativ machtlos sind.

Konterartillerie ist ja schon und gut, aber dafür mann man die entsprechenden Radare und Geschütze großer Reichweite über haben und einen faulen Gegner. Bis auf letzteres mangelt es der Ukraine definitiv und selbst von anderen Fronten, wo man wegen der Durchbruchgefahr deutlich wertvolleres Material investiert, höre ich eher von Schlägen gegen ausgespähte russische Stellungen denn von gezielten Antworten auf russisches Feuer. Das mit dem Ausspähen fällt über den Dnjepr aber weitestgehend flach. Bestenfalls sehen wir im Moment die ersten Schritte dazzu, letzteres zu ändern. Aber noch keine flächendeckenden Erfolge.

Du solltest vieleicht mal deine eigenen aussagen überdenken. Im ernstfall gilt kein lehrbuch sondern nur was erfolg verspricht und da sind dir die ukrainer um welten vorraus.

Gut, Stanpunkt und Horizont und so - aber wie viele dutzend km² sind für dich genau eine "Welt"?


Ich frage mich ja, ob die Russen wirklich ein voll beladenes Getreideschiff versenken würden?

Moralisch erwarte ich da keine Hemmungen. Aber eine Getreideanlage zu zerstören trifft die Ukraine direkt, verhindert statt einer Schiffsladung hunderte und bringt keinen gezielten Ärger mit einem anderen Staat. Die Welt als Geisel zu nehmen ist mit den üblichen Angriffen auf Odessa also viel einfacher.


Gestern wurde ja gesagt, dass die Russen keine Sicherheitsgarantien mehr für die Schiffe bieten können.
Hat für mich wie Schutzgelderpressung angehört.

Ist es auch.


Edit:
Im Ernst, so ein "Kollateralschaden" dürfte in der Realität allen irgendwo vorbeigehen, mit dem eindeutigen Punktvorteil für die Ukrainer im medialen Echo.
Putler kann sich somit sowas gar nicht leisten.
Ganz blöd würde es dann laufen, wenn es ausgerechnet ein Frachter aus Südafrika oder wahlweise Venezuela wäre.

Was der sich objektiv leisten kann, beweist er ja seit bald 1,5 Jahren...
Ein NATO-Bündnissfall droht jedenfalls nicht einmal wenn es das mutmaßlich einzige Schiff unter türkischer statt Billig-Flagge trifft. Ist schließlich kein NATO-Territorium. Sonst wären wir längst im Krieg mit z.B. somalischen Piraten.


Das Problem bei den Sanktionen ist m.E. dass man diese nicht mit einem eindeutigen Preisschild versehen hat, bspw. das Ölembargo wird ausgesetzt, wenn auf die Bombardierung von Städten verzichtet wird o.ä.

Noch schlimmer ist, dass die Gegenrichtung auch fehlt. Z.B. "Redereien, die russisches Öl in Drittländer liefern, können sich aus der EU verabschieden, wenn die Getreideinfrastruktur in Flammen aufgeht."
Aber die Sanktionen sind eben größtenteils als Lachnummer konzipiert, weil kaum jemand in der EU wirklich Druck ausüben will. Hier mal eine Reportage, wieso die Russen Mikrochips nicht mehr waschmaschinenweise in der Ukraine klauen, sondern einfach per Mausklick bestellen.


Sofern der Bericht korrekt ist, ist es den Ukrianern gelungen,
mit einem Schützenpanzer "Bradley" zwei angreifende T-72 Panzer der Russen zu vernichten.
Dank TOW PA-Raketen.
Da die österreichische Presse i .d. R. versucht "neutraler" zu berichten, taxiere ich den Bericht als glaubwürdig ein.
Die Einschränkung bzgl. Verifizierung wir auch in dem Bericht benannt.

Funktioniert wie beabsichtigt, oder?
Im Gegensatz zu dem gar nicht so neutralen, sondern schon in der Überschrift ziemlich lobenden Text ist der Bradley eben kein konsequenter Schützenpanzer geworden, sondern ein ziemlich überladenes Sammelsurium von Technik für alle möglich Gelegenheiten. Darunter auch die Fähigkeit, 2-4 Kampfpanzer auszuschalten und dafür wurde er afaik auch schon in Afghanistan immer wieder missbraucht. DAbei ist das einzige, das er definitiv nicht kann (neben "ganzen Trupp Infantrie schnell und unbemerkt verlegen"), einen Gegenangriff durch MBTs überleben. Aber wer zuerst schießt, schießt halt zuerst und die Ukrainer gehen in ihren Offensiven oft volles Risiko. Hätten die Russen schneller eine gute Feuerposition erreicht / besser gezielt / wären später bemerkt geworden, hätte es eine Meldung über den Verlust wertvoller Westtechnik gegeben.
 
Zurück