Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Eher wär ein erneuter Versuch der Eroberung Kiews denkbar von Belarus aus.
Glaube ich auch nicht, denn 120km (teilweise durch Sumpfgebiet) über eine einzige brauchbare Straße, keine Eisenbahnverbindung in der Nähe, wird die russische Armee unter keinen Umständen logistisch schaffen!
Und wir wissen nocht nicht mal was sich die Ukrainer in den letzten 8 Monaten zu diesem bekannten Angriffsvektor alles einfallen lassen haben, denn die Wissen das auch und kennen die geographischen Gegebenheiten und wo man dort Fallen, Hinterhalte, Verzögerungen etc. etc. aufbauen und ausführen kann.
 
So lange Selenskij nicht auf den russischen Frieden eingeht bleibt Kiew wohl auch ein langfristiges Ziel. Die Russen machen jdfalls den Anschein lange kämpfen zu wollen und eine Zange aus Nord und Ost oder gar aus allen Himmelsrichtungen wäre ein denkbares Szenario, mal das Wie jetzt aussen vor. So oder so werden die Russen nichts unversucht lassen was im Rahmen ihrer Möglichkeiten ist. Die massenhafte Zerstörung der civilen Strukturen in der Ukraine ist Beweis genug dass der Russe aufs ganze geht.
 
So lange Selenskij nicht auf den russischen Frieden eingeht bleibt Kiew wohl auch ein langfristiges Ziel.
Das mag sein, aber im realen Leben muss man seine Ziele auch nach seinen Möglichkeiten justieren.
Die Russen machen jdfalls den Anschein lange kämpfen zu wollen und eine Zange aus Nord und Ost oder gar aus allen Himmelsrichtungen wäre ein denkbares Szenario, mal das Wie jetzt aussen vor.
Denkbar ist viel, alleine mit welchem Material, welchen ausgebildeten Einheiten und welcher Logistik?
Ja das Argument mit dem der Russe hat Zeit (Tschetan) oder wie du, er erweckt den Anschein lange kämpfen zu wollen birgt aber eben die Gefahr des Nebels des Krieges (nach Clausewitz). Um so länger man Krieg führt um so größer werden die Umwegbarkeiten und die Ukraine hat mehr als einmal überrascht. Es können morgen Umstände eintreten, das der Westen wesentlich mehr Waffen liefert, natürlich geht es auch umgekehrt, aber keiner kann eben in die Glaskugel schauen, dass ist das Problem damit.
Die massenhafte Zerstörung der civilen Strukturen in der Ukraine ist Beweis genug dass der Russe aufs ganze geht.
Ich sehe es eher so, das man die Ukrainer für ihren Widestand bestrafen und brechen will, aufs Ganze gehen ist etwas völlig anderes. Das wäre den Krieg mit einer militärischen Operation schnell zu seinen Gunsten zu beenden, genau das machen die Russen jedenfalls im Moment nicht.
 
Damit könnte sich der Konflikt weiter ausbreiten.
Aktuell völlig unwahrscheinlich, zumindest das Russland da selbst aufschlagen wird, um sich über Transnistrien dann das restliche Staatsgebiet von Moldawien anzueignen.

Das dies Teil ihrer langfristigen Planungen darstellt, ist allerdings nicht neu und seit Monaten bekannt.
Das sie dort evt, durch "indirekte Beteiligung", einen neuen aktiven Konflikt zwischen Transnistrien und Moldawien entfachen könnten, um "den Westen" mit weiteren "Krisenherden" unter "Druck zu setzen", wäre im Bereich möglichen.

Die Lösung um solche "russischen Späße" zu unterbinden wäre aber auch ebenso einfach, eine ausreichend robuste UN-Mission, oder so nicht möglich, Moldawien lädt die NATO zu sich ein, eine "Schutztruppe" zu stationieren.
Denke nicht das Russland dann noch, vorläufig, auf dumme Gedanken käme.

Es können morgen Umstände eintreten, das der Westen wesentlich mehr Waffen liefert, natürlich geht es auch umgekehrt, aber keiner kann eben in die Glaskugel schauen, dass ist das Problem damit.

Ich sag mal soviel, man wird 2023 wesentlich mehr Waffen liefern.
 
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Denkbar ist viel, alleine mit welchem Material, welchen ausgebildeten Einheiten und welcher Logistik?
Ja das Argument mit dem der Russe hat Zeit (Tschetan) oder wie du, er erweckt den Anschein lange kämpfen zu wollen birgt aber eben die Gefahr des Nebels des Krieges (nach Clausewitz). Um so länger man Krieg führt um so größer werden die Umwegbarkeiten und die Ukraine hat mehr als einmal überrascht. Es können morgen Umstände eintreten, das der Westen wesentlich mehr Waffen liefert, natürlich geht es auch umgekehrt, aber keiner kann eben in die Glaskugel schauen, dass ist das Problem damit.
Eben, keiner hat ne Glaskugel und es kann so genau so wie anders ausgehen. Ich glaube aber nicht dass Russland bereits sein gesamtes Potential ausgeschöpft hat und halte es für möglich dass sie noch überraschen. Dass sie sich auf einen langen Krieg ausrichten erkennt man ja. Meine Sorge gilt den Waffenlieferungen die bisher höchstens nur ausreichend ausfielen, denn für einen ukrainischen Sieg wurde noch nicht geliefert sondern eher für einen kontrollierten Krieg. Zudem haben die Ukrainer auch große Verluste erlitten und würden mit Pech in einem multi-frontalen Krieg nicht so viel Mann hinter die Waffe bekommen wie der Russe. Es braucht sehr viel mehr um mögliche Russ Großoffensiven zu gleichen Zeit abzuwehren mMn. Was tuen wir zB dann wenn Putin die Generalmobilmachung ausruft ? Blauhelme schicken ? Mir fehlt es iwie an Antworten auf das was noch kommen kann.
 
Eben, keiner hat ne Glaskugel und es kann so genau so wie anders ausgehen. Ich glaube aber nicht dass Russland bereits sein gesamtes Potential ausgeschöpft hat und halte es für möglich dass sie noch überraschen.
Zu welchen Kosten?
Soll man das ganze "Reich" nackt machen?
Man konnte jetzt schon nicht 300000 Mann ausbilden oder gescheit ausrüsten, wie soll man dann eine Generalmobilmachung händeln, wie sollen die versorgt werden, ausgebildet und bewaffnet werden,
wie soll die russische Wirtschaft weiter arbeiten?
Du verfällst auch in diese mathematische Haltung wie Tschetan, Krieg ist aber eben mehr als Arithmetik.
Dass sie sich auf einen langen Krieg ausrichten erkennt man ja. Meine Sorge gilt den Waffenlieferungen die bisher höchstens nur ausreichend ausfielen, denn für einen ukrainischen Sieg wurde noch nicht geliefert sondern eher für einen kontrollierten Krieg.
Ja das ist durchaus richtig, aber bis jetzt folgte zumindestenms m.A. auf eine russische Aktion immer eine Gegenreaktion des Westens, du hast aber völlig recht die Unterstützung muss größer werden.
Zudem haben die Ukrainer auch große Verluste erlitten und würden mit Pech in einem multi-frontalen Krieg nicht so viel Mann hinter die Waffe bekommen wie der Russe.
Das sehe ich komplett anders, die Ukraine hat einen ständigen Strom von ausgebildeten und ausgerüsteten Soldaten, dafür sorgt im großen Umfang im Moment auch der Westen.
Ich glaube bei einer Generalmobilmachung in Russland würden Unwegbarkeiten im Quadrat steigen, bezogen auf die Reaktion der Bevölkerung und für mich eher vordergründig wichtiger, die kolosalen Probleme, für Ausbildung, Ausrüstung und Logistik/Versorgung, daran könnte die russische Armee kollabieren.

Mal ganz abgesehen davon, haben die Russen ihre "Front" in den letzten Monaten unfreiwillig immer weiter verkleinert, ohne daraus wirkliche Vorteile zu ziehen, woher nimmst du nun die Annahme sie könnte großflächig eine operative Großoffensive aus Norden , Nordosten und Osten koordiniert mit ausgerüsteten und ausgebildeten Truppen plus deren Logistik auf die Beine stellen, die auch noch koordiniert angreift. Ganz ehrlich vieles ist möglich aber Hexenwerk m.A. nach nicht. Vor allen dinge weil der Westen mit seinen "tiefen Augen", das auch rechtzeitig für Reaktionen bemerken würde. Und auf Aktion folgte eben bis jetzt Reaktion.
 
Unnützer Konflikt der alle nur Geld und Rohstoffe kostet.
Weil keiner nachgibt und hinterher versenken alle wieder Milliarden in den Aufbau was von vornherein garnicht so weit hätte komm müssen.
Die sollen um die Wette saufen, wer noch steht hat gewonn.
 
Unnützer Konflikt der alle nur Geld und Rohstoffe kostet.
Weil keiner nachgibt und hinterher versenken alle wieder Milliarden in den Aufbau was von vornherein garnicht so weit hätte komm müssen.
Die sollen um die Wette saufen, wer noch steht hat gewonn.
Es gab offensichtlich nur eine Partei die mit dem Zustand vor dem 24.02.2022 so unzufrieden war, das man diesen Konflikt vorsätzlich und verbrecherisch ausgelöst hat.
Du musst mir dann noch erklären welche Gründe die Ukraine hätte, bei dem offensichtlichen Anspruch der Russischen Föderation, Staat, Gebiet, Kultur und Ukrainische Indentität auslöschen zu wollen, nachzugeben?
 
Es gab offensichtlich nur eine Partei die mit dem Zustand vor dem 24.02.2022 so unzufrieden war, das man diesen Konflikt vorsätzlich und verbrecherisch ausgelöst hat.
Du musst mir dann noch erklären welche Gründe die Ukraine hätte, bei dem offensichtlichen Anspruch der Russischen Föderation, Staat, Gebiet, Kultur und Ukrainische Indentität auslöschen zu wollen, nachzugeben?
Du nimmst das zu wörtlich. Tritt einfach mal zwei Schritte zurück, nicke ob der Sinnlosigkeit des Krieges und wittere nicht schon wieder eine Relativierung. ;)
 
Ich sag mal soviel, man wird 2023 wesentlich mehr Waffen liefern.
Die USA legen zumindestens schon mal vor!

+++ 19:38 US-Kongress einigt sich auf Milliardenhilfen für Ukraine +++
Im US-Kongress verständigen sich Demokraten und Republikaner auf einen neuen Jahreshaushalt, der auch rund 45 Milliarden Dollar an neuen Hilfen für die Ukraine vorsieht. Der Gesetzentwurf für das Haushaltsjahr 2023 hat einen Gesamtumfang von 1,7 Billionen Dollar, rund 1,6 Billionen Euro, wie die Haushaltsausschüsse von Senat und Repräsentantenhaus mitteilten. Rund die Hälfte - 858 Milliarden Dollar - sind für die Verteidigung vorgesehen. Die Ukraine soll mit weiteren 44,9 Milliarden Dollar unterstützt werden. Das umfasst Militärhilfen, wirtschaftliche Unterstützung und humanitäre Hilfe.
 
auch aus Japan scheint mittlerweile was zu kommen.

 
auch aus Japan scheint mittlerweile was zu kommen.

Das glaube ich erst wenn es soweit ist, F-15 für die Ukraine?! Eher nicht!
 
Und was würde sich für sowas denn noch einfacher und mehr anbieten, als der aktuelle Krieg in der Ukraine, wo tausende russische Waffensysteme durch die Ukraine zerstört und / oder erbeutetet wurden und fast wortwörtlich, auf der Straße liegen.
... sich gegen schmiermittel bei abnehmern russischer technik diese mal anschauen? Ansonsten gibt es dutzende von auseinandersetzungen in denen russisches zeugs benutzt wird. Im notfall hätte man bestimmt auch eine handvoll panzer und anderes bestellen können. Die russen beliefern doch jeden der zahlt...
Man muß da also nicht auf einen krieg vor der eigenen haustür warten.
Du hast meine Aussage noch immer nicht verstanden
Und du hast nicht verstanden das kriegstechnik kein golf ist. Ich kann nur die leute verstehen die spionage befürchten, wenn russland in der ukraine gerät erbeutet. Das bedeutet allerdings nicht das ich die zurückhaltung bei den lieferungen befürworte... (liefert man halt was, was 2-3 generationen zurück liegt)

Und wieder zum thema:
Kriegsgefangener enthüllt irrsinnig hohe Verluste der Wagner-Söldner
Der Ukrainer Vladimir Nikolaevich Saychuk wurde gezwungen für die russische Armee zu kämpfen. Nun geriet er in ukrainische Gefangenschaft und hat in einem Interview mit dem ukrainischen Youtuber Volodymyr Zoldin darüber gesprochen, wie hoch die Verluste bei der berüchtigten Söldnertruppe Wagner sind.

Saychuk wurde am 3. November zunächst nach Krasnodar in Russland gebracht. Von dort aus folgte die Entsendung in die Region Luhansk. Es gab vorher keine medizinische Untersuchung und auch keine militärische Ausbildung. Saychuk bekam die Aufgabe, Leichen in der Region Bachmut zu bergen. Nach seinen Angaben arbeitete er dort 10 Tage. Er fand die menschlichen Überreste von 55 Kämpfern auf einer Fläche von gerade einmal 30 Metern.

„Die meisten der Toten waren Wagner-Kämpfer im höheren Alter“, so Saychuk. Viele von ihnen hätten rote und/oder weiße Armbänder getragen - ein Zeichen für HIV oder Hepatitis. Das Verhältnis von Getöteten zu Verwundeten hätte dort 3 zu 1 betragen. Normalerweise liegt das Verhältnis in Kriegen bei 1 zu 3.

Saychuk wurde am 3. Dezember in Gefangenschaft genommen, als er gerade in Nähe der Frontlinie weitere Leichen bergen sollte.

Quelle:
 
... sich gegen schmiermittel bei abnehmern russischer technik diese mal anschauen? Ansonsten gibt es dutzende von auseinandersetzungen in denen russisches zeugs benutzt wird. Im notfall hätte man bestimmt auch eine handvoll panzer und anderes bestellen können. Die russen beliefern doch jeden der zahlt...
Russland liefert nur seine Exportversionen an jeden der zahlt (wie T-90MS, wo das S am Ende die Exportversion kennzeichnet) und die sind üblicherweise nicht mit dem komplett aktuellen technischen Stand ausgerüstet (Feuerleitsystem, Wärmebildkamera, ect. plus minus 1-2 Generationen hinter ist heute).

Genauso wenig wirst du, üblicherweise, M1 Abrams der USA gekauft bekommen, die auf dem selben Stand wie die sind, die die USA bestenfalls aufs Feld rollen lassen kann.

Zum Beispiel besitzen exportierte M1 kein abgereichertes Uran in der Panzerungslegierung, wie die Fahrzeuge, die die US-Army selbst nutzt (siehe irakische M1), genauso wenig wie die besten Feuerleitsysteme und Wärmebildgeräte (Minus 1 bis 2 Generationen).

Man muß da also nicht auf einen krieg vor der eigenen haustür warten.
Eben doch, wenn man wissen will wie leistungsfähig das von der russischen Armee selbst genutzte Zeug, im Ernstfall, bestenfalls wirklich ist, muss man das (siehe oben).
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil, hätte man mit gar keinen Widerstand gerechnet wären es keine 18h.
Selbst wenn man die Marschgeschwindigkeit, vollständig mechanisierter Kräfte, mit maximal 60km/h festlegen würde, wären es beim Marsch über die befestigten Straßen, von der Weißrussischen Grenze in das 105km entfernte Kiew, im schlimmsten Fall, ohne jegliche Gegenwehr, 2h bis 6h gewesen.

Guck dir an, was für Hauptverkehrsachsen nicht durch diese Gebiete gehen und welche Massen an LKW Russland losgeschickt hast. 60 km/h? Auch ohne Gegenwehr wäre das die gleiche Situation gewesen, wie wenn du in Deutschland ein dreispurige Autobahn sperrst und alles auf eine Landstraße umleitest. Mit dem Unterschied, dass es hier nicht um 1-2 Abfahrten ging, sondern um ettliche 100 km, dass es keine ausreichende Ausschilderung, Karten oder gar automatische Navi-Empfehlungen gab und dass für ein Teil der mitfahrenden Kampffahrzeuge afaik zwischendurch noch Nachtankmöglichkeiten hätten eingerichtet werden müssen, das man in der Mehrheit der Vehikel besser nicht >4 h ohne Fahrerwechsel oder besser Pause, ggf. einschließlich einmal Nahrungsbereitung im Laufe des Tages, fährt,...

Vor allem aber war die Planung nicht "18 h von Grenze bis Kiew". Die Planung war "Ein Truppenteil, der tief hinten in der Kolonne irgendwann nach einem Großteil der anderen in den Stützpunkten in Russland aufbricht, dann Stunden nach Kriegsbeginn die Grenze überquert, der soll nach 18 h in Kiew angekommen sein."
Und wie ich das Militär kenne, heißt "angekommen" nicht "Stadtgrenze passiert", sondern "Meldung gemacht" mitten in einer Stadt, in der gerade 100000 Soldaten angekommen sind und ein Plätzchen suchen. Von den ersten Truppen, die tatsächlich auch Angriffe abwehren und sich dazu auch durch Gelände bewegen sollten, waren dagegen wohl eher eine Ankunft in Kiew 10 h nach Kriegsbeginn erwartet worden.

Mag natürlich sein, dass die russische Armee schlichtweg das Vorankommen genauso naiv geplant hat, wie vieles andere und bei dem 18-h-Konvoiteil doch ein paar Schwarmützel mit drin waren, aber in meinen Augen ist das ein plausibler Zeiteinsatz für einen Militärtransport diesen Ausmaßes, durch ein zwar prinzipiell gesichertes, aber noch nicht militärisch verwaltetes Hinterland rollt.


Um nochmal darauf zurück zu kommen, nicht nur putin würde sich für unsere technik interessieren, wir interessieren und anscheinend auch für die russische...


Natürlich interessiert man sich dafür, was der Feind denn nun GENAU einsetzt. Und dass man sich ein paar Exemplare unter den Nagel reißt und untersucht ist da fast noch der kleinste Aspekt. Glaubst du ernsthaft, wir schicken diverse relativ neuen High-Tech-Geräte in sehr geringen Stückzahlen in die Ukraine, um eine Kriegsentscheidene Wirkung zu bringen?
Das sind nichts weiter als Testeinsätze unter sehr realen Bedingungen, mit denen man die seit Jahrzehnten fast nur simulierten Fähigkeiten praktisch überprüft. Aus genau dem gleichen Grund stattet die USA ja auch Israel gerne mit dem neuesten Scheiß statt z.B. etwas größeren Lieferungen etwas älterer Technik aus. Wenn man sich sicher ist, dass es nicht in falsche Hände gehört und wenn der Feind über eine einigermaßen schlechte Aufklärung verfügt, also nicht zu viel über die eigenen Fähigkeiten erfährt, ist so ein kleiner Krieg gegen moderne Gegner wunderbar für Militärkonzerne. Abgesehen von Jugoslawien gab es sonst seit mindestens dem Golfkrieg ja nur noch Geplänkel gegen Terroristen, aber keine echten Stellvertreterkriege mehr.


Das bis jetzt Transnistrien überhaupt abgeschnitten (vom großen Bruder) überlebt hat, liegt ausschließlich am Völkerrecht und das sich die Ukraine nicht im Vergleich genauso schuldig machen will, einen eigenständigen Staat/Gebiet zu überfallen, was nach Völkerrecht und EU Recht eben ein NO-GO ist.

Die russischen Truppen in Transnistrien sind nicht ohne und dort seit Jahrzehnten eingegraben. Die Ukraine wäre zwar sicherlich gerne diesen Unsicherheitsfaktor im eigenen Rücken los, aber die dadurch gebundenen Kräfte und die, ohne eine verdammt große Übermacht abzustellen hohen, Verluste wären eine ernsthafte der Schwächung der ukrainische Verteidigung.

Hat eigentlich mal zwischenzeitlich jemand gehört, wie Transnistrien abseits des militärischen derzeit zivil am Leben hält? Ich hatte die Frage vor im Frühsommer schon mal gestellt, aber solange Russand die Schlangeninsel hielt, waren zumindest noch Flugverbindungen aus Südost denkbar. Aber das ist lange her und Transnistrien wurde eigentlich seit langem durch die Ukraine aus Russland mit Energie, Nahrungsmitteln, etc. versorgt.


eine Zange aus Nord und Ost oder gar aus allen Himmelsrichtungen wäre ein denkbares Szenario, mal das Wie jetzt aussen vor.

Das "Wie" kann aber nicht außen vorlassen. Sonst wird auch ein Angriff aus Südwesten mittels Einhörnern zum "denkbaren Szenario", wenn man Unmöglichkeiten nicht als Gegenargument zählen lässt. Fakt ist: Lukaschenko brennt die Hütte, die Weißrussen, dem vernehmen nach einschließlich größerer Teile des Militärs wollen nicht in diesen Krieg und die Ukraine hat sich schon lange auf Angriffe aus dieser Richtung vorbereitet, die rein geographisch ohnehin nicht einfach wären. Umgekehrt ist Weißrussland für Russlands Verteidigungspläne gegen die NATO ein wichtiger Frühwarnfaktor und für die Versorgung Kaliningrads unverzichtbar.

Längere Zeit habe ich trotzdem in Betracht gezogen, dass Putin als Verzweiflungsschritt diesen Pfand opfern könnte, aber die Gesetzesänderungen im Herbst haben den Weg für einen anderen, wesentlich durchdachteren Plan freigemacht: Die russische Armee darf jetzt auch nicht-russische Wehrpflichtige und andere nicht-Freiwillige einsetzen. Da sich die Rekrutierungserfolge in der Ukraine sehr in Grenzen halten und seit dem Sommer an gemischten russisch-weißrussischen Verbänden gearbeitet wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die zur Verstärkung der bestehenden Fronten herangezogen werden.


Was tuen wir zB dann wenn Putin die Generalmobilmachung ausruft ?

Uns entspannt zurücklehnen. In Anbetracht der Massenflucht russischer Männer vor der Winzigen-Teil-Mobilmachung sowie der seitdem massiv abgekühlten Beziehungen zu China ist davon auszugehen, dass das Regime Putin eine Verhängung des generellen Kriegszustandes derzeit nicht überstehen würde. Umgekehrt wäre sie für die Ukraine reichlich egal: Man kann man mit eilig eingezogenen Zivilisten eine anrückende Armee auf Heimatgelände bremsen, mit viel Glück sogar stoppen. Ähnliches haben die Ukrainer gemacht. Aber es braucht Monate Kampferfahrung, um auch nur halbwegs brauchbare Angriffskämpfer daraus zu machen - wenn man gute Ausrüstung und Trainings-Möglihckeiten und erfahrene Offiziere hat, die vorangehen. Auch das hat die Ukraine bewiesen, langsam, peu a peu. Was passiert, wenn man Zwangsrekruten mit schlechem Equipment an die Front wirft, hat dagegen Wagner gezeigt: Man erfährt, wo gegnerische Artillerie steht. Aber dafür könnte man auch Radar nehmen, wenn man nicht gerade akuten Hackfleischmangel hat.

Für Überraschungsangriffe braucht man gut ausgebildete Spezialkräfte (bekanntermaßen ist z.B. die Bundeswehr für eine schnelle Eingreiftruppe nicht wirklich gut genug :ugly: ) und die hat Russland längst in weiten Teilen verschlissen oder aktuell im Front Einsatz. Plötzliche Überraschungen wären nur noch möglich, wenn Putin die gesamte restliche Grenzsicherung gegenüber der NATO abbläst. Aber das wird er als Paranoiker nicht machen. Seine anderen Möglichkeiten sind, vor allem (kriegs)wirtschaftlich zwar beachtlich und könnten den Krieg noch sehr lange hinauszögern, haben aber Vorlaufzeiten von einem bis mehreren Quartalen. Da bleibt z.B. für die USA genug Zeit, um die Ukraine vorzubereiten und vielleicht sogar genug für Scholz, um eine nutzlose Floskel abzulassen.


Das glaube ich erst wenn es soweit ist, F-15 für die Ukraine?! Eher nicht!

Klingt der jetzigen Situation tatsächlich merkwürdig. Aber andererseits: Gut gebrauchte F-15 an die USA übergeben? Das wäre nun wirklich sprichwörtliches Eulen nach Athen tragen. Möglicherweise bereitet man hier Handlungsmöglichkeiten vor, die in der aktuellen Lage noch niemand ziehen will, die aber im Zweifelsfall griffbereit sein sollen. Im harmlosesten Fall z.B. zur Aufrüstung der Ukraine nach einem Waffenstillstand, denn dann müsste die möglichst schnell so fit gemacht werden, dass sich weitere Angriffspläne auf russischer Seite erübrigen. F-15 mit 10 Jahren Restlebenserwartung passen jedenfalls besser in die Ukraine als irgendwo anders hin.
 
Wäre es unter Kriegsbedingungen realistisch, mal eben das ganze Waffensystem F-15 inkl. Allem, was dazu gehört (Munition. Wartungsequipment, das ganze für den operativen Betrieb notwendige Wissen um Hard- und Software sowie Taktik etc.) in die Ukraine zu verpflanzen? Ich stelle mir das sehr aufwändig und ressourcenintensiv vor. Ist ja nun nochmal deutlich komplexer und wartungsintensiver als ein paar Panzer oder HIMARS-Systeme.
 
Wäre es unter Kriegsbedingungen realistisch, mal eben das ganze Waffensystem F-15 inkl. Allem, was dazu gehört (Munition. Wartungsequipment, das ganze für den operativen Betrieb notwendige Wissen um Hard- und Software sowie Taktik etc.) in die Ukraine zu verpflanzen? Ich stelle mir das sehr aufwändig und ressourcenintensiv vor. Ist ja nun nochmal deutlich komplexer und wartungsintensiver als ein paar Panzer oder HIMARS-Systeme.
Nicht wesentlich wartungsintensiver und aufwendiger, als eine MiG-29, oder eine SU-24 und die hat die Ukraine ja schon seit Jahrzehnten im Besitz und Verwendung. ;)
 
Nicht wesentlich wartungsintensiver und aufwendiger, als eine MiG-29, oder eine SU-24 und die hat die Ukraine ja schon seit Jahrzehnten im Besitz und Verwendung. ;)
Ähm nein!
Das ukrainische Wartungspersonal ist daran ausgebildet, dazu gekommen sind jetzt wohl Harm Raketen, aber ein völlig neues System? Mal ganz abgesehen von der Pilotenausbildung!
Ich bin da eher bei HenneHuhn jedenfalls wenn das von jetzt auf gleich gehen soll.
Einige Experten haben ja schon seit Monaten eigentlich seit dem Begin des Krieges angemahnt so etwas langfristig anzulegen, weil sich die "östlichen" Waffen der Ukraine absehbar erschöpfen.
Vielleicht gibt es das ja hier und dort für einzelne Waffensysteme schon, ich bin oder wäre sowieso irritiert wenn das in der Öffentlichkeit an die große Glocke gehangen wird.
Ich glaube auch kaum das jetzt die USA das Patriot System liefern, es in Polen auf den "Hof" stellen und den Ukrainern sagen, seht zu wie ihr klar kommt, selbiges gilt für Iris T. Auch die Mig 29 mit der Verwendung der Harm Rakete wurde mit Sicherheit auch mit ukrainischen Personal in den USA getestet und ausgebildet.
Bei der F-15 sehe unter Kriegsbedingungen mind. einen Vorlauf von 6-8 Monaten. Vorher kann man solch ein System nicht wirklich einsetzten. Das beinhaltet Lieferung des Materials und Ausbildung.
 
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