Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Ich habe hier gerade mal wieder durchgewischt, nur falls sich wer wundert wo die ganzen Posts hin sind... :kaffee:

Ich bitte darum das beim Thema geblieben wird und diese Seitenlangen OT Ausschweifungen aufhören.

 
Ach das Pz/SPz Thema, es bleibt ein Rätsel warum niemand liefert.
Die USA machen ja derzeit lieber ein paar weitere olle T72 fit anstatt mal M1 zu liefern, aber der Irak hat welche bekommen (und auch an den IS verloren).

Meinst du das dieser Panzer mit seinem Gewicht, immerhin rund 62t und der "durstigen" Gasturbine , wirklich eine Verstärkung ist?
Dazu das Logistikprobleme mit anderer Munition, Instandsetzung und Reparatur .
Viele Gimmicks des Panzers sind sicher gut, aber in der Topographie nicht unbedingt nötig.

Der Bodendruck eines M1A2 Panzers beträgt 1,085, während ein T-90 bei rund 0,87 liegt.

Gleichzeitig werden Panzer häufig als Schutz und Transportmittel für die Infantrie genutzt, so das Panzer wie M1 und Leo nicht zwingend notwendig sind.

Ähnliche Probleme sehe ich auch bei diversen SPZ.
Sowjetische Panzer sind schon sehr gut an die Topographie angepasst.

Vielleicht wäre es klüger die auf Halde stehenden T-64 in Polen und Tschechien instand zu setzten, wenn man schon Waffen liefern will.

Der Leo1 ist wiederum ein leichterer, schneller Panzer, aber die Panzerung ist praktisch nicht vorhanden, wodurch er in der Rolle, in der Panzer in der Ukraine kämpfen, eher ungeeignet ist.
Dazu wieder das Thema Logistik.
Schon Polen hat damit zu tun 3 Typen am laufen zu halten.
 
(...)der so genannte und geplante wirtschaftliche Vernichtungskrieg gegen Russland zeigt bisher nicht die gewünschte Wirkung.

Wer - ausser dem Kreml und seinen Multiplikatoren - spricht denn von einem "wirtschaftlichen Vernichtungskrieg" und wer hat ihn - bestimmt von ganz langer Hand - "geplant"?

Ich kenne nur den Begriff "Sanktionen" - und die waren eine Reaktion auf den russischen Angriffskrieg (der, Fun Fact, in Russland trotz Mobilmachung so nicht heissen daf). Und wenn die Sanktionen so ineffektiv sind wie Du behauptest - warum versucht Russland sie dann zu unterlaufen, stellt fuer laufende Vertraege das Zahlungsmittel auf Rubel um oder erzwingt einen "Getreide-Deal"?
 
Heute Abend 21:45Uhr aufm ARD, einer der Beträge:
"Untergangsstimmung in Putins Geheimdienst? - Dissidenten packen aus."
Wenn ich es aus der Wanne heraus richtig mitbekommen habe, haben sie die Dmitrieva exklusiv vor der Kamera.
 
Es kommt gerade richtige Bewegung in die Cherson Front und Shoigu hat (offiziell) den Rückzug der russischen Truppen vom rechten Dnjepr Ufer bekannt gegeben, welcher ja schon die letzten Wochen (inoffiziell) zu beobachten war.

Man wird von russischer Seite also wohl nicht "heroisch" um Cherson kämpfen (wie auf prorussischen Kanälen zuletzt immer schwadroniert wurde), opfert aber wohl gezielt eine Menge der zuletzt eingezogenen Rekruten, welche die letzten Wochen dort hinverlegt wurden, um die erfahreneren russischen Truppen und schweres Material raus zu bekommen.

Könnte also durchaus sein das bis Anfang der Woche dann keine russischen Truppen mehr in Cherson haben und die ukrainische Armee am Dnjepr steht, je nachdem wie weit man von russischer Seite den vollständigen Abzug um Cherson noch hinausverzögert (z.B. weil noch Material rausgeschafft werden muss, oder die systematisch geplünderte Beute).

Damit könnten die Ukrainer auch grob 6 bis 10 mechanisierte Birgaden frei bekommen, welche an anderen Frontabschnitten eingesetzt werden können.

Kurz um, es "läuft" für Russland (Stück für Stück raus aus der Ukraine). :fresse:
 
Zuletzt bearbeitet:
Salve,

ich weiß nicht wer es schon mitbekommen hat, aber Frau Krone Schmalz geht jetzt juristisch gegen Kritiker ihrer Russland und Ukraine Thesen vor.
Die Dame die sich seit Jahren als Opfer sieht, weil an Ihr Kritik geübt wird und mehrfach Meinungsfreiheit "eingeklagt" hat, will jetzt juristisch canceln.

Allerdings hat sie sich diesmal wohl die falsche Gegnerin und das falsche Umfeld ausgesucht.
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Und wenn die Sanktionen so ineffektiv sind wie Du behauptest ...

Ich muss mich leider wiederholen. Die NYT und nicht ich hat die Fakten zusammengetragen und ein Resümee daraus gemacht. Wenn das Ergebnis der Analyse eines so renomierten Mediums, welches wie festgestellt eine Momentaufnahme darstellt, nicht genehm ist, kann ich das leider nicht ändern. Es bleibt offen, ob die Vielzahl der bisher eingeleiteten Sanktionen auf Dauer das Ziel, Zitat Frau Baerbock: "Russland wirtschaftlich zu ruinieren" erreicht wird und wie es den Entwicklungs- und Schwellenländern, der EU und Deutschland in diesem Moment selbst ergehen wird.
 
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Ich muss mich leider wiederholen. Die NYT und nicht ich hat die Fakten zusammengetragen und ein Resümee daraus gemacht. Wenn das Ergebnis der Analyse eines so renomierten Mediums, welches wie festgestellt eine Momentaufnahme darstellt, nicht genehm ist, kann ich das leider nicht ändern. Es bleibt offen, ob die Vielzahl der bisher eingeleiteten Sanktionen auf Dauer das Ziel, Zitat Frau Baerbock: "Russland wirtschaftlich zu ruinieren" erreicht wird und wie es den Entwicklungs- und Schwellenländern, der EU und Deutschland in diesem Moment selbst geht.
Wie überall müssen sich auch Zeitungsartikel Gegenargumente anhören, vor allen dingen, wenn es um eine Momentaufnahme geht. Die Aussischten für Deutschland jedenfalls sind weniger "prekär" als viele glauben machen wollen.
Nach verschiedenen Experten Meinung haben wir wahrschleinlich 2023 kein Wachstum oder ein Minus von 0.4%, verglichen mit der Lehman oder Corona Krise ein kompletter Witz. Wie du also auf die aberwitzige Idee kommst die EU oder Deutsche Wirtschaft wären ruiniert, erschließt sich eher nur dir und den Leuten mit dieser Agenda, die völlig Faktenresistent argumentieren. Wir haben kein russisches Gas mehr seit Monaten, der Hauptansatzpunkt für die EU und Deutsche Wirtschaft und erleben gerade einen Rückgang der Preise. Auch die Inflation sinkt gerade wieder.
Wie gesagt Sanktionen waren niemals ein Sprint, sonder sind immer ein Marathon
 
Salve,

ich weiß nicht wer es schon mitbekommen hat, aber Frau Krone Schmalz geht jetzt juristisch gegen Kritiker ihrer Russland und Ukraine Thesen vor.
Die Dame die sich seit Jahren als Opfer sieht, weil an Ihr Kritik geübt wird und mehrfach Meinungsfreiheit "eingeklagt" hat, will jetzt juristisch canceln.
Ach, ich sehe das locker.
Dat ist eine Rentnerin, die zu Zeiten, als ich mit dem Dreirad noch um den Christbaum gefahren bin (und ich bin immerhin 57) Reporterin für die öffentlich-rechtlichen in Moskau war, so what?
Jetzt peppt sie halt ihre staatliche Altersstütze durch ein paar Vorträge auf.
Sie könnte genau so über Aliens erzählen , die in Wanne-Eickel gelandet sind.
Lasst sie halt irgendwas erzählen, hört ja eh keiner zu.
 
ich weiß nicht wer es schon mitbekommen hat, aber Frau Krone Schmalz geht jetzt juristisch gegen Kritiker ihrer Russland und Ukraine Thesen vor.

"Darf man über die umstrittene Autorin Gabriele Krone-Schmalz sagen, dass sie fernab der Wissenschaft als Verteidigerin Putins auftritt? Das klären jetzt die Juristen. Die ehemalige ARD-Journalistin hat ihre Anwälte gegen die Osteuropa-Historikerin Franziska Davies eingeschaltet."

Zitat aus deinem Beitrag.
Ist das Kritik und von der Meinungsfreiheit gedeckt, oder Unterstellung und Beleidigung?

Die Dame hätte den Beitrag wissenschaftlich zerlegen können, wie es zwischen Wissenschaftlern üblich ist.

Hast du den Beitrag gesehen und kannst dir eine Meinung dazu bilden und ist deine Forderung Leuten die Bühne zu entziehen, Teil deines Verständnisses zur Meinungsfreiheit?
Ich würde es in Bezug auf Infos zu diesem Konflikt empfehlen. Schlußfolgerungen kann ja jeder eigene ziehen.

Zu Cherson.

Ist für viele russische Medien ein Gau und die größte Klatsche seit 91, aber abseits der Psychologie und Propaganda azs meiner Sicht völlig richtig. Auch zeigt es das es der Führung wichtiger ist, ihre Leute zu erhalten und sie nicht für eine leere "Pampa" zu opfern.
Der Beschuß des Staudamms und die Zerstörung der Brücken waren eine ziemliche Belastungen für die Logistik. Schon alleine der Verbrauch an Luftabwehrraketen wird beträchtlich gewesen sein, dazu lange Verbindungswege, die abseits der Straßen unpassierbar sind.
Es wurden auch beträchtliche Kapazitäten der Artillerie, bei Technik und Munition eingesetzt, welche jetzt freigesetzt werden.

Ein Angriff nach Norden, über den Inguez, würden das Problem eher verschärfen und wäre mit den vorhandenen Kräften Sinnlos.
Wozu das Gebiet also halten, außer aus Psychologischer Sicht?
Dazu haben die Ukrainer in dem Bereich eine bessere Logistik, durch ihre Nähe zur westlichen Grenze.

Was bringt es?
Zuerst eine sichere Linie, die auch dIe Ukrainer nicht überwinden können. Dazu setzt es viele Elitetruppen von Marine und Luftlandetruppen frei, die eher in urbanen Kämpfen benötigt werden, was auf kommende Kämpfe hinweisen könnte.
Laut Ukraine sollen bis zu 55k russische Truppen in Cherson stationiert sein, von denen rund 10k zur Sicherung des Dnepr genügen sollten.

Wenn man russische Militärtaktiken sieht, läuft alles auf einen massiven Angriff im Osten heraus, der meiner Meinung aus mehreren Richtungen erfolgen und sich vielleicht entlang des Dnepr bewegen wird.
Cherson war daher Balast und Vergeudung.
Man sollte sich von der Vorstellung lösen, das Landbesitz und seine Eroberung , der Gradmesser für das gelingen der Ziele , in einem längeren Konflikt ist.

Es bringt aber einen weiteren Vertrauensschwund in Gebieten, nach Charkiw, die Russland erobert hat.
Wer vertraut dann noch irgendwelchen Zusagen und engagiert sich?
Gerade auch, weil in russischen Medien geschrieben wird das dies Teil eines " Deals " sein und Verhandlungen folgen könnten.


Am Ende ein Zitat, welches man vielleicht einbeziehen sollte.

„Hauptgegenstand der Operationen soll nicht das Territorium, sondern das Heer des Feindes sein“: Das militärische Vermächtnis von Helmuth von Moltke .​


Solche Zitate liest man bei den Russen.
 
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Am Ende ein Zitat, welches man vielleicht einbeziehen sollte.

„Hauptgegenstand der Operationen soll nicht das Territorium, sondern das Heer des Feindes sein“: Das militärische Vermächtnis von Helmuth von Moltke .


Solche Zitate liest man bei den Russen.
Nur sieht man deren Umsetzung schon seit Beginn des Überfalls nicht, sondern zu großen Teilen das genaue Gegenteil: Ein wirksames Vorgehen gegen die ukrainischen Streitkräfte gelingt, wenn überhaupt, allenfalls sehr punktuell, während ein Großteil der russischen Streitkräfte in den besetzten Gebieten eingeigelt sitzt und eben doch - und derzeit oft vergeblich - versucht diese zu halten, statt operative Vorstöße zu unternehmen.
Und um dieses Unvermögen zu kaschieren, wird auf Entfernung angegriffen - jedoch keineswegs "das Heer des Feidnes", sondern dessen zivile Infrastruktur. Und das wiederum ist eher Atilla als Moltke.

Die Einzigen, die einen größeren Vorstoß angekündigt und auch konsequent durchgezogen UND dabei trotzdem ihr Hauptziel erreichen konnten, Gelände wieder gutzumachten, waren die Ukrainer.
Das liegt vermutlich daran, dass diese Moltke nicht nur zitieren, sondern auch verstanden haben und auf moderne Kampftaktiken übertragen konnten.
 
Jede massive russische Offensive würde mindestens so enden wie die Ardennenoffensive oder die deutsche Frühjahrsoffensive 1918.

Praktisch wahrscheinlich noch schlimmer, die Russen sind schlechter ausgebildet und geführt.
 
Nur sieht man deren Umsetzung schon seit Beginn des Überfalls nicht, sondern zu großen Teilen das genaue Gegenteil: Ein wirksames Vorgehen gegen die ukrainischen Streitkräfte gelingt, wenn überhaupt, allenfalls sehr punktuell, während ein Großteil der russischen Streitkräfte in den besetzten Gebieten eingeigelt sitzt und eben doch - und derzeit oft vergeblich - versucht diese zu halten, statt operative Vorstöße zu unternehmen.
Und um dieses Unvermögen zu kaschieren, wird auf Entfernung angegriffen - jedoch keineswegs "das Heer des Feidnes", sondern dessen zivile Infrastruktur. Und das wiederum ist eher Atilla als Moltke.

Die Einzigen, die einen größeren Vorstoß angekündigt und auch konsequent durchgezogen UND dabei trotzdem ihr Hauptziel erreichen konnten, Gelände wieder gutzumachten, waren die Ukrainer.
Das liegt vermutlich daran, dass diese Moltke nicht nur zitieren, sondern auch verstanden haben und auf moderne Kampftaktiken übertragen konnten.

Nach dem was ich so gesehen habe, wurde auf ukrainischer Seite über die Jahre ein tief gestaffeltes Verteidigungssystem aufgebaut, nach neuesten Nato Prinzipien.
Besonders gut im Bereich Donezk zu sehen.
Wie willst du das überwinden, wenn in dem Bereich Verwandte von Donezker Bürgern und Soldaten leben?

Mariupol, Severodonezk, Lissischansk, waren alles " Festungen", die nicht erobert werden sollten und auch Bakmuht scheint ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Diese Gebiete besitzen eine höhere Relevanz, als Wälder in Charkiw und Schlammfelder in Cherson.

Meiner Ansicht nach neigt ihr zu einer Unterschätzung der Russen, was nicht klug ist.
Der ganze Konflikt beruht auf Unterschätzung des Gegners und Fehleinschätzung zu den Resourccen beider Seiten.
 
Ich muss mich leider wiederholen.

Nein, musst Du nicht. Du koenntest mich / uns stattdessen zur Abwechslung mal damit ueberraschen, auf gestellte Fragen zu antworten. Also: wer hat von einem "wirtschaftlichen Vernichtungskrieg" gesprochen und wer hat ihn "geplant"?

Oder fallen die Antworten auf diese Fragen wieder in die Kategorie "keinen Bock"? Das wuerde dann die Frage aufwerfen, warum es Dich ueberhaupt in diesen Teil des Forums zieht wie eine Fliege zum Haufen?
 
Nein, musst Du nicht. Du koenntest mich / uns stattdessen zur Abwechslung mal damit ueberraschen, auf gestellte Fragen zu antworten. Also: wer hat von einem "wirtschaftlichen Vernichtungskrieg" gesprochen und wer hat ihn "geplant"?

Ich persönlich nehme die Sanktionen des Westens als einen "wirtschaftlichen Vernichtungskrieg" gegen Russland war. Diese Wahrnehmung entstand aus der Wortwahl der Rede von Frau Baerbock. Denn wenn jemand wirtschaftliche Sanktionen startet um jemand anderen zu "runinieren", bedeutet das nichts anderes, als dass man ihn zerstören möchte. Zerstörung = Vernichtung, zerstört oder vernichtet wird im Krieg ... so schwer ist die Herleitung doch gar nicht, oder worauf möchtest du hinaus?

---------
ru·i·nie·ren
/ruiniéren/

schwaches Verb
1.
in einen sehr schlechten Zustand bringen und so in seiner Existenz treffen, radikal schädigen, vernichten
--------‐
 
Die Nachrichten aus Kherson reißen gar nicht mehr ab, entweder wir sehen viele ertrunkene Russen oder viele Gefangene.


Ich hoffe wirklich auf letzteres...
 
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