Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Hat Lavrov eigentlich mal wieder etwas interessantes von sich gegeben, ich hab schon lange nichts mehr von ihm gelesen?
ääähm...

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von gerade eben.
taste it:

 
"Nach Aussage Klaus Müllers, Chef der Bundesnetzagentur, hat Gazprom die für Donnerstag angekündigte Gas-Liefermenge über Nord Stream 1 reduziert. Den Ankündigungen zufolge würden nun am Donnerstag etwa 530 GWh geliefert, twitterte Müller am Mittwochabend. Ihm zufolge wäre das eine etwa 30-prozentige Auslastung. Weitere Änderungen seien möglich. Vor der planmäßig am Donnerstag endenden Wartung der Pipeline war diese zu etwa 40 Prozent ausgelastet."

Ach ja, das bleibt dann so, bis die Heizperiode beginnt, und dann wird es noch weniger. Wobei es ja so bleiben kann, dann damit füllen sich die Speicher nicht weiter. Ich bin dieses Schmiereintheater so satt.

Das Bescheuerte daran ist, dass die vermeitlich dafür ursächliche Turbine aktuell gar nicht gebraucht wird. Die will man im September erst gegen eine dann für die Wartung vorgesehene Turbine einsetzen.
 
Der russische Präsident Wladimir Putin hat angesichts der schweren Zerstörungen durch seinen Krieg in der Ukraine einen Wiederaufbau der Städte im Donbass angekündigt.
...
Russland hatte bereits Milliarden auf der 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim investiert, um etwa eine Brücke, einen Flughafen und eine Autobahn zu bauen. Der Wiederaufbau im Donbass dürfte um ein Vielfaches teurer werden. Es werde "Monate, Wochen und Jahre" dauern, um im Donbass wieder für Ordnung zu sorgen, meinte Putin. "Aber wir werden das auf jeden Fall tun", sagte er einem besorgten Mädchen aus der Region.

Russland hat alleine für eine Brücke, Autobahn und den Flughafen auf der Krim schon Jahre gebraucht, wie er da in "Jahren", wohl ehr realistisch für Russland sind Jahrzehnte, die zerstörten Oblaste Donezk und Luhansk, mit ihren stark zerstörten Städten, Dörfern und Industrien wieder aufbauen wollen würde, gerade unter den aktuellen starken internationalen Sanktionen, weiß wohl nur wieder er selbst, oder eigentlich auch nicht...

 
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@Incredible Alk hatte doch schon mal was zur Pipeline geschrieben, dass die Aussage sowieso Schwachsinn ist.

Für NS1 haben sie wohl 8 solche Turbinen und die sind auch mit Redundanz eingerichtet. Es müsste also mehre Siemens Turbinen gleichzeitig ausfallen, damit es überhaupt eine richtige Reduzierung geben müsste.

Es handelt sich also natürlich um ein Machtspiel von Putin, wobei auch noch Gas über die Ukraine kommt, jedoch ebenfalls in reduzierte Menge. (Grund Ukraine hat reduziert) Die Pipeline durch Polen wurde geschlossen, nachdem Polen nicht in Rubel zahlen wollte.

Wie der genaue Standort der Turbine aktuell ist, wird aktuell nicht verraten, zuletzt hatten die Russen noch behauptet, sie hätten keine Papiere, welche ihnen ein Entgegennehmen der Turbine ermöglicht.
 
Nochmal ums ganz deutlich zu sagen: Es gibt keinen technischen Grund dafür, warum die NS-Pipeline(s) wegen einer einzelnen defekten Turbine ihre Fördermengen reduzieren oder gar außer Betrieb genommen werden müssten.
Das ist ein Märchen für sehr gutgläubige Zuhörer. Wie viel Gas wann fließt oder nicht ist eine reine politische Entscheidung des Kremels, sonst nix.
 
Das russische Vetorecht gilt eben nur für Resolutionen im Sicherheitsrat. Gegen offizielle Verurteilungen und damit einher gehendem Imageverlust in Ländern, denen man sich gerade anbiedert möchte, hilft es nicht.

Und, wie gesagt, eine Kappung des Kabels träfe nicht nur die USA und Europa, sondern auch Länder, bei denen Russland gerade auf Schönwetter macht. Die nutzen ebenfalls darüber laufende Dienste und Dienstleistungen und wären dementsprechend eher mäßig begeistert. Schonend ausgedrückt.

Von was für Ländern sprechen wir hier? China hinter ihrer Firewall? Der Iran mit seinem gigantischen Datenaustausch von und nach Nordamerika? Indien mit der hochdigitalisierten Bevölkerung und einer geographischen Position auf der gegenüberliegenden Seite des Erdballs?
Die Nordatlanikkabel interessieren vor allem EU und USA. Teilweise noch über Kreuz Südamerika und Afrika, aber denen stehen auch andere, ähnlich indirekte Datenwege zur Verfügung. Da gibt es durchaus Ziele, die Russlands spärliche Versuche internationaler Kontakte nicht stärker belasten würden, als ein paar Schiffsladungen Gratisweizen wieder auswetzen könnten.

Ich habe nicht den Eindruck, dass die NATO vor Russland scheut. Sie hält sich vielmehr an ihr eigenes Regelkorsett, nach welchem ein Eingreifen nur bei Angriffen auf Bündnispartner möglich ist. Ich will hier trotz meines Backgrounds keinen Idealismus unterstellen, dafür habe ich zu viele hochrangige Säbelrassler persönlich kennengelernt, aber es geht meiner Erfahrung nach definitiv um Selbstlegitimation. Wie hingegen reagiert wird, wenn Russland einen Grund liefert, möchte auch Putin sicherlich nicht auf die harte Tour herausfinden.

Von "der NATO" kannst du sicherlich mehr erzählen, als ich. Aber es fällt auf, dass zahlreiche NATO-Mitglieder, die in der Vergangenheit null Probleme hatten, beinahe jährlich als "Verbündete"/"Partner" von irgendwelchen Kleingruppen mit einem vielfachen von deren Materialeinsatz in diverse Konflikte einzugreifen, die geostrategische Interessen berührten. Nur im Umfeld Russlands gibt es keinerlei Hinweise auf Aktionen, die mit dieser etablierte Art der Legitimation gerechtfertigt werden. Von Einsätzen ohne echte Legitimation in selbst erklärten, eigentlich gar nicht vorhandenen Lücken internationalen Rechts (Söldner, Spezialkräfte und vor allem Drohnen) ganz zu schweigen. Ebenso fehlt es komplett an Manövern, die überhaupt keine Legitimation brauchen, weil sie vollkommen normal und üblich sind. Wo war denn der Freundschaftsbesuch von NATO-Flotillen in Mariupol, als die Brücke von Kertsch gebaut wurde? Warum fahren rumänische, bulgarische und türkische Schiffe nicht ganz offiziell nach Odessa, vor dem es laut Russland keinen Krieg und somit auch kein Kriegsrecht, sondern ausschließlich ukrainische Zivilverwaltung gibt?

Es gibt eine ganze Menge Optionen, die unter gegebenen Bedingungen mehr als nur legitimiert werden und die nicht gezogen werden. Meine einzige Erklärung dafür: Es fehlt an der Motivation in Anbetracht einer möglichen Eskalation mit Russland. Und daran wird ein Ereignis, dass NATO-Staaten zwar stärker schadet als bislang, dass aber nicht offensichtlich und zweifelsfrei Russland angehängt werden kann, nichts ändern.

Dabei ist auch zu beachten, dass das dem Teil des russischen Narrativs widerspräche, nach dem deren Handeln durch einer Bedrohung durch die NATO bzw. deren Osterweiterung begründet wäre.

Für Aktionen "die gar nicht von Russland ausgehen" braucht Russland kein Narrativ. (Ganz davon abgesehen, dass man mit diesem ja ohnehin sehr freizügig umgeht.)

Zu sagen, man wolle die NATO fernhalten und dann die zivile Installation eines führend NATO-Bündnispartners zu attackieren, wäre auch aus nicht immer rationaler russischer Sicht kontraproduktiv

Es wäre genauso kontraproduktiv, bestehende Lieferverträge für Energieträger an NATO-Staaten nicht einzuhalten. Es wäre genauso kontraproduktiv, internationale Abkommen zur Friedenssicherung mit NATO-Staaten nicht einzuhalten. Es wäre genauso kontraproduktiv, durch systematische Fehlinformationen und Unterstützung staatsfeindlicher Akteure Spannungen in NATO-Staaten herbeizuführen. Es wäre noch weitaus kontraproduktiver, digitale Attacken auf NATO-Staaten durchzuführen.

Merkste was ;) ?


Um genau zu sein, hätte er entsprechende Abkommen schon vor zehn, fünfzehn Jahren schließen können, ohne auch nur einen einzigen Soldaten bewegen zu müssen. Ein wenig Entgegenkommen bei Rohstoffpreisen, in paar wohlplatzierte Rubel hier und da, und schon wäre in der alten Ukraine alles so gelaufen wie gewünscht. Nachdem dort die Führung gewechselt hat, geht das nicht mehr, aber es war ja ohnehin nie sein oder zumindest nicht sein primäres Ziel.

Das wäre nicht einmal nötig. Die Ukraine hat ja, genau wie Georgien, schon mehrfach Interesse bekundet und wurde mit Verweis auf Russland zurückgewiesen. Um die die nächsten Jahrzehnte aus der NATO rauszuhalten, hätte Putin einfach nur nichts machen müssen. Einfach nur keinen Grund geben, warum die NATO mit in Opposition zu Russland stehenden Ländern zusammenarbeiten sollte.

Aber wie du schon selbst sagst: Putin geht es nicht um Sicherheit, Putin geht es um Eroberung und fingierte Gründe passen eben vorne und hinten nicht.


Scheinbar vertritt der Kreml jetzt die Ansicht das es neue Friedensgespräche nur zu noch härteren Bedingungen als noch im März in der Türkei geben könne, also mit weit umfangreicheren Forderungen als damals.

Die Bedingungen damals waren die Anerkenung der Krim als russisch, Abtretung der Oblaste Luhansk und Donezk an die Speratisten, sowie Anerkennung selbiger als eigenständige Republiken, Entmilitarisierung und Neutralität der Ukraine:

Also die politische, soziale, militärische und wirtschaftliche Anschluss an Russland - schließlich wäre "ganz alleine stehen ohne auch nur eine Verteidigung zu haben" keine Option gewesen.
Was will man demgegenüber den jetzt noch verschärfen? Verbot der ukrainischen Sprache? Versklavung aller Ukrainer? Nur die Umbennung des ursprünglich geplanten Oblast Ukraine wäre ja wohl keine Verschärfung.


Wo bitte ist der Tisch!?!

Wäre ein cooler Kontrast gewesen, so ein 1-2 Hand hohes, kleines, typisch vorderasiatisches Tee-/Kaffeetischchen verloren in die Mitte stehen zu lassen. Aber in weiß, poliert und mit sinnlos protzigen Säulen :ugly: .


Sofern er nicht meint NS1 und NS2 dann mit verminderter Leistung parallel zu fahren, was ich mir nicht vorstellen kann, weil NS1 geht ja angeblich ohne die Turbine nicht, dann ist so halbseiden dumm, dass es fast schon zum fremd schämen wäre.

Zum fremdschämen ist, dass nicht überhaupt noch auf Putins Pfeife reagiert, sondern sogar danach getanzt wird. NS 2 hat nicht "zufällig" die gleiche Kapazität wie NS 1, sondern ist eine Kopie davon. Russland müsste also komplette Kompressorensätze ungenutzt rumstehen haben. (Die auch aus weitaus mehr als einem Exemplar bestehen, also bei Mangel an selbigem nicht um 50% einbrechen. Ich glaube mich ebenfalls an achtfache Redundanz bei den NS zu erinnern.)
Und zusätzlich gibt es noch Jamal, Sojus und die sogenannte westsibirische Pipeline nach Europa. Die hatten laut letzten Ansagen Russlands alle keine Mängel und laufen afaik aktuell mit 0% ihrer Gesamtkapazität von 150 Mrd. m³/a.

Fakt ist einfach: Putin will nicht liefern und profitiert auch noch von den dadurch exportierenden Preisen. Und wir lassen ihn gewähren, obwohl das bei letzterem Punkt absolut überflüssig ist.


Russland hat alleine für eine Brücke, Autobahn und den Flughafen auf der Krim schon Jahre gebraucht, wie er da in "Jahren", wohl ehr realistisch für Russland sind Jahrzehnte, die zerstörten Oblaste Donezk und Luhansk, mit ihren stark zerstörten Städten, Dörfern und Industrien wieder aufbauen wollen würde, gerade unter den aktuellen starken internationalen Sanktionen, weiß wohl nur wieder er selbst, oder eigentlich auch nicht...

Ziel muss es sein, dass Russland gar keine andere Wahl hat, als den Donbass und die Südukraine wieder aufzubauen.
Binnen maximal 10 Jahren.
Für die Ukrainer.
 

Greenpeace: Gegend um Tschernobyl ist gefährlicher geworden​

Nach der russischen Besatzung des Gebiets um die Atomruine Tschernobyl beklagt die Umweltschutzorganisation Greenpeace radioaktive Gefahren - und wirft der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) vor, diese Risiken zu verharmlosen. Durch das Ausheben von Schützengräben hätten die russischen Soldaten radioaktiv verstrahlte Erde freigelegt, teilen Greenpeace-Experten in Kiew mit. Minen und die Bodenveränderungen im Sperrgebiet gefährdeten vor allem die zukünftige Arbeit von Feuerwehrleuten.

"Der IAEO fehlt es an Objektivität. Sie schätzt die Risiken der Atomkraft nicht unabhängig ein", kritisiert Greenpeace-Atomexperte Thomas Breuer. "Damit die Behörde glaubwürdig auf die vielfältigen Gefahren der Atomenergie reagieren kann, muss sie künftig von einer Agentur zur Verbreitung von Atomkraft zu einer Überwachungsbehörde umgebaut werden." Experten habe sie dafür. Greenpeace warf der IAEO außerdem zu enge Beziehungen zum russischen staatlichen Atomunternehmen Rosatom vor. IAEO-Chef Rafael Mariano Grossi hatte Tschernobyl Ende April besucht und dort gesagt, die Strahlenbelastung sei wieder auf normalem Niveau.

Der Chef der Tschernobyl-Sperrzonenverwaltung, Jewhen Kramarenko, sagt, dass die russischen Soldaten nicht um medizinische Hilfe ersucht hätten. "Wir wissen nicht, was mit ihnen passiert ist." Laut dem Leiter des Forschungsinstituts Ekozentr, Serhij Kirjejew, sind während der Besatzungszeit in der Sperrzone neun Brände festgestellt worden. Dabei hätten in Summe etwa 80 Quadratkilometer radioaktiv belasteter Wälder gebrannt. Über die russischen Soldaten sagt Kirjejew: "Sie haben radioaktive Abfälle ausgegraben, diese bewegt und dort auch noch Feuer gemacht."

Das Sperrgebiet um die Atomruine von Tschernobyl wurde Ende Februar für etwas mehr als einen Monat vom benachbarten Belarus aus von russischen Truppen besetzt. International erregte Aufsehen, dass diese in der 30-Kilometer-Sperrzone wohnten und Stellungen aushoben. In dem Atomkraftwerk, von dessen einst vier Blöcken keiner mehr am Netz ist, kam es 1986 zur bis heute schwersten Katastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft.
Quelle: SZ - Liveblog zum Krieg in der Ukraine

Ich frage mich was aus diesen Soldaten geworden ist? Und derjenige, der den Befehl dafür gegeben hat, kann auch nicht ganz dicht sein.
 
Es war Putin höchst selbst, der einmal sagte, dass sich jedes Land dem Bündnis anschließen kann, was für einen das beste erscheint. Das hat er im Rahmen der NATO Erweiterung ins Baltikum gesagt. Bei der Ukraine ist das aber plötzlich ein Problem.
Genau, so lange bis sich ein Land von diesen Bündnissen eingekreist fühlt und ob er das so gesagt hat, glaube ich, bevor ich eine Quelle gesehen habe, nicht.
Diese Diskussion um die Erweiterung läuft jetzt schon x-Jahre und zerstört zu Verhältnis zu Russland nachhaltig.

Genauso verstehe ich nicht, warum hier Leute das zum Problem machen, um eine Rechtfertigung für einen Angriffskrieg mit dem Ziel der territorialen Eroberung bei gleicher Abrede eines staatlichen Existenzrechtes der Ukraine zu plakatieren.
Es gibt für keinen Angriffskrieg eine ausreichende Rechtfertigung, er war aber absehbar und läuft mehr oder weniger schon seit 2014.


Erst einen Bürgerkrieg im Osten der Ukraine anzetteln, dann die Krim besetzen, um am Ende das Land an sich anzugreifen.
Vorher lief ein vom Westen unterstützter Putsch was das Chaos initial verursachte.
Leider wird das gerne vergessen.

Ich weiß nicht, wie man meinen kann, dass ein Angriffskrieg eine tolerable Reaktion auf das nicht militärische Verhalten eines Nachbarstaates sei.
Schöne Unterstellung.

wenn es Putin tatsächlich darum ginge, die Ukraine aus der NATO herauszuhalten, hätte das schon längst billig haben können.
Darum geht es auch und billig ist und war das nie, sieht man ja heute, 2014 und zuvor.


Um genau zu sein, hätte er entsprechende Abkommen schon vor zehn, fünfzehn Jahren schließen können, ohne auch nur einen einzigen Soldaten bewegen zu müssen.
Diese Geschichte, die du hier erfindest steht halt komplett im Widerspruch zur Literatur der versuchten Beitrittsversuche und des zugrunde liegenden ewigen Streits.
Wenn Putin versucht hätte ein Bündnis mit der Ukraine zu forcieren, wäre das dann wie üblich mit Sanktionen und Gepolter oder Krieg von Statten gegangen.

Ein wenig Entgegenkommen bei Rohstoffpreisen, in paar wohlplatzierte Rubel hier und da, und schon wäre in der alten Ukraine alles so gelaufen wie gewünscht.
Das unterscheidet sich nun wirklich 0,0 mit übelster Kreml Propaganda, etwa wie die Ukraine müsse entnazifiziert werden. ;-)

Um die die nächsten Jahrzehnte aus der NATO rauszuhalten, hätte Putin einfach nur nichts machen müssen.
Dann wäre die Ukraine längst in der NATO, denn deren Beitritt scheiterte auch 2008 nur an Russlands diplomatischem Widerstand und daraus folgend Angela Merkels Veto. Schon interessant, dass man nicht in der Lage ist aktuelles Zeitgeschehen zu verstehen. Wie will man dann überhaupt den Frieden in der Welt wahren?

Die Aussichten stehen schlecht.
 
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Ich frage mich was aus diesen Soldaten geworden ist? Und derjenige, der den Befehl dafür gegeben hat, kann auch nicht ganz dicht sein.
Umso älter man wird, umso mehr Leute lernt man kennen, wo man sich fragt, wie diese Leute überhaupt so lange überlebt haben bzw. welche Prioritäten sie im Leben haben. Letztens war im in einem anderen großen Forum einer, der kannte sich gar nicht mit Leuchtmitteln aus, der kannte weder Sockeltypen, noch Lumen und auch hatte auch noch nicht von Farbtemperaturen gehört.

Es wurde ja damals vermutet, dass die Russen da teilweise noch mit veralteten Karten unterwegs waren. Aktuell hatte der SPU auch wieder Bilder von russischen Karten veröffentlicht, die mehr als 40 Jahre alt sind und viele der aktuellen Stauseen der Ukraine nicht enthalten.

Ich denke mal den Soldaten ist nicht so viele passiert, damals hatten sich schon paar Experten auf dem Gebiet zu Wort gemeldet und gesagt, die Chance für eine schwere radioaktive Vergiftung ist viel zu gering.
 
Prinzipiell sehe ich das ähnlich.
Kumpel von mir hatte mal so ne Stalker Besichtigungstour 2018 gemacht.
Selbst sehr nahe am Sarkophag schlug der vom Guide mitgeführte Geigerzähler kaum aus.

Die Problematik bei den Russensoldaten dürfte gewesen sein, dass die im leicht verstrahlten Boden lustig ihre Stellungen gegraben haben.
Ist halt doof, leicht radioaktiven Feinstaub beim stundenlangen Schützengrabenausheben einzuatmen.
Schätze, der eine oder andere wird mit Sicherheit mal ein Krebsgeschwür abbekommen.
No risk, no fun...
 
Die Problematik bei den Russensoldaten dürfte gewesen sein, dass die im leicht verstrahlten Boden lustig ihre Stellungen gegraben haben.
Richtig, nicht das die Soldaten längere Zeit einfach nur im "Sperrbereich" von Tschernobyl gewesen sind ist das Problem gewesen, sondern das sie dort im Boden rumgebudelt haben, um Stellungen auszuheben.
Das ist aber auch so, als es damals durch die Medien ging, wirklich jedes mal dazu gesagt worden und sollte daher eigentlich auch klar sein.

Ist halt doof, leicht radioaktiven Feinstaub beim stundenlangen Schützengrabenausheben einzuatmen.
Aufgewirbelter radioaktiv belasteter Staub ist noch das kleinere, da ehr ein kurzzeitiges Problem daran, da der halt vor allen beim kurzzeitigen buddeln in sehr hoher Menge entsteht.
Viel ehr ist das Problem, dass dadurch natürlich das in den Böden abgelagerte Cäsium-137, Strontium-90 und Plutonium-239 wieder wesentlich vermehrter freigelegt wird.
Vor allen solange du als Soldat dann selber in besagten Graben / Loch hockst.

Sehr grob vereinfacht könnte man das, denke ich, mit einem Sicherheitsbehälter für radiokatives Material vergleichen.
Solange der Deckel drauf ist ist die Strahlung nicht unmittelbar ein größeres Problem, selbst wenn du direkt daneben stehst.
Erst wenn du den Deckel abnimmst und dann die ganze Zeit über dem Behälter hockst fängt es an zu einem ernsthafteren Problem zu werden. ;)
 
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Bitte schlag Mal die Begriffe "Putsch", "Protest", und "demokratische Wahl" nach.
Nicht mal Putin zweifelt an dass Selenskyj legitimer Präsident der Ukraine ist.
Also wurde nicht Jazenjuk 2014 nach dem Putsch verfassungswidrig zum Ministerpräsidenten gewählt, sondern Selenskyj?
Selesnkyj kam 2019 - verfassungsgemäß.Schlag du mal lieber was nach und entstelle mal nicht den Zusammenhang. Was faselst du von Selenskyj?
Wenn du von der Annektion der Krim sprichst, dann muss Mindestens auch das was vorher passierte erwähnt bleiben.

Unterschlägst mal eben 5 Jahre. :-)
 
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Schlag du mal lieber was nach und entstelle mal nicht den Zusammenhang
Du solltest mal dir mal lieber an die eigene Nase fassen, wenn du hier anderen Leute vorwirfst Zusammenhänge zu entstellen.

Auseinandersetzung zwischen Ukraine und Russland​

Das Abkommen sorgte danach im August 2013 für Spannungen zwischen der Ukraine und Russland. Russland sieht durch das Abkommen seine Zollunion mit Belarus und Kasachstan als gefährdet an. Die Ukraine soll dieser Zollunion beitreten, die einmal zur Eurasischen Union ausgebaut werden soll. Die Ukraine verkauft derzeit 25 Prozent ihrer Exporte nach Russland.[23]

Der damalige ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch bat am 3. September 2013 das Parlament, Gesetze zu erlassen, um den Beitritt zur EU schneller ermöglichen zu können (zu nennen wären Gesetzesangleichungen).[24][25]
Am 18. September 2013 stimmte das ukrainische Parlament den Empfehlungen des Präsidenten zu.

Der EU-Kommissionspräsident Barroso hatte am 25. Februar 2013 auf dem Gipfel in Brüssel gesagt, dass ein Beitritt in die von Russland geführte Zollunion nicht mit einer Annäherung an die EU oder einem Beitritt vereinbar sei, die Ukraine müsse sich dazwischen entscheiden; für Russland wiederum konnte das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht gleichzeitig zu den bestehenden Wirtschaftsabkommen mit Russland gelten, woraufhin beschlossen wurde, die Ukraine im Fall eines Abkommens mit der EU mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen aus der GUS-Freihandelszone auszuschließen.[26][27][28][29][30][31] Barroso wurde für seine Aussagen kritisiert, da diese Haltung die Ukraine in die Arme Russlands treiben könne.[32] Janukowytsch erklärte zunächst, dass ein Beitritt zur Russischen Zollunion nicht auf der Tagesordnung stehe.[33] Hinzu kam das rechtliche Hindernis rund um das Verfahren der damals inhaftierten Julija Timoschenko, das durch die Freilassung als ausgeräumt gilt.

Begleitet wurde die geplante Unterzeichnung durch heftige Auseinandersetzungen in der Ukraine um Präsident Janukowytsch. Am 21. November 2013 setzte die ukrainische Regierung nach massivem wirtschaftlichen Druck Russlands mit dem Dekret zur Aussetzung des Assoziierungsvertrags zwischen der Ukraine und der EU die Vertragsverhandlungen mit der EU aus. In der sich wirtschaftlich stark verschlechternden Lage bemühte sich die ukrainische Regierung um Kredite zur Unterstützung des Staatshaushaltes; die Bedingungen, die der internationale Währungsfonds stellte, wurden aber nicht akzeptiert und die EU zeigte sich im Dezember 2013 ablehnend gegenüber der Forderung nach einem Hilfskredit von 20 Milliarden Euro.[34][35] Nach der Zusage großzügiger Unterstützungen durch Russland erklärte Janukowytsch, dass er auf das Abkommen mit der Europäischen Union verzichten müsse. Im Gegenzug für den Verzicht senkte Russland den Preis für seine Erdgaslieferungen um etwa ein Drittel und stellte Käufe ukrainischer Staatsanleihen in Höhe von 15 Milliarden Dollar in Aussicht, die die Ukraine dringend benötigte, um kurzfristige Schulden zu begleichen.[36] Bis zum Sturz Janukowytschs flossen drei Milliarden an die Ukraine. An die Übergangsregierung, die danach in der Ukraine installiert wurde, zahlte Russland keine weiteren Hilfen. Die Krimkrise beschleunigte die Assoziierungsgespräche zwischen der Ukraine und der EU.



Um es kurz chronologisch zusammen zu fassen:
  1. Die Ukraine will mit der EU
  2. Russland will mit der Ukraine
  3. EU und Russland sagen, dass es nur mit einem von beiden geht
  4. Ukraine entscheidet sich in der Tendenz für die EU
  5. Russland bestraft die Ukraine dafür wirtschaftlich und droht mit mehr
  6. Janukowitsch legt das Abkommen mit der EU daraufhin auf Eis
  7. Die pro europäischen Proteste eskalieren in der Ukraine
  8. Janukowitsch flieht
  9. ...
 
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Ich denke mal den Soldaten ist nicht so viele passiert, damals hatten sich schon paar Experten auf dem Gebiet zu Wort gemeldet und gesagt, die Chance für eine schwere radioaktive Vergiftung ist viel zu gering.
Das sehe ich auch so. Wenn sich durch die Aussetzung etwa erhöht hat, dass das Langzeitrisiko: Die dort eingesetzten Soldaten waren ja überwiegend junge Wehrpflichtige und wenn eine Handvoll davon (bzw. deren Nachwuchs) in ein paar Jahren eher unspezifische Krankheitsbilder zeigt, wird das kaum irgendwo und schon gar nicht in Russland darauf zurückgeführt werden, dass sie vor Jahren irgendwo Gräben ausgehoben haben. Schon gar nicht, wenn das (ggf. unter neuer politischer Führung stehende) Land nicht an ein peinlich verlaufenes militärisches Abenteuer erinnert werden möchte.

Hinzu kommt, dass Berichten zufolge manche der kriegsgefangene Russen noch nicht einmal wussten, wo genau in der Ukraine sie überhaupt gefangen genommen wurden. Wer also nicht gerade den Sarkophag vor Augen hatte, weiß womöglich bis heute nicht, was er da überhaupt umgegraben hat.
 
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