Teutonnen
Lötkolbengott/-göttin
AW: Schwere Ausschreitungen in Ukraine, erste Todesopfer unter den Demonstranten durch Schüsse
Meine Interpretation seiner Aussage wäre folgendermassen:
Ausgangslage:
Die Ukraine tritt der EU bei, kann aber bezüglich Kaufkraft, Produktivität, Produktqualität und allgemeinem Lebensstandard nicht mit post-industriellen Ländern wie Deutschland mithalten.
Folgen:
1. Firmen mit Produktionsstätten in kaufkraftstarken Ländern werden die Ukraine als "Billiglohnland" für ihr Outsourcing benutzen.
1.1 Dieses Outsourcing wird der ukrainischen Wirtschaft auf lange Sicht mehr schaden als nutzen, weil damit langfristig die heimischen Betriebe vom Markt gedrängt werden.
[anm. meinerseits: Ein lokaler Kleinunternehmer kann nur sehr begrenzt mit einem multinationalen Unternehmen konkurrieren, weil das seine "Filiale" sehr stark subventionieren kann. Ich muss mit meiner Metzgerei meinen Lebensunterhalt verdienen, während Bell in seiner Kiewer Filiale locker 200'000€ Miese schreiben und das durch seine anderen 250 Standorte abfedern kann.]
Hier mal ein entsprechendes Video:
https://www.youtube.com/watch?v=9oSVYMOcsd4
1.2 Diese Firmen werden den Abhängigkeitszustand dann ausnutzen und eine wirtschaftliche Entwicklung aufhalten oder zumindest verlangsamen.
1.3 Das Problem an internationalen Konzernen ist der, dass die Waren UND ein Grossteil des Geldes das Land verlassen.
[anm. meinerseits: Natürlich werden Steuern bezahlt. Bei einem lokalen Unternehmer bleiben aber grosse Teile der Einnahmen "im Land", während der Gewinn bei internationalen Unternehmern zu den Aktionären fliesst, welche dann nur sehr selten ihr Geld in der Ukraine ausgeben]
1.4 Die Ukraine wird komplett abhängig von diesen Firmen und damit de facto zum "Sklavenland", weil im Falle eines Wegzuges dieser internationalen Konzerne die Wirtschaft kollabieren würde.
Lösungsansätze:
Die Ukraine muss ihre nationalen Firmen entweder subventionieren (und sich noch mehr verschulden) oder Schutzzölle erheben (und damit wird ein EU-Beitritt unmöglich).
Verstehe ich dich richtig: Den Ukrainern würde es bei einem Beitritt schlecht gehen, weil sie auf einmal Zugang zu einem Arbeitsmarkt haben, der vielfach höhere Löhne hat und weil es eine riesige Nachfrage nach ihren landwirtschaftlichen Kapazitäten geben wird? Irgendwie hast du eine merkwürdige Vorstellung von "schlecht gehen"![]()
Meine Interpretation seiner Aussage wäre folgendermassen:
Ausgangslage:
Die Ukraine tritt der EU bei, kann aber bezüglich Kaufkraft, Produktivität, Produktqualität und allgemeinem Lebensstandard nicht mit post-industriellen Ländern wie Deutschland mithalten.
Folgen:
1. Firmen mit Produktionsstätten in kaufkraftstarken Ländern werden die Ukraine als "Billiglohnland" für ihr Outsourcing benutzen.
1.1 Dieses Outsourcing wird der ukrainischen Wirtschaft auf lange Sicht mehr schaden als nutzen, weil damit langfristig die heimischen Betriebe vom Markt gedrängt werden.
[anm. meinerseits: Ein lokaler Kleinunternehmer kann nur sehr begrenzt mit einem multinationalen Unternehmen konkurrieren, weil das seine "Filiale" sehr stark subventionieren kann. Ich muss mit meiner Metzgerei meinen Lebensunterhalt verdienen, während Bell in seiner Kiewer Filiale locker 200'000€ Miese schreiben und das durch seine anderen 250 Standorte abfedern kann.]
Hier mal ein entsprechendes Video:
https://www.youtube.com/watch?v=9oSVYMOcsd4
1.2 Diese Firmen werden den Abhängigkeitszustand dann ausnutzen und eine wirtschaftliche Entwicklung aufhalten oder zumindest verlangsamen.
1.3 Das Problem an internationalen Konzernen ist der, dass die Waren UND ein Grossteil des Geldes das Land verlassen.
[anm. meinerseits: Natürlich werden Steuern bezahlt. Bei einem lokalen Unternehmer bleiben aber grosse Teile der Einnahmen "im Land", während der Gewinn bei internationalen Unternehmern zu den Aktionären fliesst, welche dann nur sehr selten ihr Geld in der Ukraine ausgeben]
1.4 Die Ukraine wird komplett abhängig von diesen Firmen und damit de facto zum "Sklavenland", weil im Falle eines Wegzuges dieser internationalen Konzerne die Wirtschaft kollabieren würde.
Lösungsansätze:
Die Ukraine muss ihre nationalen Firmen entweder subventionieren (und sich noch mehr verschulden) oder Schutzzölle erheben (und damit wird ein EU-Beitritt unmöglich).
Zuletzt bearbeitet:
Nein, für die Eigentümer sicher nicht. Für die Produzenten dagegen sehr wohl.

Von Konzernen des Westens ist so etwas nicht zu erwarten, bzw nicht in so einer Region in Europa. Zudem hat die Ukraine als Staat das Zepter indem sie Vergünstigungen und andere Gegebenheiten bieten kann, oder nicht. Eher alles kann aber nix muss^^