AfD, Pegida und Co.

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Das beinhaltet viele Dinge, ich beginne zunächst mit einigen spontan erkennbaren Pull-Faktoren (die wir zunächst angehen sollten, weil diese von uns selbst bzw. der EU direkt in Angriff genommen werden könnten, wenn man denn nur wollte).


  • Geregelte und zentrale Erstaufnahme, kein Verschwinden mehr von abertausenden Unregistrierten
  • Schnellere Bearbeitung der gestellten Anträge (teilweise >1 Jahr Bearbeitungszeit)
  • Konsequente und zeitnahe Abschiebung aller abgelehnten Antragssteller (natürlich unter Berücksichtigung von § 60 Absatz 1 Aufenthaltsgesetz)
  • Abschiebung sämtlicher Wirtschafts- und Armutsmigranten (sic!)
  • Abschaffen materieller Fehlanreize für Wirtschafts- und Armutsmigranten
  • Möglichkeit, Asylanträge in Botschaften vor Ort stellen zu können anstatt erst beim Betreten des Staatsgebietes

Die Pull-Faktoren sind das größere Problem, die sicherlich nur auf lange Sicht angegangen werden können. Zentral wäre mMn dabei, dass die Unterbringung in der näheren Umgebung der Krisengebiete massiv verbessert wird. Es ist eine Schande, dass dafür nicht genug finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Eine militärische "Befriedung" einzelner Krisengebiete ist sicherlich kurzfristig nicht zu erreichen. Bezüglich der wirtschaftlich gebeutelten Länder ist ja hinreichend bekannt, wie unser europäisches Wirtschaftssystem dort seine Übermacht ausspielt.

Die aktuelle Ausnutzung des Asylrechts sowie die Vermengung von Flüchtlingen und Migranten muss mMn beendet werden. Daher brauchen wir ein Einwanderungsgesetz, das eine geregelte Immigration ermöglicht, nach von uns zu definierenden Regeln (Bildung, (Berufs-)Qualifikation, Integrierbarkeit, Erwerb von Sprachkenntnissen mind. auf Niveau B1 oder besser C1) - so wie das in allen anderen Einwanderungsländern üblich ist.

Sicherlich nur eine lückenhafte und auf die Schnelle zusammengesetzte Liste an Forderungen, die teilweise mehr und teilweise weniger umsetzbar sein dürften. Jedoch allemal sinnvoller als eine (Schein-)Diskussion über die rechtlichen Vorgaben hinsichtlich des Schusswaffengebrauchs an der Grenze. Die AfD verrennt sich damit total und offenbart mMn, dass relevante Führungspersonen weder gut informiert sind noch davor zurückschrecken, derart radikale (der Begriff ist bei falscher Berufung aufs Recht und der Forderung nach Waffengewalt gegen Unbewaffnete sicherlich angebracht) Thesen zu streuen und damit die Debatte keineswegs zu versachlichen, sondern emotional aufzuheizen. Man könnte auch von politischen Brandstiftern reden, aber das regt wieder den Biedermann auf. ;)

Was aber auch deutlich werden sollte: Die Dämonisierung der AfD durch Politker der Etablierten (Stegner, Gabriel etc.) spielt dieser geradezu in die Hände. Es gibt, wie anhand dieses Vorfalls auch der Allgemeinheit bekannt wurde, genug Angriffspotenzial, das jedoch einfach nicht genutzt wird. Frau von Storch bspw. ist auch gegen jede Form der Abtreibung, für sie ist ab der Zeugung keine Abtreibung mehr zulässig - Grund: der Glaube. Man müsste sich auch mal mit dem Pforzheimer Kreis und dem AK Christen der AfD beschäftigen. Auf der einen Seite gegen religiösen Fundamentalismus (islamistischen) sein und auf der anderen Seite selbst christlich-fundamentalistische Politik betreiben wollen, das kann nur die AfD. ;)
 
Ich stimme ihnen in ihren Vorschlägen absolut zu.
Da ich in dem rechtlichen Bereich nicht ausreichend Durchblick habe, stelle ich hier einmal die Frage: ,,Was sind Wirtschaftsflüchtlinge?". Ist nicht jeder Flüchtling, der weiterreisen möchte, ein Wirtschaftsflüchtling(reine Hypothese)?
Und jetzt kommt die beste Frage: ,,Wer soll das durchsetzen, Frau Merkel? Horst Seehofer? Die AfD mit ihren "Spitzenpolitikern"?"
 
Wirtschaftsflüchtlinge sind sie letztendlich alle.
Dort, wo Krieg herrscht, ist die Wirtschaft am Boden. Man verdient kein Geld, es gibt ja auch keine Regierung, die einem die Löhne oder Sozialleistungen garantiert.
Nur gibt es eben den Unterschied, ob die Leute durch Gewalt aus ihrem Land vertrieben werden oder ob sie ihr Land verlassen, weil sie sich woanders größere Chancen erhoffen.
Gibt ja auch viele Portugiesen, Spaniern, Griechen, die hier nach Deutschland kommen, weil sie hier bessere Chancen auf einen Job haben.
 
Danke sehr, WinXP (übrigens wird hier üblicherweise geduzt), das freut mich.:)

Die Definition eines Wirtschaftsflüchtlings ist nicht leicht, es bestehen auch Schnittmengen zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen. Armuts-/Elendsflüchtlinge sind diejenigen, die nicht der Genfer Flüchtlingskonvention entsprechend der „Verfolgung aus Gründen der Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung“ ausgesetzt sind. Da aktuell nicht mehr ausreichend zwischen Asylberechtigten und aus anderen Fluchtgründen einreisenden Personen unterschieden wird, verschwimmen mehr und mehr die Grenzen. Das zeigt auch die mühsame Debatte über die sicheren Drittstaaten und die sicheren Herkunftsländer (Bsp. Sinti und Roma vom Balkan - Armutsflüchtlinge oder verfolgte ethnische Gruppe?).

Wer das durchsetzen soll? Zunächst wäre es an der Zeit, geltendes Recht einzuhalten, was Aufgabe von Bund und Ländern wäre. Würden die Etablierten nicht seit Wochen und Monaten politischen Blindflug betreiben und nur auf Sicht regieren, hätten substanzlose Auswüchse wie die AfD keinerlei politische Grundlage. Nicht vergessen, nach der Spaltung der Partei im Sommer dümpelte die AfD bei 2-3% vor sich hin. Erst durch das Anziehen der Flüchtlingskrise und die offensichtlich werdende Ohnmacht der Politik gewann sie massiv hinzu. Von der AfD ist mMn keine konstruktive Realpolitik zu erwarten. Die schwelenden internen Machtkämpfe, persönlichen Verfehlungen und die drohende Konfrontation mit der Realität (Oppositionsarbeit) werden sie hoffentlich zermürben.
 
Was halten die Gegner von Grenzschließungen eigentlich von Merkels schmutzigen Deal mit der Türkei? -> Flüchtlinge in der Türkei: Gescheitert an Europas Türsteher - SPIEGEL ONLINE
Das ist nur Symtomekurierung und wegschauen. Es geht darum, die Ursachen für den Flüchtlingsstrom zu beseitigen und den Flüchtlingen humanitäre Hilfe zu geben. Flüchtlingscamps z.B. in Pakistan, dem Libanon oder der Türkei finanziell zu unterstützen ist positiv.

Und was ist mit den USA, die ihre Grenze zu Mexiko schützen und dabei auch oft von der Waffe Gebrauch machen? Findet ihr da Vergleiche mit der Berliner Mauer und Todesstreifen auch in Ordnung oder ist es einfach nur ein Land, das legitim seine Grenze schützt, um nicht von mexikanischen Flüchtlingen überrollt zu werden?
Das ist genau wie die Mauer zwischen Israel und Palästina eine Bankrotterklärung und keine wirkliche Lösung. Aber mit Trump als Präsidenten wirst DU erleben, was passiert, wenn schießwütige Deppen ein Land führen. Gnade uns Gott, das Trump nicht gewählt wird.

Da ich in dem rechtlichen Bereich nicht ausreichend Durchblick habe, stelle ich hier einmal die Frage: ,,Was sind Wirtschaftsflüchtlinge?"
Eine gute Frage, die Sie aufwerfen. Jeder Flüchtling, der aus einem als stabil geltendem Land ohne persönliche Verfolgung oder angedrohter Totesstrafe um Asyl bittet, kann als Wirtschaftsflüchtling eingestuft werden. Deutsche EInwanderer in andere Länder zählen z.B. zu Wirtschaftsflüchtlingen, denkt man an Ärzte, die hier ein kostenloses Studium genießen, um dann in den USA zu arbeiten.

Ist nicht jeder Flüchtling, der weiterreisen möchte, ein Wirtschaftsflüchtling(reine Hypothese)?
Nein, weil es genügend unhaltbare Zustände auch in pauschal als "sicheres Drittland" eingestufen Ländern gibt. Schauen Sie z.B. auf die Situation von Sinti, Roma und anderen Gruppen des fahrenden Volkes in Rumänien und wir sind ganz weit weg von "sicherem Leben".

Und jetzt kommt die beste Frage: ,,Wer soll das durchsetzen, Frau Merkel? Horst Seehofer? Die AfD mit ihren "Spitzenpolitikern"?"
Ver Verstand soll sich durchsetzen, nicht das Gefühl und nicht die Hetze.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Deutsche EInwanderer in andere Länder zählen z.B. zu Wirtschaftsflüchtlingen, denkt man an Ärzte, die hier ein kostenloses Studium genießen, um dann in den USA zu arbeiten.
So ein Quatsch
Sowas ist normale Einwanderung
 
Die ganze Flüchtlingsproblematik (obwohl sich dieses Wort so falsch anhört) ist sehr weitreichend, ich glaube, dass sich dessen ein jener Flüchtling der hier ankommt dies gar nicht vorstellen kann (sowie die meisten Bürger, seien sie nun "besorgt" oder auch nicht).
Und Frau Merkel tut m.M.n. so als ob sie alles unter Kontrolle hätte, was wirkt als hätte sie keine Durchblick durch dieses komplexe Thema, jedoch habe ich das Gefühl, als dass sie sehr wohl weiß was sie tut (sei es nun "gut oder schlecht").
Und so wie ich das zur Zeit beobachte, komme ich zu dem Schluss, dass es das beste wäre, die Grenze kurzzeitig zu schließen. Wir müssen Ordnung in dieses System bringen, wir müssen klar definieren, wo Krieg herrscht und wer alles durch diesen aktiv bedroht wird (und damit meine ich nicht die finanzielle Situation). Wenn weiterhin neue Flüchtlinge ankommen, ist dies meiner Einschätzung nach nicht möglich.
Naja, damit komme ich wahrscheinlich zu weit von der Grün, Rot, Schwarzen "Ideologie" ab.
 
Wie willst du die Grenzen zwischenzeitig schließen?:huh:
Mal schnell 'nen Bauzaun mit 'nem "Wegen Umbauarbeiten vorerst geschlossen"-Schild aufstellen?:ugly:
 
Das ist genau wie die Mauer zwischen Israel und Palästina eine Bankrotterklärung und keine wirkliche Lösung. Aber mit Trump als Präsidenten wirst DU erleben, was passiert, wenn schießwütige Deppen ein Land führen. Gnade uns Gott, das Trump nicht gewählt wird.

Das Ziel welches mit dem Bau der Mauer verbunden war wurde doch mehr oder weniger erreicht. Jetzt kommen weniger Attentäter ode sie müssen es neuderdings mit Messern probieren.
Den Konflikt zu beenden hilft es natürlich nicht. Aber die andere Seite hat daran sowieso kein Interesse.

Ganze große Gruppen kann man ansich doch aufhalten...

Nein "wir" können das nicht. Das müssen andere für uns machen. :ugly:
Jetzt könnte ich auch genauso lange Fragen (Wie will man die Menschen aufhalten....?) stellen bis wir bei extremen Situationen angelangt sind, bei denen die Polizei sich entsprechend wehren muss. Alerta alerta Schießbefehl! :ugly:
 
Hier herrscht ja wieder mal ein Aufschrei. Schusswaffen, wie kann man nur? blablabla

Frage mal so in den Raum: Wie sollte man denn die Aussengrenzen schuetzen?

So dass keine Unschuldigen dadurch sterben. Oder was bitte schön will man noch mit einer Grenze schützen, wenn nicht zumindest den absoluten Grundwert unserer Gesellschaft?


Man sollte denen einfach nicht jedes Mal ein solche Plattform bereiten, nur weil wieder irgendwer geistig auf Tauchgang geht.

Totschweigen macht es auch nicht besser und über jemanden zu berichten ist nur bedingt "eine Plattform bereiten", denn so hat derjenige wenig Kontrolle über den Inhalt der Berichte.


Man könnte jetzt fragen, wo der Unterschied zwischen Knast und Auffanglager ist.

Im Knast hat man weniger Zimmergenossen, Sicherheitspersonal, Weiterbildungsmöglichkeiten und auf absehbare Zeit einen klaren Aufenthaltsstatus.


Wieso wird hier gleich provokant nach erschiessungen gefragt?

Weil das das aktuelle Thema der AFD ist und weil die Fraktion der "alle draußen halten" auf allgemein gehaltene "wie wollt ihr das schaffen?"-Fragen bislang auch keine praktikablere Antwort geliefert hat.


Allerdings! Zeigt die Fluchtbewegung dort auch sehr gut das es nicht zwingend schiere Armut und Krieg braucht damit Menschen in Massen fliehen. Die meisten Mexikaner sind reine Wirtschaftsflüchtlinge, oder aber fliehen vor der Bandenkriminalität (Drogenkartelle) in ihrem Land.
Das zeigt auch das Fluchtproblematiken nicht nur von Außen lösbar sind. Wenn die Menschen vor Ort nicht selbst ihrer Verantwortung nachkommen ihrem Staat, der im Falle von Mexiko durchaus funktionsfähig und etabliert ist, Druck machen und dafür kämpfen das sich etwas ändert.
Flucht ist trotz aller körperlicher Gefahr eben auch der einfachere Weg, da es in der Regel schnellere Resultate bringt. Entbehrung und Einsatz im eigenen Land hingegen ist meist etwas das viel Ausdauer verlangt und deren Ergebnisse meist erst nach vielen Jahren deutliche Früchte tragen und sichtbar werden.

Gewinn (!) mexikanischer Drogenkartelle: 40 Milliarden US-Dollar (andere Quellen sprechen von 50 und mehr, aber aktuelle Zahlen sind selten)
Budget der mexikanische Polizei: 35 Milliarden - für all ihre Aufgabenbereiche.
Fazit: Die beste/einzige Methode um die organisierte Kriminalität in Mexiko zu stoppen, wäre eine Ende der Finanzierung dieser Mörderbanden durch US-Amerikaner. Dafür können sich Mexikaner in Mexiko aber noch so viel engagieren - das Problem liegt eben auf der anderen Seite der Grenze. Und die einzige Hoffnung auf ein sicheres Leben auch.


Die Definition eines Wirtschaftsflüchtlings ist nicht leicht, es bestehen auch Schnittmengen zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen. Armuts-/Elendsflüchtlinge sind diejenigen, die nicht der Genfer Flüchtlingskonvention entsprechend der „Verfolgung aus Gründen der Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung“ ausgesetzt sind. Da aktuell nicht mehr ausreichend zwischen Asylberechtigten und aus anderen Fluchtgründen einreisenden Personen unterschieden wird, verschwimmen mehr und mehr die Grenzen.

Die Grenzen verschwimmen nicht, die Grenzen sind Inexistenz. Das klassische Asylrecht ist nur auf einzelne, vom Staat verfolgte Personen zugeschnitten. Für alle weiteren Formen von Lebensgefahr fehlen feste Regeln. Die Zeiten, in denen nur Staaten und nur mit offiziellen Repräsentanten Gewalt ausgeübt haben, sind aber lange vorbei. Für den flüchtenden macht es keinen Unterschied, ob er vor einem SS-Offizier, dem IS, einer von Assads Milizen, einem afghanischen Warlord, ethnisch definierten mittelafrikanischen Guerillatruppen oder schlichtweg vor fehlender Nahrung, basaler medizinischer Versorgung oder ähnlichem flieht. Tod bleibt Tod.


Das Ziel welches mit dem Bau der Mauer verbunden war wurde doch mehr oder weniger erreicht. Jetzt kommen weniger Attentäter ode sie müssen es neuderdings mit Messern probieren.

Wäre mir nicht aufgefallen, dass die Zahl der Todesfälle seit dem Bau der Mauer nenneswert abgenommen hat (auf keiner von beiden Seiten). Das einzig erreichte Ziel ist die festbetonnierung von Enteignungen. (Was nicht heißt, dass der Grundgedanke einer Mauer bei einer derart kurzen Grenze und direktem Kontakt zum Herkunftsgebiet nicht ihre Vorteile hätte. Als passive Sicherheitsmaßnahme hätte sie deutlich zur Eskalation der Gewaltspirale beitragen können - wenn man sich denn hinter die Mauer zurückgezogen hätte und diese auf eigenem Territorium stehen würde. Ist aber beides nicht der Fall, die Provokationen gingen 1:1 weiter, ebenso wie die Militäreinsätze.)
 
So dass keine Unschuldigen dadurch sterben. Oder was bitte schön will man noch mit einer Grenze schützen, wenn nicht zumindest den absoluten Grundwert unserer Gesellschaft?

Wie lange sind die Unschuldigen unschuldig? Immer? Auch wenn sie sich den Anweisungen des Grenzschutzes wiedersetzen und trotz mehrfacher Aufforderung nicht weiterzugehen genau dies machen?
Es ist ziehmlich einfach sich hier hinzustellen, den moralisch ueberlegenen zu mimen und mit dem Finger auf andere zeigen, weil man ja Sachen nicht einfach so macht.
Anscheinend wird aber komplett ignoriert, das fuer solch ein Szenario, wo sich alles ohne Gewalt loesen laesst, immer Alle mitspielen muessen.
Das die Realitaet anders aussieht, sollte auch Jeder bisher mitbekommen haben. Das Zaeune ueberwunden bzw. zerstoert werden, das Anweisungen von Polizei und Co missachtet werden, das diese sogar angegriffen werden.

Man kann auch hergehen und das Problem einfach auf andere abschieben. Dann sind halt die die Buhmaenner und Nazis und boesen Leute. Einfach auf Schengenabkommen berufen und voila, ist man moralisch wieder on the Top und die Anderen sind ihren Pflichten nicht nachgekommen. Das die gar keine Chance haben, ist ja erstmal unwichtig.

Wenn schon Kontrollen und Anweisungen nicht fuer eine Bestimmte Gruppe gilt, weil man ja da nichts machen kann, wieso gilt das dann weiterhin fuer den Rest?
Sind wir nicht alle gleich? Gabs glaub ich irgendwas in irgendeiner Schriftform?
Sollte das mal das naechste mal ausprobieren, einfach durch saemtliche Schleusen und Sperren beim Flughafen durchzumarschieren und alle Anweisungen zu ignorieren.

Schwieriges Thema was sich nicht einfach so leicht beantworten laesst, ohne einen Konflikt zwischen Moral und Gesetzesgebung auszuloesen.
 
Es gibt Wasserwerfer, Pfefferspray, Tränengas, Gummigeschosse, Taser und Schlagstöcke. Weiß nicht, was so schlimm daran sein soll, wenn dann als letztes Mittel scharf geschossen werden darf. Ich halte das sogar für ziemlich normal. :ka:
 
Es geht aber nicht um ein "letztes Mittel". Es geht darum, alle draußen zu halten, ob sie nun mit Gewalt versuchen, über die Grenze zu kommen oder nicht. Allein die Grenze überqueren zu wollen soll laut Storch ja ausreichen, um Flüchtlinge zu erschießen. Gut, Kinder nicht mehr, dass hat sie ja relativiert...:schief:
 
Es gibt Wasserwerfer, Pfefferspray, Tränengas, Gummigeschosse, Taser und Schlagstöcke. Weiß nicht, was so schlimm daran sein soll, wenn dann als letztes Mittel scharf geschossen werden darf. Ich halte das sogar für ziemlich normal. :ka:

Halte ich nicht für normal, warum?
Weil ich mein Leben lang keinen Kontakt zu den oben genannten Mittel hab. Normal ist anders.

Und diese Mittel auf hilfesuchende Flüchtlinge anzuwenden ist alles andere als normal.
Wie kann man denn sowas schön reden oder normal finden? :wall:
Achja ich weiß, man muss auf der richtigen Seite der Grenze aufwachsen und viel Angst davor haben seinen Wohlstand zu verlieren.
 
Es ist ungesetzlich und unverhältnismäßig, auf Unbewaffnete zu schießen - kein Polizist wird sich dafür hergeben. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin über die ganze Debatte mehr als erschrocken - einerseits inhaltlich (weit fortgeschrittene Verrohung) andererseits hinsichtlich der Art und Weise, wie sich die Anhänger der Aussage die Realität zurechtbiegen wollen.

Kurios ist ja, dass die letzten Tage die meisten AfD-Anhänger damit beschäftigt waren, anhand missverstandener Gesetzestexte die Aussagen der beiden Damen zu rechtfertigen und den (Schuss-)Waffengebrauch zu legitimieren (am erschreckendsten Frau von Storch, die nach spätem Zurückrudern nur Kinder verschonen wollte - man stelle sich das bildlich vor). Nun wurden sie von Gauland und Meuthen zurückgepfiffen (bzw. altbekannte "Kommunikationsprobleme" festgestellt), weil diese doch etwas mehr politisches Gespür besitzen und erkennen, welches Fass die beiden AfD-Damen aufgemacht haben.

Das sorgt jedoch für ein Dilemma eben jener Befürworter des Schusswaffengebrauchs - denn sind die beiden Herren nun etwa den beiden Damen in den Rücken gefallen (wenn man bei der eigenen Argumentation der Befürworter bleiben möchte) oder müsste man sich selbst bescheinigen, dass man persönliche Haltungen (Flüchtlinge mit Schusswaffen vom Grenzübertritt abhalten) mittels fehlgeleiteter Rechtsauffassungen zu begründen versuchte?
 
Mit dieser Aussage hat die Frau ihre Inkompetenz bewiesen und ihre waren Absichten offenbart. Selbst wenn es ihre Meinung ist, sollte sie wissen welche Konsequenzen so eine Aussage hat. Offensichtlich sind die beiden Frauen dazu nicht in der Lage.

Die Geschichte der AfD ist leider tragisch. Eigentlich hatte die Partei zur Gründung vernünftige Ansichten. Mit der Zeit wurde sie aber immer weiter nach rechts gedrängt. Nach den Abgang von Lucke war die Partei im Prinzip tot. Erst durch die Flüchtlingskrise wurde die AfD wieder stark. Folglich muss diese von den etablierten Parteien endlich gelöst werden, wenn man Parteien wie die AfD nicht in den Parlamenten sehe möchte. Sollte dies nicht der Fall sein und sich die Probleme weiter verschärfen wird die AfD trotz solcher Aussagen gewählt werden.
 
Mit dieser Aussage hat die Frau ihre Inkompetenz bewiesen und ihre waren Absichten offenbart. Selbst wenn es ihre Meinung ist, sollte sie wissen welche Konsequenzen so eine Aussage hat. Offensichtlich sind die beiden Frauen dazu nicht in der Lage.

Die Geschichte der AfD ist leider tragisch. Eigentlich hatte die Partei zur Gründung vernünftige Ansichten. Mit der Zeit wurde sie aber immer weiter nach rechts gedrängt. Nach den Abgang von Lucke war die Partei im Prinzip tot. Erst durch die Flüchtlingskrise wurde die AfD wieder stark. Folglich muss diese von den etablierten Parteien endlich gelöst werden, wenn man Parteien wie die AfD nicht in den Parlamenten sehe möchte. Sollte dies nicht der Fall sein und sich die Probleme weiter verschärfen wird die AfD trotz solcher Aussagen gewählt werden.


Liest sich etwas zwiespältig. Ich bezweifel das die Damen da ihre persönliche Haltung kund tun. Die diese Damen repräsentieren nun mal eine Partei und deren Sicht auf die Dinge. Somit kann ich hier weder von einer tragischen Geschichte der AfD sprechen, noch davon dass sie nach Rechts gedrängt wurde.
Solche Äußerungen klingen für mich wie die typischen Sprüche derer die scheinbar nicht fähig sind zu erkennen das sie selber zum rechten Rand gehören. Solche wurden immer nur "gedrängt" und in eine Rolle "gesteckt", in der man sich aber irgendwie wohl zu fühlen scheint.
 
Es gibt Wasserwerfer, Pfefferspray, Tränengas, Gummigeschosse, Taser und Schlagstöcke. Weiß nicht, was so schlimm daran sein soll, wenn dann als letztes Mittel scharf geschossen werden darf. Ich halte das sogar für ziemlich normal. :ka:

Ich halte das gar nicht für normal. Die Schusswaffe ist das letzte Mittel um das eigene oder das Leben anderer zu schützen und nicht dazu da um auf unbewaffnete Zivilisten zu schießen die ein Ausweg aus Armut und Gewalt suchen und deswegen irgendwelche erdachten Grenzen überschreiten. Ein Menschenleben ist es wohl kaum wert ausgelöscht zu werden, nur weil ein paar Wohlstandskinder ihren Status gefährdet sehen. Was hier stattfindet ist eine gezielte Entmenschlichung: "Die Flüchtlinge" sind keine Personen mit Einzelschicksalen mehr, sondern werden zu einer Art Zombiehorde gemacht, die versuchen unsere Mauern zu stürmen und deren primitives Leben weniger wert ist als unsere angeblich so zivilisierte Lebensweise.

Dabei schwingt immer auch der Vorwurf mit das diese Leute selbst Schuld seien an ihren Lebensumständen. Das ist aber schlicht falsch, wir hier arbeiten nicht härter oder sind moralisch irgendwie besser. Der einzige Grund warum es uns besser geht ist das unsere Väter halt zufällig hier im wohlhabenden Westen unsere Mütter geschwängert haben und nicht irgendwo in Afrika.
 
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