AMD Zen4: Neue AM5-Prozessoren kommen mit LGA1718-Sockel

Mit einer relevanten Anzahl von SSDs würde ich 12-24 Monate nach Erscheinen der Plattformen rechnen. Die aktuelle Generation ist schon wieder an der Grenze von 4.0 ×4
Für die ersten drei geschriebenen Byte stimmt das, aber welche SSD hält das über die gesamte Kapazität durch, oder schon nur über 1/4 (also 500GB bei einer 2 TB SSD, jeweils genügend Kühlung voraus gesetzt)?

Wenn ich mir das hier ansehe (immerhin von 05/2021)
dann gibt es wohl bis heute keine für den Consumer zugängliche 2TB SSD, die schon nur mehr wie 170-180 GB am Stück brauchbar schnell schreiben kann (also mind. so schnell, wie es eine gute PCIe3 SSD liefern kann, um nicht von Computergenerierten Daten oder gar einer Ramdisk als Quelle auszugehen.

Aber stimmt natürlich, Spiele lesen nur und schreiben nichts, da genügt auch die Schreibrate einer HDD.
 
Auch sonst gibt es im Heim-PC-Einsatz nichts, was so schnell schreibt. Woher willst du denn 180 GB Daten am Stück bekommen?

Von einer anderen SSD kopieren ist wohl kein produktiver Einsatz. Das macht man einmal, wenn man das Laufwerk wechselt, aber danach arbeitet vom Laufwerk und aufs Laufwerk. Es gibt auch keine CPUs, die Video-Transcoding in relevanter Qualität (Inhalte vernichten geht mittels "entf" schneller) mit 8 GiB/s schaffen, erst recht nicht dauerhaft. Die schnellste externe Datenquelle ist bei Heimanwender meist eine Internetleitung mit weniger als SATA-1-Geschwindigkeit und in einigen wenigen Fällen vielleicht eine Capture-Karte. Aber selbst unkomprimiertes UHD 10 Bit 120 Fps bringt es nicht einmal auf 4 GiB/s.

Mit fällt kein Szenario ein, in dem man eine höhere Geschwindigkeit brauchen könnte, außer bei Transfers aus und vor allem in den RAM. Diese sind aber auf die Größe letzteren beschränkt, also maximal 32-GiB- oder 64-GiB-Bursts.
 
Auch sonst gibt es im Heim-PC-Einsatz nichts, was so schnell schreibt. Woher willst du denn 180 GB Daten am Stück bekommen?
Da ich nicht (nur) spiele gibt es da schon ein paar Dinge. Und seien es nur gut gepackte Archive mit größeren Mengen an Logfiles, die ich mit meinem PC erst mal entpacken will.

Von einer anderen SSD kopieren ist wohl kein produktiver Einsatz.
Stimmt, 4-16 TB SSDs M.2 sind ja produktiv (nicht bei Spielern) normal. Mir ist vor 2 Jahren oft genug die NVMe SSD mit ein paar Snapshots der VMs (Plural, kein Tippfehler) vollgelaufen und musste Die Snapshots durch Kopieren der VMs auf andere SSDs (in dem Fall halt SATA) simulieren.

Aber selbst unkomprimiertes UHD 10 Bit 120 Fps bringt es nicht einmal auf 4 GiB/s.
Blackmagic kommt da mit der Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro (die kostet weniger wie derzeit eine RTX 3090) bei 6K@30 fps auf 350-470 MByte/s, 4K@60 fps dürfte auch nicht niedriger liegen (4K@30 fps sind mit 136-200 MB/s angegeben).

Das sind also 1,3 TB je Stunde Video. Das dürfte die SW nach dem wegschneiden der unbrauchbaren Szenen aus der 30-45 Min. dauernden Aufnahme gerne so schnell wie nur möglich zum neuen Rohmaterial zusammen basteln (kein Encoding, ich werfe meine DIAs/RAWs auch nicht weg, wenn die Bilder brauchbar erscheinen). Danach landet es im Hintergrund auf dem NAS und ich könnte von der Aufnahme SSD schon die nächste Stunde Rohmaterial auf den Rechner ziehen könnte.

Selbst bei halber Datenrate und 30% Abfall wäre das Zielvideo erhelblich größer wie 200 GB.

Das ist aber, im Gegensatz zu den anderen Sachen, bisher nur ein Gedankenexperiment.

Alles sind keine Szenariuen für den Haushaltsgamer (und vermutlich auch nicht für den Profi-Gamer). Das sind die hier so oft diskutierten 16 Kern CPUs auch auch nur extrem selten. Bevor sich die SSD-Hersteller an PCIe5 (für ein paar Byte lesend und schreibend > 7 GB/s) wagen (weil sie, wie Du geschrieben hast, an die Grenzen von PCIe4 stoßen), sollen sie m.M.n. erst mal PCIe4 ausnutzen.
 
Natürlich kann eine primäre M.2-SSD mal zu klein werden. Aber wie du selbst schreibst: Dann geht es in der Regel um Teil-Datensätze, also nicht um mehrere TB am Stück, und die werden von einem oder auf ein deutlich langsameres Quell-/Ziellaufwerk kopiert. Das limitiert dann sowieso so stark, dass die schnellere SSD gar nicht an ihr Limit kommt. Genauso beim Entpackungsbeispiel: Hier muss das Archiv erstmal gelesen und eben entpackt werden. Bei sehr geringer Komprimierungsstärke bräuchte man wieder ein genauso schnelles Quelllaufwerk (und sollte sich überlegen, ob man das packen nicht lieber ganz lässt), bei einem sehr hohen Komprimierungsgrad schafft man mit üblichen CPUs keine konstant 8 GiB/s. (Ich müsste es testen, mutmaße aber mal, dass auch ein 5950X dafür nicht annähernd ausreicht.)
Bleibt dein Beispiel mit der Video-Kopie, die auch immerhin schon mal 1:4 Encoding und 4:1 Recoding beinhaltet, auch wenn du das Format nicht änderst. Das könnte ganz knapp klappen, aber "6k Kameras, die weniger als eine RTX 3090 kosten" und "M.2 für mehrere TB Video" und das ganze auch noch so oft, dass man regelmäßig mehrere Stunden Material bearbeiten muss (und somit PB im Jahr archiviert?), dass fällt wirklich nicht mehr unter "normaler Endverbraucher". Wer Cutting auf proffesionellem Niveau betreibt, sollte vielleicht einfach eine zweite/größere primäre SSD in seine Workstation packen. Die ist weitaus billiger als die Kamera oder das NAS.
 
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