@purzelpaule
Ich verstehe Deine Argumentation und stimme dem auch grundsätzlich zu. Ich denke selbst allerdings, dass die Wahrnehmung, das Erlebnis und die (Informations-)Verarbeitung stark vom Genre abhängen.
Wenn ich beispielsweise einen Walking Simulator wie What Remains of Edith Finch aus der Egoperspektive oder ruhigere Spiele wie Death Stranding aus der Third Person Perspektive mit einem breiteren Blickfeld erlebe, wird das meiner Meinung nach eher zur Immersion beitragen als dass es meine Augen signifikant schneller ermüdet.
Wenn ich aber - um mal ein Gegenbeispiel in den Raum zu werfen - einen First Person Shooter oder ein RTS spiele, dann bevorzuge ich persönlich auch eher ein engeres Sichtfeld, da es mir sonst einfach zu stressig wird und zu viel Informationen auf einmal auf mich einprasseln. Ich denke, dass ein breiteres Bildformat im kompetitiven Bereich Fluch und Segen zugleich ist: Es ist auf der einen Seite ein Vorteil, da man selbst mehr und schneller Dinge sieht als andere, aber es kann einen auch überfordern. Bei StarCraft und StarCraft 2 wird ja hier sogar seitens der Entwickler eingegriffen und 16:9 vorgegeben. Dann ist es wenigstens für alle gleich.
Für die meisten Singleplayerspiele gilt aber meines Erachtens nach: 21:9 (bei mir 24:10) > 16:9