Activision-Boss in der Waffen-Industrie wesentlich besser aufgehoben
Tim Schafer: Bobby Kotick sollte aufhören, sich wie ein Depp zu benehmen
Entwicklerlegende Tim Schafer ist nicht der größte Freund von Activision-Blizzard-Boss Bobby Kotick. Diese polarisierte in jüngster Vergangenheit öfters mit heftig diskutierten Aussagen. In einem Interview legte Schafer nun noch einmal nach. (Andreas Link, 14.07.2010)
Tim Schafer: Bobby Kotick sollte aufhören, sich wie ein Depp zu benehmen
Tim Schafer: Bobby Kotick sollte aufhören, sich wie ein Depp zu benehmen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Tim Schafer, bekannt unter anderem für das Abenteuer Psychonauts, hat in einem Interview gegen Robert „Bobby“ Kotick, den Chef von Activision gewettert. „Sein ganzes Engagement ist den Aktionären gewidmet“, so Schafer. „Und das könnte er auch sein, ohne dabei wie ein Volldepp auszusehen. Das wäre doch möglich, oder? Aber das interessiert ihn nicht.“ Schafer fährt fort: „Er macht ein großes Trara darum, dass er sich nicht um Spiele schert. Und ich glaube nicht, dass diese Einstellung gut für die Games ist. […] Ich glaube nicht, dass er gut für die Industrie ist. Man kann sich nicht etwas populäres nehmen, es ausquetschen und dann zum nächsten Projekt gehen. An einem Punkt muss man auch mal etwas kreieren, etwas aufbauen.“[Abstand fehlt]Im nächsten Abschnitt wird er gefragt, was er zu dem überaus bekannten Zitat von Kotick meint. Es lautet: „Ich will, dass die Games-Entwicklung keinen Spaß mehr macht.“ Im Nachhinein wurde es als Witz abgetan, der nicht ankam. „Ist das nicht dasselbe was Politiker immer sagen, wenn sie aus Versehen einen rassistischen Witz gemacht oder etwas unpassendes gesagt haben? […] Ich weiß nicht[Komma fehlt] warum er das sagte. Ich hoffe nur, dass er sich bald einer anderen Industrie widmet. Einer Industrie, die seiner Passion eher entspricht. Zum Beispiel in die Waffen-Herstellung.“
Zu einem möglichen Psychonauts 2 äußerte sich Schafer nicht. Er würde es gerne machen und er habe nie gesagt[Komma fehlt] er würde es nicht machen. Auch habe er bereits einen Publisher für seine neuesten Projekte an Land gezogen. Welcher das ist, wollte er im Double Fine-Interview mit Eurogamer aber nicht sagen.