Zen 4 Gerüchte: AM5 auch mit gestacktem V-Cache und Release 2023

Wir wissen es nicht. Wirklich. Wir können auch nur auf Basis von Gerüchten unsere eigenen Schlüsse ziehen. Ich finde es nicht ganz unrealistisch, dass AMD mit dem X3D Zeit gewinnen kann/möchte. Wirklich, so viel CPU-Leistung, wie es aktuell gibt, muss man auch erstmal anwenden können. Und wenn ich sehe, mit welchem Systemen und Anwendungsgebieten hier manche im Extreme-Forum aufrüsten, dann brauchen wir noch zwei neue GPU-Generationen, bis sich überhaupt ein CPU-Limit zeigt. Ich muss echt langsam mal den Artikel mit der Auflösungsskalierung bringen, da wird einigen ein Licht aufgehen :gruebel:

Ihr testet halt eben nicht die richtigen Spiele und wenn ihr sie testet, wie Anno 1800, dann testet ihr sie falsch. Klar läuft es noch flüssig, wenn man nur am Anfang Bright Sands nimmt, weil man sich die Mühe sparen möchte, die ganze Karte vollzubauen.

Wenn man richtig aufdreht, dann zwingt Anno 1800 jede CPU in die Knie und wird das wohl auch die nächsten 10-20 Jahre noch tun.

Sag mir mal ob das hier (ab 0:13) in deinen Augen noch flüssig läuft:
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Die CPU ist ein 10700K, also nicht mal so gurkig.

Eventuell solltet ihr mal, für einen CPU Spezialtest, Vorschläge für richtig harte Spiele sammeln und euch davon die entsprechenden Spielstände organisieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Perverse ist ja, je stärker ein Core, desto schneller braucht er Daten. Zen4 wird nochmals deutlich stäker von so einem Cache profitieren ?
Hmm das ist mir etwas zu verkürzt dargestellt, das steht und fällt ja mit dem Cache-Management.
Cache gleicht ja auch die langsame Ramgeschwindigkeiten aus. Mit DDR5 wird hier etwas höhere Geschwindigkeit eingeführt und somit der Effekt von Cache auch wieder etwas kleiner.
 
Hmm das ist mir etwas zu verkürzt dargestellt, das steht und fällt ja mit dem Cache-Management.
Cache gleicht ja auch die langsame Ramgeschwindigkeiten aus. Mit DDR5 wird hier etwas höhere Geschwindigkeit eingeführt und somit der Effekt von Cache auch wieder etwas kleiner.
Der RAM nimmt natürlich Einfluss, aber der Vorteil von Cache gegenüber DRAM liegt in der Regel nicht in der Bandbreite, sondern in der Latenz. Und da ist DDR5 wenn überhaupt kaum besser als DDR4. Überhaupt haben sich die Latenzen von DRAM seit den 80ern kaum verbessert, mein Elektro Prof hat immer gemeint die Latenz von DRAM ist eine Naturkonstante...

Von daher denke ich schon, dass mehr Cache auch mit DDR5 reinhaut.
 
Mehr Cache ist immer gut und inzwischen offenbar der einfachste/unkomplizierteste Weg die Leistung merklich zu steigern. Intels Sapphire Rapids CPUs für Server bringen nicht nur viel L2 und L3 Cache mit, es wird sogar bis zu 64 GB! HBM2e verbaut um sich den langen Weg zum DDR5 Arbeitsspeicher zu sparen. Im Desktop werden wir das in den nächsten Jahren wohl eher nicht sehen (wenn überhaupt), trotzdem ist das eine sehr interessante Entwicklung ?
 
Hmm das ist mir etwas zu verkürzt dargestellt, das steht und fällt ja mit dem Cache-Management.
Cache gleicht ja auch die langsame Ramgeschwindigkeiten aus. Mit DDR5 wird hier etwas höhere Geschwindigkeit eingeführt und somit der Effekt von Cache auch wieder etwas kleiner.
Wie Mephisto schon sagt, Latenz.
Was bringt es dem Core mit 200GB/s vollgestopft zu werden, wenn er die Daten jetzt braucht und er warten muss.
AMDs L3 ~13ns, getunter RAM 50-60ns
 
Deswegen, ist es immer gut zu warten. Sprich nicht gleich weil die Finger mega jucken Zen4 kaufen. Einfach ein Jahr warten. Bis dahin gibt es auch bessere DDR5 Riegel. :cool:
 
Hmm das ist mir etwas zu verkürzt dargestellt, das steht und fällt ja mit dem Cache-Management.
Cache gleicht ja auch die langsame Ramgeschwindigkeiten aus. Mit DDR5 wird hier etwas höhere Geschwindigkeit eingeführt und somit der Effekt von Cache auch wieder etwas kleiner.

Naja,
die Realfrequenz wird halbiert und die Latenzen steigen entsprechend. Um da mit DDR4 3200 CL14 mithalten zu können, braucht es DDR5 6400 CL28 (dann kann man auch die höhere Bandbreite voll ausspielen. Von DDR4 4266 wollen wir nicht anfangen, da braucht es dann mindestens DDR5 8400, da dauert noch ein wenig.

Von daher wird die Bedeutung des Cache eher zunehmen.

Deswegen, ist es immer gut zu warten. Sprich nicht gleich weil die Finger mega jucken Zen4 kaufen. Einfach ein Jahr warten. Bis dahin gibt es auch bessere DDR5 Riegel. :cool:

Und dann wartet man noch ein knappes Jahr, denn dann ist auch Intel mit Metorlake am Start und dann noch eines, denn dann ist das KI Gedöns auch mal einigermaßen ausgereift und dann noch eines, dann bringt AMD seinen Konter und dann noch eines, immerhin stehen PCIe 6.0 und DDR6 vor der Tür und dann noch eines, damit es günstige DDR6 Riegel, und dann noch eines...

Irgendwann steht auf deinem Grabstein geschrieben "er hat auf das beste gewartet und das Leben verpasst".

Man sollte sich Hardware kaufen, wenn man sie braucht. Natürlich spricht nichts dagegen, etwas zu warten, wenn eine neue Generation nahe ist oder die Preise gerade hoch sind. Aber sonst sollte man zuschlagen, irgendwas ist immer am Horizont, das ist schon seit über 40 Jahren so.
 
Das erzähle ich seit Jahren^^
Es gibt natürlich Fälle wo man das kann aber die sind im Spielebereich doch sehr selten. Die wenigsten haben einen ernsthaften Vorteil davon wenn sie CS mit keine Ahnung 450 statt 350 fps spielen können. So lange es um Spiele geht und man nicht hardcore-high-fps-Gamer ist tun es auch "alte" CPUs problemlos.

Extrembeispiel: Meine Frau spielt auf einem i5-6600K (ehemals mit GTX970, jetzt mit 1660Ti). Die CPU ist 8 Jahre alt.
Tja meine CPU (siehe Signatur) habe ich Januar 2014 gekauft ... bei Spielen ist es mir bisher nur einmal untergekommen das die CPU am Ende war, das war bei New World in Städten wenn viel Los ist, dann hab ich auf allen 8 Threads 90-95% Auslastung und es ruckelt (die 1080 war da so bei 80% Auslastung (vsync on bei 60 Hz).
 
Ziemlich sicher, dass man das wieder deutlich nach dem ursprünglichen Release macht und man zuerst mal versucht mit den "normalen" Zen4s Geld zu verdienen. Außer Zen 4 käme nicht gegen Raptor an, was ich nicht glaube.
Macht auch Sinn, leider.
Es wäre denkbar, dass sich das AMD nicht leisten kann, insbesondere, wenn Zen4 erst 2023 kommt.
Raptor Lake wir voraussichtlich ein kleineres Update sein und vermutlich Zen3 ausstechen, absehbar auch mit V-Cache, mehr aber auch nicht ... jedenfalls wäre nennenswert mehr schon arg überraschend.
Die zu beantwortende Frage wäre, wie Intel Raptor Lake zu platzieren gedenkt, sprich als vollwertiges Update in regulärer Art oder eher nur als kurzlebiger Lückenfüller, was m. M. n. vermutlich eher zutreffen wird. Letzteres würde bedeuten, dass Intel Meteor Lake relativ früh in 2023 in den Markt bringen wird (die Fertigung wird schon im 2HJ22 verfügbar sein), d. h. Zen4 wird sich mit Meteor Lake und nicht wirklich mit Raptor Lake messen müssen und entsprechend wird AMD hier voraussichtlich nicht groß mit etwas hinterm Berg zurückhalten können zumal auch der Lebenszyklus von Zen4 vergleichsweise kurz ausfallen soll, denn mit Zen5 rechnet man schon angeblich grob um den Jahreswechsel 2023/24 herum.
 
die Realfrequenz wird halbiert und die Latenzen steigen entsprechend. Um da mit DDR4 3200 CL14 mithalten zu können, braucht es DDR5 6400 CL28 (dann kann man auch die höhere Bandbreite voll ausspielen. Von DDR4 4266 wollen wir nicht anfangen, da braucht es dann mindestens DDR5 8400, da dauert noch ein wenig.
Das Problem an diesen theoretischen Rechnereien ist, dass sie gefühlte 90% der Verbesserungen der DDR-Technik nicht erfassen (die eben nicht in Taktraten und Latenzen ausgedrückt werden) und mit der Praxis daher wenig zu tun haben.
Schon DDR5-4400 CL40 was nun wirklich die unterste Billo-Einstellung ist ist in vielen Spielen mit AlderLake schon schneller als DDR4-3600 CL16. Letzteres ist von den Latenzen und Rechnungen her Welten besser - und trotzdem in der Realität abseits synthetischer Benches langsamer. Beispielsweise deswegen, weil DDR5 die doppelte Menge an gleichzeitigen zufälligen Zugriffen pro Modul erlaubt als DDR4.

Die Horden an Ingenieuren die sich mit der Entwicklung von DDR befassen haben sich bei all den Feinheiten schon was gedacht - und vermutlich können die sich in keine Foren oder reddits mehr reintrauen weil sie sonst von den ganzen Facepalms Gehirnerschütterungen bekommen wenn unzählige User wieder unsinnig anfangen CAS-Latenzen und Megatransfers gegeneinander wegzurechnen wie sie es traditionell tun seit es DDR-RAM gibt.

Das soll kein Angriff gegen dich sein, die Rechnungen rein auf die Latenz bezogen sind ja nicht falsch - nur ist das so oberflächlich und praxisfern wies nur sein kann. Anhand der Rechnung könnte man auch wieder 1066er DDR2 mit CL4 einbauen. Schließlich ist da die Latenz besser als bei DDR5-8000 CL40.

Gut, dass bei Grafikspeicher die Latenzen nicht so prominent angegeben werden, sonst hätten bei GDDR6(X) manche Leute ne Rolle rückwärts vom Stuhl gemacht. :haha:
 
hast du den Test von HardwareUnboxed gesehen für 5800x3D ? Die Rundenberechnung bei deinem Typ von Spielen geht extrem viel schneller durch den Cache
Danke für den Hinweis! Hab mir das Testvideo sofort angesehen, sehr beeindruckendes Resultat bei Factorio, in der Tat! Ich spiele auch sehr viel Rundenstrategie und Strategie (bei Stellaris alleine mehrere Hundert Stunden auf der Uhr:D), das bestärkt mich nochmal extra in meiner Kaufentscheidung für den 5800X3D.

@PCGH_Dave : Wie wär`s mit einem kleinen Extra-Test der cpu in Strategiespielen? Insbesondere im late Game erweist sich in diesen Games halt immer die cpu als Bremser.
 
Gut, dass bei Grafikspeicher die Latenzen nicht so prominent angegeben werden, sonst hätten bei GDDR6(X) manche Leute ne Rolle rückwärts vom Stuhl gemacht. :haha:
Das gab es bei der 8800GTX im Zusammenspiel mit dem NiBiTor damals.
Da habe ich sie herab gesetzt, das hatte enorm viel gebracht. :D
 

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Das Problem an diesen theoretischen Rechnereien ist, dass sie gefühlte 90% der Verbesserungen der DDR-Technik nicht erfassen (die eben nicht in Taktraten und Latenzen ausgedrückt werden) und mit der Praxis daher wenig zu tun haben.
Schon DDR5-4400 CL40 was nun wirklich die unterste Billo-Einstellung ist ist in vielen Spielen mit AlderLake schon schneller als DDR4-3600 CL16. Letzteres ist von den Latenzen und Rechnungen her Welten besser - und trotzdem in der Realität abseits synthetischer Benches langsamer. Beispielsweise deswegen, weil DDR5 die doppelte Menge an gleichzeitigen zufälligen Zugriffen pro Modul erlaubt als DDR4.
[...]
Das soll kein Angriff gegen dich sein, die Rechnungen rein auf die Latenz bezogen sind ja nicht falsch - nur ist das so oberflächlich und praxisfern wies nur sein kann. Anhand der Rechnung könnte man auch wieder 1066er DDR2 mit CL4 einbauen. Schließlich ist da die Latenz besser als bei DDR5-8000 CL40.
Ich würde eher sagen es zeigt, dass die AMD/Intel Ingenieure wissen wie sie mit den weniger guten Entwicklungen beim DRAM umzugehen haben, und wissen die netto schlechter werdenden Latenzen mit ausgefeilteren und größeren Cache Strukturen auszugleichen. Ein Athlon II (eine passende CPU für den angepriesenen DDR2 1066er CL4 hatte z.B gar keinen L3 Cache - für eine moderne CPU völlig undenkbar, damals nicht katastrophal, weil die Latenzen im Vergleich zur CPU-Taktfrequenz nicht zu katastrophal schlecht waren.

Es sollte auch angemerkt sein, dass neue Speicherstandards in der Regel nicht auf Latenz optimiert werden, weil sie für einen großen Teil von Anwendungen schlicht irrelevant ist. Im HPC Bereich schert sich niemand um Mikroruckler und ST-Performance, wenn der Zugriff auf den DRAM dort etwas länger dauert ist das halb so schlimm, solange der CPU-Kern sich währenddessen mit etwas anderem beschäftigen kann - was in der Regel der Fall ist. Das gleiche gilt auch für Grafikkarten.
 
@latinoramon
Das gibts heite immer noch bei AMD mittm RedBIOSEditor oder wie der heißt. Ich würde aber heute die Finger von Latenzen bei GPUs lassen, das ist wirklich SEHR kompliziert geworden, die ZUsammenhänge kennt im Detail nur AMD alleine und das Risiko einer gebrickten Karte ist dann doch ziemlich hoch^^

Genau wie bei CPUs gehts aber ja hier auch Richtung große (Infinity-)Caches, so dass die Speicherlatenz zunehmend noch mehr an Bedeutung verliert als sies sowieso schon hat. Wenn CPUs und GPUs interne riesige L3-Caches haben in denen die am häufigsten genutzten Daten vorgehalten werden spielt es nur noch eine sehr untergeordnete Rolle ob eine RAM-Anfrage jetzt 10ns mehr oder weniger braucht, Hauptsache man kriegt immer genug DatenMENGE in den Cache rein.

Es ist schon seit längerer Zeit so, dass Bandbreite in den meisten Szenarien wesentlich relevanter für die Performance ist als die Latenz beim RAM, mit immer größeren L3-Caches wird der Effekt zukünftig noch größer werden. Ein DDR5-8000 wenn er irgendwann kommt und läuft ist da auf jeden Fall besser als ein DDR5-5200, selbst wenn die Latenzen des 8000ers viel schlechter ausfallen.

Ich würde eher sagen es zeigt, dass die AMD/Intel Ingenieure wissen wie sie mit den weniger guten Entwicklungen beim DRAM umzugehen haben, und wissen die netto schlechter werdenden Latenzen mit ausgefeilteren und größeren Cache Strukturen auszugleichen.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dass die Hersteller bei CPUs und vor allem bei GPUs jetzt auf riesige Caches gehen hat einen viel trivialeren Grund: Bandbreitenmangel und Powerbudget. Um beispielsweise einen AD102 oder Navi31 voll auszulasten müsste man auf klassischem Wege wahrscheinlich ein 512er SI und maximal schnellen GDDR6X verbauen, denn diese Chips würden wohl Bandbreiten von 2TB/s und mehr erfordern um ihre Einheiten alle füttern zu können. Das ist nicht mehr leistbar, denn ein so breites Speicherinterface frisst Diespace, Platinenlayer und Strom ohne Ende - dann würden die Karten bei geschätzt noch 100W mehr TDP rauskommen und es ist ja so schon irre was die neuen Karten verbrauchen sollen.
Genau weil es ja eben die Bandbreite ist und nicht die Latenz die in den allermeisten Fällen limitiert wird ja schneller Grafikspeicher und DDR-Nachfolger konsequent auf höhere Bandbreiten hin entwickelt, auch wenn das schlechtere Latenzen zur Folge hat.
 
Man darf die Energieeinsparung durch den großen Cache nicht vergessen. Zugriff auf den externen Speicher braucht ein vielfaches an Strom.
 
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dass die Hersteller bei CPUs und vor allem bei GPUs jetzt auf riesige Caches gehen hat einen viel trivialeren Grund: Bandbreitenmangel und Powerbudget. Um beispielsweise einen AD102 oder Navi31 voll auszulasten müsste man auf klassischem Wege wahrscheinlich ein 512er SI und maximal schnellen GDDR6X verbauen, denn diese Chips würden wohl Bandbreiten von 2TB/s und mehr erfordern um ihre Einheiten alle füttern zu können. Das ist nicht mehr leistbar, denn ein so breites Speicherinterface frisst Diespace, Platinenlayer und Strom ohne Ende - dann würden die Karten bei geschätzt noch 100W mehr TDP rauskommen und es ist ja so schon irre was die neuen Karten verbrauchen sollen.
Quark. Erstmal frisst Cache natürlich auch Platz auf dem Die, guck dir mal einen modernen Chip an, da geht schon gut mehr als die Hälfte des Platzes nur für die Caches drauf. Wenn ein breiteres Speicherinterface das gleiche leisten könnte würden die Hersteller es einbauen, denn die verschachtelten Cache Strukturen sind absoluter Scheibenkleister, schon im regulären Betrieb (weil sie Dinge deutlich weniger vorhersagbar machen), und erst recht sobald man sich mit so ätzenden Dingen wie Context Switching beschäftigen muss.

Die Wahrheit ist: DRAM ist Ranz. Zum einen weil man das Auslesen eines Kondensators nicht beliebig schnell machen kann, zum anderen weil dieses Auslesen den Zustand zerstört, der Speichercontroller also nach jedem Lesezugriff die Zelle wieder beschreiben muss. SRAM hat diese Probleme nicht, ist aber viel teurer in der Herstellung, da ein einzelnes Bit nicht aus einem Stück Leitung besteht, sondern aus mehreren Gates. Deshalb benutzt man SRAM für die Caches, also für die Daten an die man glaubt schnell rankommen zu müssen (schnell im Sinne von Latenz, nicht im Sinne von Bandbreite), und DRAM für alles was nicht in den Cache passt, weil man keine andere Wahl hat.
Genau weil es ja eben die Bandbreite ist und nicht die Latenz die in den allermeisten Fällen limitiert wird ja schneller Grafikspeicher und DDR-Nachfolger konsequent auf höhere Bandbreiten hin entwickelt, auch wenn das schlechtere Latenzen zur Folge hat.
Die Bandbreite limitiert nur deswegen, weil die Caches den größten Teil der Speicheranfragen abfangen. Wenn ein 5 GHz Alder Lake für jeden Prozessorbefehl die DRAM Latenz von etwa 10 ns abwarten müsste, würde der Prozessor effektiv nur mit maximal 100 MHz laufen, und die restlichen 49 Taktzyklen des Prozessors auf Daten warten (zumindest wenn man annimmt dass das Programm nicht in die CPU internen Register passt).

Es sollte also wohl eher heißen: DRAM auf Latenz zu optimieren ist ein hoffnungsloses Unterfangen, also optimiert man lieber das worin DRAM gut ist, Speicher pro Fläche, und flickt das Design mit Caches, die die grottige DRAM Latenz in den meisten Fällen abfangen.
 
Das Problem an diesen theoretischen Rechnereien ist, dass sie gefühlte 90% der Verbesserungen der DDR-Technik nicht erfassen (die eben nicht in Taktraten und Latenzen ausgedrückt werden) und mit der Praxis daher wenig zu tun haben.
Schon DDR5-4400 CL40 was nun wirklich die unterste Billo-Einstellung ist ist in vielen Spielen mit AlderLake schon schneller als DDR4-3600 CL16. Letzteres ist von den Latenzen und Rechnungen her Welten besser - und trotzdem in der Realität abseits synthetischer Benches langsamer. Beispielsweise deswegen, weil DDR5 die doppelte Menge an gleichzeitigen zufälligen Zugriffen pro Modul erlaubt als DDR4.

Die Horden an Ingenieuren die sich mit der Entwicklung von DDR befassen haben sich bei all den Feinheiten schon was gedacht - und vermutlich können die sich in keine Foren oder reddits mehr reintrauen weil sie sonst von den ganzen Facepalms Gehirnerschütterungen bekommen wenn unzählige User wieder unsinnig anfangen CAS-Latenzen und Megatransfers gegeneinander wegzurechnen wie sie es traditionell tun seit es DDR-RAM gibt.

Das soll kein Angriff gegen dich sein, die Rechnungen rein auf die Latenz bezogen sind ja nicht falsch - nur ist das so oberflächlich und praxisfern wies nur sein kann. Anhand der Rechnung könnte man auch wieder 1066er DDR2 mit CL4 einbauen. Schließlich ist da die Latenz besser als bei DDR5-8000 CL40.

Gut, dass bei Grafikspeicher die Latenzen nicht so prominent angegeben werden, sonst hätten bei GDDR6(X) manche Leute ne Rolle rückwärts vom Stuhl gemacht. :haha:

Der Punkt, auf den ich hinaus wollte, ist, dass der Cache nicht weniger wichtig wird. Im Gegenteil, je größer er ist, umso geringer sind die Nachteile. Es ist nunmal eine Tatsache, dass die Senkung des Realtakts einen Teil des Vorteils der Bandbreitenerhöhung und damit des höheren Pseudotakts, auffrisst. Das war schon bei DDR1 so und wird auch immer so sein, auch wenn bei DDR5 noch einige andere Maßnahmen ergriffen wurden.
 
Wir wissen es nicht. Wirklich. Wir können auch nur auf Basis von Gerüchten unsere eigenen Schlüsse ziehen. Ich finde es nicht ganz unrealistisch, dass AMD mit dem X3D Zeit gewinnen kann/möchte.

Mit einem Modell und zu dem Preis? Man hat damit (knapp nicht) verhindert, dass Intel die Marketing-wichtige Spitzenposition in Rankings belegt, aber auf die Situation am Markt wird der 5800X3D wenig Einfluss haben.


Laut Steam-Umfragen zocken die meisten Spieler sogar noch mit 4 Kernen.

Machen sogar gewisse PCGH-Redakteure. :-)
Warum auch nicht – solange es gut läuft, läuft es. Bislang ist mir noch kein Spiel begegnet, in dem die Frameraten CPU-bedingt niedrig ausfallen.


Mehr Cache ist immer gut und inzwischen offenbar der einfachste/unkomplizierteste Weg die Leistung merklich zu steigern. Intels Sapphire Rapids CPUs für Server bringen nicht nur viel L2 und L3 Cache mit, es wird sogar bis zu 64 GB! HBM2e verbaut um sich den langen Weg zum DDR5 Arbeitsspeicher zu sparen. Im Desktop werden wir das in den nächsten Jahren wohl eher nicht sehen (wenn überhaupt), trotzdem ist das eine sehr interessante Entwicklung ?

Eigentlich gilt beinahe das Gegenteil: Mehr Cache ist die mit Abstand teuerste Möglichkeit zur Leistungssteigerung und teilweise muss man auch einiges an Know-How auffahren, um keine Nachteile zu erleiden. Große Caches tendieren nämlich auch dazu, langsamer zu sein.

Aber wenn man alles andere bis an die Kotzgrenze optimiert hat, ist Cache oftmals der letzte verbleibende Punkt, an dem man überhaupt noch viel hinzugewinnen kann.


Es wäre denkbar, dass sich das AMD nicht leisten kann, insbesondere, wenn Zen4 erst 2023 kommt.
Raptor Lake wir voraussichtlich ein kleineres Update sein und vermutlich Zen3 ausstechen, absehbar auch mit V-Cache, mehr aber auch nicht ... jedenfalls wäre nennenswert mehr schon arg überraschend.
Die zu beantwortende Frage wäre, wie Intel Raptor Lake zu platzieren gedenkt, sprich als vollwertiges Update in regulärer Art oder eher nur als kurzlebiger Lückenfüller, was m. M. n. vermutlich eher zutreffen wird. Letzteres würde bedeuten, dass Intel Meteor Lake relativ früh in 2023 in den Markt bringen wird (die Fertigung wird schon im 2HJ22 verfügbar sein), d. h. Zen4 wird sich mit Meteor Lake und nicht wirklich mit Raptor Lake messen müssen und entsprechend wird AMD hier voraussichtlich nicht groß mit etwas hinterm Berg zurückhalten können zumal auch der Lebenszyklus von Zen4 vergleichsweise kurz ausfallen soll, denn mit Zen5 rechnet man schon angeblich grob um den Jahreswechsel 2023/24 herum.

Da Intel mit Raptor Lake scheinbar neue PCHs in sämtlichen Preissegmenten außer Low-End vorstellen möchte, muss mindestens ein Portfolio von der Größe Rocket Lakes anhängen. Konfigurationen mit zusätzlichen E-Cores würde aber auch bis in das i3-Segment hinein Sinn machen, denn weiter oben werden ebenfalls Upgrades erwartet – wenn i5 geschlossen auf 6+4 geht (oder gar 6+8), dann wird die Lücke zu 4+0 i3s zu groß und die Pentiums und Celerons könnten auch ein Upgrade vertragen. Möglich ist natürlich, dass Intel nur für i9 und gegebenenfalls i7 neues Silizium on-top produziert und die tieferen Ränge mit bestehenden Alder Lakes bedient, denn die sind nach aktuellem Informationsstand nichts anderes als ein Raptor Lake mit ein paar E-Kernen weniger. Aber neue SKUs mit 13000er-Nummer sind trotzdem zu erwarten. (Vergl. "Coffee Lake"-Quadcores, die teils keine Hardware- und reduzierte Firmware-Modifikationen brauchen, um in Z170-/Z270-Platinen zu laufen, weil sie nichts weiter als relabelled Kaby Lakes sind.)
 
zumal auch der Lebenszyklus von Zen4 vergleichsweise kurz ausfallen soll, denn mit Zen5 rechnet man schon angeblich grob um den Jahreswechsel 2023/24 herum.
Das wäre allerdings anhand des bisherigen Rhytmus sehr ungewöhnlich. Also, dass Zen 4 einen kurzen Lebenszyklus hätte. Warum würde man das tun?
 
Das wäre allerdings anhand des bisherigen Rhytmus sehr ungewöhnlich. Also, dass Zen 4 einen kurzen Lebenszyklus hätte. Warum würde man das tun?

Bis auf Zen 2 hatten eigentlich alle einen Zyklus von einem Jahr. Von daher wäre das nicht ungewöhnliches, wenn ein Jahr später schon der nächste käme.
 
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