Wenn ich das richtig verstehe, ist das aber eine Art Vorverarbeitung, die grds. schlecht gearbeiteten Code parallelisiert! Also im Prinzip ist die Idee nicht schlecht, nur weiß ich halt gar nicht in wie weit sich gewisse Workloads überhaupt parallelisieren lassen.
Ich hatte auch schonmal die Idee, wieso nicht eine NPU (also KI) vorschlagen die Sprungvorhersagen vieleicht verbessern kann, so würde man ggfls. mehr Auslastung in den Kernen bekommen.
Jede Out-of-Order-CPU (also
jeder x86-Prozessor seit der Pentium-Pro-Generation mit Ausnahme der ersten Atom-Architektur und dem – massiv parallelen – Xeon Phi) versucht die einzelnen Code-Fragmente in eine möglichst schnell abzuarbeitende Reihenfolge umzusortieren. Flächen- und vermutlich auch verbrauchstechnisch ist über die Hälfte eines aktuellen Prozessor-Kerns (ohne Caches) nur damit beschäftigt. Die eigentlichen Berechnungen sind beinahe schon Nebensache im Vergleich zu Zerlegung, Sortierung, Zusammensetzung, spekulative Vorbereitung und wenn man all das wegdenkt, bliebe stellenweise nur noch ein Bruchteil der Leistung. Das ist übrigens auch der Grund, warum leistungsfähige GPUs oder auch hocheffiziente Low-End-Mobile-Chips nicht in den CPU-Markt eindringen können: Die erscheinen nur deswegen soviel leistungsfähiger/effizienter, weil sie diesen ganzen Overhead durch mehr Rechenleistung ersetzen und sich auf Arbeitsbereiche beschränken, wo man damit durchkommt.
Das besser machen zu wollen ist ein derart seltener Gedanke, dass er bei wortwörtlich jeder einzelnen Neuvorstellung, und sei es nur ein Refresh, ganz oben auf der Feature-Liste steht und mit voller Absicht nie ein Detail dahinter. Jetzt will ein kleines Start-Up
die Idee haben, die AMD, ARM, IBM, Intel und ein paar weitere seit Jahrzehnten übersehen? Ich sag mal so: Zu 99,9 Prozent bringen die kein Produkt raus, weil das einfach nicht stimmt. Zu 0,1 Prozent bringen die kein Produkt raus, weil sie für einen acht- bis zehnstelligen Betrag aufgekauft werden.