News Wunder-Chip soll Prozessoren 100-mal schneller machen

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Das finnische Start-up Flow Computing verspricht nun Prozessoren mit einer mehr als zehn Jahre alten Idee, einer sogenannten Parallel Processing Unit ("PPU"), 100-mal schneller zu machen. Eine Analyse soll zeigen, ob das stimmen kann.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Wunder-Chip soll Prozessoren 100-mal schneller machen

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Ooohhh, 100-fach schneller durch massive Parallelisierung! Wie hätte man darauf kommen können?
So könnte man ja, indem man einen Chip statt mit wenigen großen Universalkernen, die heute bei den Topmodellen so ein, zwei Teraflops (FP32) schaffen (7950X, 14900K) Chips mit vielen kleinen einfachen Kernen bauen, wo man dann an die 100 TFlops kommen könnte (RTX4090).

Oh, wait.

Das Konzept ist seit Ewigkeiten unter dem Begriff General Purpose GPU verbreitet (GPGPU). Ja, man kann hier natürlich irgendwelche Spezialchips auflegen die dann bestimmten Workload für den sie entwickelt werde ultraschnell auf zigtausenden Kernen abarbeiten können. Das nennt sich dann ASIC. Auch alles bekannt und genutzt.

Ich sehe hier nur den Versuch eines Startups, in die Schlagzeilen zu kommen aber wette ne Kiste drauf, dass wir da niemals irgendwas brauchbares oder gar revolutionäres sehen werden in der Zukunft.
 
Ist das wieder so ein Unternehmen, das schnell Investoren abzocken will?
Weil, unter anderem ist das bei Grafikkarten doch schon Gang und Gebe.
Jedenfalls kann man zudem nicht alle Aufgaben parallelisieren.
 
, man kann hier natürlich irgendwelche Spezialchips auflegen die dann bestimmten Workload für den sie entwickelt werde ultraschnell auf zigtausenden Kernen abarbeiten können.
Wenn ich das richtig verstehe, ist das aber eine Art Vorverarbeitung, die grds. schlecht gearbeiteten Code parallelisiert! Also im Prinzip ist die Idee nicht schlecht, nur weiß ich halt gar nicht in wie weit sich gewisse Workloads überhaupt parallelisieren lassen.

Ich hatte auch schonmal die Idee, wieso nicht eine NPU (also KI) vorschlagen die Sprungvorhersagen vieleicht verbessern kann, so würde man ggfls. mehr Auslastung in den Kernen bekommen.
 
Solche Technik gab es schon im SNES. Beim Commodore Amiga 3000/4000 hatte ich bei Turbokarten ebenfalls mal was von PPUs gesehen. Diese Idee ist somit mehr als 30 Jahre alt und wurde bereits praktiziert.:daumen:
 
Ist das wieder so ein Unternehmen, das schnell Investoren abzocken will?
Weil, unter anderem ist das bei Grafikkarten doch schon Gang und Gebe.
Jedenfalls kann man zudem nicht alle Aufgaben parallelisieren.
Meinst du sowas wie damals die Bude Syncronys mit ihrem RAM-Verdoppler "SoftRAM"?
Denn an die Butze und die c't-Artikel dazu mußte ich sofort denken, als ich mir den Artikel hier durchgelesen habe.
 
Also wenn sie es schaffen den schlechten Workflow so auf mehrere Tausend Stück zu zerstückeln wo dann jeder Kern dann einen Teil davon abarbeitet.Dann ging das schon,aber sinn macht es dennoch nicht.Zumal ja das zersplittern auf mehrere Arbeit und so auch schon Zeit kostet.ALso effizient ist das ganze nicht.Damit können sie gegen Aktuelle CPU nicht mal im Ansatz die Stirn bieten.
 
Mir würde schon ein ordentliches Windows Multitasking reichen, da war Commodore vor Jahrzehnten schon weiter!
Windows setzt schon seit Jahrzehnten präemtives Multitasking ein. Schon bei Windows 95 wurde dies bei 32 Bit Anwendungen genutzt. Nur 16 Bit Anwendungen nutzen in W95 noch kooperatives Multitasking.
 
Wenn ich das richtig verstehe, ist das aber eine Art Vorverarbeitung, die grds. schlecht gearbeiteten Code parallelisiert! Also im Prinzip ist die Idee nicht schlecht, nur weiß ich halt gar nicht in wie weit sich gewisse Workloads überhaupt parallelisieren lassen.

Ich hatte auch schonmal die Idee, wieso nicht eine NPU (also KI) vorschlagen die Sprungvorhersagen vieleicht verbessern kann, so würde man ggfls. mehr Auslastung in den Kernen bekommen.

Jede Out-of-Order-CPU (also jeder x86-Prozessor seit der Pentium-Pro-Generation mit Ausnahme der ersten Atom-Architektur und dem – massiv parallelen – Xeon Phi) versucht die einzelnen Code-Fragmente in eine möglichst schnell abzuarbeitende Reihenfolge umzusortieren. Flächen- und vermutlich auch verbrauchstechnisch ist über die Hälfte eines aktuellen Prozessor-Kerns (ohne Caches) nur damit beschäftigt. Die eigentlichen Berechnungen sind beinahe schon Nebensache im Vergleich zu Zerlegung, Sortierung, Zusammensetzung, spekulative Vorbereitung und wenn man all das wegdenkt, bliebe stellenweise nur noch ein Bruchteil der Leistung. Das ist übrigens auch der Grund, warum leistungsfähige GPUs oder auch hocheffiziente Low-End-Mobile-Chips nicht in den CPU-Markt eindringen können: Die erscheinen nur deswegen soviel leistungsfähiger/effizienter, weil sie diesen ganzen Overhead durch mehr Rechenleistung ersetzen und sich auf Arbeitsbereiche beschränken, wo man damit durchkommt.

Das besser machen zu wollen ist ein derart seltener Gedanke, dass er bei wortwörtlich jeder einzelnen Neuvorstellung, und sei es nur ein Refresh, ganz oben auf der Feature-Liste steht und mit voller Absicht nie ein Detail dahinter. Jetzt will ein kleines Start-Up die Idee haben, die AMD, ARM, IBM, Intel und ein paar weitere seit Jahrzehnten übersehen? Ich sag mal so: Zu 99,9 Prozent bringen die kein Produkt raus, weil das einfach nicht stimmt. Zu 0,1 Prozent bringen die kein Produkt raus, weil sie für einen acht- bis zehnstelligen Betrag aufgekauft werden.
 

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Es scheint ein Sport in der IT-Welt zu sein, neue Konzepten/Produkten nach Möglichkeit mit einer Abkürzung zu bezeichnen, die schon lange vergeben ist. Die ersten "APUs" z.B. waren auch nicht von AMD, sondern von Creative.
 
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