Wo wurden denn in den ÖR Medien falsche Zahlen und Bildfälschungen verwendet?
Da ging es wohl bspw. um ein Lutz Bachmann-Foto mit Hitlerbart und meiner Erinnerung nach auch einige Bild, die Migranten zeigten - da weiß ich aber nicht mehr, welche Bilder genau.
Bezüglich der falschen Zahlen insbesondere die Zählungen der Demonstrierenden auf Pegida-Demos (laut Pegida zu gering dargestellt) oder voneinader abweichende Angaben (bspw. Silvesternacht Köln 2015/16, teils vorläufige Angaben durch Polizei und Behörden), wobei das gute Gründe hatte, weil die Zahlen im Verlauf aktualisiert und somit korrigiert worden sind.
Letztlich nichts, was den generellen Vorwurf der methodisch-zielgerichteten Lügenpresse rechtfertigen würde.
Den meisten Beteiligten ist das schon bewusst. Und sie verbreiten solche Propaganda auch bewusst weiter!
Warum glaubst du das? Hast du dazu Belege?
Die meisten Menschen, welche Propaganda verbeiten, dürften wohl eher als Multiplikatoren wirken, ohne den Wahrheitsgehalt einer Information kritisch zu hinterfragen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich fragen soll, dass du das mal weiter erörtertern und ausführen könntest.
Ich bin mir nicht sicher, ob du dir sicher bist.

Ich mach's möglichst kurz, weil es offtopic ist, glaube ich.
Wir kennen unterschiedliche Umsetzungen der Demokratie. Auch Kapitalismus ist seinen praktizierten Formen nicht alternativlos und historisch nicht linear entwickelt. Was sich bis dato aber duchgesetzt hat, ist eine länderübergreifende Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Deutlich sichtbar bei statistischen Assoziationen: Bildungsstand und Vermögen wird 'geerbt'. Das bedeutet meiner Meinung nach weder, dass alle Menschen aus Familien mit niedrigem Bildungsabschluss und/oder geringem Einkommen demokratieuntauglich sind, weil sie Politik nicht verstünden, oder dass man ihnen gar das Recht zu wählen aberkennen sollte. Herrjee, keinesfalls. Dennoch ist Bildung und Partizipation an demokratischen Prozessen kausal verknüpft bzw. sie wirken zueinander koregulativ.
Hier mal die Übersetzung eines Abstracts dazu:
Zwischen Ländern sind Bildung und Demokratie stark korreliert. Wir begründen dies empirisch und modellieren anschließend einen kausalen Mechanismus, der diese Korrelation erklärt. In unserem Modell lehrt Schulbildung die Menschen, mit anderen zu interagieren, und erhöht den Nutzen bürgerschaftlichen Engagements, etwa des Wählens und des Organisierens. Im Kampf zwischen Demokratie und Diktatur verfügt die Demokratie über eine breite potenzielle Unterstützungsbasis, bietet ihren Verteidigerinnen und Verteidigern jedoch nur schwache Anreize. Die Diktatur gewährt stärkere Anreize, aber nur einer engeren Basis. Indem Bildung den Nutzen bürgerschaftlicher Teilhabe erhöht, stärkt sie die Unterstützung für demokratischere Regime im Vergleich zu Diktaturen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit demokratischer Revolutionen gegen Diktaturen und verringert die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher anti-demokratischer Staatsstreiche.
Direktlink:
https://www.nber.org/system/files/working_papers/w12128/w12128.pdf
Wenn die Ungerechtigkeit dann derart eskaliert, dass ein paar wenige so schwerwiegende Entscheidungen treffen oder beeinflußen können, wodurch die Stimmen vieler nicht mehr gehört oder manipuliert werden (Entwicklungsländer vs. G7, X ehemals Twitter, Telegram), wirken sich kapitalistische Elemente negativ auf demokratische Elemente aus.
Würde mich allerdings lieber über Propaganda als über Demokratie austauschen.