Wer ist Single?

HenneHuhn

Volt-Modder(in)
Und für die eigene Rente.

Oder hast du eine bessere Idee wie man die Rente finanzieren soll?

Ich halte die Vorstellung, dass ich noch eine gesetzliche Rente bekommen werde, die relevant oberhalb der Bedürftigkeitsgrenze liegt, für sehr putzig. Du bist, glaube ich, etwa 10 Jahre älter als ich. Erwartest du tatsächlich noch mehr zu kriegen? Selbst wenn ich jetzt anfangen würde, ungeschützt alles zu bespringen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist... die nächsten etwa 20 Jahre würden dann erstmal die Unterhaltsvorschusszahlungen das Staatssäckel schröpfen (auch wenn das natürlich andere Kassen sind...), bis dann langsam mal wieder was reinkommt in die Rentenkasse :ugly: (Das ist natürlich primär überspitzt und polemisch)

Wir müssen hier doch ganz unterschiedliche Ebenen der Diskussion betrachten. Bzw. wir führen mehrere Diskussionen gleichzeitig. Das eine ist die Diskussion um das Rentensystem. Was muss politisch verändert werden an der Struktur der Rentenversicherung bzw. des gesamten Sozialversicherungssystems. Daran anschließend müssen wir die Diskussion führen, wie man es für Menschen attraktiver macht, Kinder zu kriegen. Denn natürlich hat es aus volkswirtschaftlicher Sicht Vorteile, Kinder zu kriegen und damit Produktivkräfte selbst zu reproduzieren.

Eine ganz andere Diskussionsebene ist, in wie weit Individuen und ihre wohl höchstprivateste Entscheidung, nämlich wie sie ihre Reproduktion - oder eben nicht - planen, für ein "gesamtgesellschaftliches" (nicht, dass es da irgendwo Widersprüche gäbe, neeeein...) Ziel eingespannt werden sollten. Denn das ist ja, was bspw. du implizit forderst. Ich halte das für totalitär.

Und dann haben wir noch die ganze abstrakte Diskussionsebene, die meist - zumindest hintergründig - entweder religiös oder biologistisch verklärt ist, von wegen "Kinder sind unser höchstes Gut", Schöpfungsblabla oder Vulgärdarwinismus von wegen "Nachwuchs zu zeugen ist unsere höchste natürliche Mission".
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich halte die Vorstellung, dass ich noch eine gesetzliche Rente bekommen werde, die relevant oberhalb der Bedürftigkeitsgrenze liegt, für sehr putzig. Du bist, glaube ich, etwa 10 Jahre älter als ich. Erwartest du tatsächlich noch mehr zu kriegen?
Ich erwarte nicht mehr zu kriegen. Ich weiß auch nicht was in 30 Jahren ist.
Aber wenn immer weniger einzahlen, kann man sich ausmalen, wohin das führt. Dann müssen irgendwann die RV-Beiträge erhöht oder die Renten gekürzt werden. Oder das Renteneintrittsalter weiter angehoben werden. Oder schlimmstenfalls alles zusammen.
Man könnte sich auch noch zusätzlich privat absichern, wenn man genügend Geld hat.
Das haben aber viele nicht.
Wir müssen hier doch ganz unterschiedliche Ebenen der Diskussion betrachten. Bzw. wir führen mehrere Diskussionen gleichzeitig. Das eine ist die Diskussion um das Rentensystem. Was muss politisch verändert werden an der Struktur der Rentenversicherung bzw. des gesamten Sozialversicherungssystems. Daran anschließend müssen wir die Diskussion führen, wie man es für Menschen attraktiver macht, Kinder zu kriegen. Denn natürlich hat es aus volkswirtschaftlicher Sicht Vorteile, Kinder zu kriegen und damit Produktivkräfte selbst zu reproduzieren.
Ja für Familien muß von Seite des Staates noch mehr getan werden.
Eine ganz andere Diskussionsebene ist, in wie weit Individuen und ihre wohl höchstprivateste Entscheidung, nämlich wie sie ihre Reproduktion - oder eben nicht - planen, für ein "gesamtgesellschaftliches" (nicht, dass es da irgendwo Widersprüche gäbe, neeeein...) Ziel eingespannt werden sollten. Denn das ist ja, was bspw. du implizit forderst. Ich halte das für totalitär.
Ich sehe es nicht als totalitär an, sondern ganz pragmatisch. Bzw aus der Notwendigkeit heraus.
Wäre es totalitär, würde ich fordern, dass jedes Paar Kinder kriegen muß. Das habe ich aber nicht getan! ;)

Und dann haben wir noch die ganze abstrakte Diskussionsebene, die meist - zumindest hintergründig - entweder religiös oder biologistisch verklärt ist, von wegen "Kinder sind unser höchstes Gut", Schöpfungsblabla oder Vulgärdarwinismus von wegen "Nachwuchs zu zeugen ist unsere höchste natürliche Mission".
Religiös hatte ich das noch gar nicht betrachtet.
 

Körschgen

BIOS-Overclocker(in)
Ich finde Kinder, sind unser wichtigstes Gut im Leben. Wer das nicht so sieht, ist egoistisch in meinen Augen. Klar gibt`s auch Paare ohne Kinder, wo es warum auch immer nicht klappt mit Kinderkriegen.
Die Zeit für Hobbys ist natürlich kaum noch da, seit dem ich Kinder habe. Der Rechner läuft vielleicht 3 mal die Woche abends für 2 Stunden.


Lol, etwas kurzsichtig oder ;) ?

Der einzige Grund wieso wir mehr Kinder bräuchten, ist weil unser Rentensystem sonst krepiert.

Wenn man sich das ganze global ansieht, sind mehr Menschen so ziemlich das letzte, was wir brauchen.

Meine Partnerin und ich verdienen beide sehr gut, haben ein Haus und sind im perfekten Alter für Kinder, wird aber dennoch ganz bestimmt nicht passieren.

Ich habe keine Lust Nachwuchs in diese Welt zu setzen (nur um meine eh verlorene gesetzliche Rente zu verbessern).

Ich genieße lieber meine Freizeit für Hobbys, davon habe ich mehr.

Finde es aber auch immer wieder amüsant, wie mir Bekannte glaubhaft machen wollen, wie sehr sie froh sind, die Kinder zu haben, während sie quasi gleichzeitig zugeben für nichts mehr Zeit zu haben und alle ihre Hobbys aufgeben.

Ich genieße jedenfalls momentan lieber die Zeit, in der ich fit, finanziell gut aufgestellt und abenteuerlustig bin, mit Freizeit, neuen Hobbys und (bald) wieder Reisen.
 

HenneHuhn

Volt-Modder(in)
Ich erwarte nicht mehr zu kriegen. Ich weiß auch nicht was in 30 Jahren ist.
Aber wenn immer weniger einzahlen, kann man sich ausmalen, wohin das führt. Dann müssen irgendwann die RV-Beiträge erhöht oder die Renten gekürzt werden. Oder das Renteneintrittsalter weiter angehoben werden. Oder schlimmstenfalls alles zusammen.
Man könnte sich auch noch zusätzlich privat absichern, wenn man genügend Geld hat.
Das haben aber viele nicht.
[...]

Also darüber, dass sich was ändern muss, besteht ja bei den meisten Leuten Einigkeit. Dass private Zusatzversicherungen im Niedriglohnland D auch nur von einer bestimmten Klientel als tatsächliche Alternative gesehen werden, ist auch klar. Das Anheben des Renteneintrittsalters ist in Anbetracht der Tatsache, dass ein Teil der Bevölkerung schon vor Erreichen des jetzigen Renteneintrittsalters körperlich und/oder geistig durch ist und andere, die noch fit sind, ohnehin nur durch Zuverdienst über die Runden kommen, auch extrem ambivalent. Kürzung der Renten ist in Zeiten von Altersarmut mitunter letztlich ein Nullsummenspiel mit einem Demütigungs-Sahnehäubchen. Rentenbeiträge erhöhen... wenn dann nur wenn es mindestens paritätisch läuft, ist aber ohne strukturelle Veränderungen eben auch nur eine Zeit lang möglich.

Neben der Strukturdebatte müssen wir uns vor allem die Einnahmenseite angucken. Und da können wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: dieser ganze Niedriglohnsektor, mit dem Deutschland sich einst zum Exportweltmeister und manchen europäischen Nachbarn mit in den Bankrott katapultiert hat, sorgt auch für niedrigere Einzahlungen in die Rentenkassen. Und macht auch Familiengründungen nicht gerade attraktiv. Das wäre schonmal eine ganze entscheidende Stellschraube.

Ich sehe es nicht als totalitär an, sondern ganz pragmatisch. Bzw aus der Notwendigkeit heraus.
Wäre es totalitär, würde ich fordern, dass jedes Paar Kinder kriegen muß. Das habe ich aber nicht getan! ;)
[...]

Man kann Dinge ja auch diskursiv vorbereiten. Verschiebung der Grenzen des Sagbaren und so :ugly:
Nein, ich halte den Ansatz für falsch, so lange wir nicht an strukturellen Problemen gearbeitet haben, die die individuellen Entscheidung erst mit bedingen. Man kann doch von den Leuten nicht erwarten, mehr Kinder in die Welt zu setzen, wenn die menschengemachten Bedingungen dafür beschissen sind. Aber gleichzeitig nichts an den beschissenen Bedingungen ändern und stattdessen moralischen Druck aufzubauen oder halt "aus Pragmatismus" zu kapitulieren.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Neben der Strukturdebatte müssen wir uns vor allem die Einnahmenseite angucken. Und da können wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: dieser ganze Niedriglohnsektor, mit dem Deutschland sich einst zum Exportweltmeister und manchen europäischen Nachbarn mit in den Bankrott katapultiert hat, sorgt auch für niedrigere Einzahlungen in die Rentenkassen. Und macht auch Familiengründungen nicht gerade attraktiv. Das wäre schonmal eine ganze entscheidende Stellschraube.
Deswegen muß der Mindestlohn weiter angehoben werden. Wie es die SPD ja in ihren Wahlprogramm stehen hat. Davon sind rund 10 Millionen Menschen betroffen. ;)
 

HenneHuhn

Volt-Modder(in)
Deswegen muß der Mindestlohn weiter angehoben werden. Wie es die SPD ja in ihren Wahlprogramm stehen hat. Davon sind rund 10 Millionen Menschen betroffen. ;)

Da bin ich der letzte Mensch, der dagegen wäre. Aber das ist eben nur ein einzelnes Element. Die Löchrigkeit des Mindestlohngesetzes ist ein anderes. Mangelnde Tarifbindung in vielen Branchen ebenfalls. Befristungswesen und Leiharbeit etc. (in dem Maße ja auch der SPD und den Grünen zu verdanken...)

Und ich traue den Sozen halt nur so weit, wie ich Olaf Scholz werfen könnte :ugly:

Aber vielleicht sollten wir jetzt doch langsam aufhören, das Thema zu kapern :ugly:
 

TheBadFrag

Lötkolbengott/-göttin
[X] selbstverständlich single, sonst wär ich ja wohl nicht in diesem Forum angemeldet. :lol: Mit übelsten Nerds wie mir will halt keine was zu tun haben. Auf der Suche bin ich auch nicht mehr, ich zocke lieber ne anständige Runde, das macht wenigstens Laune. :D Gibt so viel mehr Sachen die viel mehr Spaß machen als irgendwrlchen Weibern hinterher zu rennen, die einen eh nur verarschen.
Bin seit keine Ahnung 10 Jahren oder so single und lebe noch, also scheint es wohl nicht schädlich zu sein.
:ugly:
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Da bin ich der letzte Mensch, der dagegen wäre. Aber das ist eben nur ein einzelnes Element. Die Löchrigkeit des Mindestlohngesetzes ist ein anderes. Mangelnde Tarifbindung in vielen Branchen ebenfalls. Befristungswesen und Leiharbeit etc. (in dem Maße ja auch der SPD und den Grünen zu verdanken...)
Ja die SPD hatte damals eine sehr hohe Arbeitslosigkeit von der Kohlregierung übernommen und deswegen den Arbeitsmarkt reformiert. Da gibt es noch viele Dinge nachzubessern.
Und ich traue den Sozen halt nur so weit, wie ich Olaf Scholz werfen könnte :ugly:
Also gar nicht? :ugly:

Aber vielleicht sollten wir jetzt doch langsam aufhören, das Thema zu kapern :ugly:
Ok stimmt. Wäre besser im Politikforum aufgehoben. ;)
 
TE
TE
ShiZon

ShiZon

PC-Selbstbauer(in)
[X] selbstverständlich single, sonst wär ich ja wohl nicht in diesem Forum angemeldet. :lol: Mit übelsten Nerds wie mir will halt keine was zu tun haben. Auf der Suche bin ich auch nicht mehr, ich zocke lieber ne anständige Runde, das macht wenigstens Laune. :D Gibt so viel mehr Sachen die viel mehr Spaß machen als irgendwrlchen Weibern hinterher zu rennen, die einen eh nur verarschen.
Bin seit keine Ahnung 10 Jahren oder so single und lebe noch, also scheint es wohl nicht schädlich zu sein.
:ugly:
Was ich echt ironisch auch an der Liebe finde, jetzt sagst du: "Ich bin überglücklich als Single und kann zocken bis der Arzt kommt". Nachher gehst du einkaufen, biegst nichtsahnend in die Nudelabteilung ein und *zack* steht vor dir deine Traumfrau und es funkt zwischen euch beiden, dabei stellt sich heraus, sie ist noch zu haben". :-D
 

SaPass

BIOS-Overclocker(in)
Was ich echt ironisch auch an der Liebe finde, jetzt sagst du: "Ich bin überglücklich als Single und kann zocken bis der Arzt kommt". Nachher gehst du einkaufen, biegst nichtsahnend in die Nudelabteilung ein und *zack* steht vor dir deine Traumfrau und es funkt zwischen euch beiden, dabei stellt sich heraus, sie ist noch zu haben". :-D
Ich kenne mehr als einen Fall, wo sich das in etwas so abspielte, abgesehen vom ich-zocke-bis-der-Arzt-kommt - Teil.

Selbst glücklich und zufrieden zu sein sehe ich als gute Grundlage für eine Beziehung an. Die ich-brauch-unbedingt-einen-Partner-um-glücklich-zu-sein - Fraktion hat da zumindest gefühlt etwas weniger Erfolg.
 

TheBadFrag

Lötkolbengott/-göttin
Was ich echt ironisch auch an der Liebe finde, jetzt sagst du: "Ich bin überglücklich als Single und kann zocken bis der Arzt kommt". Nachher gehst du einkaufen, biegst nichtsahnend in die Nudelabteilung ein und *zack* steht vor dir deine Traumfrau und es funkt zwischen euch beiden, dabei stellt sich heraus, sie ist noch zu haben". :-D
Haha ne, wird nicht passieren. :lol: Gibt höchstens den typischen "ih was ist das für ein Nerd" Blick. :D
 

TheBadFrag

Lötkolbengott/-göttin
Du glaubst auch noch an den Weihnachtsmann, oder? :D
Selbst wenn meine angebliche Traumfrau vor mir steht, würde ich es nicht mal bemerken, weil ich komplett das Interesse verloren habe. Ich hab aus meinen Fehlern gelernt und werde mit Sicherheit nicht noch eine Beziehung anfangen. Komplette Zeitverschwenung, da ich sowieso nur wieder die Arschkarte ziehe.
Das Leben ist halt kein Ponyhof und ich habe mich angepasst, so wie ich es schon immer machen musste.
;)
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Meine Partnerin und ich verdienen beide sehr gut, haben ein Haus und sind im perfekten Alter für Kinder, wird aber dennoch ganz bestimmt nicht passieren.
Ich kann mich noch sehr gut an die Geburt unseres ersten Kindes erinnern (als wenn es gestern war).
Ich hab sie (ein Mädchen) damals das erste Mal in den arm genommen und gehalten und ein furchtbar hässliches Wesen guckte durch zugeschwollene Augen grob in meine Richtung.
Und genau da wusste ich, dass es keinen schöneren Moment im Leben geben könnte.
Heute ist dieser kleine Wurm erwachsen und lebt inzwischen sein eigenes Leben und ich kann mich an jeden einzelen dieser Tage erinnern und mir wird dabei immer warm um Herz.
Ich bin so stolz auf meine Kinder und feiere jeden Tag, den sie leben.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich kann mich noch sehr gut an die Geburt unseres ersten Kindes erinnern (als wenn es gestern war).
Ich hab sie (ein Mädchen) damals das erste Mal in den arm genommen und gehalten und ein furchtbar hässliches Wesen guckte durch zugeschwollene Augen grob in meine Richtung.
Ich kann mich auch noch gut an die Geburt unseres Sohnes erinnern.
Da lief Musik aus dem Radio im Kreißsaal. Das Lied "It´s my life" von Bon Jovi. Hat gepasst! :D
 

HenneHuhn

Volt-Modder(in)
Ich kann mich noch sehr gut an die Geburt unseres ersten Kindes erinnern (als wenn es gestern war).
Ich hab sie (ein Mädchen) damals das erste Mal in den arm genommen und gehalten und ein furchtbar hässliches Wesen guckte durch zugeschwollene Augen grob in meine Richtung.
Und genau da wusste ich, dass es keinen schöneren Moment im Leben geben könnte.
Heute ist dieser kleine Wurm erwachsen und lebt inzwischen sein eigenes Leben und ich kann mich an jeden einzelen dieser Tage erinnern und mir wird dabei immer warm um Herz.
Ich bin so stolz auf meine Kinder und feiere jeden Tag, den sie leben.
Das sei dir ja auch gegönnt.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
************, bei mir macht sich Demenz breit. Ich kann mich weder an jeden einzelnen Tag im Leben meiner Kinder, noch in meinem Leben erinnern :-(
Ich glaube damit hat Threshold übertrieben. An jeden einzelnen Tag kann man sich nicht erinnern. Eher an besondere Momente und Schlüsselerlebnisse. ;)
 
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