Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Wenn ich mich Recht entsinne, hat Reagan sogar die Steuern auf Benzin und Diesel erhöht, um hier mehr investieren zu können.

Reagan hat die Steuern massiv gesenkt und dann Schulden gemacht um die fehlenden Einnahmen auszugleichen.

Wirtschaftliche Entwicklungen lassen sich nunmal nicht aufhalten. Jeder der es versucht, wird nur Schiffbruch erleiden und bekommt noch größere wirtschaftliche Probleme frei Haus.

Das war aber keine Entwicklung sondern ein Zwang um die Großkonzerne zu stärken und ihnen die Macht zu verleihen, die sie heute haben.

Selbst bei Steuermindereinnahmen sind Schulden keine Notwendigkeit. Durch entsprechende Kürzungen der Staatsausgaben lässt sich ebenfalls ein ausgeglichener Haushalt erreichen.

Wenn du aber die Steuereinnahmen selbst minimierst, und danach dann Schulden machst, ist das kein Grund für Kürzungen, man hätte die Einnahmen einfach nicht kürzen dürfen.

Die USA sind ein Verfassungsstaat, der aber ziemlich stark am Miniarchismus ausgerichtet ist. Und was das heißt, sollte wohl klar sein. Deswegen ist eine der Grundaussagen der Verfassung auch die, dass der Staat nicht nur die natürlichen Rechte und Freiheiten vor Dritten schützt, sondern auch vor dem Staat selber.
Zumal, im Gegensatz zu Deutschland, der Förderalismus bedeutend stärker ausgeprägt ist und somit die Regierungen der einzelnen Bundesstaaten bedeutend mehr Macht haben.

In der US Verfassung steht nichts davon, dass sich Reiche auf Kosten der armen noch mehr bereichern dürfen, da steht nichts davon drin, dass man Arbeitsplätze abbauen soll um den Gewinn kurzfristig zu steigern.
Lies dir man die Verfassung durch, dann wirst du merken, dass da gar nichts von Kapitalismus drin steht.

Dass bisher alle Krisen durch eine zweifelhafte Politik der Zentralbanken und der Regierungen(vorallem ersterer) verursacht wurden, lässt man natürlich unter den Tisch fallen. Genauso verschweigt man, dass alle Monopole und fast alle Olygopole auf staatlichen Mist gewachsen sind.

Die Zentralbanken werden von der Industrie und den Banken selbst gesteuert oder muss ich wirklich erwähnen, wie viele ehemalige Banker Finanzminister in den letzten Jahrzehnten in den USA waren?
Und wenn die Zentralbank ständig den Leitzins senkt, damit die Banken sehr billig Kredite bekommen und so den Markt mit billigem Geld überschwemmen, dann ist das alleine du Schuld der Banken selbst, denn die haben das so eingefädelt. Sie kriegen zum Nulltarif Geld und verleihen das mit hohen Zinsen weiter, an ahnungslose Häuserbesitzer, die keine Ahnung von dem haben, was mit ihnen passiert.

Es ist nur zu logisch, dass man sich verkleinert, umstrukturiert und ggf. auch einen neuen Standort sucht und/oder sich neu ausrichtet, wenn man durch irgendwelche Maßnahmen in seinen bisherigen Unternehmensfeldern nicht mehr wirtschaften und arbeiten kann.

Es ist offensichtlich, dass die Argumentation mit dem Atomausstieg nur vorgeschoben ist. Die Energiekonzerne können sofort in erneuerbare Energien investieren und dadurch ihre Machtmarkt wieder steigern und durch den _Verkauf der Technologien ins Ausland die Gewinne noch mehr maximieren.

Unternehmen werden halt nicht aus Spaß an der Freude gegründet, sondern um genau das zu machen, was du so verteufelst: Gewinn abwerfen.

Ich hab keine Probleme damit, dass ein Unternehmen Gewinne macht, es muss ja Gewinne machen um wieder investieren zu können, mich stört bloß das Quartalsdenken der Manager, die nur an ihrem Aktienkurs interessiert sind, weil sie selbst Aktienfonds besitzen. Dieses Denken muss beendet werden.

Das ist das Kreuz mit den Keynesianern, Etatisten und Sozis: Sie meinen mit politischen Mitteln ökonomische Realitäten dauerhaft verändern zu können.

Die ökonomische Realität, die derzeit herrscht ist von wenigen geschaffen worden um sich selbst zu bereichern, mit Hilfe der Politik, denn ohne die Politik gäbe es die unkontrollierte Marktwirtschaft nicht, aber nicht das Geld soll die Menschen regieren, die Menschen sollen das Geld regieren. Ein Unternehmen, das Werte schafft ist bedeutender, als ein Unternehmen, das Blasen schafft, nur leider ist das derzeit nicht der Fall und da müssen wir wieder hin, wenn die Gesellschaft nicht zerbrechen soll.

Wann, wo und wie jemand investiert, ist ihm selber überlassen.

Wenn sie nicht bald investieren, ist der Zug abgefahren und andere Firmen steigen ein und lassen den deutschen Energiekonzernen nichts mehr übrig, außer noch weiter sinkende Aktienkurse, aber die Manager fallen weich, sie bekommen so oder so ihre Abfindung.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Reagan hat die Steuern massiv gesenkt und dann Schulden gemacht um die fehlenden Einnahmen auszugleichen.
Schau dir mal die Entwicklung der Steuereinnahmen in den USA an. Seine Steuerpolitik war bestätigung der Lafer-Kurve, sprich die Einnahmen sind gleich geblieben. Das Problem war vielmehr, das er nicht die Ausgaben für das Militär gesenkt sondern erhöht hat. Aber das Unterschied ihn nicht von den vielen Präsidenten vor ihm.

Wenn du aber die Steuereinnahmen selbst minimierst, und danach dann Schulden machst, ist das kein Grund für Kürzungen, man hätte die Einnahmen einfach nicht kürzen dürfen.
Siehe oben. Die Schulden sind durch zu hohe Ausgaben entstanden, nicht durch zu niedrige Einnahmen.
Und da hier vor einigen Seiten schonmal auf die (vorallem für Liberals und Linke) bitterböse Tea Party eingegangen wurde: Sie will den Staat sanieren, indem die Staatsausgaben gesenkt und der Staat wieder auf seine Kernaufgaben die er nach der Verfassung hat, beschränkt wird. Sie ist somit ganz klar dagegen, einen fett gemästeten Staat durch höhere Steuern und/oder noch mehr Schulden zu finanzieren.

In der US Verfassung steht nichts davon, dass sich Reiche auf Kosten der armen noch mehr bereichern dürfen, da steht nichts davon drin, dass man Arbeitsplätze abbauen soll um den Gewinn kurzfristig zu steigern.
Gegenteiliges steht auch nicht drin.

Lies dir man die Verfassung durch, dann wirst du merken, dass da gar nichts von Kapitalismus drin steht.
Ich konnte in der ganzen Verfassung nichts lesen, was per se gegen Kapitalismus und freie Marktwirtschaft gerichtet ist. Und bei dem Thema immer wieder lesens- und hörenswert ist Andrew Napolitano.

Sie kriegen zum Nulltarif Geld und verleihen das mit hohen Zinsen weiter,
Das die FED nicht dem Staat untersteht, sondern eigentlich Privat ist, brauch ich wohl nicht zu erwähnen?

an ahnungslose Häuserbesitzer, die keine Ahnung von dem haben, was mit ihnen passiert.
Die Immobilienkrise war zuallererst in der Sozialpolitik begründet, wie sie unter Carter eingeführt und unter Clinton ausgeweitet wurde. Eine Politik, die für jeden ein Eigenheim vorsah, egal ob die Person es sich leisten konnte oder nicht. Dieses Übel ist auch unter den Namen "Community Reinvestment Act" bekannt und genau das verursachte mit die Hauptprobleme bei Banken und Versicherungen. Die Rettung dieser Institute war der nächste große Fehler. Aus dem "too big to fail"(Korporatismus olè) ist ein "big failure" geworden. Ein eklatanter Bruch mit der Marktwirtschaft, maroden Unternehmen nicht das zukommen zu lassen was sie verdienen: den Bankrott und somit ein weiterer Schritt hin zu einem Schrecken ohne Ende und eine neue Runde in der Abwärtsspirale der Staatsverschuldung und des Interventionismus, statt einem Ende mit Schrecken.

mich stört bloß das Quartalsdenken der Manager, die nur an ihrem Aktienkurs interessiert sind, weil sie selbst Aktienfonds besitzen.
Wo ist das Problem daran? Du gehst von vollkommen falschen Ansätzen aus. Menschen verfolgen zuallererst ihre individuellen Interessen. Warum sollte also das Verfolgen von wirtschaftlichen Eigennutz unmoralischer sein, als das verfolgen politischer oder anderer Ziele?

Dieses Denken muss beendet werden.
Mit noch mehr Interventionismus, welcher natürlich als Rattenschwanz noch mehr Interventionismus nach sich zieht?

Die ökonomische Realität, die derzeit herrscht ist von wenigen geschaffen worden um sich selbst zu bereichern, mit Hilfe der Politik, denn ohne die Politik gäbe es die unkontrollierte Marktwirtschaft nicht
Die Realität die wir derzeit haben ist, das wir weder Kapitalismus noch eine wirklich freie Marktwirtschaft haben. Wir haben Korporatismus. Denn wenn man wirklich Kapitalismus und freie Marktwirtschaft hätte, wären nicht nur die Aufgaben des Staates stärker begrenzt, sondern verschiedene Lobbygruppen, von wem sie sind sei mal dahingestellt, könnten für ihre Klienten gar keine Macht bekommen, da es die Regulierungen, etc. die dies ermöglichen würde, gar nicht gebe.

Wenn sie nicht bald investieren, ist der Zug abgefahren und andere Firmen steigen ein
Dann ist das ein Problem der Unternehmen, mit dem diese fertig werden müssen und wenn ich richtig gelesen hab, will man ja seinen Firmensitz verlagern. Gut möglich das man dann am neuen Standort in dieses Feld investiert, weil einen die Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr zusagen.
Video "Wider den Duckmäusen" - WirtschaftsWoche

aber die Manager fallen weich, sie bekommen so oder so ihre Abfindung.
Verträge sind halt dazu da um eingehalten, nicht um gebrochen zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Wo ist das Problem daran? Du gehst von vollkommen falschen Ansätzen aus. Menschen verfolgen zuallererst ihre individuellen Interessen. Warum sollte also das Verfolgen von wirtschaftlichen Eigennutz unmoralischer sein, als das verfolgen politischer oder anderer Ziele?

Er sagt nicht, dass es unmoralischer ist, sondern dass es moralisch inakzeptabel ist. Der Unterschied sollte jedem klar sein, der nicht als zweiter vom Hochhaus springt, weils der erste doch auch macht.

Die Realität die wir derzeit haben ist, das wir weder Kapitalismus noch eine wirklich freie Marktwirtschaft haben. Wir haben Korporatismus. Denn wenn man wirklich Kapitalismus und freie Marktwirtschaft hätte, wären nicht nur die Aufgaben des Staates stärker begrenzt, sondern verschiedene Lobbygruppen, von wem sie sind sei mal dahingestellt, könnten für ihre Klienten gar keine Macht bekommen, da es die Regulierungen, etc. die dies ermöglichen würde, gar nicht gebe.

Wenn wir das staatliche Machtmonopol aufgeben würden, bräuchten diverse Lobbygruppen nicht um selbige ringen, weil die Macht per se beim Kapital liegen würde. Wie das Endergebniss aussieht, kannst du dir in diversen Süd- und Mittelamerikanischen sowie afrikanischen Schwellenländern ansehen. Macht kann man nicht abschaffen. Lässt der Staat sie fallen, gibt es Milizen oder Aufständische, die sie dankbar annehmen.

Dann ist das ein Problem der Unternehmen, mit dem diese fertig werden müssen und wenn ich richtig gelesen hab, will man ja seinen Firmensitz verlagern.

Klingt nach einer für die deutsche Gesellschaft tollen Lösung :rollen:
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Schau dir mal die Entwicklung der Steuereinnahmen in den USA an. Seine Steuerpolitik war bestätigung der Lafer-Kurve, sprich die Einnahmen sind gleich geblieben. Das Problem war vielmehr, das er nicht die Ausgaben für das Militär gesenkt sondern erhöht hat. Aber das Unterschied ihn nicht von den vielen Präsidenten vor ihm.

Er hat den Rüstungsapparat aufgebläht. Dadurch haben viele Firmen Aufträge durch den Staat erhalten, dadurch haben sie deutlich mehr Umsatz gemacht, folglich haben sie auch mehr Steuern bezahlt.
Blöd nur, dass Reagan deutlich mehr Schulden gemacht hat als er durch höhere Steuereinnahmen wieder reingeholt hat.
Und warum ist das so?
Genau, weil er die Steuern für die reichen stark gesenkt hat.
Hätte er das nicht gemacht, sondern milde das Rüstungsprogramm hochgefahren (um die Russen in die Schranken zu weisen), hätte er mehr Einnahmen generieren können ohne Schulden machen zu müssen.

Und da hier vor einigen Seiten schonmal auf die (vorallem für Liberals und Linke) bitterböse Tea Party eingegangen wurde: Sie will den Staat sanieren, indem die Staatsausgaben gesenkt und der Staat wieder auf seine Kernaufgaben die er nach der Verfassung hat, beschränkt wird. Sie ist somit ganz klar dagegen, einen fett gemästeten Staat durch höhere Steuern und/oder noch mehr Schulden zu finanzieren.

Die Tea Party Leute sind auch für die Einführung der Kreationisten Lehre in den Schulen und für die Abschaffung des Bildungsministerium.
Dass sie das Sozialsystem abschaffen wollen, ist klar, aber dann müssen sie Gheotts für sich schaffen, damit sie die 95% Armen nachher nicht sehen müssen.
Erinnert irgendwie an einen Endzeit Action Film mit Jason Statham. :ugly:

Gegenteiliges steht auch nicht drin.

In der Verfassung steht drin, dass der Mensch sich frei entscheiden und frei wählen kann, was für ihn das Beste ist.
Planwirtschaft steht im Widerspruch zur freien Entscheidung, daher ist sie nicht anwendbar, also ist folglich ein Wirtschaftssystem anzutreffen, das ebenso auf freie Entscheidungen setzen kann.
Bis zu einem gewissen Maß sind diese freien Entscheidungen auch gut, denn jeder Unternehmer muss selbst wissen, was er produzieren oder entwickeln will und mit was er Geld verdienen will.
Nur leider verdienen die Banken ihr Geld nicht mit etwas, das sie herstellen, sie verdienen etwas mit der Wahrscheinlichkeit, dass was wann wie eintrifft.
Und das ist nun mal nicht der Sinn der Verfassung gewesen, dass das bei rauskommt. Hier muss der Staat dafür sorgen, dass Regeln, die er aufgestellt hat, eingehalten und nicht unterhöhlt werden.

Das die FED nicht dem Staat untersteht, sondern eigentlich Privat ist, brauch ich wohl nicht zu erwähnen?

Das ist mir bewusst, deswegen haben die Großbanken ja auch die Macht sie zu steuern.
Die EZB ist aber nicht besser, sie macht auf Bad Bank und kauft Staatsanleihen auf, die sonst nichts mehr wert wären.

Die Immobilienkrise war zuallererst in der Sozialpolitik begründet, wie sie unter Carter eingeführt und unter Clinton ausgeweitet wurde. Eine Politik, die für jeden ein Eigenheim vorsah, egal ob die Person es sich leisten konnte oder nicht. Dieses Übel ist auch unter den Namen "Community Reinvestment Act" bekannt und genau das verursachte mit die Hauptprobleme bei Banken und Versicherungen. Die Rettung dieser Institute war der nächste große Fehler. Aus dem "too big to fail"(Korporatismus olè) ist ein "big failure" geworden. Ein eklatanter Bruch mit der Marktwirtschaft, maroden Unternehmen nicht das zukommen zu lassen was sie verdienen: den Bankrott und somit ein weiterer Schritt hin zu einem Schrecken ohne Ende und eine neue Runde in der Abwärtsspirale der Staatsverschuldung und des Interventionismus, statt einem Ende mit Schrecken.

Die Immobilienkrise ist entstanden, weil die Banken den Leuten erklärt haben, dass ihr Haus einene Wert hat, den man zu Geld machen kann ohne aus dem Haus ausziehen zu müssen, denn der Wert des Hauses nimmt ja immer weiter zu, niemand nimmt er ab. :ugly:
Nur leider funktioniert das nicht und weil die Leute keine Ahnung von sowas haben, sind sie drauf reingefallen, denn wenn du nicht mal mehr deinem Bankberater trauen kannst, wem dann?

Wo ist das Problem daran? Du gehst von vollkommen falschen Ansätzen aus. Menschen verfolgen zuallererst ihre individuellen Interessen. Warum sollte also das Verfolgen von wirtschaftlichen Eigennutz unmoralischer sein, als das verfolgen politischer oder anderer Ziele?

Ich rede nicht von unmoralischer, ich meine, dass das unmoralisch ist.
Wenn die Konzerne die Parteien schmieren (heute nennt man das Lobbyismus), damit sie ihre Politik umsetzen (die Hoteliers haben sich gefreut), dann ist das nicht unmoralischer als sich die Taschen durch Boni vollstopfen, sondern es ist schlicht falsch.

Mit noch mehr Interventionismus, welcher natürlich als Rattenschwanz noch mehr Interventionismus nach sich zieht?

Nein, mit klaren Regeln. Es müssen nicht mal viele sein, sie müssen nur uneingeschränkt eingehalten werden.
Heute haben wir so viele Ausnahmen, dass keiner weiß, was darunter alles fällt.
Die meisten (ich tippe sogar mal, 99,9% und mehr) verstehen nicht mal, was die Banken da alles für Pakete geschnürt haben (und wo Deutsche Landesbanken kräftig mitverdienen wollten).

Die Realität die wir derzeit haben ist, das wir weder Kapitalismus noch eine wirklich freie Marktwirtschaft haben. Wir haben Korporatismus. Denn wenn man wirklich Kapitalismus und freie Marktwirtschaft hätte, wären nicht nur die Aufgaben des Staates stärker begrenzt, sondern verschiedene Lobbygruppen, von wem sie sind sei mal dahingestellt, könnten für ihre Klienten gar keine Macht bekommen, da es die Regulierungen, etc. die dies ermöglichen würde, gar nicht gebe.

Hätten wir wirklich freie Marktwirtschaft ohne Staat, hätten wir schon längs wieder einen Krieg gehabt oder wir würden in einem totalitärem Regime leben, such es dir aus.
Vielleicht würde es aber auch in Berlin nur so aussehen wie in Sao Paulo oder Mexiko City. :ka:
Natürlich hätten wir nebenbei noch ein paar explodierte Kernkraftwerke stehen gehabt, da der Staat sich ja nicht in die Belange der Firmen einmischen soll. :schief:

Verträge sind halt dazu da um eingehalten, nicht um gebrochen zu werden.

Absolut richtig, wenn der Vertrag besteht, dass der Manager bei einer Pleite oder durch offene Inkompetenz mehrere Millionen Euro Abfindung bekommt, dann ist das völlig OK, ist ja der Fehler des Aufsichtsrates, wieso macht der auch solche Verträge. :schief:
Mich würde mal interessieren, wer da die Verträge aushandelt... ach ja, das sind die ehemaligen Chefs, die nach ihren Vorsitz des Konzerns in den Aufsichtsrat gewechselt sind, Josef Ackermann wird er nächste sein, dem es so "ergeht". Daher kann man davon ausgehen, dass er für seinen Nachfolger einen ebenso tollen Vertrag "aushandeln" wird, wie er ihn selbst besessen hat.
Super System, was? ;)
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Leute, leute, streitet euch nicht über eure Ideologie und Weltanschauung, die werdet ihr nicht ändern. :) ;)

Gibt wiedermal News zu den USA:

Wer profitiert von der Herabstufung der USA?: Börsenaufsicht prüft Standard & Poor's - n-tv.de

Ich würde mich wetten zu trauen dass die USA jetzt mit aller Macht versuchen S&P als Lügner darzustellen und damit ihre Glaubwürdigkeit stark zu untergraben. Zweifellos könnten Mitarbeiter bzw. andere Personen die Informanten haben von Staatsabwertungen profitieren, werden sie wahrscheinlich sogar gemacht haben, aber dass ist jetzt sicher nix neues nur weil die USA herabgestuft wurden.

MfG
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Und der US Markt ist nun mal der größte Automarkt der Welt, will man der größte Autobauer der Welt werden, muss man dort einen hohen Marktanteil erreichen. Auch wenn der chinesische Markt wächst (und der asiatische allgemein auch) sind die Gewinnmargen dort nicht so groß, weil eben viele preisgünstige Volumenmodelle kaufen.

Spätestens seit der Finanzkrise ist der US-Markt nicht mehr der größte Absatzmarkt für Automobile. 2010 kam der US-Markt auf rund 12 Mio. Fahrzeuge, während China auf 14 bis 15 Mio. Fahrzeuge kam. In Deutschland werden jährlich rund 3 Mio. Autos abgesetzt.
Fasst man die BRIC-Staaten zusammen (Brasilien: 3,1 Mio.; Russland: 1,6 Mio.; Indien: 2,5 Mio.; China: 15 Mio.) und vergleichst das mit der bisherigen Triade (USA: 12 Mio; D: 3 Mio; JPN: 4,8 Mio.), dann wird deutlich, dass sich das Absatzpotenzial inzwischen vollkommen verschoben hat.
Sicherlich ist die Automobilindustrie nicht alles, doch sie macht immerhin einen beachtlichen Teil der hiesigen Industrielandschaft aus, sofern man alle Zulieferer auch noch mitzählt.

SL55:
Das Gleiche Spiel gilt auch für Asien, die Produkte, vorallem am Beispiel China, werden in China gefertigt. Dazu werden eigene Gesellschaften gegründet, da in China jeder westliche Konzern einen chinesischen Partner braucht (gesetzlich vorgeschrieben um einen technologischen "Austausch" zu bewirken) um überhaupt in China fertigen zu dürfen. Ein import aus Europa wäre viel zu teuer!
Also, nur die Technologie kommt aus Europa, Produktion in solch entfernten Ländern wird vor Ort vorgenommen. Maximal einzelne Teile kommen aus Europa, wie z.B. Motoren o.ä..

Das gleiche gilt auch für Maschinenbaufirmen. Egal in welchen (Groß-)Industriellen Unternehmen, zumeist gibt es Rahmenverträge die zumindest bei größeren Auftragsvolumina eine gewissen Menge an vor Ort in eigens errichteten Werken hergestellten Maschinen vorsehen.

In der Fachsprache wird das CKD - Completely Knocked Down bezeichnet. Zwar kommt dieser Begriff eigentlich aus der Automobilindustrie, doch wird er in vielen Bereichen der Industrie angewendet. Letztlich bedeutet das, dass bestimmte Einzelteile importiert werden und dann vor Ort (meist im Land des jeweiligen Absatzmarkts) zusammengesetzt werden. Zum einen kann man dadurch Transportkosten reduzieren aber auch etwaige Zölle für Fertigwahren umgehen. Zugleich kann man u.U. auch bestimmte Anpassungen vornehmen, um die Produkte an die lokalen Bedürfnisse anzupassen.

Der Zwang bzw. die Verpflichtung zu Partnerschaften, Joint Ventures, besteht in China aber nicht in allen Branchen. Meist nur in jenen, welche dort als Schlüsselindustrie gelten, wie z.B. Banken, Verkehr/Infrastruktur, Automobilbau, Handel und Telekommunikation. Allerdings hat sich gerade im Finanz- und Handelswesen einiges getan. Aber gewisse protektionistische Verhaltensstrukturen kannst du in vielen Ländern erkennen. Dazu kommen Regulierungen, welche eine Marktbearbeitung für ausländische Unternehmen erschweren. Auch das sind Gründe, weshalb sich viele bekannte Firmen wieder aus dem US-Markt zurückgezogen haben oder Schwierigkeiten bei Kooperationen mit französischen Unternehmen haben.

Deimos: Eine Produktionsverlagerung wäre bei gleichbleibenden Wechselkursen unumgänglich, da ansonsten CH-Produkte schlichtweg nicht mehr konkurrenzfähig wären, da viel zu teuer.
Die massive Aufwertung des Franken ist in der Tat ein Problem für viele schweizer Unternehmen. Nicht umsonst haben viele CH-Unternehmen ihre Abrechnungen in Dollar bzw. EUR umgestellt. Doch die Wertschöpfung selbst und sowie die Personalkosten sind weiterhin an den CHF gebunden. Ein ähnliches Problem hatten 2007-2008 auch etliche europäische Unternehmen. Allen voran jenen, welche nur in USD kalkulieren können, wie beispielsweise die Luft- und Raumfahrt. Durch Hedging kann man zwar Währungspositionen absichern, nur hat auch das seine Grenzen. Bei EADS/Airbus bedeutete damals beispielweise jeder Cent, der über den 1,50 EUR/Dollar lag, einen immensen Verlust. Daher wurde ein Teil der Wertschöpfung daraufhin auch in den USD-Raum verlagert.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Spätestens seit der Finanzkrise ist der US-Markt nicht mehr der größte Absatzmarkt für Automobile. 2010 kam der US-Markt auf rund 12 Mio. Fahrzeuge, während China auf 14 bis 15 Mio. Fahrzeuge kam. In Deutschland werden jährlich rund 3 Mio. Autos abgesetzt.
Fasst man die BRIC-Staaten zusammen (Brasilien: 3,1 Mio.; Russland: 1,6 Mio.; Indien: 2,5 Mio.; China: 15 Mio.) und vergleichst das mit der bisherigen Triade (USA: 12 Mio; D: 3 Mio; JPN: 4,8 Mio.), dann wird deutlich, dass sich das Absatzpotenzial inzwischen vollkommen verschoben hat.
Sicherlich ist die Automobilindustrie nicht alles, doch sie macht immerhin einen beachtlichen Teil der hiesigen Industrielandschaft aus, sofern man alle Zulieferer auch noch mitzählt.

Wie viel Autos verkauft Porsche in China und wie viel in den USA? ;)
Niemand bestreitet, dass China und Indien ein großer Markt ist, doch weder die Chinesen noch die Inder werden jemals den Wohlstand erreichen, den Westeuropa und die USA haben. Ergo werden sie auch nicht über die Kaufkraft verfügen.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Wie viel Autos verkauft Porsche in China und wie viel in den USA? ;)
Niemand bestreitet, dass China und Indien ein großer Markt ist, doch weder die Chinesen noch die Inder werden jemals den Wohlstand erreichen, den Westeuropa und die USA haben. Ergo werden sie auch nicht über die Kaufkraft verfügen.

Das würde ich nicht sagen. Denk mal 150 Jahre zurück, da waren die USA noch weit hinter Europa, heute würde man sagen ein Schwellenland! Wirtschaftlicher Aufstieg und Niedergang passieren sehr sehr schnell.

Mengenmäßig mehr Leute die sich einen Porsche leisten können wird es in China auch sicher bald mehr geben als bei uns. Prozentual gesehen vielleicht nicht, aber da die Bevölkerung größer ist, übersteigt es dann unsere Anzahl an potentiellen Kunden...

MfG
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

In China und Indien leben viel zu viele Meschen, die können nicht alle Wohlstand erreichen, unmöglich. Keine Volkswirtschaft kann 2,5 oder 3 Milliarden Menschen komplett ernähren, versorgen und ausstatten.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Wie viel Autos verkauft Porsche in China und wie viel in den USA? ;)
Niemand bestreitet, dass China und Indien ein großer Markt ist, doch weder die Chinesen noch die Inder werden jemals den Wohlstand erreichen, den Westeuropa und die USA haben. Ergo werden sie auch nicht über die Kaufkraft verfügen.

Im letzten Geschäftsjahr waren es im gesamten Nordamerika 23.500 Autos und in China 11.724 Autos. Insgesamt (weltweit) waren es 81.850 Autos mit einem Listenpreis von 46.000 und 240.000 Euro.
Allerdings betrug das Wachstum in China im letzten Geschäftsjahr satte 50%.
Im Juli 2011 sank erstmal seit einer Weile wieder der gesamte Absatz von Porsche, wobei es vor allem in Europa zu einer Flaute kam. Anders aber in China, dort kam es zu deutlichen Wachstumssteigerungen.
Verglichen mit den bisherigen Ergebnissen kam es bei Porsche aber im Vergleich zu 2010 bisher zu einer Absatzsteigerung von nahezu 30%.

Absatz in Europa sinkt: Porsche wächst in China - n-tv.de
Absatzboom in China: Porsche fährt Umsatzrekord ein - n-tv.de

Insbesondere wegen des starken Wachstums in China, denke ich, wird dieser Markt zukünftig noch bedeutender. Zumindest ist es der weltweit am schnellsten wachsende Markt, was sowohl Industrie-/Investitions- als auch Konsumgüter miteinschließt.

Aus westlicher Sicht wird China immer wieder als Entwicklungsland betrachtet. Doch ist es das wirklich? Von den letzten 2000 Jahren war China 1800 Jahre wirtschaftlich betrachtet führend, noch vor Europa, geschweige denn Nordamerika. Viele Technologien und Entwicklungen kamen von China nach Europa, so z.B. auch der Handsatz als Buchdrucksystem, welches von Gutenberg weiterentwickelt und in Europa eingeführt wurde. Mit dem Beginn der Industrialisierung änderte sich das, wodurch Europa sich rasend schnell entwickeln konnte. Weitere Kriege und Bürgerkriege führten dann dazu, dass China wirtschaftlich immer weiter abgehängt wurde. Mao vereinte China zwar in den 1940ern, führte es aber dann zu einer sozialwirtschaftlichen Isolation. Erst im Prinzip ab ca. 1976 kam es zu einer Öffnung des Landes, wodurch Wachstum und Wohlstand stückweise möglich wurden. Ab dem WTO Beitritt in 2001 kam es dann zu noch stärkeren Wachstumsraten. Insofern ist die wirtschaftliche Entwicklung, welche wir heute in China sehen, erst in kürzester Zeit entstanden. Insofern ist es sehr beachtlich, wie sich das Land entwickelt hat. Insbesondere auch unter dem Aspekt, dass Indien und China vor circa 20 Jahren wirtschaftlich auf einem ähnlichen Niveau befanden. In den letzten Jahren hatte China ein Wachstum von circa 10%. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Studien davon ausgehen (bei einem durchschnittlichen Wachstum von ca. 5%), dass das Land mittelfristig in circa 25 bis 35 Jahren die USA einholen wird.
Mit dem wirtschaftlichen Wachstum ist auch Wohlstand sehr stark verknüpft. Auch das erklärt, weswegen die chinesischen Regierung beispielsweise eine Konverenz durch eine bessere Infrastruktur erreichen und die Kluft zwichen Land-Stadt reduzieren möchte. Sicherlich ist das Land in sich noch etwas gespalten, bzw. sind die sozialen Unterschiede zwischen dem Osten und Westen deutlich zu sehen. Gerade der Osten des Landes mit seinen großen Städten wie Shanghai ähnelt in vielen Belangen einer westlichen Metropole. Demgegenüber hat der Osten noch einen großen Nachholbedarf. Doch dieses Potenzial zusammen bedeutet zugleich eben auch eine enorme Chance für die dortige Bevölkerung aber auch für westliche Firmen, welche beispielsweise von Modernisierungs- oder Infrastruktur- und Anlageprojekte profitieren können; wenn sicherlich auch nicht alles Gold ist, was glänzt.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Aus westlicher Sicht wird China immer wieder als Entwicklungsland betrachtet.

Da Deutschland immer noch Entwicklungshilfe für China ausgibt, obwohl China über Devisenreserven in Billionenhöhe verfügt, denke ich, dass da ein paar Dinge dringend neu ausgerichtet werden sollten.

In China wachsen die gleichen Blasen wie auch woanders auf der Welt, Shanghai ist jetzt schon eine einzige Blase, auch die wird eines Tages platzen und dann gibts immer noch 800 Millionen Chinesen, die nichts haben, das wird ein Regime, wie aktuell, nicht ewig unterdrücken können.
Irgendwann kommt der "Befreiungsschlag" und dann wird sich eine Menge ändern.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Tja, China ist zwar ein kommunistischer Staat, betreibt aber in vielen Bereichen Turbokapitalismus und versucht dass zu erreichen, was Europa und Amerika in 200 Jahren Industrialisierung aufgebaut haben. Wir haben dabei viele Fehler gemacht, und genau die macht China aber auch nach. Sie haben nicht aus Fehlern unserer Industrialisierung gelernt... (vorallem immense Umweltverschmutzung, kein nachhaltiger Lebensstil)

Nichtsdestotrotz sollte man sich langsam an den Gedanken gewöhnen dass China eine große Nummer sein wird bzw. ist. Und das denke ich auch langfristig (>50 Jahre) mit einem diktatorischen Regime sein kann.

MfG
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Sie betreiben Kapitalismus unter strenger Kontrolle des Staates und ohne Rücksicht auf die Menschen oder die Umwelt.
Also im Prinzip das, was auch die USA gerne machen würden, nur eben statt der staatlichen Kontrolle keine Kontrolle, aber ebenso ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Da Deutschland immer noch Entwicklungshilfe für China ausgibt, obwohl China über Devisenreserven in Billionenhöhe verfügt, denke ich, dass da ein paar Dinge dringend neu ausgerichtet werden sollten.

Du vergisst, wie soviele andere auch, den ersten Teil der Bezeichnung: "für wirtschaftliche Zusammenarbeit". Der Löwenanteil dessen, was ans fälschlicherweise von vielen Medien "Entwicklungshilfeministerium" genannte Ministerium geht, fließt mitnichten in Entwicklungshilfe, sondern in internationale Subventionen, primär zugunsten deutscher Firmen oder deren Partnern (direkt oder indirekt durch Kuhhandel, die auf bessere Exportmärkte aussind). Spätestens seit Niebel wäre imho "Ministerium für wirtschaftliche Außenpolitik" der bessere Name...

In China wachsen die gleichen Blasen wie auch woanders auf der Welt, Shanghai ist jetzt schon eine einzige Blase, auch die wird eines Tages platzen

Und genau wie beim platzen einer Blase woanders auf der Welt ist es auch in China der Rest der Welt, der den Schaden hat - nicht China selbst. Denn die haben alle Schlüsselkomponenten direkter unter staatlicher Kontrolle und sie handeln Verträge aus, bei denen sie selbst keine aufgeblasenen Summen zahlen müssen. Das scheinen viele beim chinesischen "Kapitalismus" nicht zu realisieren: In China herrscht auch weiterhin k(aum )eine Marktwirtschaft. Nur China selbst, als ganzes, beteiligt sich immer intensiver am internationalen Markt. Und an dem haben bekanntermaßen die Größten die besten Chancen...
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Du vergisst, wie soviele andere auch, den ersten Teil der Bezeichnung: "für wirtschaftliche Zusammenarbeit". Der Löwenanteil dessen, was ans fälschlicherweise von vielen Medien "Entwicklungshilfeministerium" genannte Ministerium geht, fließt mitnichten in Entwicklungshilfe, sondern in internationale Subventionen, primär zugunsten deutscher Firmen oder deren Partnern (direkt oder indirekt durch Kuhhandel, die auf bessere Exportmärkte aussind). Spätestens seit Niebel wäre imho "Ministerium für wirtschaftliche Außenpolitik" der bessere Name...
Dazu gab es auch einen langen Bericht in der Zeit:

Ecuador: Niebel und die Indianer | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

Danach hat man aber Aggressionen, garantiert.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Um das Thema mal wieder aufleben zu lassen und eine andere Seite zu betrachten:

Es gibt zwar keine neue Sachlage, aber wie findet ihr eigentlich den Umgang mit der Medien mit der bestehenden?

Daran, dass Klaus Kleber min. einmal die Woche Griechenland fertig macht, hat man sich ja gewöhnt. Aber gestern habe ich auf quasi allen Kanäle das gleiche, imho falsche, gehört:

"Griechenland verfehlt seine Sparziele"

Implikation: Die bösen, bösen Griechen leben immer noch in Saus und Braus, anstatt endlich mal den Gürtel enger zu schnallen, wo wir doch schon so nett sind, sie zu retten.

Was dagegen afaik der Fall ist, ist genau das Gegenteil:
Die Griechen haben die extremen Sparprogramme umgesetzt, die ihnen die EU aufgezwungen hat - und wie von sehr vielen Leuten vorhergesagt, ist die Binnennachfrage massiv eingebrochen. Jetzt verfehlt Griechenland nicht die Sparziele, aber die Einnahmenziele. Und die Antwort des Auslandes ist die Forderung nach weiteren Verkäufen der letzten potentiell profitablen Staatsunternehmen und nach Steuererhöhungen. Wobei letztere (wenn irgendwas von dem stimmt, was die FDP in den letzten zwei Jahrzehnten gesagt hat) der angeschlagenen Wirtschaft den Todesstoß geben und damit die Staatseinnahmen ins bodenlose drücken dürften.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Wie so häufig wird immer der falsche Ansatz genommen.
Anstatt erst mal die ganzen Schlupflöcher zu stopfen und dadurch die Einnahmen zu steigern, werden erst mal die Ausgaben massiv gekürzt, was immer die betrifft, die eh nichts haben.
Das Dilemma ist hier immer das gleiche. Ausgaben kann man schnell runterfahren, mehr Einnahmen generieren dauert länger.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Wie so häufig wird immer der falsche Ansatz genommen.
Anstatt erst mal die ganzen Schlupflöcher zu stopfen und dadurch die Einnahmen zu steigern, werden erst mal die Ausgaben massiv gekürzt, was immer die betrifft, die eh nichts haben.
Das Dilemma ist hier immer das gleiche. Ausgaben kann man schnell runterfahren, mehr Einnahmen generieren dauert länger.

Das Problem ist nur leider folgendes (mit den Ausgaben):
- Wieso sollten sich die Politiker selber das Gehalt kürzen? Die leben doch gut von ihren 10.000+ € netto monatlich...
- Wieso hat man so Länder wie Rumänien in die EU gelassen wo von Anfang an klar ist, dass die auch bald um Hilfe schreien werden.

Die Lösung ist relativ simpel:
- Rauswurf aller Länder, die mit Lug und Bertug oder wegen, sagen wir "unüberlegten", Leuten in die EU gekommen sind.
- Sämtliche Zahlungen von uns (Deutschland) in solche Länder stoppen.
- Mal was gegen die Schwarzarbeit unternehmen.
- Viel härtere Strafen für Straftäter. Außerdem über eine Todesstrafe für Schwerverbrecher nachdenken. Andere Länder die dann 60 Jahre alte Sachen ausgraben einfach ignorieren.
- Von den USA die green/blue usw. Karten abschauen und nix mit H4 für irgendwelche Schnorrer.
- Politiker Gehälter auf ein minimum reduzieren. Boni gibts für gute Arbeit.
- Keine Extraspesen, Privatjets auf kosten der Steuerzahler für Politiker.

Das Problem ist nur, dass sich diese Lösungen negativ auf:
a. Den Geldbeutel der Politiker auswirkt und
b. es sowas nie geben wird wegen: X3: Lobbyismus für Dummies - YouTube

Sorry für die etwas direkte Schreibweise, aber es ist nunmal die Wahrheit und meine Meinung.

Sollte sich irgendjemand dürch den Post angegriffen fühlen, kann er mir gerne ein PN zukommen lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Das Problem ist nur leider folgendes (mit den Ausgaben):
- Wieso sollten sich die Politiker selber das Gehalt kürzen? Die leben doch gut von ihren 10.000+ € netto monatlich...
- Wieso hat man so Länder wie Rumänien in die EU gelassen wo von Anfang an klar ist, dass die auch bald um Hilfe schreien werden.

Glaubst du wirklich, man kann indem man 100 Politikern das Gehalt von 10.000 auf 1.000 € im Monat kürzt, einen Staatshaushalt sanieren? Außerdem ist das nicht so einfach zu machen, die Gehälter sind im Gesetz festgeschrieben. Sie verdienen deswegen vll auf den ersten Blick soviel, da sie in der Privatwirtschaft ähnliche Summen verdienen würden - und um die besten Köpfe werben zu können, braucht man ähnliche Gehälter, logisch, oder? Außerdem sollen sie damit unbestechlicher gegenüber Geld gemacht werden, würden sie nur 1.000 € verdienen, würden sie sicher leichter auf Bestechungsgelder eingehen.

Die Lösung ist relativ simpel:
- Mal was gegen die Schwarzarbeit unternehmen.
- Viel härtere Strafen für Straftäter. Außerdem über eine Todesstrafe für Schwerverbrecher nachdenken. Andere Länder die dann 60 Jahre alte Sachen ausgraben einfach ignorieren.
[...]
- Politiker Gehälter auf ein minimum reduzieren. Boni gibts für gute Arbeit.
- Keine Extraspesen, Privatjets auf kosten der Steuerzahler für Politiker.

Schwarzarbeit ist zumindest bei uns in Österreich teil der Kultur - ohne derer würden wir hier bei uns viel weniger Dinge von Handwerkern erledigen lassen. Sicher, es entsteht ein Schaden in Form von Steuerausfällen, aber ich denke, zumindest kann ich jetzt nur für mich in Österreich sprechen, ohne Schwarzarbeit geht es bei uns nicht.

Aha, und weil es die Todesstrafe gibt, sind die Gefängniskosten soviel niedriger? Sieh dir mal Amerika an, dort sitzen die Verbrecher 20 Jahre im Todestrakt bevor sie hingerichtet werden - das ist alles andere als billig... Außerdem hast du das Problem bei der Todesstrafe, du kannst sie nicht rückgängig machen bei einem Fehler im Verfahren, wo z.B. jemand Falscher hingerichtet wird, man aber erst 10 Jahre später drauf kommt - das Leben ist das höchste Gut des Menschen, das kann man nicht einfach so wieder zurückgeben. Wenn einer anstatt getötet zu werden 25 Jahre im Gefängnis sitzt, kann er wenigstens weiterleben... :schief:

Politikergehälter siehe weiter oben. ;)

Du übertreibst jetzt mit deinem Privatjet. Du tust so als würden Politiker ständig mit einem Dienstflugzeug kreuz und quer durchs Land jetten. Hier kann ich wieder nur für mich Österreicher sprechen, aber hier wird zumeist eine AUA (Austrian Airlines, eine ganz normale Fluggesellschaft die jetzt Tochter der Lufthansa ist) Jet gechartert um ins Ausland zu fliegen, im normalfall fliegt ja nicht nur der Bundeskanzler alleine, sondern eine ganze Abordnung aus Politikern, Unternehmern, ... , in ein anderes Land. Für Flüge z.B. nach Brüssel fliegen meines wissens die österreichischen Politiker nur mit einem Linienflug (natürlich Businessclass, aber soviel darf man ihnen jetzt schon zugestehen ;) ). Wie es da mit Frau Merkel aussieht, weiß ich nicht, bei ihr kann ich mir aber durchaus vorstellen dass sie einen Privatjet gestellt bekommt, sie ist ja um einiges wichtiger als die Politiker bei uns. Aber eine Airforce One wie in Amerika gibts glaub ich in ganz Europa für kein Oberhaupt. ;)

MfG
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Glaubst du wirklich, man kann indem man 100 Politikern das Gehalt von 10.000 auf 1.000 € im Monat kürzt, einen Staatshaushalt sanieren? Außerdem ist das nicht so einfach zu machen, die Gehälter sind im Gesetz festgeschrieben. Sie verdienen deswegen vll auf den ersten Blick soviel, da sie in der Privatwirtschaft ähnliche Summen verdienen würden - und um die besten Köpfe werben zu können, braucht man ähnliche Gehälter, logisch, oder? Außerdem sollen sie damit unbestechlicher gegenüber Geld gemacht werden, würden sie nur 1.000 € verdienen, würden sie sicher leichter auf Bestechungsgelder eingehen.

Nunja, zu ihren normalen "Gehalt" bekommen Politiker noch einen Steuerfreibetrag + "Geschenke" von den ganzen Lobbys die Sie vertreten. Diese "unbestechlicher gegenüber Geld"-Aussage glaube ich auch nicht so recht, denn Geld regiert nunmal die Welt. Je mehr man davon hat, desto "glücklicher" ist man. Das Video ist zwar etwas überspitzt dargestellt, aber es steckt leider viel zu viel Wahres drin.


Schwarzarbeit ist zumindest bei uns in Österreich teil der Kultur - ohne derer würden wir hier bei uns viel weniger Dinge von Handwerkern erledigen lassen. Sicher, es entsteht ein Schaden in Form von Steuerausfällen, aber ich denke, zumindest kann ich jetzt nur für mich in Österreich sprechen, ohne Schwarzarbeit geht es bei uns nicht.

Ich meinte damit nicht, die Leute, die kurz einem Bekannten oder so helfen, sondern die Leute, die das im großen Stil tun.

Aha, und weil es die Todesstrafe gibt, sind die Gefängniskosten soviel niedriger? Sieh dir mal Amerika an, dort sitzen die Verbrecher 20 Jahre im Todestrakt bevor sie hingerichtet werden - das ist alles andere als billig... Außerdem hast du das Problem bei der Todesstrafe, du kannst sie nicht rückgängig machen bei einem Fehler im Verfahren, wo z.B. jemand Falscher hingerichtet wird, man aber erst 10 Jahre später drauf kommt - das Leben ist das höchste Gut des Menschen, das kann man nicht einfach so wieder zurückgeben. Wenn einer anstatt getötet zu werden 25 Jahre im Gefängnis sitzt, kann er wenigstens weiterleben... :schief:
....

Auch wenn das jetzt hart klingen mag, aber bei einer eindeutigen Beweisführung und / oder einem Geständnis wo keinerlei Zweifel an der Schuld bestehen halte ich das doch für sinvoll. Rein rechnerisch kostet einer der 20 Jahre in der "Todeszelle" sitzt weniger, als einer der 30 Jahre in Haft ist und danach noch eine Physchologische Betreung benötigt.

Du übertreibst jetzt mit deinem Privatjet. Du tust so als würden Politiker ständig mit einem Dienstflugzeug kreuz und quer durchs Land jetten. Hier kann ich wieder nur für mich Österreicher sprechen, aber hier wird zumeist eine AUA (Austrian Airlines, eine ganz normale Fluggesellschaft die jetzt Tochter der Lufthansa ist) Jet gechartert um ins Ausland zu fliegen, im normalfall fliegt ja nicht nur der Bundeskanzler alleine, sondern eine ganze Abordnung aus Politikern, Unternehmern, ... , in ein anderes Land. Für Flüge z.B. nach Brüssel fliegen meines wissens die österreichischen Politiker nur mit einem Linienflug (natürlich Businessclass, aber soviel darf man ihnen jetzt schon zugestehen ;) ). Wie es da mit Frau Merkel aussieht, weiß ich nicht, bei ihr kann ich mir aber durchaus vorstellen dass sie einen Privatjet gestellt bekommt, sie ist ja um einiges wichtiger als die Politiker bei uns. Aber eine Airforce One wie in Amerika gibts glaub ich in ganz Europa für kein Oberhaupt. ;)

MfG

Das mit dem Privatjet ist schon etwas übertrieben, jedoch würde ich gerne mal wissen, wieviele unnötige Kosten an den Steuerzahlen gehen, weil man den Dienstwagen für private Angelegenheiten nutzt oder wegen sonstiger "Späße".
 
Zurück