Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

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Oder ist an meiner Denkweise etwas falsch? :what:
Ja, du ignorierst völlig den "Reichtum" der Volkswirtschaft, die dahinter steht. Geld ist kein Eigenzweck, Geld soll dazu dienen, dass wir unsere Waren besser handeln können. Das heißt das im Mittelpunkt stehende sollten unsere Waren sein, die wir kaufen, verkaufen, produzieren und vernichten und das Geld soll dafür nur Mitel zum Zweck sein.

Das Problem ist eben, dass die Börse heutzutage den "Wert" der bei ihr gehandelten Firmen und Waren eben genau NICHT mehr so repräsentiert, wie sie sein müssten. Heute z.B. ist der DAX zwischenzeitlich um 7% abgesackt - die Firmen die in diesem DAX repräsentiert sind, sind aber in diesem Zeitraum (sachlich gesehen) niemals 7% weniger wert geworden. Da ist keine Fabrik plötzlich verschwunden o.Ä.

Du sagst es ja auch sehr schön:
"Darum sollte man an der Börse immer nur mit Geld handeln, dass man nicht braucht!"

Aber genau das passiert eben NICHT, weil ich mit dem reinen Finanzhandel (also dem reinen verschieben von Geld von A nach B) mehr Rendite einfahre als mit der Produktion von Waren. Und das kann, nein, das darf nicht sein in einer Volkswirtschaft.

Wir gestehen der Finanzwelt eine Wichtigkeit zu, die sie in unserem System nicht verdient hat. Im Vordergrund muss die Industrie stehen, die Mehrwert schafft, die Finanzwelt darf maximal eine Nebenrolle spielen.
 
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Heute z.B. ist der DAX zwischenzeitlich um 7% abgesackt - die Firmen die in diesem DAX repräsentiert sind, sind aber in diesem Zeitraum (sachlich gesehen) niemals 7% weniger wert geworden. Da ist keine Fabrik plötzlich verschwunden o.Ä.

Eher das Gegenteil war, denn viele Autofirmen haben in den Tagen Rekordgewinne gemeldet und starke Umsatzanstiege, also sollte eigentlich der Kurs steigen.
Aber wie das eben auch bei den Rating Agenturen ist, so ist auch die Börse, sie spekuliert was sein könnte, bzw. eintreten kann, nicht was tatsächlich passiert.
 
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Automobilwerte sind heute zum Teil ja auch kräftig gestiegen. Allen voran BMW mit 6,33%. Aber da der DAX eben - wie übrigens der Name schon sagt - ein Index ist, der über mehrere Werte gebildet wird, kann der Index durchaus fallen, wenn auch Einzelwerte zulegen. Abgesehen davon ist er heute ja nur um 0,1 % gefallen. Das ist ja nicht gerade viel.
 
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Dazu kommt, dass die Index-Bildung nicht die materiellen Assets eines Unternehmens (Anlagen, etc.) abdeckt, sondern insbesondere Prognosen und mittelfristige Finanzergebnisse wie insbesondere der CashFlow. Insofern entspricht der Markt- bzw. Börsenwert von Unternehmen nur in den seltensten Fällen dem Wert der Aktiv-Posten (bei VW (zum Dez. 2009) sinds laut Bilanz beispielsweise 178 Mrd. zu einem aktuellen Marktwert von 54 Mrd. Euro). Dies kann sowohl nach oben als auch nach unten divergieren. Besonders bei Industrieunternehmen mit teuren Anlagen liegt der Börsenwert meist unter dem wahren Buchwert aller Vermögensgegenstände. Bei anderen Unternehmen, welche geringe Kapitalkosten aufweisen, spielen Prognosen eine erhebliche Rolle und können auch zu einer "Überbewertung" führen. Das können beispielsweise Start-ups sein als auch unzählige Unternehmen, welche während oder aus der dot.com-Ära entstanden sind.
Im Marktwert werden dann zusätzlich noch weitere Faktoren wie Verbindlichkeiten, Entwicklungen der Finanzergebnisse, etc. abgebildet, weshalb es dann auch zu einer Differenz kommt. Daher muss man bei einer Unternehmenswertung auch recht umfangreich agieren und mehrere Faktoren betrachten.

Bei Aktien spricht man auch von Frühindikatoren, welche eine zukünftige Zeitspanne von mindestens drei bis sechs Monate abdecken. Mit weiteren Frühindikatoren kann man eine zukünftige konjunkturelle Stimmung bis zu 9 Monate, teils auch bis zu 12 Monate, projizieren. Bei Aktienindizes wie beispielsweise beim DAX fließen noch weitere Faktoren wie z.B. Dividenen der 30 Teilwerte ein, während andere wie z.B. der SMI Kurswerte abbilden, weshalb es hierbei zu Verzerrungen bzw. relativen Schwankungen kommen kann.

Die Autowerte (allen voran VW) haben in den letzten zwei Wochen ziemlich leiden müssen. Allerdings steht die VW Vz. im 2-Jahresvergleich noch immer sehr gut dar. Das liegt auch an den positiven Absatzzahlen, welche die Automobilhersteller vorweisen konnten und förmlich von einem Rekordergebnis zum nächsten eilten. Nur, sobald die hohen Erwartungen nicht mehr erfüllt werden können und es insbesondere im Ausland zu einem Nachfragerückgang kommt, siehts wieder anders aus...
 
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Nur, sobald die hohen Erwartungen nicht mehr erfüllt werden können und es insbesondere im Ausland zu einem Nachfragerückgang kommt, siehts wieder anders aus...

Und das kann schnell eintreten, wenn die Amerikaner keine Autos mehr kaufen, weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten können (und Deutsche Autos sind nun mal vergleichsweise teuer als amerikanische Fahrzeuge). Kaufen die Amerikaner aber keine Konsumgüter mehr, wirkt sich das auch auf China auf, die die ja zum größten Teil produzieren und dann kaufen auch die Chinesen keine Deutschen Autos mehr (und Maschinen ebenso wenig).
 
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Ich würde das mal alles nicht so schwarz sehen. Das wird schon wieder. Wovor sollen wir denn eigentlich groß Angst haben? Die Amerikaner werden nicht ewig verschuldet bleiben, die Chinesen werden auch früher oder später wieder deutsche Waren in großem Stil kaufen und wir werden uns erholen. Wobei ich mir nur die Frage stelle, wovon wir uns eigentlich erholen sollen. Sonderlich schlecht geht es uns im Moment ja nicht. Und solange uns unsere fiesen griechischen Bürgschaften nicht einholen, sollte sich daran auch kaum was ändern. Wir sollten lediglich etwas mehr auf unsere Wirtschaft und die Staatsverschuldung achten, dann wird es uns auch weiterhin gut gehen.
 
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Die Amerikaner werden nicht ewig verschuldet bleiben..

Sieht aber derzeit nicht anders aus und wenn man an der Wirtschaftspolitik festhält, die aktuell betrieben wird, wird sich daran nichts ändern und seien wir doch mal ehrlich, wenn Obama den Chefsessel wieder abgeben muss und ein Republikaner (hoffentlich keiner der Tea Party Bewegung) Präsident wird, werden noch mehr Schulden gemacht um die Reichen und Konzerne noch reicher zu machen.
Ronald Reagan hat mit den Schulden machen angefangen, bzw. er hat es im großen Stil getan, damit die Konzerne schwer reicht wurden (und die Reichen zu Superreichen aufstiegen) und George Bush hat eine sensationelle Bilanz hingelegt, Bush hat in den 8 Jahren seiner Amtszeit mehr Schulden gemacht als alle EU Länder zusammen.
Und von welcher Partei kamen die beiden noch mal? :huh: Ach ja, Republikaner. ;)
 
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Schulden macht man nicht, weil man spart. Ganz offensichtlich haben die dann doch zuviel ausgegeben. Wobei das auf Reagan wirklich nur in der zweiten Amtszeit zutrifft.
 
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Sowohl Reagan als auch Bush haben extrem die Steuern für Reiche und Konzerne gesenkt, diese Einnahmen fehlen, wenn du trotzdem noch ein SDI Programm am Laufen hast und zwei Kriege führen musst. Also werden Schulden gemacht (ich weiß jetzt nicht, wie oft die Schuldengrenze während der Bush Amtszeit erhöht werden musste, aber es ist schon fast Heuchelei, dass die Republikaner jetzt Forderungen stellen, obwohl sie an der Misere Schuld sind) um alles zu finanzieren.
 
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Und das kann schnell eintreten, wenn die Amerikaner keine Autos mehr kaufen, weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten können (und Deutsche Autos sind nun mal vergleichsweise teuer als amerikanische Fahrzeuge). Kaufen die Amerikaner aber keine Konsumgüter mehr, wirkt sich das auch auf China auf, die die ja zum größten Teil produzieren und dann kaufen auch die Chinesen keine Deutschen Autos mehr (und Maschinen ebenso wenig).

Grundsätzlich, ja. Allerdings ist Nordamerika für die meisten deutschen Automobilhersteller im Moment noch eher weniger bedeutend. VW beispielsweise kommt in den USA auf einen Marktanteil von circa 5%. Allerdings wird der Markt für VW zumindest immer bedeutender, um das Ziel des Weltmarktsführers bis 2018 erreichen zu können. Insofern erhofft sich das Unternehmen dort die größten Potenziale. Zumindest gilt das für die großen Marken wie Volkswagen und Audi. Porsche ist in den USA schon recht stark positioniert.
Übrigens, du wirst dich wundern; der neue Passat z.B. ist in den USA vergleichsweise günstiger als in Deutschland.

Anders sieht es aber mit China aus. Der chinesische Automobilmarkt wächst zur Zeit um über 30% jährlich, was dementsprechend Potenziale aber auch Risiken mit sich bringt. Insofern erhoffen sich alle Unternehmen von diesem Kuchen mehr abhaben zu können. Nicht umsonst ist für Audi China, vor Deutschland, zum wichtigsten Markt geworden.
Insgesamt hängt sehr viel vom Aufschwung der letzten 2 Jahre von der starken asiatischen Nachfrage ab. Bricht dieser Markt weg, sei es aus Überhitzung oder anderweitiger Nachfrageprobleme, dann kann das natürlich auch schnell zu Gewinneinbußen führen.

Icejester: Ich würde das mal alles nicht so schwarz sehen. Das wird schon wieder.
Du sprichst einen interessanten Aspekt an. Im angelsächischen Raum nennt man das "German Angst". Also Angst vor dem wirtschaftlichen/sozialen Abstieg. Dass diese Ängste häufig ungegründet sind, steht außer Frage. Nur, werden diese Ängste sehr häufig von Medien, bestimmten Politikern oder auch Unternehmern und Wissenschaftler geschürt, sei es durch Bücher, Talkshows oder anderweitige Publikationen und Medien. Insofern gebe ich dir recht, dass man nicht alles schwarz sehen sollte. Leider aber, so scheint es, ist das wohl auch eine typische Art unserer Gesellschaft.

Ich denke, das Problem ist, dass die aktuelle Schuldenkrise deutlich unberechenbarer geworden ist, als vergleichsweise die Finanzkrise von 2007 bis 2009. Die Finanzkrise hat in erster Linie Banken getroffen, welche schließlich ihrer Aufgabe als Refinanzierer für Unternehmen und Volkswirtschaften nicht mehr wahrhaben konnten. Dies führte dann zu einer globalen Rezession.
Die Schuldenkrise betrifft aber nun Staaten, welche einerseits durch starkes Deficit Spending enorme Schulden angehäuft haben, was schließlich durch die Finanzkrise dann nochmal verstärkt wurde. Nur sind Staaten weitaus schwieriger zu handhaben. Für Unternehmen gibt es beispielsweise Haftungs- und Insolvenzregelungen. Doch was macht man mit Ländern? Ein Land kann man defacto nicht in die Insolvenz führen, eher aber einen Schuldenabbau bewirken. Nur sind diese Schritte allesamt deutlich umfassender und komplexer als bei Unternehmen.
 
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Übrigens, du wirst dich wundern; der neue Passat z.B. ist in den USA vergleichsweise günstiger als in Deutschland.

Ich weiß, dass Deutsche Auto in den USA weniger kosten als bei uns, aber ich rede von den Preisen im Vergleich zu den einheimischen, amerikanischen Modellen und eben auch den japanischen.
Da sind die Deutschen eben noch recht teuer (auch wenn die Technik eben gut ist, aber die Amis interessieren sich nicht für eine Multilenkerhinterachse).
Und der US Markt ist nun mal der größte Automarkt der Welt, will man der größte Autobauer der Welt werden, muss man dort einen hohen Marktanteil erreichen. Auch wenn der chinesische Markt wächst (und der asiatische allgemein auch) sind die Gewinnmargen dort nicht so groß, weil eben viele preisgünstige Volumenmodelle kaufen.

Ich sehe das ganze eh lieber im Zusammenhang, denn die deutsche Industrie ist ja nicht nur auf die Automobilindustrie zu reduzieren, in vielen Bereichen sind deutsche Technologien vorne dabei, Deutsche Maschinen sind weltwweit beliebt und man zahl auch mal mehr als für Produkte des Mitbewerbers. Doch wenn der Euro weiter stärker wird als der Dollar, und alle Geschäfte außerhalb Europas ja in Dollar gemacht werden, steigt der Preis für Deutsche Maschinen und das wird man dann auch irgendwann spüren, nicht sofort, wie die Börsen, sondern mit Verzögerung, doch es kann eintreffen und die europäische Finanzpolitik ist sich doch aktuell uneiniger als sonst.
 
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Dollar/Euro Wechselkurs ist recht egal im Bezug auf den amerikanischen Markt, die meisten Automodelle der deutschen Hersteller für Amerika werden direkt in Amerika angepasst gebaut (z.B. stärkere Einstiegsmotorisierung, kaum Dieselmotoren, Motoren mit mehr Hubraum, manchmal sogar mit veränderten Maßen, z.B. länger und höher) da eine extra Einschiffung aus Deutschland oder Europa viel teurer wäre. Schon alleine durch die höheren Steuern die bei der Produktion in Europa anfallen, dazu kommen noch Zölle in Amerika und höhere Lohnkosten in Europa. Darum ist der Wechselkurs relativ egal.

Das Gleiche Spiel gilt auch für Asien, die Produkte, vorallem am Beispiel China, werden in China gefertigt. Dazu werden eigene Gesellschaften gegründet, da in China jeder westliche Konzern einen chinesischen Partner braucht (gesetzlich vorgeschrieben um einen technologischen "Austausch" zu bewirken) um überhaupt in China fertigen zu dürfen. Ein import aus Europa wäre viel zu teuer!

Also, nur die Technologie kommt aus Europa, Produktion in solch entfernten Ländern wird vor Ort vorgenommen. Maximal einzelne Teile kommen aus Europa, wie z.B. Motoren o.ä..

Das gleiche gilt auch für Maschinenbaufirmen. Egal in welchen (Groß-)Industriellen Unternehmen, zumeist gibt es Rahmenverträge die zumindest bei größeren Auftragsvolumina eine gewissen Menge an vor Ort in eigens errichteten Werken hergestellten Maschinen vorsehen.

MfG
 
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Also, nur die Technologie kommt aus Europa, Produktion in solch entfernten Ländern wird vor Ort vorgenommen. Maximal einzelne Teile kommen aus Europa, wie z.B. Motoren o.ä..
Ist so. Andere Geschäftsmodelle haben praktisch keine Zukunft mehr, zumindest in der Maschinenbaubranche.
Gerade hier in der Schweiz wird die Industrie, allen voran lokal verankerte und auf Export angewiesene Unternehmungen, die Auswirkungen der Krise extremst zu spüren bekommen.

Eine Produktionsverlagerung wäre bei gleichbleibenden Wechselkursen unumgänglich, da ansonsten CH-Produkte schlichtweg nicht mehr konkurrenzfähig wären, da viel zu teuer.
 
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Ronald Reagan hat mit den Schulden machen angefangen, bzw. er hat es im großen Stil getan, damit die Konzerne schwer reicht wurden (und die Reichen zu Superreichen aufstiegen)
Er hatte mit den niedrigere Steuern für alle, vorallem die Wirtschaft angekurbelt. Und ja, ich bin ebenfalls Beführworter der "Trickle-down-Theorie". Denn die ist Reagan-"Approved" und das ist in dem Fall definitiv ein Qualitätsmerkmal. Achja: Was ist so schlimm daran, wenn Reiche noch reicher werden? Ich wüsste nicht dass das irgendwie verboten oder gar unmoralisch wäre.

Ach ja, Republikaner. ;)
Egal ob Republikaner oder Demokraten: Bisher war es fast immer so, dass unter Demokraten die Steuern und Schulden erhöht werden. Bei Republikanern zwar i.d.R. die Steuern nicht aber dafür die Schulden um so mehr. Zum Schluss kommt und läuft alles auf das selbe hinaus: Eine Mehrbelastung für alle - egal ob arm oder reich. Denn Schulden haben die Angewohnheit, einen Rattenschwanz nach sich zu ziehen, der vorallem immer größer wird, je öfter man sie durch neue Schulden begleichen muss. Ganz abgesehen davon, dass die Politik ab einem gewissen Punkt Druck auf die Notenbank ausübt, damit sie sich ihrer Schulden durch Inflation entledigen kann und dass das nicht im Interesse der Wirtschaft und Privatpersonen sein kann, sollte jedem klar sein.

Schulden macht man nicht, weil man spart. Ganz offensichtlich haben die dann doch zuviel ausgegeben. Wobei das auf Reagan wirklich nur in der zweiten Amtszeit zutrifft.
Eben. Die Schuldenmisere wurde und wird durch (viel) zu hohe Ausgaben verursacht, nicht durch zu niedrige Einnahmen. Unter Reagan vorallem durch die überborderdernden Ausgaben für das Militär* - wobei ihn das nicht sonderlich von seinen Vorgängern unterschied. Man schaue sich hierzu mal die Staatsschulden der USA seit ihrer Gründung an. Seit dem ersten Weltkrieg geht es mit denen immer weiter bergauf. Vorher haben sie es wenigstens geschafft, sie zu großen Teilen zurückzuzahlen.

*=Von den ganzen zusätzlichen Kosten und Maßnahmen im Rahmen des "War on Drugs" mal ganz zu schweigen.
 
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Er hatte mit den niedrigere Steuern für alle, vorallem die Wirtschaft angekurbelt. Und ja, ich bin ebenfalls Beführworter der "Trickle-down-Theorie". Denn die ist Reagan-"Approved" und das ist in dem Fall definitiv ein Qualitätsmerkmal. Achja: Was ist so schlimm daran, wenn Reiche noch reicher werden? Ich wüsste nicht dass das irgendwie verboten oder gar unmoralisch wäre.

Er hat die Industrie der USA kaputt gemacht und die Gewerkschaften geschwächt, alles mit dem Ziel die Konzerne zu den heimlichen Chefs des Staates zu machen, was ihm dann auch "geglückt" ist und daran kranken die USA nun.
Anstantt die Einnahmen erst mal zu erhöhen, werden dort die Ausgaben gekürzt, wo sie besonders wichtig sind.

Egal ob Republikaner oder Demokraten: Bisher war es fast immer so, dass unter Demokraten die Steuern und Schulden erhöht werden. Bei Republikanern zwar i.d.R. die Steuern nicht aber dafür die Schulden um so mehr.

Und diese Politik findest du gut? :what:
Schulden machen, damit die Reichen noch reicher werden und die Mittelschicht abgebaut wird? :huh:

Eben. Die Schuldenmisere wurde und wird durch (viel) zu hohe Ausgaben verursacht, nicht durch zu niedrige Einnahmen.

Die Schulden wurden gemacht, weil Reagan die Einnahmen in den 80ern stark gesenkt hat, auf Kosten der sozialpolitischen Sicherheit, oder muss ich näher auf "Reaganomics" eingehen?
Heute musst du diese Einnahmen wieder bekommen um die Schulden abzubauen, denn neben Kürzungen müssen auch die Einnahmen steigen um die Schulden tilgen zu können.
 
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Anstantt die Einnahmen erst mal zu erhöhen, werden dort die Ausgaben gekürzt, wo sie besonders wichtig sind.
Wo sind sie denn besonderst wichtig? Und jetzt komme mir nicht mit Sozialpolitik.

Die Schulden wurden gemacht, weil Reagan die Einnahmen in den 80ern stark gesenkt hat,
Nö. Schulden werden von Staaten immer dann gemacht, wenn man mehr ausgibt als man hat. Folglich sind Schulden ein Problem auf der Ausgabenseite.

auf Kosten der sozialpolitischen Sicherheit,
Das die USA per Verfassung kein Sozialstaat sind, ist dir schon bewusst? Zumal, so viele Einschnitte wurden da nicht gemacht.

Und diese Politik findest du gut? :what:
Ich finde weder Schulden machen gut, noch hohe Steuern und Abgaben für die Bevölkerung aber ich bin ganz klar Befürworter des ausgeglichenen Staatshaushalt, das Schuldenmachen und Erhöhen der Steuern bei Politikern ein Gefühl wie Kot in der Zahnpasta verursachen soll und dass der Staat mehr in Richtung Miniarchismus gehen soll.

denn neben Kürzungen müssen auch die Einnahmen steigen um die Schulden tilgen zu können.
Das erreicht man vorallem dadurch, dass man nicht durch Überregulierung jeden Ansatz von Wachsum in Keim erstickt und durch unverschämt hohe Abgaben und Steuern den Leuten das Geld aus der Tasche zieht.
 
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Wo sind sie denn besonderst wichtig? Und jetzt komme mir nicht mit Sozialpolitik.

Infrastruktur, die Erhaltung der Arbeitsplätze durch entsprechende Wirtschaftspolitik. Sowohl Reagan als auch schwarz/gelb machen aber genau die gegenteilige Politik.
Durch die Reagan Zeit sind die USA vom Industrieland zum Dienstleistungsland geworden, auf Kosten der Mittelschicht und der Entstehung einer Schicht unterhalb der Armen.

Nö. Schulden werden von Staaten immer dann gemacht, wenn man mehr ausgibt als man hat. Folglich sind Schulden ein Problem auf der Ausgabenseite.

Kürzt er aber seine Einnahmen erheblich und gleicht dann die fehlenden Einnahmen durch Schulden aus, ist das definitiv die falsche Politik.

Das die USA per Verfassung kein Sozialstaat sind, ist dir schon bewusst? Zumal, so viele Einschnitte wurden da nicht gemacht.

Das würde ich so nicht sagen, schau dir an, was Clinton kürzen (musste), weil Reagan und Bush Senior den Karren in den Dreck gefahren haben.
Außerdem sind die USA auch per Verfassung kein kapitalistisches System oder hast du dir die Verfassung der USA noch nie durchgelesen?
Steht da was von unkontrolliertem Kapitalismus? Hab ich jedenfalls noch nie gelesen.

Ich finde weder Schulden machen gut, noch hohe Steuern und Abgaben für die Bevölkerung aber ich bin ganz klar Befürworter des ausgeglichenen Staatshaushalt, das Schuldenmachen und Erhöhen der Steuern bei Politikern ein Gefühl wie Kot in der Zahnpasta verursachen soll und dass der Staat mehr in Richtung Miniarchismus gehen soll.

Das erreicht man vorallem dadurch, dass man nicht durch Überregulierung jeden Ansatz von Wachsum in Keim erstickt und durch unverschämt hohe Abgaben und Steuern den Leuten das Geld aus der Tasche zieht.

Regulierung ist sehr wichtig, vor allem dort, wo die Marktwirtschaft nicht wirkt, da muss eingegriffen werden, hier müssen die Staaten (und ich meine alle) zusammenarbeiten, denn das Geld macht nicht mehr halt vor einer Staatsgrenze.

Wenn Konzerne wie RWE und Eon plötzlich massiven Stellenabbau ankündigen und den Atomausstieg als Grund vorschieben, nur weil sie ihren Gewinn dieses Jahr nicht noch weiter steigern können, dann läuft da einfach was verkehrt, das muss logisch sein. Arbeitsplatzabbau sorgt nur kurzfristig für eine Gewinnmaximierung, langfristig ist das der falsche Weg. Sinnvoller ist es, in neue Technologien zu investieren, neue Märkte zu erschließen, neue Fertigungen aufzubauen als nur für die Aktionäre noch den letzen Cent rauszuquetschen. :daumen2:
 
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Wer glaubt mit der Gesellschaftsform Kapitalismus ins nächste Jahrhundert zu kommen,der kann sich gleich die Kugel geben.(viel zu Selbstzerstörerisches Verhalten.)
 
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Wenn ich mich Recht entsinne, hat Reagan sogar die Steuern auf Benzin und Diesel erhöht, um hier mehr investieren zu können.

die Erhaltung der Arbeitsplätze durch entsprechende Wirtschaftspolitik.
Das riecht doch wieder verdächtig nach dem Untoten Keynes...

Durch die Reagan Zeit sind die USA vom Industrieland zum Dienstleistungsland geworden, auf Kosten der Mittelschicht und der Entstehung einer Schicht unterhalb der Armen.
Wirtschaftliche Entwicklungen lassen sich nunmal nicht aufhalten. Jeder der es versucht, wird nur Schiffbruch erleiden und bekommt noch größere wirtschaftliche Probleme frei Haus.

Kürzt er aber seine Einnahmen erheblich und gleicht dann die fehlenden Einnahmen durch Schulden aus, ist das definitiv die falsche Politik.
Selbst bei Steuermindereinnahmen sind Schulden keine Notwendigkeit. Durch entsprechende Kürzungen der Staatsausgaben lässt sich ebenfalls ein ausgeglichener Haushalt erreichen.
John Stossel - Feeding The Monster - YouTube

Außerdem sind die USA auch per Verfassung kein kapitalistisches System oder hast du dir die Verfassung der USA noch nie durchgelesen?
Die USA sind ein Verfassungsstaat, der aber ziemlich stark am Miniarchismus ausgerichtet ist. Und was das heißt, sollte wohl klar sein. Deswegen ist eine der Grundaussagen der Verfassung auch die, dass der Staat nicht nur die natürlichen Rechte und Freiheiten vor Dritten schützt, sondern auch vor dem Staat selber.
Zumal, im Gegensatz zu Deutschland, der Förderalismus bedeutend stärker ausgeprägt ist und somit die Regierungen der einzelnen Bundesstaaten bedeutend mehr Macht haben.

Regulierung ist sehr wichtig, vor allem dort, wo die Marktwirtschaft nicht wirkt, da muss eingegriffen werden,
Dass bisher alle Krisen durch eine zweifelhafte Politik der Zentralbanken und der Regierungen(vorallem ersterer) verursacht wurden, lässt man natürlich unter den Tisch fallen. Genauso verschweigt man, dass alle Monopole und fast alle Olygopole auf staatlichen Mist gewachsen sind. Ich empfehle zu dem Thema doch mal die Lektüre von Werken aus der Österreichischen und Chicagoer Schule der Ökonomie. Als kleine Einführung und damit man überhaupt erstmal etwas Ahnung von dem Thema hat:
Man, Economy, and State (with Power and Market) by Murray N. Rothbard - - Mises Institute
What Has Government Done to Our Money? by Murray N. Rothbard - - Mises Institute
Milton Friedman - A monetary history of the United States - Google Bücher
Ludwig von Mises - Geldwertstabilisierung und Konjunkturpolitik
Ludwig von Mises - Kritik des Interventionismus
Ludwig von Mises - Ursachen der Wirtschaftskrise

hier müssen die Staaten (und ich meine alle) zusammenarbeiten, denn das Geld macht nicht mehr halt vor einer Staatsgrenze.
Es erstaunt immer wieder, mit welch blumigen Formulierungen man die Freiheit einschränken möchte.
Geldproduktion: Wohlstand oder Sozialismus - Andreas Tögel - eigentümlich frei

Wenn Konzerne wie RWE und Eon plötzlich massiven Stellenabbau ankündigen und den Atomausstieg als Grund vorschieben,
Es ist nur zu logisch, dass man sich verkleinert, umstrukturiert und ggf. auch einen neuen Standort sucht und/oder sich neu ausrichtet, wenn man durch irgendwelche Maßnahmen in seinen bisherigen Unternehmensfeldern nicht mehr wirtschaften und arbeiten kann.

nur weil sie ihren Gewinn dieses Jahr nicht noch weiter steigern können,
Unternehmen werden halt nicht aus Spaß an der Freude gegründet, sondern um genau das zu machen, was du so verteufelst: Gewinn abwerfen.

dann läuft da einfach was verkehrt, das muss logisch sein.
Das ist das Kreuz mit den Keynesianern, Etatisten und Sozis: Sie meinen mit politischen Mitteln ökonomische Realitäten dauerhaft verändern zu können.

Sinnvoller ist es, in neue Technologien zu investieren, neue Märkte zu erschließen, neue Fertigungen aufzubauen als nur für die Aktionäre noch den letzen Cent rauszuquetschen. :daumen2:
Wann, wo und wie jemand investiert, ist ihm selber überlassen.
 
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Und was für Schaden man am Ende an der Gesellschaft anreichtet, auch.... :rollen:
 
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