Was ist los in Syrien?

Wenn dem so wäre, dann würde es nicht gesondert im Grundgesetz stehen. Das ist ganz einfach.
Art 1 und 2 ziehen einfach nicht weil sie auslegbar sind.
Art 102 ist hingegen zeitlos. Die Todesstrafe ist abgeschafft ist eine Tatsache die man ohne Verfassungsänderung nicht ändern kann.

Der Artikel ist schlicht redundant. Eine Verdeutlichung eben. Nur weil er zusätzlich vorkommt, heißt es nicht, dass Artikel 1 nicht reichen würde. Und zeitlos ist Artikel 102 nicht. Den kann man auch abschaffen, ist gar nicht mal so schwer, aber weder nötig, noch würde das etwas ändern.

Anderes Beispiel mal ab von der Todesstrafe:
Das Züchtigungsrecht, also Kinder zu schlagen ist doch so wie wir es heute sehen ein klarer Verstoß gegen Art 1 und Art 2 GG trotzdem war es über 50 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland mit dem selben Grundgesetz möglich dies zu tun!
So viel zum Thema Zeitgeist.

Die Todesstrafe wurde auch in den 50ern noch mal verhängt. Legaler macht es das trotzdem nicht.
 
Ich werde genauer, solange Art 102 GG dort steht ist die Rechtsauslegung bei Art 1 und 2 GG egal.
Aber es ist möglich, dass Art 1 und 2 anders ausgelegt werden.

Du hast mir immer noch nicht beantwortet wie es in der Bundesrepublik 50 Jahre möglich war Kinder zur Erziehung zu schlagen obwohl Art 2 Abs 2 S1 GG ganz eindeutig das Recht auf körperliche Unversehrtheit verspricht. Jetzt mal ganz konkret.
 
Du hast mir immer noch nicht beantwortet wie es in der Bundesrepublik 50 Jahre möglich war Kinder zur Erziehung zu schlagen obwohl Art 2 Abs 2 S1 GG ganz eindeutig das Recht auf körperliche Unversehrtheit verspricht. Jetzt mal ganz konkret.

Aus dem gleichen Grund, wieso die Vergewaltigung in der Ehe erst seit 20 Jahren strafbar ist.
Erziehung ist Eltern Sache -- da hat sich der Staat nicht einzumischen.
Mein Vater wurde als Kind gezwungen, mit rechts zu schreiben obwohl er Linkshänder ist. Das hat man mit dem Rohrstock durchgesetzt. Das nannte man schulische Erziehung.
Und genauso war die Ehe. Es gab ehelichen Pflichten und da hat sich der Staat nicht einzumischen.
Genauso könnte man fragen, wieso man einen Führerschein benötigt, wenn man ein Auto fahren will und keine Qualifikation benötigt, wenn man ein Kind bekommen will.
 
Jetzt nicht mit Vergleichen antworten, das war eine konkrete Frage.

Es war schon damals falsch, was ist der Unterschied, wenn ich mein Kind schlage, oder einen fremden auf der Straße? Es hat aber eben gedauert bis es der Gesellschaft klar wurde, so wie es ihr auch klar wurde, dass sie von der Kirche im Mittelalter nur das Geld aus der Hosentasche gezogen bekommen hat.
 
Du schneidest es schon richtig an, das selbe Gesetz wird heute anders ausgelegt. Ganz einfach.
 
Du schneidest es schon richtig an, das selbe Gesetz wird heute anders ausgelegt. Ganz einfach.

Weil man damals gesagt hat das gilt nicht für jeden, dem widerspricht aber eindeutig das Grundgesetz, auch damals, richtig lesen, ist nicht wirklich Auslegungssache, denn das kann man schlicht nicht anders auslegen, jeder ist vor dem Gesetz gleich und Körperverletzung ist strafbar.
 
Klein Rtzk hält sich für einen besseren Juristen als die Verfassungsrechtler aus über 50 Jahren bundesdeutscher Geschichte und die Väter der Bundesrepublik.
Unsere Gesetze sind keine Mathematik oder Naturgesetze, sie werden von Menschen gemacht und ausgelegt.
 
Die Freiheit dieses Menschen schränken wir ein, ja, aber nur, um das Recht auf Leben für alle anderen Menschen zu schützen.

Nö. Haftstrafen werden explizit als Strafen verhängt. Sie sind allein durch das begründet, was der Täter vorher gemacht hat und nicht im geringsten dadurch, dass er in Zukunft irgendwas machen. Dieser "Schutz"-Aspekt liegt nur der Sicherungsverwahrung zurück, aber wir inhaftieren sehr viele Leute nur als Strafe und lassen sie nach deren Ende wieder frei, ohne dass das Gefährdungspotenzial beim einen oder dem anderen Termin eine Rolle spielt. Hier wird ganz klar und bewusst das Recht auf Freiheit gemäß Menschenrechtscharta eingeschränkt und darin besteht die Strafe. Andere Länder schrenken nach dem gleichen Prinzip das an gleicher Stelle auf gleiche Art gegebene Recht auf Leben ein. (naja - fast gleiche Art, bei letzterem gibt es halt keine graduellen Abstufungen)
Das kann man ablehnen (mache ich aus anderen Gründen auch), aber man kann sich nicht mit deiner Argumentation auf einen moralisch höheren Standpunkt hieven. Eine begangene Tat mit dem Tod zu bestrafen ist gemäß Menschenrechtscharta genauso legitim wie eine Freiheitsstrafe (Höhen sind ja allgemein an dieser Stelle nicht festgelegt) und während einige Leute (z.B. du zusätzliche moralische Forderungen über die Charta hinaus stellen, machen das andere nicht. Bzw. andere machen das auch, aber in eine andere Richtung und auf Basis einer anderen Moral (z.B. "jemand, der X getan hat, sollte nie wieder eine Chance haben, Menschen -inkl. Wärtern und anderen Häftlingen- zu schaden und hat keine Unterstützung -z.B. Unterkunft und Essen- auf Kosten anderer verdient"). Es gibt diverse Gründe, die eine oder die andere Variante zu bevorzugen, aber zugrunde liegt immer "meine Moral vs. deine Moral". Und gibt es kein objektives "richtig" und "falsch" mehr.


Die IS Kämpfer die dort unten dienen oder gedient haben sollte man auf gar keinen Fall mehr in Deutschland reinlassen.
Sie haben sich für ein Leben dort entschieden. Und nichts mit unserer Gesellschaft und unseren Verständnis davon gemeinsam.
Wer weiß was die alles angestellt haben, kann man doch nicht mehr auf die Menschheit loslassen solche Leute.

Syrer werden allgemein hin auch als Menschen erachtet. Wenn du "solche Leute" zwingst, da zu bleiben, "lässt" du sie also trotzdem "auf die Menschheit" los.


Sieht er nicht anders, dafür gibt es noch weitergehende Gesetze. Praktisch gesehen ist es aber nicht mehr die Würde des Menschen, sondern nur die an dessen verstorbenen Körper. Menschenrechte kann man nur lebendig wahrnehmen.

Das sehen sehr viele Leute komplett anders und auch unser Rechtssystem hat einiges über die Würde toter Menschen zu sagen. Vor gar nicht mal alzu langer Zeit respektive in einigen Kreisen bis heute steht ein ehrenvoller Toter sogar weit über einem lebenden Würdelosen.
Wie auch weiter oben gilt: Kann man befürworten, kann man ablehnen. Kann aber nicht in "ist so" und "ist nicht so" einteilen, denn "Würde" ist nichts naturgegebenes, sondern etwas von Menschen definiertes. Und wenn andere Menschen das anders definieren als du, dann sind das gleichberechtigte Sichtweisen.


Die Staaten deren Staatsbürgerschaft sie, aus welchen Gründen auch immer, ebenfalls besitzen.

Toll. Damit startest du einerseits ein Rennen, wer seinen Staatsbürgern am schnellsten alle Rechte entzieht (respektive nimmst billigend in Kauf, dass einige Staaten sich einen Dreck darum kümmern, ob jemand dadurch staatenlos wird) und stellst andererseites "reine Deutsche" über "halbe Ausländer". Erstere dürfen konsequenzlos IS-Mitglied sein, letztere werden in die Wüste geschickt? Rechtsstaat geht anders.

Klar das werden nicht viele Personen sein, aber man sollte jeden Terroristen loswerden, den man so loswerden kann.

Nur: Wohin? Die Forderung, Terroristen "nach Hause zu schicken" ist ja schon bei reinen Ausländern ein Problem ("schicken wir den Taliban zur Strafe nach Afghanistan"), hier scheitert es endgültig an einem praktischen Ziel.


Dann muß man das gesetzlich vorher anders regeln.
Leute welche für Terroristen in den Krieg gezogen sind, sind selber Terroristen.

Sind sie auch und das ist eine vollkommen andere Frage. Wer nach Deutschland zurückkehrt und nachweislich an Kampfhandlungen des IS teilgenommen hat, der wandert hier in den Knast. Zum einen ist eine konkrete Schuld aber schwer, oft gar nicht nachweisbar (ich erinnere an circa 70 Millionen Deutsche, die hilflos den Taten von circa 7 Nazis zusehen mussten, selbst aber alle nichts damit zu tun hatten), insbesondere nicht unter den polizeilichen Bedingungen in Syrien. Zum anderen geht es bei der Debatte auch darum, diese Leute nicht in deutschen Gefängnissen beherbergen zu müssen und deutlich über 15 Jahre hinaus aus der deutschen Gesellschaft fernzuhalten.
Aber mit dem Anliegen ist, s.o., Deutschland nicht alleine und werden die Syrer noch irgendwer anders hat Lust darauf, sich um deutsche Arschlöcher zu kümmern. Das ist nunmal unserer Job.


Selbstverständlich schließt Artikel 1 die Todesstrafe aus. Es verletzt die Würde eines Menschen. Oder wie tötet man Menschen würdevoll gegen ihren Willen bei nicht vorhandener Gefahrensituation?

Weder Artikel 1 noch irgend ein anderer definieren, was "würdevoll" eigentlich ist und die Antwort auf diese Frage ist stetigem Wandel unterlegen. Vor 150 Jahren wäre die Antwort "Im Duell" zum Beispiel vollkommen richtig gewesen, auch aus Sicht des zu Tötenden. Vor 50 Jahren galt es noch als vollkommen legitim, Soldaten in atomar vereuchtes Gebiet zu schicken, um die Heimat gegen den anderen Block zu verteidigen. Bis heute werden "Kollateralschäden" im Kampf gegen (sogenannte) Terroristen billigend in Kauf genommen. "Würde" ist eine sehr dehnbare, sehr menschliche Kategorie.
 
Klein Rtzk hält sich für einen besseren Juristen als die Verfassungsrechtler aus über 50 Jahren bundesdeutscher Geschichte und die Väter der Bundesrepublik.
Unsere Gesetze sind keine Mathematik oder Naturgesetze, sie werden von Menschen gemacht und ausgelegt.

Wenn man keine Argumente mehr hat fängt man eben an zu beleidigen, ganz großes Kino.
 
Syrer werden allgemein hin auch als Menschen erachtet. Wenn du "solche Leute" zwingst, da zu bleiben, "lässt" du sie also trotzdem "auf die Menschheit" los.
Es geht nicht um Syrer, sondern um IS Kämpfer. Und die kommen ja aus mehreren Nationen. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
Oder meinst du man könne ja nicht auf alle Syrer einfach die Terroristen loslassen?


Sind sie auch und das ist eine vollkommen andere Frage. Wer nach Deutschland zurückkehrt und nachweislich an Kampfhandlungen des IS teilgenommen hat, der wandert hier in den Knast. Zum einen ist eine konkrete Schuld aber schwer, oft gar nicht nachweisbar (ich erinnere an circa 70 Millionen Deutsche, die hilflos den Taten von circa 7 Nazis zusehen mussten, selbst aber alle nichts damit zu tun hatten), insbesondere nicht unter den polizeilichen Bedingungen in Syrien. Zum anderen geht es bei der Debatte auch darum, diese Leute nicht in deutschen Gefängnissen beherbergen zu müssen und deutlich über 15 Jahre hinaus aus der deutschen Gesellschaft fernzuhalten.
Aber mit dem Anliegen ist, s.o., Deutschland nicht alleine und werden die Syrer noch irgendwer anders hat Lust darauf, sich um deutsche Arschlöcher zu kümmern. Das ist nunmal unserer Job.
Es kann aber auch nicht sein das solche Leute hier für "lau" leben und vom Steuerzahler finanziert werden. Gerade IS Kämpfer die sich ja von der westlichen Gesellschaft und ihren Werten abgewandt haben.
Ich weiß das es dafür keine (einfache) Lösung gibt. Das ist sehr schwierig.
 
Weder Artikel 1 noch irgend ein anderer definieren, was "würdevoll" eigentlich ist und die Antwort auf diese Frage ist stetigem Wandel unterlegen. Vor 150 Jahren wäre die Antwort "Im Duell" zum Beispiel vollkommen richtig gewesen, auch aus Sicht des zu Tötenden. Vor 50 Jahren galt es noch als vollkommen legitim, Soldaten in atomar vereuchtes Gebiet zu schicken, um die Heimat gegen den anderen Block zu verteidigen. Bis heute werden "Kollateralschäden" im Kampf gegen (sogenannte) Terroristen billigend in Kauf genommen. "Würde" ist eine sehr dehnbare, sehr menschliche Kategorie.

Nur geht es bei der Frage um das Hier und Jetzt. Da gibt es keine Duelle mehr. Es ist heute eben nicht würdevoll. Das mit den Kollateralschäden sehe ich in einer anderen Kategorie. Das ist nur die moderne Variante von Krieg zur Rohstoffsicherung.

Bei den anderen Sachen stimme ich dir zu, es ist Ansichtssache. Nur unterscheiden wir uns in 2018 hinsichtlich dieser Frage noch so sehr?
 
Es geht nicht um Syrer, sondern um IS Kämpfer. Und die kommen ja aus mehreren Nationen. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
Oder meinst du man könne ja nicht auf alle Syrer einfach die Terroristen loslassen?

Letzteres. Im Moment sind die Terroristen, um die es geht, mehrheitlich in Syrien. Und die Syrer haben keinen Bock drauf, dass man deutsche Terroristen auf sie losläst, sondern verlangen, dass sich Deutschland bitteschön höchstselbst um den eigenen Abschaum kümmert. Da die Tür zuzumachen, in dem man möglichst schnell Staatsbürgerschaften entzieht, wäre durchaus fragwürdig.

Es kann aber auch nicht sein das solche Leute hier für "lau" leben und vom Steuerzahler finanziert werden. Gerade IS Kämpfer die sich ja von der westlichen Gesellschaft und ihren Werten abgewandt haben.
Ich weiß das es dafür keine (einfache) Lösung gibt. Das ist sehr schwierig.

Eben. Und deswegen sind populistische Forderungen und Politiker mit einer Universallösung auch äußerst skeptisch zu betrachten.


Nur geht es bei der Frage um das Hier und Jetzt. Da gibt es keine Duelle mehr. Es ist heute eben nicht würdevoll. Das mit den Kollateralschäden sehe ich in einer anderen Kategorie. Das ist nur die moderne Variante von Krieg zur Rohstoffsicherung.

Bei den anderen Sachen stimme ich dir zu, es ist Ansichtssache. Nur unterscheiden wir uns in 2018 hinsichtlich dieser Frage noch so sehr?

Es ist eine Frage der Moral. Und Moral ist etwas individuelles, nicht in Stein gemeißeltes. Du stellst hier deine Moral pauschal über die aller anderen; urteilst alles, was du nicht magst als universell falsch ab und alles, was du forderst, als ultimativ richtig. Du bist aber weder König noch Führer; in der Realität leiten sich Handlungsvorschriften für staatliche Institutionen aus dem Konsens der Mehrheit ab und die sieht offensichtlich einiges anders. Z.B. mit Würde für Tote, Haft als Strafe und gezielte Rechtseinschränkung und einige Leute sind auch für die Todesstrafe, wenn auch in Deutschland keine Mehrheit. Wenn man über moralische Fragen diskutieren will, muss man auch die Argumente von solchen Leuten zulassen.
 
Also die Leute die da kommentieren sind allesamt begeistert. Schau dir das Video mal ganz an, ohne direkt voreilige Schlüsse zu fällen.
Was passt dir denn an seinen Ausführungen nicht genau?
 
Der Mann ist 1943 geboren und 2001 aus der Bundeswehr ausgeschieden als OTL.
Also er hat seine Laufbahnperspektive erreicht die man als Berufsoffizier eben hat und kam nicht weiter hoch und will sich seitdem wahrscheinlich Gehör verschaffen
und produziert so einen Mist. Soviel zum Autor. Leider finde ich nicht noch mehr Infos...

Ich kann nur sagen, dass er Unsinn labert weil ich hier andere Informationen bekomme.
 
Also die Leute die da kommentieren sind allesamt begeistert. Schau dir das Video mal ganz an, ohne direkt voreilige Schlüsse zu fällen.
Was passt dir denn an seinen Ausführungen nicht genau?

Duvar, derselbe Clown taucht in einem YT Video auf indem er erklärt warum 9/11 angeblich eine Lüge sei.
Braucht es nochmehr um zu zeigen, dass hier nicht unbedingt vollkommen objektiv von Seiten des Herrn OTL a.D. argumentiert wird? Sorry, aber das ist nicht tragbar. Kann man auch die Afd Abgeordneten fragen die beim Assad Regime in Damaskus zu Gast waren was in Syrien los ist, kommt genaus BS dabei raus.
 
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