Was ist los in Syrien?

Das Grundgesetz spezifiziert hier und erklärt das Leben für wichtiger als alle anderen Punkte.
Nein, du liest das Grundgesetz einfach falsch, wenn du Art 1 GG mit Art 3 Erklärung der Menschenrechte so verbindest.

Das Leben ist eben nicht wichtiger als die Würde, ganz einfach. Erklärung? Gerne:
Das Recht auf Leben kann eingeschränkt werden (siehe Notwehrrecht), die Würde des Menschen darfst du aber trotzdem nicht verletzen.

Lies es als allgemeines und nicht als fallbezogenes Beispiel, auf so eine Diskussion würde ich mich nicht einlassen...


Ich halte es für wichtiger, weil die ersten beiden ohne das dritte völlig nutzlos sind. Leben ist schlicht die Voraussetzung dafür, diese Rechte zu besitzen.



Die Freiheit dieses Menschen schränken wir ein, ja, aber nur, um das Recht auf Leben für alle anderen Menschen zu schützen. Hier muss einfach abgewogen werden.
1. Sehe ich im Bezug auf die Würde anders, ich kann auch eine Leiche entwürdigen.
2. In der Regel schon, aber es gibt auch Menschen denen wir die Freiheit für immer nehmen.
 
1. Ja, das bringt der Person aber nichts mehr, weil du sie selbst nicht entwürdigen kannst. Du kannst sie auch nicht diskriminieren.
2. Stimmt, aber warum? Vielleicht, weil nicht absehbar ist, dass sie ihre Tat einsehen und bei Freilassung eine Gefährdung für andere Menschen darstellen?
 
Die IS Kämpfer die dort unten dienen oder gedient haben sollte man auf gar keinen Fall mehr in Deutschland reinlassen.
Sie haben sich für ein Leben dort entschieden. Und nichts mit unserer Gesellschaft und unseren Verständnis davon gemeinsam.
Wer weiß was die alles angestellt haben, kann man doch nicht mehr auf die Menschheit loslassen solche Leute.
 
@pluto
1. Sieht der Gesetzgeber aber anders, sonst könnte man Tote/Totgeweihte ja wie Müll behandeln.
Aber nein, auch hier gilt die Menschenwürde.

2. Ja also könnte man hier auch die härtere Strafe nehmen. Tut sich in den Menschenrechten nichts.
 
Sieht er nicht anders, dafür gibt es noch weitergehende Gesetze. Praktisch gesehen ist es aber nicht mehr die Würde des Menschen, sondern nur die an dessen verstorbenen Körper. Menschenrechte kann man nur lebendig wahrnehmen.

Doch, tut es. Stichwort Verhältnismäßigkeit. Natürlich kann ich einem Autofahrer bei 20 Sachen zu schnell den Lappen wegnehmen. Sinnvoller wäre es allerdings, ihm ne Strafe aufzubrummen, damit er das fortan besser nicht macht. Dadurch werden seine Rechte (oder Freiheiten) weniger stark eingeschränkt, der Gesellschaft ist aber trotzdem geholfen.
 
Sieht er nicht anders, dafür gibt es noch weitergehende Gesetze. Praktisch gesehen ist es aber nicht mehr die Würde des Menschen, sondern nur die an dessen verstorbenen Körper. Menschenrechte kann man nur lebendig wahrnehmen.

Doch, tut es. Stichwort Verhältnismäßigkeit. Natürlich kann ich einem Autofahrer bei 20 Sachen zu schnell den Lappen wegnehmen. Sinnvoller wäre es allerdings, ihm ne Strafe aufzubrummen, damit er das fortan besser nicht macht. Dadurch werden seine Rechte (oder Freiheiten) weniger stark eingeschränkt, der Gesellschaft ist aber trotzdem geholfen.

1. Ja schlecht erklärt.
Wenn man jemanden tötet, kann man das mit oder ohne Verletzung der Würde tun.

2.
Ja das gute Verhältnis, jemand der seinen Expartner tötet weil dieser die Beziehung beendet hat (Mordmerkmal niedere Beweggründe) bekommt die selbe Strafe wie jemand der aus religiöser Überzeugung hinaus 100 Menschen tötet.
Was ist also schlimmer?
Man kann jetzt argumentieren, dass Menschenleben nicht aufaddiert werden sollen. Gut das Argument greife ich jetzt mal nicht an.
Aber welche Folgen sind schlimmer, die Folgen des einen Mordes oder die Folgen des 100 fachen Mordes?
Ich würde sagen, dass es schlimmer ist die Angehörigen von 100 Menschen in die Trauer zu stürzen als die Angehörigen eines Menschen.
Und da haben wir das Verhältnis Pluto.
 
Sofern der Grundsatz, keinen Menschen staatenlos zu machen, nicht verletzt wird sollte man es aber tun.
 
Dann gehört ihnen der deutsche Pass weggenommen.

Das ist eine extrem hohe Hürde. Mir ist bisher kein Fall bekannt, bei dem ein Deutscher Staatsbürger seine Staatsbürgerschaft aberkannt wurde.

Sofern der Grundsatz, keinen Menschen staatenlos zu machen, nicht verletzt wird sollte man es aber tun.

Das ist ja das Problem. Welcher Staat gibt ihnen eine Staatsbürgerschaft?
 
Die Staaten deren Staatsbürgerschaft sie, aus welchen Gründen auch immer, ebenfalls besitzen.
Klar das werden nicht viele Personen sein, aber man sollte jeden Terroristen loswerden, den man so loswerden kann.
 
Das ist eine extrem hohe Hürde. Mir ist bisher kein Fall bekannt, bei dem ein Deutscher Staatsbürger seine Staatsbürgerschaft aberkannt wurde.
Ist ja auch eine Extremsituation da kann man auch zu krasseren Mitteln greifen finde ich.
Man weiß nie genau was solche Menschen dort unten angestellt haben. Morde, Anschläge, Folter, Gräueltaten usw.
Und warum soll das auf Kosten der Steuerzahler und der Allgemeinheit hier erst geprüft werden? Und die hier im Knast sitzen?
 
Die Staaten deren Staatsbürgerschaft sie, aus welchen Gründen auch immer, ebenfalls besitzen.
Klar das werden nicht viele Personen sein, aber man sollte jeden Terroristen loswerden, den man so loswerden kann.

Ich bezog mich jetzt rein auf Deutsche Staatsbürger, die nach Syrien gegangen sind. Soweit ich weiß, sind das ein paar Hundert. Die meisten sitzen jetzt im Gefängnis der Kurden. Das Dilemma ist aber, dass man denen nichts nachweisen kann. sobald die Kurden sie wieder freilassen, haben sie das Recht nach Deutschland einzureisen.
Bisher ist das eher ein rotes Tuch, das keiner anfassen will, aber ewig werden die auch nicht bei den Kurden hocken.
Was also machen?
Im Prinzip weiß man genau, dass sie für den IS gekämpft haben. Leider fehlen dafür die Beweise. Zeugen gibt es keine, Mittäter auch nicht.
Ich hab keine Ahnung, wie man mit denen verfahren sollen, nichtsdestotrotz sind wir ein Rechtsstaat und jeder hat das Recht, diesen Rechtsstaat in Anspruch zu nehmen -- auch ein Biodeutscher IS Kämpfer.

Ist ja auch eine Extremsituation da kann man auch zu krasseren Mitteln greifen finde ich.
Man weiß nie genau was solche Menschen dort unten angestellt haben. Morde, Anschläge, Folter, Gräueltaten usw.
Und warum soll das auf Kosten der Steuerzahler und der Allgemeinheit hier erst geprüft werden? Und die hier im Knast sitzen?

Du kannst aber den Rechtsstaat nicht einfach aussetzen für Leute, die dir nicht in den Kram passen.
Eventuell muss man Gesetze ändern oder anpassen, um sie z.B. überwachen zu können, wenn man ihnen sonst nichts nachweisen kann.
 
Du kannst aber den Rechtsstaat nicht einfach aussetzen für Leute, die dir nicht in den Kram passen.
Eventuell muss man Gesetze ändern oder anpassen, um sie z.B. überwachen zu können, wenn man ihnen sonst nichts nachweisen kann.
Dann muß man das gesetzlich vorher anders regeln.
Leute welche für Terroristen in den Krieg gezogen sind, sind selber Terroristen.
 
Dann muß man das gesetzlich vorher anders regeln.
Leute welche für Terroristen in den Krieg gezogen sind, sind selber Terroristen.

Es diesen Tätern trotzdem so schwer wie rechtlich möglich machen.

Tja, nur wie? Weder die Kurden noch Syrien interessieren sich für die Leute.
Sie werden also irgendwann abgeschoben und dann müssen wir sie aufnehmen, geht nicht anders.
Allen eine Fußfessel verpassen?
 
1. Ja schlecht erklärt.
Wenn man jemanden tötet, kann man das mit oder ohne Verletzung der Würde tun.

Tötung und würdevoll sind zwei Wörter, die einfach nicht zusammenpassen.

2.
Ja das gute Verhältnis, jemand der seinen Expartner tötet weil dieser die Beziehung beendet hat (Mordmerkmal niedere Beweggründe) bekommt die selbe Strafe wie jemand der aus religiöser Überzeugung hinaus 100 Menschen tötet.
Was ist also schlimmer?
Man kann jetzt argumentieren, dass Menschenleben nicht aufaddiert werden sollen. Gut das Argument greife ich jetzt mal nicht an.
Aber welche Folgen sind schlimmer, die Folgen des einen Mordes oder die Folgen des 100 fachen Mordes?
Ich würde sagen, dass es schlimmer ist die Angehörigen von 100 Menschen in die Trauer zu stürzen als die Angehörigen eines Menschen.
Und da haben wir das Verhältnis Pluto.

Es geht ja nicht darum, Menschenleben gegen andere aufzuwiegen. Wenn es aber eine Möglichkeit gibt, die Gesellschaft vor einzelnen Menschen zu schützen, die keine Tötung beinhaltet, so ist diese einer Tötung immer vorzuziehen.
 
1.
Das werden die Befürworter der Sterbehilfe entschieden anders sehen.
2.
Hast du gemerkt, dass das Argument mit dem Verhältnis nicht zieht?
Außerdem steht da für jedermann ersichtlich, dass ich die Leben nicht gegeneinander aufwiege, obwohl mir selbst unverständlich ist wie man das nicht machen kann, sofern man nicht involviert ist.
Aber nein, das ist zu umstritten, mein Argument ist es daher die Hinterbliebenen zu beachten.
 
1. Ich glaube, die Todesstrafe ist dann doch was anderes wie Sterbehilfe.

2. Ich sage ja auch nicht, dass du das aufwiegst. Das kann man einfach nicht.

Aber dann erkläre mir folgendes: Was ist für die Hinterbliebenen eines Serienkillers/Amokläufers/whatever besser: Wenn sie den Täter im Gefängnis noch besuchen können oder nicht?
 
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