AW: WaKü***Quatsch***Thread
Hi!
Da kommt man mal 'nen Tag nicht vorbei - und hat gleich so viel zu lesen...
Gas ist ein Aggregatszustand.
Dem ist so: Wasser hat ja - wie fast alle Stoffe - drei mögliche Aggregatzustände:
- fest: Eis
- flüssig: das allseits bekannte Wasser
- gasförmig: Dampf
Es ist übrigens ein weit verbreiteter Irrtum, dass Wasser erst ab 0°C vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht: auch bei Temperaturen unterhalb von 0°C findet eine - wenn auch geringe - 'Verdampfung' statt.
Außerdem hat Wasser eine Besonderheit: es ist im festen Aggregatzustand ist
leichter als im Flüssigen!
Normalerweise ist das spezifische Gewicht in der Reihenfolge fest-flüssig-gasförmig sinkend, also ist eine bestimmte Masse (vereinfacht: ein bestimmtes Gewicht, bsp. 1 kg) einer Substanz im festen Zustand vom Volumen her kleiner, als im flüssigen Zustand und im gasförmigen Zustand ist das Volumen nochmals (meist erheblich) größer als im flüssigen Zustand.
Der letzte Unterschied (flüssig-gasförmig) kann auch schnell mal im Bereich des 100-fachen Volumens und mehr liegen - davon 'lebt' jede Dampfmaschine.
Beim Wasser ist das jedoch nicht so: es ist im festen Zustand im Volumen größer (um rund 1/7) als im flüssigen Zustand - sonst würden Eisberge nicht schwimmen.
Und dann hätten wir hier ein Riesenproblem!
Der Unterschied, ob ein Stoff als Gas oder Flüssigkeit angesehen wird, ist meist davon abhängig, wie er sich bei Raumtemperatur (~23°C) verhält.
Außerdem ist der Aggregatzustand auch vom Druck abhängig.
Einige Gas beispielsweise sind bei hohem Druck bereits bei Raumtemperatur flüssig.
Wer schon mal mit Flüssigstickstoff (Stickstoff ist an sich ja ein Gas) gekühlt hat, kann da sicher viel von erzählen.
Auch bei Campinggas (Propan-Butan) tritt unter entsprechendem Druck eine Verflüssigung ein.
Diese unterschiedlichen Aggregatzustände macht sich ja beispielsweise das Massenspektometer zu Nutze: die Probe - auch Metalle - wird Verdampft (ggf. unter verringertem Druck) und die dabei entstehenden Gase werden mittels Licht gemessen, ihr Spektrum wird festgestellt.
Diese Spektralanalyse liefert sehr genaue Werte, aus denen sich dann die Inhaltsstoffe der Probe ablesen lassen.
(vereinfacht ausgedrückt)
Man kann nie genug Messkanäle haben

Ich hab acht, aber das ist definitiv nicht zu viel, wenn man mal einen Überblick über alle Komponenten haben will.
(für 3,5" fällt mir aber auch nichts ein)
dem stimme ich zu: Mein AE hat nur sechs - und das ist mir oft zu wenig.
@Reder:
Und was genau willst du dort dort überall messen? Die Wassertemperatur im Kreislauf hat in aller Regel lediglich eine Varianz die sich im Bereich der Messgenauigikeit analoger Sensoren befindet
Dem widerspreche ich!
Die Temperaturunterschiede sind zwar recht gering - unter 1°K - aber doch messbar.
Und zusammen mit der Durchflussgeschwindigkeit - und auch die ist nicht überall gleich; nur die Durchflussmenge ist überall gleich, es sei denn, man hat Abzweige drin - kann man die abgeführte Wärmeenergie ermitteln.
Das macht das AE mit den entsprechenden Einstellungen ganz gut.
Nur bin ich mir nicht sicher, dass die Ergebnisse stimmen, die das AE ausrechnet.
Nach denen bringt meine Grafikkarte eine höhere Wärmeleistung in den Kreislauf, als insgesamt abgeführt wird......
Oder das Aqaudrive wirkt noch zusätzlich als Radiator....
Die Temperatur der Komponenten möchte ich messen. Mir ist klar das es Schwankungen gibt, dennoch möchte ich gerne wissen wie hoch die Temperaturen ungefähr sind.
Da bald meine 2. Grafikkarte eintrudelt ( eine Wassergekühlt, eine Luftgekühlt Reverensdesign -.- ), wollte ich gern den Unterschied messen, ob sich Wasserkühlung bei der Graka lohnt( interessiert mich ein bißchen)
Wie sich die Temps unterscheiden, kannst Du demnächst in meinem TB nachlesen: ich habe derzeit eine 5770 drin, die tausche ich am WE gegen eine 5770 Vapor-X, mache eine Testreihe (3D-Mark 06 und -Vantage), rüste die 5700 Vapor-X auf Wasserkühlung um und mache eine neue Testreihe.
Ich bin mir aber sicher, dass die Wasserkühlung erheblich was bringt.
Ich habe schon mal mit zwei 5770er im CF-Betrieb getestet.
Die Wassergekühlte war übertaktet und die primäre Karte (musste also noch die Grafikausgabe bewältigen) und erreichte dabei (Furmak, was sonst?) eine Temperatur von 50 oder 55°C (ich müsste nachsehen, meine aber, es wären 50° gewesen); die Luftgekühlte war nicht übertaktet und nur die sekundäre Karte, erreiche aber - im offenen Rechner, also mit genug Luft - eine Temperatur von 90°.
Ich denke, das sagt alles aus.
du weist schon das Grakas einen Temp Sensor verbaut haben.....
Der misst aber nur interne Temperaturen; die Wassertemperatur oder die Oberflächentemperatur kann er damit nicht messen.
Und da diese eingebauten Sensoren teilweise unterschiedlich positioniert sind und auch nicht die genauesten sind, ist die Vergleichbarkeit der damit ermittelten Werte nicht 100%ig.
Hängt vom Kreislauf ab. Meine Sensoren haben ein Rauschen <0,1K (=nicht angezeigt) und im Werkszustand eine Kalibrierung mit ±0,5K Abweichung, jetzt sind sie auf 0,1K Differenz kalibriert, daran scheiterts also schonmal nicht.
Und die Temperaturdifferenzen betragen in meinem langen Kreislauf bis zu 4K. Triple-SLI-Systeme erreichen mittlerweile auch bei hohen Durchflussraten ähnliche Werte.
Die Genauigkeit reicht aus, um z.B. die miserable Wärmeübertragung im Spannungswandlerausleger eines GPU-X² 9800GTX zu dokumentieren oder die hervorragende Wärmeleitung von der Vorder- zur Rückseite eines PCBs oder (in dessen Folge) gute Näherungswerte für SB und NB zu bekommen,...
Auf alle Fälle haben die Sensoren den Vorteil, das man sie absolut kalibrieren kann - während die Sensoren in GPU oder CPU irgendwelche Mondwerte ausgeben, bei denen man nie weiß, ob man sie mit was anderem vergleichen darf.
Na, dem stimme ich zu.
Zumal mein System recht geringe Durchflusswerte hat: unter 30l/Std sind bei mir Idle normal.
Eine Sensorerweiterung für's AE wäre wirklich ganz nett....
Wenn ich messen könnte, wie ich wollte, würde ich messen:
- Einlass (also vom Radi in den Rechner)
- Auslass (also vom Rechner in den Radi)
- vor der CPU
- nach der CPU
- vor der Grafikkarte
- nach der Grafikkarte
- bei mehreren Grakas auch dazwischen
- Lufttemperatur auf dem Radi
- Luft oben im Rechner
- Luft unten im Rechner
- Backplate CPU
- Luft- oder Wasser am Ram (je nachdem, ob wassergekühlt oder nicht)
Bei meinen Messungen habe ich schon spürbare Unterschiede feststellen müssen - die Temperatur im Kreislauf ist also nur annähernd gleich.
Daher komme ich ja drauf, dass mein Aquadrive sich wie ein Radiator auswirkt.
Aktuell habe ich 26,9° (zwischen Aquadrive und Northbridge, also vor der CPU) bis 28,3° (am Auslass, also vor dem Radi) und das im Desktop-Betrieb und ohne Grafikkarte (ist derzeit luftgekühlt)!
Da die Sensoren unmittelbar beim Systemstart alle die gleiche Temperatur anzeigen, gehe ich mal davon aus, dass sie zumindest in etwa gleiche Werte hergeben.
Dabei gleich mal 'ne frage: wo bekomme ich digitale Temperatursensoren her und kann ich die am AE anschließen?
grüße
Jochen