AW: WaKü***Quatsch***Thread
Kommt immer auf die Konstruktion, die Verarbeitung (getempert ja/nein) und die Randbedingungen (Gewindedrehmoment, einwertige Alkohole, etc.) an.
Grundsätzlich muss man beim Einsatz von PMMA in Waküs eben einfach wesentlich mehr beachten als bei anderen Werkstoffen und Gewinde als hochgradig gekerbte Konstruktionsmerkmale sind nun mal etwas was man im Zusammenhang mit spannungrissgefährdeten Werkstoffen wie PMMA grundsätzlich besser sein lässt, wenn man nicht sehr genau weiß was man tut. Wie wir aber wissen, sind auch unter den kommerziellen Herstellern bei Weitem nicht nur Profis unterwegs

.
Belastet man PMMA nur mit Druckspannungen (z. B. bei der Einspannung in entsprechende Anschlüsse) kann nicht viel passieren, wenn man bei der Verarbeitung nicht massiv schludert

. So etwas wie das von arcDaniel gezeigte PMMA-Terminal ist aber konstruktiv einfach extrem riskant. Bei solchen Teilen grenzt es an reines Glücksspiel, ob man länger was davon hat - selbst wenn man einigermaßen vorsichtig zu Werke geht mit den Anschlüssen.
Das kann man durch den Einsatz von Werkstoffen vermeiden die für solche kritischen Anwendungen besser geeignet sind. An anderen Stellen ist gegen PMMA hingegen weniger einzuwenden, wenn man es auch konstruktiv richtig einsetzt. Trotzdem muss man einfach auf mehr achten als bei andere Werkstoffen.
Wenn man von PMMA für solche Teile abrät, geht es letztlich aber immer um Risiko-Minimierung. Hab auch alte Plexiglas-Bauteile, sogar mit Gewinden, die noch einwandfrei aussehen und rissfrei sind (sind aber auch noch aus Zeiten als die Hersteller PMMA noch richtig temperten) - das heißt aber nicht dass es bei allen so war

. Sogar bei Gleichteilen kann es bei PMMA manchmal beim Einen zu Rissen kommen und beim Anderen nicht - ohne beim Einsatz viel anderes gemacht zu haben - aber eben vor allem bei konstruktiv kritischen Bauteilen.