[Wahl Juli 2009] Monatliche Community-Bundestagswahl

Welche Partei würdet Ihr diesen Monat wählen?

  • SPD

    Stimmen: 6 5,1%
  • Union

    Stimmen: 5 4,3%
  • FDP

    Stimmen: 13 11,1%
  • Die Linke

    Stimmen: 11 9,4%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 59 50,4%
  • Die Grünen

    Stimmen: 17 14,5%
  • Sonstige

    Stimmen: 3 2,6%
  • Enthaltung/gehe nicht wählen

    Stimmen: 3 2,6%

  • Umfrageteilnehmer
    117
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Eine (Teil-)Lösung des Wahlkampfproblems wäre die Legislaturperiode zu verlängern. Sechs Jahre mindestens.

Nur macht das niemand. Wahlkampf vor (Alltags-)Politik.:daumen2:
 
Das Problem ist ja nicht "viel Wahlkampf" als solches - sondern "wenig Einflussnahme durch die Bürger".
Ob die wenig Einfluss nehmen, weil ihnen permanent Lügen aufgetischt werden oder/und (ich traue unseren Politikern auch einen 2 Jahre dauernden Wahlkampf zu) weil sie so selten überhaupt mal gefragt werden, macht da auch keinen Unterschied mehr.
 
Ich denke, dass die ganzen "Steuergeschenke" nicht zu Stande gekommen wären, wenn die Wahl erst in zwei Jahren stattfinden würde.

Was den Staat in den nächsten Jahrzehnten kaputt machen wird, sind keine Verbote von Killerspielen, sondern die Staatsschulden. Diverse Bevölkerungsschichten werden das bald zu spüren bekommen. Interessanterweise scheinen mir mehr (potenzielle) Wähler beim Thema Killerspiele mehr politisches Engagement zu zeigen, als in der Steuerpolitik (was ungleich wichtiger ist). Kann natürlich auch an der medialen Ausschlachtung liegen. Wer aber erst durch Medien darauf aufmerksam wird, darf sich mindestens einmal ganz groß über seine eigene Phlegmatik schämen.

Eine fehlende Einflussnahme liegt nicht nur am Staat selbst, sondern auch den Wählern. Demonstrationen sind ein typisches Beispiel. Es gibt aber noch mehr Einflussmöglichkeiten, die wesentlich effektiver sind, nur wollen die Wähler das nicht (Lust, Zeit, andere Ausreden). Die fehlende Einflussnahme ist also teils selbstgemacht. Da braucht man sich nicht zu beschweren. Dabei wäre es so einfach. Noch einfacher als vor zwanzig Jahren, dank Internet und Email.
 
Du hast nicht unrecht Pokerclock, nur muss man doch auch bedenken, dass diese (potenziellen) Wähler sich gerade um das Thema Killerspiele und Co kümmern, weil es sie direkt betrifft. Andererseits bezahlen diese Leute, so wie ich, noch keine Steuern, sei es, weil sie zu jung sind und die sog. Killerspiele ohnehin nicht spielen dürften oder weil sie einfach noch ein Lehrlingsgehalt beziehen, worauf noch keine Steuern erhoben werden.

Zum Punkt der Einflussnahme kann ich nur sagen, dass es vermutlich auch daran liegt, dass sich die Einzelnen denken "ich alleine bringe sowieso nix" oder "egal was ich wähle, kommt doch eh nur Murks raus". Bei vielen fehlt auch in gewisser Weise eine Reife und das Verständnis für einige (politische) Gegebenheiten.

Ich will nicht sagen, dass ich diese uneingeschränkt besitze, ich bin ja auch noch recht jung, aber wenn ich bedenke, dass mein kleiner Cousin mit seinen 16 Jahren (eigeschränkt) wählen darf und auch in 2 Jahren mit 18 noch keinen Plan von tuten und blasen haben wird, dann sehe ich schwarz.
Bei vielen ist es nun einmal so, dass sie sich einfach nicht für Politik interessieren bzw. nur bei Themen, die sie direkt betreffen (Stichwort: Killerspiele).

Was aber kümmert mich jemand, von dem ich noch nie was gehört habe und der mir jetzt erzählen will in Afghanistan geht die Post ab, das ist doch so weit weg (mal überspitzt ausgedrückt).

MfG
 
Eine Verlängerung der Legislaturperiode könnte das Problem auch verschlimmern, da so der Anreiz der Wahlgeschenke und Versprechen dann extrem hoch liegt. Und sie haben dann 2 Jahre mehr Zeit aktiv neben dem Bürger zu agieren. Die Frage für mich ist dann immer ob Politiker ihren Beruf falsch verstehen, eher als Marketinngmanager statt als Bürgervertreter.


Eine Verkürzung hat, glaub ich, keinen Sinn.
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Das Thema Egoshooter (warum benutzt ihr selbst Killerspiele als Begriff?) hat eher grundlegende Bedeutung. Warum? Weil es relativ populistisch ist, von den Themen wie Schulden ablenken soll und im Endeffekt nur einer Minderheit schadet um der Politik einen Grund gegeben zu haben, etwas gutes getan zu haben.
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Es ist was Killer und Pokerglock andeuten, die Menschen reden, machen aber nichts dagegen. Wenn mehr menschen der Generation 18-30 sich aktiv an der Politik beteiligen würden, ohne den Antrieb zu haben Vollblutpolitiker zu werden.


Auch sehe ich verzweifelte Jusos, Julis und Leute von der Jungen Union, die gegen ihre Parteioberen Sturm laufen, aber in deren Ansichten stecken bleiben, unterdrückt werden.
Siehe den Anlauf auf dem letzten Bundesparteitag der SPD das Zugangserschwernisgesetz für Kinderpornographie doch noch zu stoppen.
 
Eine Verlängerung der Legislaturperiode könnte das Problem auch verschlimmern, da so der Anreiz der Wahlgeschenke und Versprechen dann extrem hoch liegt. Und sie haben dann 2 Jahre mehr Zeit aktiv neben dem Bürger zu agieren. Die Frage für mich ist dann immer ob Politiker ihren Beruf falsch verstehen, eher als Marketinngmanager statt als Bürgervertreter.

Nunja, Politiker machen das, wofür sie gewählt werden.
Und der Wähler wählt Politiker primär danach, wie gut die sich vermarkten können -> die "Marketingmanager" kommen in die Politik, nicht die "Bürgervertreter".
Das ist das Grunddilemma einer Demokratie, für die sich niemand interessiert.


Eine Verkürzung hat, glaub ich, keinen Sinn.

Hmm - ne extrem Verkürzung würde das reine Wahlkampfproblem beheben (z.B. alle 6-12 Monate Wahl. Da kann man nicht mehr zwischen Arbeit und Wahlkampf differenzieren, sondern muss sich über politische Entscheidungen proflieren. Falsche Versprechungen lassen sich auch nicht mehr realisieren.
Vernünftige Politik mit solider Planung aber vermutlich auch nicht :ugly:
 
Du hast nicht unrecht Pokerclock, nur muss man doch auch bedenken, dass diese (potenziellen) Wähler sich gerade um das Thema Killerspiele und Co kümmern, weil es sie direkt betrifft. Andererseits bezahlen diese Leute, so wie ich, noch keine Steuern, sei es, weil sie zu jung sind und die sog. Killerspiele ohnehin nicht spielen dürften oder weil sie einfach noch ein Lehrlingsgehalt beziehen, worauf noch keine Steuern erhoben werden.
MfG

Das Argument lasse ich nicht gelten. Auch ein sechzehnjähriger hat mit Sicherheit schon mal Steuern bezahlt. MwSt bei jedem Kauf von PC-Hardware. Ökosteuer, wenn er einen Roller fährt. MwSt wenn er beim Magges oder Burger King ein paar Pommes in den Rachen schaufelt. Also müsste ihn auch mal so manche Diskussion über 7% oder 19% tangiert haben. Nach dem Interesse zu urteilen scheinbar nicht.:daumen2:

Auch einem U18 jährigen muss auffallen, dass wenn irgendwo Steuern erlassen werden, anderswo Steuern wieder erhöht werden. Es ihn also auch betreffen wird, wegen den knappen finanziellen Reserven wohl noch stärker. Dennoch passiert von den Meisten nix und es wird teilnahmslos abgewunken.

Aber bei Computerspielen wird dann wieder mit aller Macht demonstriert, rebelliert ja sogar an Petitionen teilgenommen. Interessanterweise auch weit unter dem Alter, das für die Freigabe vorgesehen ist.

Das Thema Egoshooter (warum benutzt ihr selbst Killerspiele als Begriff?)

Hat sich leider mittlerweile eingebürgert. Zumindest versteht jeder sofort, was ich mit dem Begriff ansprechen will. Was diese Wortneuschöpfung aussagt, wissen wir ja bis heute nicht.:daumen2:
 
Nunja... ich dachte eigentlich, dass du mich verstehst; mit dem Punkt "Steuern" waren die Steuern aufs Gehalt gemeint... den Sprit bezahlen viele nichtmal selbst (so zumindest meine Erfahrung im Bekanntenkreis) und bei PC-Hardware kümmern sich viele in dem Alter eher um den Preis den sie bezahlen müssen und nicht darum, wie er zustande kommt... zumindest bei vielen ist das so. Essen bei Mecces oder BK, ok, aber ich glaub, dass sich da auch viele nicht drum kümmern bzw. es auch nicht wissen, dass dort die 7% MwSt. drauf sind.

Und glaub mir, daran denken viele auch nicht, dass an anderen Stellen widerum das Geld für Steuersenkungen ja irgendwo auch wieder reinkommen muss. Wobei ich persönlich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer eher verstehen konnte, als eine Erhöhung der Einkommensteuer. Schließlich trifft die MwSt. jeden. Bei der Einkommensteuer flutschen hingegen sog. Geringverdiener durch oder auch, was, wie ich finde, besonders hart ist, eben die Großverdiener, wo das Verhältnis zum Normalverdiener nicht stimmt, zumindest angesichts des totalen Verdienstes.

Nehmen wir einen Normalverdiener, der 4000 brutto bekommt und zu 50% (jetzt mal übertrieben) versteuern muss und einen Großverdiener, der 1 Mio bekommt und auch zu 50% versteuert. Dem kleinen Mann tuts mehr weh... . Klar, verdienen sich die Großverdiener ihr Geld, schließlich arbeiten die ja auch hart, aber mit welcher Begründung bezieht ein Bankenmanager noch immer ein Millionengehalt bzw. kassiert er noch eine Rieseprämie, obwohl die Bank pleite ist?

Jeder normale Arbeitnehmer hätte nach sowas OHNE Abfindung gehen müssen und am besten noch Strafen etc. zahlen müssen, das steht in keinem Verhältnis... .

Dort finde ich, müssten die Politiker auch mal ansetzen... .

Naja... meine Meinung, sagt was dazu oder lasst es.

MfG
 
Klar, verdienen sich die Großverdiener ihr Geld, schließlich arbeiten die ja auch hart, aber mit welcher Begründung bezieht ein Bankenmanager noch immer ein Millionengehalt bzw. kassiert er noch eine Rieseprämie, obwohl die Bank pleite ist?

Jeder normale Arbeitnehmer hätte nach sowas OHNE Abfindung gehen müssen und am besten noch Strafen etc. zahlen müssen, das steht in keinem Verhältnis... .
Sie machen es weil sie es können und damit durchkommen, so einfach ist das.
Aber die Manager sind doch auch wie die Egoshooterspieler wieder nur ein Sündenbock auf den man es schieben kann.
Es ändert nichts grundlegend an der Problematik. Die Manager sind ja auch nur Spießrutenläufer der Aktionäre und Äktionäre sind im letzten Fall immer Bürger, auch wenn da ein paar Firmen dazwischen sind in der Kette.
Es ist wie Politiker und Volk. Solange sie damit durchkommen, machen sie es.
 
Also vom Prinzip her, sind die Piraten recht interessant und bringen vielleicht auch endlich die großen Neuerungen der Kommunikationstechnologie richtig in die Politik. Ich erinnere mich noch an ein Video bei dem zdf-Kinderreporter Bundespolitiker zum Thema Internet befragt haben.. Nennen sie mir doch mal ein paar Browser! "öhhhm ähhhh jaaaa" :D:schief:
Was mich nur etwas stört, ist die Tatsache, dass sie alle Leute, die geistig etwas schaffen "enteignen" wollen. Ich finde auch ein Musiker gehört gerecht, für das was er geschaffen hat, entlohnt. Denn was viele scheinbar gerne verdrängen ist, dass die Leute sich nicht eben 5 min hinsetzten und den Song aufschreiben, ins Studio rennen und den nebenbei aufnehmen. Es müsste einfach die Möglichkeit geschaffen werden, dass zb. Musik auch für viele Leute günstig zu erhalten ist. Was mit Internet und Co kein großes Problem darstellen dürfte.
Vielleicht wäre eine schön an der einen oder anderen Stelle angesprochene "Kulturflatrate" eine vernünftige Lösung, bei der Produzenten, wie Kunden zufrieden sind. Außerdem muss die Musikindustrie langsam mal erkennen, dass die Leute einfach kein 10€ für ne CD mit vielleicht einem guten Song ausgeben wollen, wenn sie die Möglichkeiten haben, sich diesen Song auch anders zu beschaffen. Und anstatt die Verbreitung von Medien über das Internet mit Kopierschutz und DRM zu blockieren oder erschweren endlich diesen Vertriebsweg, der im übrigen noch einige weitere Vorteile bietet, fördern.
 
Filesharing zu legalisieren wäre gut für Künstler, niemand würde enteignet. Es ist erwiesen, dass Filesharer mehr Musik/Filme kaufen. Ist ja auch klar, dank Filesharing lernt man viele neue Musiker und Musikrichtungen kennen. Was die Leute mögen, das kaufen sie, auch wenn sie es gratis downloaden können. Probehören zu kriminalisieren ist Mist.
 
[X] Priaten

Diesmal nicht FDP... Ne Koalition mit CDU FDP Piraten wäre nicht schlecht... da wäre dann immerhin noch Wirtschaftskompetenz mit drin :ugly:
 
Also vom Prinzip her, sind die Piraten recht interessant und bringen vielleicht auch endlich die großen Neuerungen der Kommunikationstechnologie richtig in die Politik. Ich erinnere mich noch an ein Video bei dem zdf-Kinderreporter Bundespolitiker zum Thema Internet befragt haben.. Nennen sie mir doch mal ein paar Browser! "öhhhm ähhhh jaaaa" :D:schief:
Was mich nur etwas stört, ist die Tatsache, dass sie alle Leute, die geistig etwas schaffen "enteignen" wollen. Ich finde auch ein Musiker gehört gerecht, für das was er geschaffen hat, entlohnt. Denn was viele scheinbar gerne verdrängen ist, dass die Leute sich nicht eben 5 min hinsetzten und den Song aufschreiben, ins Studio rennen und den nebenbei aufnehmen. Es müsste einfach die Möglichkeit geschaffen werden, dass zb. Musik auch für viele Leute günstig zu erhalten ist. Was mit Internet und Co kein großes Problem darstellen dürfte.
Vielleicht wäre eine schön an der einen oder anderen Stelle angesprochene "Kulturflatrate" eine vernünftige Lösung, bei der Produzenten, wie Kunden zufrieden sind. Außerdem muss die Musikindustrie langsam mal erkennen, dass die Leute einfach kein 10€ für ne CD mit vielleicht einem guten Song ausgeben wollen, wenn sie die Möglichkeiten haben, sich diesen Song auch anders zu beschaffen. Und anstatt die Verbreitung von Medien über das Internet mit Kopierschutz und DRM zu blockieren oder erschweren endlich diesen Vertriebsweg, der im übrigen noch einige weitere Vorteile bietet, fördern.
Wunderbar du hast es verstanden, niemand will den Künstlern eine brotlose Zukunft bieten. Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit es sich kostenlos zu holen. Ergo muss ein neues Modell her. Das sollte aber dann gerecht durchdacht sein.
Eine Provider und Musikkonzern- abhängige Flatrate behebt dies jedoch nicht. Es sollte eine allumfassende sein. Leider bleibt da für die Musikkonzerne nicht viel Kröten übrig. Also gehen sie den Weg der Sperren, DRM und weiteren Beschränkungen.
 
Flatrates behen das überhaupt nicht, das die Leute nach wie vor bereit sein müssen, sie zu bezahlen (was wohl eher nicht der Fall ist, wenn man entsprechende Angebote in der Vergangenheit bedenkt) und weil jegliche Rückmeldung fehlt, welche Art von Kunst denn davon bezahlt werden soll. (vergleiche öffentlich-rechtliche. Im Gegensatz zu frei getauschter Musik können die aber wenigstens noch Einschaltquoten ermitteln)
 
Warum sollte es der Politik zustehen, der "Contentindustrie" Vermarktungsmodelle vorzuschreiben? Und worauf gruendet der (meiner Meinung nach Irr-)Glaube, jemand, der keine €0.99 fuer einen Musiktitel zu bezahlen bereit ist, wuerde irgendeinen anderen Preis bezahlen?

Gibt es wirklich nichts dringlicheres, als ein paar Halsnichtvollkriegern ihre Konsumsucht zu legalisieren; koste es was es wolle, und sei es der gesunde Menschenverstand?
 
Warum sollte es der Politik zustehen, der "Contentindustrie" Vermarktungsmodelle vorzuschreiben? Und worauf gruendet der (meiner Meinung nach Irr-)Glaube, jemand, der keine €0.99 fuer einen Musiktitel zu bezahlen bereit ist, wuerde irgendeinen anderen Preis bezahlen?

Gibt es wirklich nichts dringlicheres, als ein paar Halsnichtvollkriegern ihre Konsumsucht zu legalisieren; koste es was es wolle, und sei es der gesunde Menschenverstand?

Aber, aber, JePe, nicht so viele Totschlagargumente auf einmal. Da kommt man ja kaum mit dem Korrigieren hinterher :ugly: ...


  • Je nach spezifischer Beschaffenheit eines Geschäftsmodells mischt sich der Staat unterschiedlich stark ein. Von einem Diktat kann bei meinem geposteten Beispiel nicht die Rede sein. Was du meinst, ist wohl ehzer grundsätzlich eher eine Einmischung, und da geb' ich die Frage an dich zurück: Tut die Politik das doch nicht schon bereits ? :huh: Siehe: Urheberrecht, 2. Novellierung des Urheberrechts.
  • Weil 1 € pro Song WUCHER ist,
    • wenn all die derartig erworbenen Songs mit einem üblen Systemabsturz (Abrauchen), unwiderruflich futsch sind
    • wegen DRM
    • wegen MINDERWERTIGER mp3-Qualität (129 k, oder 192 k)
    • weil dieser ganze Ansatz, diese unknappen geistigen Werke künstlich zu verknappen und wie eine knappe Ware im Internet zu behandeln, hirnrissig ist
  • Merkst du nicht, wie du dir widersprichst, wenn du einerseits den für Künstler vorteilhaften Ansatz der Förderung zeitgemäßer Geschäftsmodelle zur Kenntnis nimmst, aber dann noch immer behauptest, dass diejenigen, die sich mit dem Thema Urheberrecht befassen, lediglich eine Kostenlos-Kultur etablieren wollen ?
 
Je nach spezifischer Beschaffenheit eines Geschäftsmodells mischt sich der Staat unterschiedlich stark ein.

Wo waere das beispielsweise? Falls das

Tut die Politik das doch nicht schon bereits ? :huh: Siehe: Urheberrecht, 2. Novellierung des Urheberrechts.

die Antwort sein soll, habe ich sie nicht verstanden. Der Staat schreibt niemandem vor, seine Rechte von z. B. der GEMA wahrnehmen zu lassen. Der Staat hindert auch niemanden daran, sich selbst zu vermarkten oder eine alternative Vermarktungsgesellschaft ins Leben zu rufen.

wenn all die derartig erworbenen Songs mit einem üblen Systemabsturz (Abrauchen), unwiderruflich futsch sind

Backup? Bei musicload.de sind uebrigens mehrere Downloads moeglich.


Wo gibt es das noch?

wegen MINDERWERTIGER mp3-Qualität (129 k, oder 192 k)

Die Qualitaet steigt nicht, nur weil der Preis faellt oder die "Ware" zum Freiwild erklaert wird. Das "die Qualitaet ist schlecht"-Argument ist von vielen verlogenen Argumenten vermutlich das verlogenste ueberhaupt. Wenn etwas so schlecht ist - warum es dann stehlen, pardon: urheberrechtsverletzen?

weil dieser ganze Ansatz, diese unknappen geistigen Werke künstlich zu verknappen und wie eine knappe Ware im Internet zu behandeln, hirnrissig ist

"Hirnrissig" ist das konstruierte Argument, ein Werk sei "unknapp", nur weil es sich mal eben so vervielfaeltigen laesst. Autos waren auch nicht "unknapp", bevor Wegfahrsperren Pflicht und die Alarmanlagen besser wurden. Sie waren nur leichter zu stehlen. DRM haben Autos heute uebrigens immer noch. Z. B. in Form von Fahrgestellnummern. Abschaffen, sofort!

Die "Knappheit" seines Werkes bestimmt der Urheber oder der, den er damit beauftragt hat.

Merkst du nicht, wie du dir widersprichst, wenn du einerseits den für Künstler vorteilhaften Ansatz der Förderung zeitgemäßer Geschäftsmodelle zur Kenntnis nimmst,(...)

Dass eine Kulturflatrate oder Dein gepostetes Beispiel "vorteilhaft" fuer den Schoepfer ist, ist eine Behauptung - der ich widerspreche. Wusstest Du, dass WARNER sich mit der "Kulturflatrate" gut anfreunden koennte? In diesem Fall - wuerde sich fuer den Kuenstler selbst ueberhaupt nichts aendern. Um den geht es doch aber angeblich ... ?

(...)aber dann noch immer behauptest, dass diejenigen, die sich mit dem Thema Urheberrecht befassen, lediglich eine Kostenlos-Kultur etablieren wollen ?

Sicher nicht jeder, der sich damit beschaeftigt. Aber weite Teile der PIRATEN und zweifelsfrei die ueberwaeltigende Mehrheit ihrer Waehler.

Gegenfrage: warum sollte im Rahmen einer Flatrate der Baeckermeister, der seinen Breitbandzugang nur dazu nutzt, eMails zu lesen, Dir Deinen Musikkonsum subventionieren?
 
Warum sollte es der Politik zustehen, der "Contentindustrie" Vermarktungsmodelle vorzuschreiben?
Wie war das noch grad mit den Roaminggebühren für Handys? Wurde da der "Contentindustrie" nicht auch ein Maximalpreis vorgeschlagen befohlen?

Sicher nicht jeder, der sich damit beschaeftigt. Aber weite Teile der PIRATEN und zweifelsfrei die ueberwaeltigende Mehrheit ihrer Waehler.
Vielleicht sollte man erstmal das Wahlprogramm einer Partei lesen und vorallem VERSTEHEN, bevor man sie in aller öffentlichkeit verleumdet?

Gegenfrage: warum sollte im Rahmen einer Flatrate der Baeckermeister, der seinen Breitbandzugang nur dazu nutzt, eMails zu lesen, Dir Deinen Musikkonsum subventionieren?
Nun ja, der Bäckermeister bezahlt bereits HEUTE deine öffentlich-rechtliche Propaganda, worüber du deine "Informationen" über Priatenpartei und Musikindustire beziehst. Warum sollte das beim Musikkonsum anders sein?
 
Gibt es wirklich nichts dringlicheres, als ein paar Halsnichtvollkriegern ihre Konsumsucht zu legalisieren; koste es was es wolle, und sei es der gesunde Menschenverstand?
Wen genau meinst du jetzt in dem thematischen Kontext, die Contentindustrie, die Gema oder die ill. Filesharer?? ;)
Filesharing zu legalisieren wäre gut für Künstler, niemand würde enteignet. Es ist erwiesen, dass Filesharer mehr Musik/Filme kaufen.
Das stimmt, hatte ich auch mal gelesen. Jedoch wurde auch schon belegt, dass kleine Labels durchaus unter den Folgen von illegalen Downloads zu leiden haben und bei denen wirkt sich das eben viel stärker aus, als bei großen Majorlabels.
Ist ja auch klar, dank Filesharing lernt man viele neue Musiker und Musikrichtungen kennen. Was die Leute mögen, das kaufen sie, auch wenn sie es gratis downloaden können. Probehören zu kriminalisieren ist Mist.
Dem stimme ich auch zu. Das ist ja auch der Hauptkritikpunkt der Filesharerszene, nämlich das nicht jeder Download ein entgangener Gewinn bedeutet. Dennoch sollte man vom Rechtsempfinden den "Künstlern" die Entscheidung überlassen ob ihre geistigen Werke kostenlos, zum Probehören, runtergeladen werden dürfen oder nicht.

Ich finde das Thema generell sehr schwierig. Meiner Meinung nach müsste folgendes passieren.:

Weniger Gebühren für legale Downloads( maximal 49 Cent pro Titel), weil die Gegenleistung fehlt(keine CD, schlechtere Quallität, kein Cover, keine weiteren Beilagen etc.). Es kann einfach nicht sein das in Summe MP3 Downloads genauso teuer sind wie CD Käufe aber dafür quallitativ wesentlich schlechter. Da steckt System hinter. Die Contentindustrie versucht damit ihre CD Abverkäufe einigermaßen konstant zu halten. ---> Daraus folgt, dass die illegalen Downloadraten abnehmen und zunehmend mehr User sich ihre Musik legal besorgen werden.

Illegale Downloads sollten bagatellisiert werden. Warum? Weil die meisten eben Downloaden, da es mittlerweile zu einer Kultur geworden ist. Es wurde ja schon nachgewiesen das interessante Inhalte auch gekauft werden, so wie man es eben auch beim CD Kauf macht. Erst 20 CD´s anhören und anschliessend 2-3 kaufen. Des Weiteren sollte man den User nicht dafür bestrafen, dass die Contentindustrie es versäumt hat, sich rechtzeitig auf den technischen Fortschritt und die neuen Gegebenheiten einzustellen und ihre Geschäftsmodelle dementsprechend anzupassen. Hätten man früher agiert, so würde man jetzt schon viel weiter in dem Thema sein und das Maß an illegalen Downloads auf eine normal, übliche, nicht zu verhindernde Menge, reduzieren können.
Des Weiteren muss es tunlichst unterbunden werden, dass das Internet zu einer Plattform wird wo an jeder Ecke bezahlt werden muss und das oftmals ungerechtfertigt. Beispiel: Die amerikanische Gema hat mit youtube für ihre Klienten eine monatliche Gebühr, für das Darstellen derer Musik verabschiedet. Nun treibt sie aber auch bei anderen Webseiten Geld ein, die lediglich auf die youtubevideos verlinken. Das wäre ja eine Doppelvergütung für ein bereits vergütetes Produkt. Solche Raffgiermentalität verurteile ich und dies sollte notfalls auch mit Gesetzesvorgaben unmöglich gemacht werden. Jedoch sehe ich diesbezüglich keine politische Unterstützung, da die Lobby der Contentindustrie im Allgemeinen sehr politisch Einflussreich ist, siehe auch Thema Sarkozy und Threestrikes-Gesetz.

Wenn die Geschäftsmodelle der Contentindustrie sich an die heutigen Gegenbenheiten anpasst, dann sehe ich eine deutliche Erhöhung der legalen Bezahldownloads und wesentliich weniger Raubkopieen. Sollte es allerdings, wie es bis jetzt aussieht, dabei bleiben, dass krampfhaft an einem alten unzeitgemäßen System festgehalten wird und das ganze auch noch mit politischer Untertsützung, dann sehe ich eher sinkende Umsätze und eine Verschlechterung der jetzigen Lage. Die User sind einfach nicht mehr Bereit der Contentindustrie so viel Geld in den Rachen zu stopfen und suchen sich günstigere(kostenlose ALternativen. Auch wenn das moralisch, in gewissem Sinne, verwerflich ist, so spiegelt es doch den Istzustand wieder und entweder man passt sich daran an oder leidet darunter. Jedenfalls wird man nicht dutzende Millionen Downloader dazu bewegen können, dies zukünftig zu unterbinden. ;)

p.s.: Aßerdem sollte es endlich unterbunden werden, dass trotz Gesetzeslage es unterbunden wird(durch den Einsatz von Kopierschutzmechanismen) eine private Sicherungskopie angelegt werden kann. Es müsste der Passus das Kopierschutzmechanismen nicht umgangen werden dürfen in dem Zusammenhang mit Sicherungskopie als Ausnahmeregelung erweitert werden.

MfG
 
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