Umfrage: jährlich Kosten von 1,3 Mio. $ durch falsche Alarme von Sicherheitssoftware

Jimini

PCGH-Community-Veteran(in)
Umfrage: jährlich Kosten von 1,3 Mio. $ durch falsche Alarme von Sicherheitssoftware

Eine Umfrage des Ponemon Institus unter mehr als 600 Beschäftigten im US-amerikanischen IT- und IT-Security-Sektor hat ergeben, dass Unternehmen durch falsche Alarme (etwa false positives) von Sicherheitssoftware pro Jahr Kosten in Höhe von 1,3 Mio. $ entstehen. In Arbeitszeit umgerechnet entspricht dies insgesamt rund 21.000 Stunden - die folgende Grafik zeigt die auf eine Woche umgerechnete Arbeitsbelastung:
malware1.jpg (Quelle: https://www.damballa.com/wp-content/uploads/2015/01/chart-hours-spent-on-alerts.jpg)
Im Laufe einer gewöhnlichen Woche kommt es in Unternehmen und Orginsationen zu etwa 17.000 Alarmmeldungen von Schadsoftware, von denen aber weniger als jede fünfte begründet ist. Verschlimmert wird das Problem dadurch, dass Schätzungen der Befragten zufolge 40% aller "Infektionen" unentdeckt bleiben.
malware2.jpg (Quelle: https://www.damballa.com/wp-content/uploads/2015/01/chart2-malware-alerts-per-week.jpg)

Die IT'ler sehen sich zu einem großen Teil darüber hinaus generell mit einer zunehmenden Bedrohung durch Schadsoftware konfrontiert. Zusätzlich führen mangelnde organisationale Maßnahmen (wie etwa Malware-Beauftragte) dazu, dass durch das Abschätzen einer Bedrohung, das Auffinden von Schadsoftware und das Prüfen einer Alarmmeldung überhaupt immens viel Arbeitskraft gebunden wird.

Es ergibt sich somit ein Problem mit drei wesentlichen Gesichtspunkten:
1) die Bedrohung nimmt generell zu
2) den Zuständigen fehlt die Zeit, sich allen Alarmmeldungen zu widmen, da die Anzahl an Fehlalarmen sehr hoch ist
3) hieraus ergibt sich, dass mehr und mehr wirkliche Fälle von Schadsoftware unentdeckt bleiben oder nicht verfolgt werden können, da die Zuständigen zu viel Zeit in die Analyse von Fehlalarmen investieren

Ein CTO einer Firma aus der Netzwerksicherheitsbranche fasst die Lage so zusammen, dass die Software Teil des Problems ist, da sie mehr Meldungen generiert als Alarme bearbeitet werden können. Für die "normalen" Anwender ergibt sich somit ein ähnliches Problem - auch sie können sich nicht blind auf eine Software verlassen, sondern müssen die Situation und Bedrohung selbst einschätzen.

Quellen:
The Cost of Malware Containment
Report zur Studie
Artikel zur Studie auf arstechnica.com
 
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Man braucht doch nur die Dateien bei Virustotal hochzuladen, dann sieht man ob es ein Fehlalarm ist. Oder das AV-Programm wechseln.
 
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Wo dann 2 von 40 Anschlagen.
 
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Das Schlimme ist halt, dass dadurch vieles unentdeckt bleibt...Aber ändern kann man das nur durch richtigen guten Code zur Erkennung. Nur das ist leider nicht umsetzbar, dass der alles ausschließt, was wirklich nichts ist. Aber in der heutigen Zeit sind AV-Programme Pflicht auf jedem Rechner
 
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Aber in der heutigen Zeit sind AV-Programme Pflicht auf jedem Rechner
Ich traue Virenscannern nur noch sehr wenig zu - sie sind für mich maximal ein kleiner Beitrag zur Absicherung eines Systems. Man muss meines Erachtens schon vorher ansetzen - etwa durch Contentblocker.

MfG Jimini
 
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Aber in der heutigen Zeit sind AV-Programme Pflicht auf jedem Rechner

Nein, der Trend geht eher zurück. Selbst die besten Virenprogramme lassen Sachen durch. Heutzutage gehts weniger um die Prävention sondern eher um Schadensbegrenzung. Bei der Menge neuer Schadsoftware ist das kein Wunder, sonst müssten jeden Tag durchgehend Patches kommen.
 
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Sicherlich kann es nicht schaden bei der Basis anzufangen aber bei den ganzen Gemeinheiten die da im Netz lauern ist es eben schwer mit der eierlegenden Wollmilchsau und es bleibt eben der fade Beigeschmack.
 
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Ich traue Virenscannern nur noch sehr wenig zu - sie sind für mich maximal ein kleiner Beitrag zur Absicherung eines Systems. Man muss meines Erachtens schon vorher ansetzen - etwa durch Contentblocker.

MfG Jimini

Schon, ich bin auch eher skeptisch was die durchlassen, und vorallem zulassen^^ worauf wir keinen Einfluss haben. Wenn ihc mich richtig in Linux gefuchst habe, kann man da ja alles regeln. Doch bei Spielen ist das eher hinderlich :what:
 
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1,7 Millionen pro Jahr in den gesamten USA?

Das kommt mir ehrlich gesagt nicht besonders schlimm vor.
 
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