AW: Thief mit AMDs Mantle - So schlägt sich die Low-Level-API in Benchmarks gegen Direct X
Joa für die Mid- und Lowend GPUs hilft Mantle halt einfach nichts, wenn das Spiel stark im GPU Limit sitzt. Deshalb kann auch erst die R290X spürbar von Mantle profitieren. Interessant wird das Thema dann aber wieder bei APUs.
Richtig! Viele Leute scheinen immer noch nicht geblickt zu haben, dass der Mantle-Treiber von AMD KEIN gewöhnlicher Beschleuniger der allgemeinen Grafikkartenleistung ist.
Der Treiber ist dafür gedacht, dass starke GPU-Einheiten den CPU's bei der Schwerstarbeit zur Hilfe kommen und die Kommunikation zwischen den beiden Komponenten erleichtert und schneller wird.
Wer also immer fleißig seine Grafikkarte aufrüstet, der kann seine alte CPU theoretisch noch ein jährchen länger benutzen, da der Bremsklotz (bei der CPU!) ein wenig gelöst wird.
Wenn man sich also eine kleine Grafikkarte in ein System mit fettem Prozessor steckt, was ja leider schon seit Menschengedenken allzu oft getan wird, darf man sich also über keine Leistungsverbesserung beschweren, weil die Grafikkarte in Spielen bereits aus den letzten Löchern pfeift.
Wenn man es genau nimmt, müsste AMD seinen Mantle-Treiber überwiegend in Hinblick auf seine neuen APU's entwickelt haben, deren CPU-GPU-Kombi genau die Konstellation einer relativ schwachen Prozessoreinheit wiederspiegelt.
Bei Intel sehen wir genau die falsche Zusammenstellung, so wie es nicht sein sollte. Für Spieler ist die GPU-Einheit reine Geld-, Platz- und Watt(limit)verschwendung.
Wäre Mantle auch mit deren Prozessoren einsetzbar, würde man vermutlich niemals über 10% Leistungszuwachs hinauskommen können.
Fazit: Mantle soll das CPU-Limit austricksen, nicht einfach nur die GPU beschleunigen. Deshalb steigen in den Tests auch in der Regel die Minimum-Frames überproportional hoch an, was im übrigen doppelt so viel zählt wie die durchschnittliche oder maximale Framerate, da man sich schließlich vornehmlich über die Ruckler in einem Spiel aufregt, oder?