1.) kurze Pausen und nicht 45 Min+(da man realistisch auch mal warten muss und dann eben 90 Min+)
Schnellladen dauert normal ca. 30 Minuten mit aktuellen Modellen von 10% auf 80%. Das ist nicht viel mehr Zeit wie 1x aufs Klo und noch ein Kaffee oder sonst was trinken.
Künftige Modelle reduzieren die Zeit nochmal (Ioniq 5 schafft es in 18 Minuten).
Vielleicht sollte man auch seine Planung überdenken, wenn auf einer mehrstündigen Autobahnfahrt 15 Minuten hin oder her eine große Rolle spielen? Mehr Gelassenheit hilft!
Gewartet hab ich bis dato noch nie auf eine freie Säule. An den Autohöfen / Raststätten sind normalerweise mehr als genug Säulen da.
2.) Auf die Reichweite kommt man dann mit 120 aber mit Sicherheit nicht, wenn man 150/160 oder schneller fährt.
Das ist ein rein deutsches und obendrein angezähltes Thema. Da wir in näherer Zukunft ohnehin ein Tempolimit bekommen werden, stellt sich die Frage nach 150/160 schlicht nicht mehr...
Ich kann nur den Ist-Zustand beurteilen und Elektrofahrzeuge sind für die gebotene Leistung zu teuer, jedenfalls für Normalverdiener und alles darunter, trotz Förderung.
Eigentlich sind die Anschaffungskosten mit Förderung weitgehend vergleichbar. Das dir ein Neuwagen zu teuer ist, ist ein anderes Problem. Aber genau aus dem Grund wird ja aktuell vor allem das Segment bedient, dass für Geschäftswagen am Besten geht. Immerhin werden weitaus die meisten Neuwagen in D als Geschäftswagen ausgeliefert. Private kaufen erheblich weniger Neuwagen - was ich nachvollziehen kann, auch weil ich seit 20 Jahren nur noch Geschäftswagen habe und einen Neuwagen nie privat kaufen würde.
Grundsätzlich steigen die ganzen Ladestrompreise und das wird in Zukunft wohl nicht günstiger. Die Amortisierungszeit zieht sich dementsprechend nach hinten und rückt in weite Ferne.
Grundsätzlich steigt die CO2 Besteuerung. Damit wird alles was für CO2 Ausstoß sorgt teurer, das trifft Kohlestrom, aber eben auch Benzin und Diesel. Die Subvention für Dieselkraftstoff dürfte über kurz oder lang zudem fallen.
Erneuerbare Energie wird dagegen nicht automatisch teurer, ist ja auch in der Erzeugung günstig.
Im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen, deren Gewinnung immer aufwändiger und CO2 intensiver wird und deren Verbrennung CO2 erzeugt. Beides wird durch den CO2 Preis in Zukunft mehr kosten.
Also einen deutlichen Anstieg des Strompreises kann man daraus erst mal nicht ableiten. Schon gar nicht einen, der über den Anstieg bei fossilen Brennstoffen hinaus geht.
Wieso es da keine Amortisation geben soll erschließt sich mir nicht.
Und es kommt auch jetzt schon vor, dass man nicht mehr der Einzige ist und warten muss, mit ein zwei Autos vor einem. Da Reden wir also von mehr als 2 Stunden Stopp.
Echt, wie oft ist dir das schon passiert? Mir noch nicht. Bislang war es eher so, dass ich auf einen Autohof gefahren bin, dort an 10 Tesla Schnellladern 2-3 Teslas standen und an den "normalen" Schnellladern von den 8-12 Plätzen maximal einer oder zwei belegt waren. Gewartet habe ich noch nie!
Ich war aber in der Urlaubszeit (noch zu Verbrennerzeiten) schon an Tankstellen an denen das Benzin alle war... Kann passieren, ist aber eher kein sehr typisches Beispiel für reguläres Tanken und ich würde es auch nie als Argument für oder gegen irgendwas anführen.
Man muss sich doch nur bei anderen Elektrogeräten angucken wo die Reise mit Haltbarkeit und Leistung von Batterien hingeht, dann weiß man was man technisch bedingt bei Auto-Akkus erwarten kann und deswegen sage ich ja, die Batterietechnik hinkt der Entwicklung Elektromobilität weit hinterher, weswegen es m. M. n. nicht sinnvoll ist, über den Kurzenstrecken-Zweitwagen hinaus, darin zu investieren und das, oh welch ein Wunder, berücksichtigt dann wiederum einen Großteil der Bevölkerung nicht, die sich das nicht leisten können oder in Mietverhältnissen leben, wo man mal eben nicht zu günstigsten preisen selber laden kann und auf die teureren Schnellader angewiesen wäre, wenn man denn mit seiner Karte an den einzelnen Säulen überhaupt laden kann, bei dem Anbieterwirrwarr,
Dir ist schon klar, dass du einen Akku eines Handys oder eines Akkuschraubers nicht mit dem eines Autos vergleichen kannst? Die Überwachung, Kühlung usw. der Akkus im Auto ist bei "normalen" Elektrogeräten schon rein technisch gar nicht möglich, geschweige denn platz- und preismäßig umzusetzen. Du erkennst das auch daran, dass du niemals eine so ausgedehnte Garantie auf ein solches Gerät bzw. dessen Akku bekommst, wie er mittlerweile bei Autos üblich ist.
Abgesehen davon, wer z.B. vernünftiges Akkuwerkzeug kauft, dessen Akkus halten auch quasi ewig. Weg von Parkside, hin zu was ordentlichen!
Ich selbst habe (alleinerziehend 2 Kinder) ein E-Auto mit nominell 330km Reichweite als Erstwagen - kein Zweitwagen. Fahrleistung 35tkm im Jahr. Bislang habe ich keinerlei Probleme damit, weder im Alltag, noch auf Urlaubsfahrt. Lustigerweise erklären mir aber permanent Leute ohne E-Auto, was alles nicht geht mit einem E-Auto und was für große Probleme man damit hat... Das ist unkomplizierter im Alltag, als es sich offenbar viele vorstellen können.
Abgesehen davon, niemand ist auf Schnelllader angewiesen. Ich habe im Bekanntenkreis Mieter, die ihr E-Auto nicht daheim laden können (bzw. noch nicht, auch da ändert sich gerade vieles) und dennoch im Alltag nie auf einen solchen angewiesen sind. Laden beim Einkaufen, bei Arztterminen, Behördengängen und sonstigen Gelegenheiten reichen da gut über die Runden.
Es ist auch eine Frage des Wollens, wer den Gedanken generell ablehnt sein Auto nebenher zu laden (Weil es nicht geht bzw. gehen darf), für den wird es schwierig.
Ich wollte z.B. heute nicht mehr 1-2x die Woche zur Tankstelle fahren und dann die Wahl haben Einweghandschuhe anzuziehen oder nach Diesel riechende Hände zu haben... Es ist einfach bequemer einfach da, wo man ohnehin parkt zu laden.
Was das Anbieterwirrwarr angeht, so ist das sicherlich noch verbesserungswürdig, allerdings kann man sich ja ne Karte von der EnBW oder einem deren Partner holen und hat dann große Auswahl an Säulen zu festen Preisen in halb Europa. Ich habe dazu noch eine App um im Geschäft verbilligt laden zu können (ca 5ct/kWh billiger wie bei der EnBW).
Und deswegen verstehe ich die Aussage nicht. Was heißt denn deutlich mehr, unter dem genannten Geschäftswagenfokus? Ich meine, dass ist genau der Bereich, den sich eher die Wenigsten leisten können?!?
Nein, das ist der Bereich indem heute schon die allermeisten Neuwagen gekauft werden. Unabhängig vom Antrieb. Wie gesagt das Preisniveau ist, auch wenn du es nicht glaubst, dank Prämie nicht höher als beim Verbrenner. Zudem ist natürlich der geldwerte Vorteil nur bei einem Viertel dessen was ein Verbrenner kostet ein Argument. Das ist der Grund. Der Hersteller bieten das an, was aus ihrer (Gewinn-)Sicht am meisten Sinn macht.
Die Förderung der Geschäftswagen erreicht 2 Dinge, zum Einen kommen mehr E.Autos auf die Straße, was zu einem Forcieren des Ladeinfrastrukturausbaus führt (mehr E-Autos --> mehr Geld zu verdienen für die Anbieter --> mehr Ausbau) und zum Anderen sind das die Gebrauchtwagen von morgen. Die braucht es ja auch um die Privathaushalte mit E-Autos zu erreichen (die ja eher gebraucht anstatt neu kaufen).
Wie gesagt, mag sein, dass aktuell ein E-Auto nicht für jeden in Frage kommt. Allerdings schon für sehr viele. Das heißt aber nicht, dass dies so bleibt. Einerseits werden die Autos immer besser, anderseits erkennen viele Leute, dass sie mit einem solchen Auto doch wunderbar leben können (wer den Antriebskomfort erlebt hat will ohnehin nicht mehr zurück). Wenn jetzt noch, so wie es sich abzeichnet die Autos in ein paar Jahren günstiger werden als Verbrenner (deren Gebrauchtpreise immerhin gegen Ende des Jahrzehnts ins bodenlose fallen dürften), es im Unterhalt ja ohnehin schon sind, wird sich die breite Masse nicht 2x bitten lassen und umsteigen.