Danke für die Info. Das mit den vier Federn war mir neu, ich habe nur die gestanzte Blechbuchse gesehen und gedacht die drückt von zwei Seiten.
Anfangs hat das ein Hersteller bei 12VHWPR auch so gemacht und nur zwei Seiten der Hülse für Kontaktierungen genutzt, da waren dann aber je drei Vertiefungen hintereinander als Kontaktpunkte einprägt. Was die mittlere machen sollte, ihr mir ehrlich gesagt schleierhaft – wenn man sich die federnde Strecke als Brücke vorstellt, die vom Pin weggedrückt wird, so hätte dieser an der vorderen und hinteren Vertiefung guten Kontakt, die in der Mitte würde aber frei in der Luft schweben. Problematisch wären halt Exemplare mit ausgeprägten Produktionsfehlern, bei denen einer der Kontakte so viel stärker nach innen ragt, dass der Pin allein über diesen Kontakt den ganzen federnden Bereich wegdrücken kann und beide anderen abheben. Das alternative und für den 12V-6x2 vorgeschriebene Design hat deswegen nur noch einen Kontaktpunkt je Flanke, das aber auf allen vier Seiten. Praktisch wird da einfach das Material der Hülse nach innen gebogen und der Pin muss an diesen vier aufeinander zeigenden "Bergen" vorbei respektive diese auseinanderdrücken.
Verglichen mit Schuko, wo prinzipiell ein ähnliches Design angewendet wird, ist Micro-Fit aber halt winzig. Ich würde mal schätzen, dass 0,1-0,15 mm Abweichung von der spezifizierten Form ausreichen und schon kommt gar kein Kontakt mehr zustande beziehungsweise nur ein ganz schwacher, zufälliger, ganz ohne Anschmiegung und auch auch Verdrängung etwaiger Verunreinigungen. (Die Kupferbuchsen haben in ihrer Nylonfassung leichtes Spiel, also sollten sie sich unter Einfluss der Kabel immer soweit bewegen, bis sie sich auch ohne Feder-Führung irgendwo irgendwie am Stecker-Pin abstützen.)
Wo sind eure Messung der FE? HLuxx hat bei seiner FE auch eine ungleiche Verteilung gemessen.
12V-2×6/12VHPWR: Wieder Berichte über schmelzende Stecker.
www.hardwareluxx.de
Die FE hat
@PCGH_Raff für Performance-Messungen in Beschlag. Die minimal längeren Anschlüsse des hochkant montierten Steckers bei Nvidia sollten den Gesamtwiderstand aber nicht messbar beeinflussen und sowohl die Verlötung auf der Platine als auch die Steckkontakte selbst sind identisch, der insgesamt fließende Strom sowieso. Der einzige Unterschied zwischen Nvidia FE und einigen Customs ist die abgewandelte Messtechnik für den Eingangsstrom bei letzteren. Aber selbst die definitiv am weitesten über FE-Niveau hinausgehende Asus zeigt lediglich ein paar getrennte Werte an,
wenn man die Asus-Software installiert
und öffnet
und in einem Szenario mit hoher Last, also beim Spielen, reinschaut (anstatt z.B. das Spiel zu betrachten, dass man gerade spielt). Zusätzlich gibt es zwar auch eine winzige Warn-LED auf dem PCB, allerdings so halb hinter der Backplate verdeckt, dass man sie nur bei schrägem Blick von der Anschlussseite her auf die Grafikkartenrückseite sehen kann. In Gehäusen mit vertikaler Montage also gar nicht, in Gehäusen ohne Fenster sowieso nicht und in allen anderen nur, wenn
hinter dem Rechner sitzt (statt davor).
Das Problem ist ein Zusammenspiel von hohem Verbrauch aller RTX 5090 und mangelnder Qualität bei einigen Steckern/Buchsen/Kabeln/Netzteilen – wobei mit den wenigen gut dokumentierten Fällen niemand sagen kann, welche es denn nun genau sind. Gezielt einzelne Hardware anzugucken wird da keine neuen Erkenntnisse bringen.