News Speicherkrise: Beginnt bald ein "beispielloses Sterben"?

Hab heute mit einem unserer Elektronik Distris über dies und das gesprochen, und halt auch kurz über Speicherverfügbarkeit. Was NAND und RAM an geht war laut denen die Krise schon seit einem Jahr absehbar. Nämlich da wo Micron und Samsung aus dem "alten" Prozessen ausgestiegen sind und somit die Gesamtmenge an Speicher im Markt deutlich reduziert haben. Der KI Kauf-Wahn trifft nun auf sowieso schon deutlich ausgedünntes Angebot.
 
Wertverlust hat man bei Elektronik immer über nen längeren Zeitraum. Aber auf kurze Zeit kann da richtig viel Geld damit gemacht werden. Weil die Preise halt extrem instabil sind.

Der Punkt ist eben: wenn die Preise fallen, dann verliert man Geld und zwar teilweise richtig viel. Das ganze ist nicht vorhersehbar, langfristig verliert man aber immer Geld.

Du darfst nicht nur den Lottogewinn sehen,. sondern mußt auch den Preis aller Lottoscheine miteinberechnen. Wenn man das macht, dann ist Lottospielen plötzlich eine recht dämliche Idee, da man pro Runde im Schnitt 50% des eingesetzten Geldes verliert.

(...) aber auch hier lässt sich die Marge deutlich erhöhen wenn man günstig einkauft.

Ja, aber wenn man teuer einkauft und das kann man nicht vorhersehen, dann ist man pleite. Du machst also dein Schicksal von etwas abhängig, das du nicht kontrollieren kannst und das auch noch recht häufig eintritt. Wenn du dir z.B. vor dem Mai haufenweise Grakas gesichert hast, dann liegen deine Kosten für eine RTX 5070Ti bei gut 1000€ und für die RX 9070XT bei 800€. Kosten, die du nicht weitergeben kannst und damit bist du erstmal pleite, wenn deine Finanzdecke das nicht aushält und das tut sie bei den Margen eigentlich nie.

Der Idealfall wäre, dass bei Kauf eines Komplett PCs der Preis der Komponenten in Echtzeit miteinberechnet wird und mit dem Kauf die Komponenten geordert werden. Steigt der Preis, für die Komponenten um etwa 30€, dann wird der Preis für den PC um 30€ erhöht, sinkt der Preis der Komponenten um etwa 30€, wird der Preis um 30€ erhöht.

Wenn man es so macht, wie du glaubst, dann wird man zum Hardwarespekulanten und das ist nicht Teil des Geschäfts der Komplett PC Fertiger.
 
Im Moment treiben die Hamsterkäufe die Preise in die Höhe. Anders als bei dem Krypto-Wahnsinn 2020 geht der Bedarf allerdings nicht gegen unendlich. Damals hatte man einem Miner eine Grafikkarte verkauft, dann stand der morgen wieder vor der Tür und wollte doppelt soviele, usw. Genug Grafikkarten konnte von den kleinen Minern bis zu den riesigen Mining-Farmen kaum jemand gehabt haben. Höchstens zu wenig Strom.. oder Netzteile..

Dafür hat man diesmal das Problem, dass da ganze Regierungen hinter den Unternehmen stehen. Beim Miningboom war es noch recht einfach: die Preise sind so hoch gestiegen, wie es der Ethereumkurs und die Strompreise hergaben. Hier kämpft man gegen das Risikokapital der Börsen und gegen die Strategischen Interessen quasi sämtlicher großen Staaten.

In dem Fall würde ich eher auf die Börsen und vorallem die ganzen Staaten wetten. Besonders letztere könnten dafür sorgen, dass uns der KI Boom sehr, sehr lange erhalten bleibt.

Zusätzlich fand der Miningboom ja nur sein Ende, weil Ethereum auf PoS umgestellt wurde. Mit PoW würden die Grakapreise wohl heute noch im Takt des Ethereumkurses verrückt spielen. Sowas ist bei KI nicht wirklich absehbar. Da führt jede Einsparung zu noch mehr KI, weil es ja noch billiger wird.
 
Dafür hat man diesmal das Problem, dass da ganze Regierungen hinter den Unternehmen stehen. Beim Miningboom war es noch recht einfach: die Preise sind so hoch gestiegen, wie es der Ethereumkurs und die Strompreise hergaben. Hier kämpft man gegen das Risikokapital der Börsen und gegen die Strategischen Interessen quasi sämtlicher großen Staaten.

In dem Fall würde ich eher auf die Börsen und vorallem die ganzen Staaten wetten. Besonders letztere könnten dafür sorgen, dass uns der KI Boom sehr, sehr lange erhalten bleibt.

Zusätzlich fand der Miningboom ja nur sein Ende, weil Ethereum auf PoS umgestellt wurde. Mit PoW würden die Grakapreise wohl heute noch im Takt des Ethereumkurses verrückt spielen. Sowas ist bei KI nicht wirklich absehbar. Da führt jede Einsparung zu noch mehr KI, weil es ja noch billiger wird.
Korrekt.

Die derzeitige Krise ist mit dem Mining Boom in keiner Weise zu vergleichen.

KI ist Revolution/Evolution und wird unser zukünftiges Leben in jedem Sektor beeinflussen. Hier investieren ganze Staaten in eine Dekade hinein.

Ich weiß jetzt nicht, was das mit dem Minen von Kryptowährungen zu tun haben soll?
 
Ja, aber wenn man teuer einkauft und das kann man nicht vorhersehen, dann ist man pleite. Du machst also dein Schicksal von etwas abhängig, das du nicht kontrollieren kannst und das auch noch recht häufig eintritt. Wenn du dir z.B. vor dem Mai haufenweise Grakas gesichert hast, dann liegen deine Kosten für eine RTX 5070Ti bei gut 1000€ und für die RX 9070XT bei 800€. Kosten, die du nicht weitergeben kannst und damit bist du erstmal pleite, wenn deine Finanzdecke das nicht aushält und das tut sie bei den Margen eigentlich nie.
Haste mal die Margen von Boutique-Buildern gesehen?
Gerade so was wie OriginPC, die Wasserkühlungen usw. verbauen? Da gibt es nen deftigen Aufpreis, die Marge ist weit über 20% nach Abzug aller Kosten. Klar, das sind Monster, die kauft nicht jeder - da diese aber gebaut werden, scheint es sich zu lohnen.

Nur PC zusammenschrauben und mit ner Marge von 5-7% zu arbeiten wie der Einzelhandel - macht doch keiner.
Und genau solche Firmen schaffen es, richtig viel aus niedrigen Preisen rauszuholen - die sinkenden Kosten gehen ja nicht an den Kunden, sondern erhöhen die Marge. Wenns mal teurer wird, weniger Gewinn, aber immer noch Gewinn.
 
Haste mal die Margen von Boutique-Buildern gesehen?
Gerade so was wie OriginPC, die Wasserkühlungen usw. verbauen? Da gibt es nen deftigen Aufpreis, die Marge ist weit über 20% nach Abzug aller Kosten. Klar, das sind Monster, die kauft nicht jeder - da diese aber gebaut werden, scheint es sich zu lohnen.

War ja klar, dass du dir die absolute Edelschmiede rausgesucht hast. das ist so, als würde man behaupten, alle KfZ Werkstätten würden so gut laufen, wie die großen Edeltuner, die einen Haufen Geld verlangen knnen.

Nur PC zusammenschrauben und mit ner Marge von 5-7% zu arbeiten wie der Einzelhandel - macht doch keiner.

5-7% ? Im Einzelhandel?!?

Wovon träumst du sonst noch? Der Schnitt lag in den 90ern und da lief es noch gut, bei etwa 3%.

Komplett PC bauen ist ein knallhartes Geschäft und da sind die Margen extrem niedrig. Wenn die Margen so hoch wären, wie du glaubst, dann könnte einfach jemand kommen, etwas weniger verlangen und den Markt ansich reißen und genau das ist irgendwann Anfang der 90er geschehen.

Und genau solche Firmen schaffen es, richtig viel aus niedrigen Preisen rauszuholen - die sinkenden Kosten gehen ja nicht an den Kunden, sondern erhöhen die Marge. Wenns mal teurer wird, weniger Gewinn, aber immer noch Gewinn.

Wenn man eine hohe Marge hat, dann gehen die Kunden einfach dahin, wo es billiger wird. Dank dem Internet ist das stink einfach. Man kann einfach 10 Hersteller vergleichen und wenn einer davon eine RTTX 5080, statt einer 5070Ti, bei quasi identischer Ausstattung, bietet, rate mal, bei wem gekauft wird.

Die meisten Hersteller haben sorgend, dass sie das Jahr überstehen, die können sich nicht auch noch irgendwelche Verluste durch Spekulation leisten. Dann sind die weg, so einfach ist das.
 
Meine Argumentation bezog sich auf die Sicht des Kunden, weil im Artikel ja der Niedergang für "PC-Bauer" in den Raum gestellt wurde.

Endkunden haben keine Verkaufspreise, die unter EK fallen könnten. Es waren dementsprechend professionelle "PC-Bauer" genannt. Besser bekannt als Integratoren. ;-)

Die Komponenten werden verfürgbar sein, wenn man denn bereit ist sie zu bezahlen. Wir werden ja sehen was passieren wird. Wir haben in der Corona-Zeit ja auch kein "beispielloses Sterben" bei "PC-Bauern" erleben müssen und das trotz über Jahre extrem hoher Preise bei GPUs und anderen Komponenten.

Corona war genau die gegenteilige Situation: Da explodierte bei konstantem Angebot die Nachfrage und das Geschäft der PC-Bauer lief blendend.

Die typischen deutschen Vorurteile also wenn es um Verwaltungstätigkeiten geht... Alle werden über einen Kamm geschert und gut ist... Wer ist jetzt im Jahr 1800? ;)

Spaß bei Seite:
Bei uns im Büro sieht man sehr schön wo die Grenzen von KI im Moment sind. Wir haben auch eine Verwaltung und diese bearbeitet eine Menge komplexe Fälle und Rechtsangelegenheiten. Und hier hat zum Beispiel ChatGPT gezeigt was es nicht kann. Gibt man GPT einen komplexen Rechtsfall inkl. aller Dokumente zum prüfen, dann hatten wir hier schon die abenteuerlichsten Ergebnisse. Von komplett erfundenen Gerichtsurteilen bis hin zu Begründungen für die es einfach keinerlei Quellen gab. Hat man es dann drauf hingewiesen das es Blödsinn ist was es da erzählt, dann war die Antwort meistens: "Stimmt, du hast Recht." An den Promts hat es defintiv nicht gelegen. Die waren ordentlich und korrekt formuliert. Vor einigen Tagen hat dann OpenAI den Hahn zugedreht. Aber auch bei komplexen Fällen wo es nicht um Rechtsangelegenheiten geht, kommt GPT hart an seine Grenzen. Wir bleiben am Thema KI zwar dran, aber im Moment eher primär in Form einer richtig guten ECM-Software. Denn die KI da drin unterstützt die Belegschaft beim Tagesgeschäft so richtig gut.

Das mit den fehlenden Begründungen kann ich für andere komplexe, aber zulässige Sachverhalte bestätigen. Zu vier verschiedenen Fragestellungen, wie etwas nicht einsehbares/nur vom Hersteller dokumentierbares funktioniert lieferten vier ChatGPT-"Antworten". Die Folgefrage, aus welcher Quelle diese "Information" stammt, führte jedes einzelne Mal zu einem Rückzug der Aussage – in der Regel nach einer vielfach längeren Bearbeitungszeit. Das Ding spinnt sich zusammen, was plausibel klingt (das kann ich aber auch selber), vollkommen ungeachtet der Faktenlage.

Wertverlust hat man bei Elektronik immer über nen längeren Zeitraum. Aber auf kurze Zeit kann da richtig viel Geld damit gemacht werden. Weil die Preise halt extrem instabil sind.
Wir reden hier ja über PC-Builder, Kategorie "Boutique"/Custom. Da muss man schauen wie viel die pro Monat verkaufen. Ist natürlich nicht so viel wie Dell/Alienware oder die üblichen Verdächtigen wie Acer, ASUS blubb (die halt auch PCs bauen), aber auch hier lässt sich die Marge deutlich erhöhen wenn man günstig einkauft.

Ich weiß nicht, was du dir unter "Boutique" vorstellst. Aber wer nicht näherungsweise auf eine fünfstellige Zahl von PCs im Jahr kommt, der wird überhaupt nicht die nötige statistische Masse, um für Dezember 20 RTX 5090 Astral, 50 RTX 5080 Ventus und 100 9070 Challenger oder aber 21 RTX 5090 Astral, 48 RTX 5080 Ventus und 101 9070 Challenger sicher vorherzusagen. Eine Astral mehr oder weniger, die man im Weihnachtsrun tatsächlich verkauft bekommt oder auf Halde legen muss, macht aber schon einen größeren Unterschied als die normalerweise zu erwartende Preissteigerung zum Jahresende. Erst bei unerwarteten, extremen Preissteigerungen wie jetzt ergibt sich erhebliches Einsparpotenzial, dass das allgemeine Verlustrisiko sowie die Kapitalbindung als solche wert wäre. Aber die heißen nicht ohne Grund "unerwartet". Wer im Sommer RAM gehortet hat, hat jetzt halt Glück und kann die restliche Hardware billig dazu kaufen. Wer im Sommer Grafikkarten gehortet hat, aber keinen RAM, sitzt jetzt auf schwer in Komplettsystemen verkaufbarer Ware.

Genau darum gehts doch in der ganzen Diskussion? Es sind nicht ein paar Hundert Euro mehr oder weniger die relevant sind, es geht darum dass (für kleine Unternehmen und Endkunden) nichts mehr da ist, völlig egal zu welchem Preis.
Du konntest auch bei der letzten Krise zur Hochzeit keine neue Grafikkarte kaufen, auch für 10K nicht. Es war schlicht keine da.

Keine neue Grafikkarte für 10K? Das war praktisch nie der Fall. Vielleicht mal für einzelne Modelle, aber selbst für High-End-GPUs allgemein lagen die Scalperpreise selten stabil im fünfstelligen. "Gar nichts" kommt in einem Markt dieser Größe praktisch nicht vor, es gibt nur "sehr wenig" und Verfügbarkeit für 8K ohne Garantie ist bei einem 2K-Produkt eben ein erhebliches Problem, aber keine Unmöglichkeit.

Hab heute mit einem unserer Elektronik Distris über dies und das gesprochen, und halt auch kurz über Speicherverfügbarkeit. Was NAND und RAM an geht war laut denen die Krise schon seit einem Jahr absehbar. Nämlich da wo Micron und Samsung aus dem "alten" Prozessen ausgestiegen sind und somit die Gesamtmenge an Speicher im Markt deutlich reduziert haben. Der KI Kauf-Wahn trifft nun auf sowieso schon deutlich ausgedünntes Angebot.

Die Konzentration von Micron und Samsung auf HBM für KI ist doch Teil des Prozesses. Es sind nicht DIMMs die knapp werden, es ist der DRAM selbst.

Dafür hat man diesmal das Problem, dass da ganze Regierungen hinter den Unternehmen stehen. Beim Miningboom war es noch recht einfach: die Preise sind so hoch gestiegen, wie es der Ethereumkurs und die Strompreise hergaben. Hier kämpft man gegen das Risikokapital der Börsen und gegen die Strategischen Interessen quasi sämtlicher großen Staaten.

In dem Fall würde ich eher auf die Börsen und vorallem die ganzen Staaten wetten. Besonders letztere könnten dafür sorgen, dass uns der KI Boom sehr, sehr lange erhalten bleibt.

Zusätzlich fand der Miningboom ja nur sein Ende, weil Ethereum auf PoS umgestellt wurde. Mit PoW würden die Grakapreise wohl heute noch im Takt des Ethereumkurses verrückt spielen. Sowas ist bei KI nicht wirklich absehbar. Da führt jede Einsparung zu noch mehr KI, weil es ja noch billiger wird.

ETH ist erst 2022 endlich auf PoS gewechselt. Da war die Mining-bedingte GPU-Preis-Explosion schon lange der Corona-bedingten GPU-Preis-Explosion gewichen.^^
Die Staaten dürften bei KI ebenfalls eine untergeordnete Rolle spielen. Deren Investitionen sind nur relativ zu den Haushalten groß, aber der Löwenanteil des KI-Kapitals kommt von den Börsen respektive Risikoinvestoren. Damit ist es ähnlich volatil wie dass der Crypto-Spekulanten. Die beteiligten Firmen sind größer und die Verträge langfristiger, deswegen kann die Blase im Markt diesmal nicht binnen Tagen platzen (die an der Börse schon), aber ein Rückgang auf Vor-Boom-Niveau binnen einiger Monate wäre denkbar, wenn das KI-Interesse tatsächlich komplett kollabiert.

Der wichtigere Unterschied zwischen beiden Krisen: Die Börsen und Großinvestoren haben viel mehr Kapital als die Crypto-Interessierten je hatten. Deswegen sprechen wir diesmal auch nicht von Knappheit bei einem High-End-Gaming-Nischenprodukt, sondern von einer Knappheit die sämtliche PCs, Laptop, Tablets, Smartphones, Autos, whatever erfasst.
 
Keine neue Grafikkarte für 10K? Das war praktisch nie der Fall.
Also ich kann mich nur daran erinnern, dass bei 3080er und 3090er Karten im Preisvergleich regelmäßig ein "es liegen keine Angebote vor" stand, völlig egal welches Modell oder Hersteller.
Es kann natürlich sein, dass man auf den Verkaufsseiten selbst noch was für Mondpreise bekommen hat die sich ja nicht auf geizhals listen müssen - ob das so war weiß ich nicht da ich kein Interesse hatte und entsprechend nicht weiter gesucht hatte^^
 
Das wird der Fall gewesen sein. Soweit ich informiert bin, kostet ein Listing bei Geizhals respektive Verkäufe darüber Geld. Zwar nicht viel, aber wenn einem die Ware auch so aus den Händen gerissen wird, gibt es keinen Grund, die Angebote dort zu melden. Zudem gingen die Händler damals bei steigenden Backlogs auch dazu über, Produkte auch in ihren eigenen Shops nur noch vorübergehend anzubieten, weil sonst die Vorbestellungen in unendliche Höhen gestiegen wären. Das betraf aber meinem Wissen nach nie den B2B-Markt und auch nicht Reseller auf Ebay und Co. Für jemanden, der doppelt so viel wie andere Interessenten bietet, findet sich immer eine Lösung.^^
 
War ja klar, dass du dir die absolute Edelschmiede rausgesucht hast. das ist so, als würde man behaupten, alle KfZ Werkstätten würden so gut laufen, wie die großen Edeltuner, die einen Haufen Geld verlangen knnen.
Das ist keine Edelschmiede. Die machen einfach Custom PCs, teils mit Wasserkühlung - aber für die Massen.
Es sind weder Einzelstücke noch kriegt man da was ganz besonderes.
So was machen viele, selbst Caseking hat solche Modelle im Sortiment. Ja, die sind arg teuer. Da bezahlt man halt aber den ganzen Aufwand mit. Marge ist bei den Teilen definitiv deutlich im zweistelligen Bereich, sonst wäre es Quatsch die zu bauen - Aufwand zu hoch, RMA/Service zu aufwendig.

5-7% ? Im Einzelhandel?!?

Wovon träumst du sonst noch? Der Schnitt lag in den 90ern und da lief es noch gut, bei etwa 3%.
Mit 3% kannste dich einsargen lassen. Eine unerwartete Ausgabe + irgenwelcher Kram der kaputtgeht und n paar mehr RMA-Anfragen etc. und bist im Minus. Das sollte auch jetzt der Fall sein, weil alles darunter rechnet sich nicht. Bei steigenden Preisen definitiv nicht.

Komplett PC bauen ist ein knallhartes Geschäft und da sind die Margen extrem niedrig. Wenn die Margen so hoch wären, wie du glaubst, dann könnte einfach jemand kommen, etwas weniger verlangen und den Markt ansich reißen und genau das ist irgendwann Anfang der 90er geschehen.
Das betrifft aber nur einfache Systeme die auf minimale Kosten getrimmt sind - überall das Fett weg und versuchen irgendwie das ganze dem unwissenden Kunden zu verkaufen. Boutique-Builds sind anders. Ganz anders.
Das ist ne Boutique-Kiste:
Aber selbst bei denen ist aktuell Feierabend und die schreiben was von 8 Wochen für den üblichen 6000 CL30 RAM :ugly: Und das ist Maingear mit einem bekannten PC-Build wo ein großer Name dahinter steckt, also ordentlich Marketing.
So was verkauft sich garantiert nicht wegen Preis/Leistung. Die Teile sind extrem teuer für die verbaute Hardware, werden aber gekauft.
 
Marge ist bei den Teilen definitiv deutlich im zweistelligen Bereich, sonst wäre es Quatsch die zu bauen - Aufwand zu hoch, RMA/Service zu aufwendig.

Dann würden ja keine PC Hersteller pleite gehen, so, wie Ultraforce und es stellt sich die Frage, warum da keiner in diesen extrem lukrativen Markt eindringt, obwohl die Einstiegshürden quasi nicht vorhanden sind.

In der Realität kann man von solchen Margen wohl nur träumen.

Mit 3% kannste dich einsargen lassen. Eine unerwartete Ausgabe + irgenwelcher Kram der kaputtgeht und n paar mehr RMA-Anfragen etc. und bist im Minus. Das sollte auch jetzt der Fall sein, weil alles darunter rechnet sich nicht. Bei steigenden Preisen definitiv nicht.

Tja, jetzt weißt du auch, warum es so schlecht, um die ganzen Hersteller steht und warum allgemein nicht gerade wenige Läden pleite gehen.

Das betrifft aber nur einfache Systeme die auf minimale Kosten getrimmt sind - überall das Fett weg und versuchen irgendwie das ganze dem unwissenden Kunden zu verkaufen.

Das sind die meisten. Wie gesagt: das Internet macht Vergleiche Einfach und wenn man 5 min sucht, dann hat man 10 Angebote - das beste gewinnt eben.

Boutique-Builds sind anders. Ganz anders.
Das ist ne Boutique-Kiste:

Ein PC für 7800$

Und wie hoch ist der Marktanteil solcher Kisten? 1% ?

Das kauft sich nur eine winzige Minderheit, mir ist noch keiner persönlich begegnet, der soviel Geld ausgegeben hat. Wie gesagt: man kann sich da immer einige Sonderfälle heraussuchen.
 
Dann würden ja keine PC Hersteller pleite gehen, so, wie Ultraforce und es stellt sich die Frage, warum da keiner in diesen extrem lukrativen Markt eindringt, obwohl die Einstiegshürden quasi nicht vorhanden sind.

In der Realität kann man von solchen Margen wohl nur träumen.
Naja, wer wirklich was cooles baut, wird dafür auch entlohnt. Der Rest schraubt einfach PCs zusammen und zwar in Minimalkonfiguration:
Board, 1-3 Lüfter (meist im Gehäuse schon verbaut), CPU + Kühler/AIO druff, 1-2 Sticks RAM druff, GPU rein. Alles i-wie verkabeln und Windoofs draufklatschen. Selbst einfachste Sachen wie BIOS-Updates und Treiber installieren, XMP aktivieren - machen die nicht. Hauptsache billig. Mit so was kriegste halt auch keine Marge hin, weil dazu braucht es nicht besondern viel Skill oder Erfahrung. Nach ner Woche einarbeiten kann das jeder Azubi, selbst wenn dieser die Hauptschule nicht geschafft hat.
Tja, jetzt weißt du auch, warum es so schlecht, um die ganzen Hersteller steht und warum allgemein nicht gerade wenige Läden pleite gehen.
Tja, während einige mit 3% Marge rumdümpeln und nach n paar schlechten Monaten und einer Mieterhöhung für deren Gebäude schon Insolvenz anmelden.. machen andere richtig Kohle.
Corsair, ASUS, Alienware usw. verscherbeln relativ schlecht zusammengebaute Kisten mit vielen Nachteilen (laut, heiß, teils propietäre Hardware, vendor locked BIOS) und fühlen sich recht wohl. Um dagegen anzukommen, muss man was richtig gutes liefern - und sich dafür auch sehr gut bezahlen lassen. PC-Builds sind kein Einzelhandel wie Lidl - die Konkurrenz ist global, nicht regional und der Bedarf sehr variabel. Kunden sind mittlerweile bereit, Wochen zu warten um paar % vom Preis zu sparen.
Das sind die meisten. Wie gesagt: das Internet macht Vergleiche Einfach und wenn man 5 min sucht, dann hat man 10 Angebote - das beste gewinnt eben.
Da gewinnt der billigste Schrott. Mit etwas Glück ist die Kiste brauchbar und hat nur Kleinigkeiten (nix Kabelmanagement, nix BIOS-Updates/Einstellungen, massive Bloatware vorinstalliert aber keine aktuellen Treiber).
Es gibt aber sehr viele Kisten die wirkliche Probleme haben, die sich nicht mit Maus & Keyboard beheben lassen.
PC zusammenbauen ist zwar so primitiv wie Lego, aber selbst da schaffen es die Hersteller irgendwie alles zu verkacken was geht. Wer so eine Kiste kauft, wird nicht viel Spaß damit haben. Das gesparte Geld geht dann in Fehlersuche und zusätzliche Upgrades später (oder halt in andere Teile wenn propietäre Hardware das Upgrade verhindert).


Ein PC für 7800$

Und wie hoch ist der Marktanteil solcher Kisten? 1% ?

Das kauft sich nur eine winzige Minderheit, mir ist noch keiner persönlich begegnet, der soviel Geld ausgegeben hat. Wie gesagt: man kann sich da immer einige Sonderfälle heraussuchen.
0,00000001% aller Gaming-PCs die aktiv benutzt werden?
Ich kenne einige mit ähnlich teuren Builds. Aber keins ist von einem Builder, das ist alles selbst zusammengebaut. Teils mit Casemodding und Wasserkühlung. Die haben alle viel zu viel Spaß am basteln um so was zusammengebaut zu kaufen.
Aber genau das ist das Thema hier im Thread. Boutique Builds. Nicht von der Stange. Nicht von einem unterbezahlten Mitarbeiter irgendwo am Montag Morgen schief zusammengeschraubt. Das sind hochwertige Builds für viel Geld, mit einer hohen Marge, aber eben so hohen Erwartungen bei den Kunden was die Qualität und Support angeht.
Keiner in diesem Bereich arbeitet mit einer Marge von 3%, eher von 30%. Die Marge ist nötig, um im eventuellen Fall die Kosten für solche Hardware zu stemmen, Ersatzsysteme zu schicken etc.
 
Ich habe die Google Ki gefragt ob sie sich abschalten kann (zumindest temporär), da sie einer der Preistreiber ist. Ich würde mir gerne 2 HDDs zu "normalen" Preisen kaufen! Sie kann/will es nicht 😅
 
Das könnte die nächste Zeit ziemlich unangenehm für FertigPC-Anbieter werden, und da hängen sicherlich einige Arbeitsplätze dran... Dennoch nach dem "Schrumpfen" geht es auch irgendwann wieder hoch. Bei all den Meldungen der letzten Tage, muss ich wieder an 2020-2022 oder 2017/2018 denken. So lange her ist das halt nicht. Zwar gehe ich auch davon aus, dass, wenn sich die RAM Preise wieder "normalisieren", trotzdem eine durchschnittliche Erhöhung zu vorher vorliegen wird. Aber der Hardwaremarkt hat bekanntlich genug "Krisen" überstanden.
 
Board, 1-3 Lüfter (meist im Gehäuse schon verbaut), CPU + Kühler/AIO druff, 1-2 Sticks RAM druff, GPU rein. Alles i-wie verkabeln und Windoofs draufklatschen. Selbst einfachste Sachen wie BIOS-Updates und Treiber installieren, XMP aktivieren - machen die nicht. Hauptsache billig. Mit so was kriegste halt auch keine Marge hin, weil dazu braucht es nicht besondern viel Skill oder Erfahrung. Nach ner Woche einarbeiten kann das jeder Azubi, selbst wenn dieser die Hauptschule nicht geschafft hat.

Damit hast du groß 99% aller Komplett PC Hersteller beschrieben.

Corsair, ASUS, Alienware usw. verscherbeln relativ schlecht zusammengebaute Kisten mit vielen Nachteilen (laut, heiß, teils propietäre Hardware, vendor locked BIOS) und fühlen sich recht wohl. Um dagegen anzukommen, muss man was richtig gutes liefern - und sich dafür auch sehr gut bezahlen lassen. PC-Builds sind kein Einzelhandel wie Lidl - die Konkurrenz ist global, nicht regional und der Bedarf sehr variabel. Kunden sind mittlerweile bereit, Wochen zu warten um paar % vom Preis zu sparen.

Und, wieviele sind oberhalb von Alienware angesiedelt? 1%? Vermutlich weniger.

Tja, während einige mit 3% Marge rumdümpeln und nach n paar schlechten Monaten und einer Mieterhöhung für deren Gebäude schon Insolvenz anmelden.. machen andere richtig Kohle.

Das sind dann deine komischen Sonderfälle, die nicht wirklich interessieren. Das ist in etwa so, als würde man den Mindestlohn debattieren und du kommst dann mit irgendwelchen DAX Vorständen. Klar, dass diese Art von Arbeitnehmern das nicht braucht.

Im realen Leben interessieret sich kaum jemand für deine "Boutique PCs", so, wie die meisten auch mit VW, BMW Mecedes usw. rumfahren und nicht mit Koenigsegg. Das Geld wird mit dem normalen Krempel verdient.

0,00000001% aller Gaming-PCs die aktiv benutzt werden?

Ich habe von unter einem Prozent gesprochen und das wird wohl auch realistisch sein.

Ich kenne einige mit ähnlich teuren Builds. Aber keins ist von einem Builder, das ist alles selbst zusammengebaut. Teils mit Casemodding und Wasserkühlung. Die haben alle viel zu viel Spaß am basteln um so was zusammengebaut zu kaufen.

Tja, siehst du, du kennst selbst keinen, der sich solche "Boutique PCs" kauft.

Aber genau das ist das Thema hier im Thread. Boutique Builds. Nicht von der Stange. Nicht von einem unterbezahlten Mitarbeiter irgendwo am Montag Morgen schief zusammengeschraubt. Das sind hochwertige Builds für viel Geld, mit einer hohen Marge, aber eben so hohen Erwartungen bei den Kunden was die Qualität und Support angeht.

Natürlich gibt es solche Edelschmieden, aber sie haben halt ebnen kaum Marktanteil und sind halt eben damit nicht relevant.

Keiner in diesem Bereich arbeitet mit einer Marge von 3%, eher von 30%. Die Marge ist nötig, um im eventuellen Fall die Kosten für solche Hardware zu stemmen, Ersatzsysteme zu schicken etc.

Wie gesagt, das sind deine komischen Sonderfälle, die nicht relevant sind.

Wieviele Leute arbeiten da? Bei Caseking war es Der 8auer und der Typ aus England, 8Pack. Die waren für diese Art von Spezial PCs zuständig.

Zwei Leute, bei Caseking arbeiten aber insgesamt über 500 Leute. Es interessiert also nicht wirklich, wenn es mit den Sonderanfertigungen nicht läuft, aber wenn das normale Geschäft zusammen bricht, dann stehen da 500 Leute auf der Straße.

ETH ist erst 2022 endlich auf PoS gewechselt. Da war die Mining-bedingte GPU-Preis-Explosion schon lange der Corona-bedingten GPU-Preis-Explosion gewichen.^^

Die Coronakriese war vor dem Kryptoboom, auch wenn die Kryptobos immer anderes behauptet haben. Zu Zeiten des Lockdowns sind die Preise sogar gefallen. Im Herbst 2020 konnte man eine RTX 2080Ti für unter 1000€ kaufen, die Panikverkäufer haben sie vor den RTX 3000ern sogar für 400-500€ verkauft.

Erst dann ging es mit dem Kryptoboom los und der endete auch erst Mitte 2022, als Ethereum auf PoS umgestellt wurde, vorher waren die Karten absolut wahnsinnig überteuert (3000€ für eine RTX 3080, 3900€ für eine RTX 3090 - letztere war der bessere Deal). Nachdem Ethereum auf PoS umgestellt wurde, gab es die RTX 3090 für 950€ und die RTX 3090Ti für 1100€.

Ich weiß das noch sehr gut, weil mit im September 2020 meine GTX 980Ti abgeraucht ist, mit der ich eigentlich noch zwei Jahre auskommen wollte. Die zu ersetzen hätte 180€ gekostet, was allerdings "Blödsinn" war, da bald schon die RTX 3070 16GB und RTX 3080 20GB herauskommen sollten. Auf letztere habe ich dann gewartet. Es kam anders und ich durfte mich für insgesamt 110€ mit GeForce Now herumschlagen und habe mir als die Preise halbwegs akzeptabel waren dann 2022, für 150€, eine GTX 1060 6GB als Übergangskarte gekauft.

Insgesamt wäre ich mit den 180€, für eine gebrauchte GTX 980Ti oder was anderes, wesentlich besser und günstiger gefahren.

Die Staaten dürften bei KI ebenfalls eine untergeordnete Rolle spielen. Deren Investitionen sind nur relativ zu den Haushalten groß, aber der Löwenanteil des KI-Kapitals kommt von den Börsen respektive Risikoinvestoren.

Die Investitionen sind nicht annähernd so wichtig, wie die Rückendeckung aus der Politik.

Die ganzen Kryptobros wurden bestenfalls ignoriert. Wenn man von Venezuela, Nordkorea und einigen anderen kleineren Staaten, absehen, dann gab es in der Politik eher Verbotsforderungen, da das ganze zu energieintensiv ist.

KI Firmen wird hingegen fast jede Barriere aus dem Weg geräumt. Die Staaten konkurrieren darum und das teilweise doch recht extrem. Spannend ist die Frage, ob sie die Sache mit dem Urheberrecht aus dem Weg geräumt bekommen. So rein vom Prinzip wäre das sogar machbar, da lernen ein Teil des Nutzens für die Gesellschaft ist, der dem Urheberrecht auch zu Grunde liegt und man das KI Training darunter fassen könnte.

In jedem Fall ist die Unterstützung der Politik Gold wert.
 
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