News Speicherkrise: Beginnt bald ein "beispielloses Sterben"?

Ich finde es wirklich schade, dass vor allem die kleinen Firmen ihre Mitarbeiter entlassen müssen. Die großen Unternehmen wird es wie immer nicht treffen, da sie andere Konditionen haben als No-Name-Firmen.
 
Ja, dass kann schon sein das wenn Du die Rambänke voll machst, es zu Instabilitäten kommen "könnte."

Ein Wechsel hin zu Linux wäre ein Thema für dich ?
nö linux wäre nix für mich ich drehe ich schon beim Laptop meines Sohnes durch, weil er Windows 11 drauf hat

das mit den instabilitäten hatte ich bereits bei zwei Laptops, die ich voll bestückt hatte.

außerdem habe ich gesehen, dass der CPU Kühler in eine Bank reinragt. also befürchte ich, dass ich den Chip nicht mal rein bekomme. gerade gesehen.

die Frage ist hier natürlich, ob es überhaupt sinnvoll ist bei meinem System aufzurüsten
 
Das Problem ist, dass das Zeug weniger Wert wird und dann hat man statt 10 Mio € plötzlich nur noch 5 Mio €. Langfristig mit Hardware zu spekulieren lohnt sich selten da dass ganze ständig veraltet. Wenn die Preise steigen, dann kann man die der Kundschaft auch in Rechnung stellen. Deshalb strebt man danach, den Lagerbestand möglichst zu verringern.

Mindfactory hat damit geworben, dass sie ein eigenes Lager mit Waren im Wert von 10 Mio € haben. Hört sich viel an. Bei einem Umsatz von über 300€ Mio reicht das ganze im Mittel jedoch nur für 2 Wochen.
Wertverlust hat man bei Elektronik immer über nen längeren Zeitraum. Aber auf kurze Zeit kann da richtig viel Geld damit gemacht werden. Weil die Preise halt extrem instabil sind.
Wir reden hier ja über PC-Builder, Kategorie "Boutique"/Custom. Da muss man schauen wie viel die pro Monat verkaufen. Ist natürlich nicht so viel wie Dell/Alienware oder die üblichen Verdächtigen wie Acer, ASUS blubb (die halt auch PCs bauen), aber auch hier lässt sich die Marge deutlich erhöhen wenn man günstig einkauft.
 
Zuletzt bearbeitet:
aber auch hier lässt sich die Marge deutlich erhöhen wenn man günstig einkauft.

Der Gewinn liegt im Einkauf oder so ähnlich. In der Realität ist es aber so, dass dir da keiner eine hohe Kapitalbindung eingeht, eben weil die Preise so volatil sind. Hardwarepreise sind Tagespreise. Die sehen zu, dass sie für 10-14 Tage ihre Produktion vorhalten können und das war's. Dazu kommt, dass aufgrund der geringen Margen oftmals kaum Liquidität verfügbar ist (siehe Beispiel Mindfactory-Insolvenz). Die haben gar kein Geld, um sich Hardware ewig (aka 1 Monat) ins Lager zu legen.

So wie sich die Situation derzeit darstellt, hätte man mit seinem Inventar wie an der Börse umgehen müssen. Da kannst du bald leichter mit CS2-Kisten spekulieren als mit RAM-Kits. Das sind immer noch produzierende Unternehmen und keine Börsenmakler und selbst die hätten ein Absicherungsgeschäft abgeschlossen, was das Risiko (Rendite) wieder reduziert.

So ziemlich alle PC-Bauer sind mittlerweile blank. Da können die dir sonst was erzählen, siehe die Aussagen im LUXX.
 
Bedauerlicherweise ist es bei der aktuellen Lage schwierig neue Hardware an den Käufer zubringen.
Selbst Upgrades werden sehr teuer und egal wie man es erklären möchte, der Kunde sieht es verständlicherweise nicht ein.

Ich bin in meinem Kleingewerbe nicht von neuen System und Hardwareverkäufen abhängig, aber einen Teil meiner Kundschaft bediene ich regelmäßig mit neuer Hardware und Systemen. Diese könnten dann wirklich wegbrechen, weil ein Fertigsystem dann günstiger ist. Die Mengen, dass man wirklich einen guten Rabatt bekommt setz man so nicht um.

Es ist wie es ist und hoffen wir auf das Beste!
 
Die meisten unserer Kunden haben bereits aktuelle Systeme durch den Zwangswechsel auf Windows 11. Da ist in den nächsten Jahren nicht viel Bewegung zu erwarten. Bei unseren Servern, die in der Regel 5-stellig beginnen, wird das denke ich keine Auswirkung haben, sofern die Server noch mit RAM bestückt werden können. Dann werden die halt 1-2k teurer, wird keinen jucken, da alternativlos, wenn Server EOL sind.

Hardware ist aber nur ein kleiner Teil unseres Business, Schwerpunkt liegt auf IT-Security, Hosting und IT-Support. Persönlich denke ich, dass die ganzen PC-Builder ein sehr schwieriges Jahr 2026 erwartet. Die Kunden werden sich nach dem Preisschock erst einmal daran gewöhnen müssen. Vielleicht werden einige Umwege gehen und den PC weiter nutzen. Mit Nivdia GeforceNow gibt es ja eine interessante alternative, sofern die Internetleitung stimmt.
Konsolen sind für den Ein- oder Anderen eine Möglichkeit.

Update: Ich war gerade auf geizhals.de. Aktuell sind nur 2 32 GB Kits DRR5/6000 verfügbar, zu 344 und 399€. Ist das krank, das gabs noch nie. Selbst wenn man CL30 weglässt, sind die Angebote sehr, sehr dünn. Geht das so weiter, kann man gar keinen PC mehr bauen, da es keinen RAM mehr gibt. Bei so einem Mangel, könnten sich die Preise nochmals verdoppeln :(
 
Update: Ich war gerade auf geizhals.de. Aktuell sind nur 2 32 GB Kits DRR5/6000 verfügbar, zu 344 und 399€
?
..Geizhals zählt derzeit 177. Mit CL30 sinds 63, viele davon ordentlich verfügbar. Allerdings ab 280€, was ja schon recht sportlich ist. Aber immer noch kein Vergleich mit einer GTX 1070, sprang 2020 von 360€ auf mehr als 1000€, damals, bei der letzten Rat-Race:
 
Geht das so weiter, kann man gar keinen PC mehr bauen, da es keinen RAM mehr gibt. Bei so einem Mangel
Genau darum gehts doch in der ganzen Diskussion? Es sind nicht ein paar Hundert Euro mehr oder weniger die relevant sind, es geht darum dass (für kleine Unternehmen und Endkunden) nichts mehr da ist, völlig egal zu welchem Preis.
Du konntest auch bei der letzten Krise zur Hochzeit keine neue Grafikkarte kaufen, auch für 10K nicht. Es war schlicht keine da.

Bei RAM hat man als Endverbraucher noch das Glück dass die meisten Systeme Dual-Channel sein dürften, sprich wenn RAM kaputt geht und es keinen Ersatz gibt kann man den kaputten Riegel wegwerfen und eben mit einem weitermachen. Halbe Menge, halbe Bandbreite aber wenigstens weiter nutzbar.
 
Bedauerlicherweise ist es bei der aktuellen Lage schwierig neue Hardware an den Käufer zubringen.
Selbst Upgrades werden sehr teuer und egal wie man es erklären möchte, der Kunde sieht es verständlicherweise nicht ein.
Das war in meiner Erinnerung auch schon immer wieder mal der Fall. Schön ist das natürlich nicht.

Hier ne schöne Übesicht über typische RAM-Preise bis 2017
ich meine das Diagramm "Kosten für typische RAM-Größen"

Wie gesagt, einzelne Komponenten von PCs waren alle schon mal exorbitant teuer, ich sag nur Grafikkarten (die es seit dem Mining sind und auf dem Niveau verblieben sind). Trotzdem wurde weiter gekauft, mal mehr, mal weniger.

Ich denke, auch Systembuilder werden überleben, denn auch diesen Bedarf werden die Menschen weiter haben. Wahrscheinlich aktuell weniger, aber auf Dauer wüsste ich nicht, wieso sich daran was grundlegend ändern sollte.
Es sind nicht ein paar Hundert Euro mehr oder weniger die relevant sind, es geht darum dass (für kleine Unternehmen und Endkunden) nichts mehr da ist, völlig egal zu welchem Preis.
Ist das so? Wieso kann ich dann als Endkunde aktuell Speicher kaufen? Oder geht es um speziellen Bedarf (große Größe, spezieller Typ)? Ich mein, weniger Speicher oder älteres System (AM4) ist ja auch noch ne Option...

Ich sehe das nicht, das nix bezahlbares zu haben wäre. Nur vielleicht nicht genau das, was man eigentlich gerne hätte.
 
OpenAI betreibt offensichtliche Marktmanipulation. Durch ihre Zirkelfinanzierung und Überbewertung haben die extrem viel Liquidität aber keine Einnahmen die ihre Überbewertung decken würde, um das Ponzi-Schema aufrecht zu erhalten wird Marktmanipulation betrieben. Man kauft den ganzen Speichermarkt leer, erschafft künstliche Knappheit und lässt die Preise explodieren in dem man das knappe Gut immer nur an den höchst bietenden verkauft. Das spült ein paar Milliarden in die Kassen.

1764336387513.jpeg
 
Ist das der Beleg, dass große Anbieter auf massig günstigem Speicher sitzen?
Oder dass sie mit dem massig gelagerten Speicher die kleinen Anbieter platt machen?

Oder doch nur die ganz normale Anpassung hinsichtlich Angebot und Nachfrage? Nachfrage viel höher als Angebot --> Preise hoch und Verfügbarkeit runter ...
 
Ich hasse diesen KI Mist. Er kostet einen Haufen Geld und bringt uns mehr schlechtes als gutes. Wird Zeit, dass die Blase endlich platzt.

Andererseits wird es dann Haufenweise gebrauchte HW ziemlich günstig geben.
Ja, KI bringt viel Mist und Missbrauch mit sich. Natürlich gibt es auch die Vernichtung von Arbeitsplätzen.

In Zukunft werden die Menschen sehr erfolgreich sein, die über ein großes Potential an Phantasie verfügen (Content Creator), denn bei der KI setzt die Phantasie die Grenzen.

Leute mit Empathie werden sehr erfolgreich sein, denn das kann eine KI nur faken.

Und wenn in der Medizin die Zellstrukturen, die Neurotransmitter, und die Moleküle in allen möglichen Kombinationen berechnet und vorhergesagt werden können, dann wird auch der letzte überzeugt sein, wenn ein revolutionäres Krebs Medikament erscheint oder Alzheimer der Vergangenheit angehört.

Mein Hautscreening mache ich inzwischen mit der KI und der Arzt sagt "ist sogar genauer als wenn das ein Arzt macht" (Mustererkennung).
 
Gut für all diejenigen (mich eingeschlossen), die Anfang des Jahres aufgerüstet oder neu gekauft haben.

Wenn ich jetzt die Preise sehe..da wird mir schwindelig. Hatte für mein 64GB Kit Viper Venom 189€ bezahlt, dazu den Rest mit Sapphire Nitro RX 9070 XT und 9950 X3D als Grundgerüst darauf gesetzt, lange Ruhe zu haben...

Ich denke bei den Preisen werd ich recht behalten und ein Upgrade oder Neukauf für alle anderen ab jetzt horrend Teurer wird 😯
 
Der Umfang des OpenAI-Deals mit Samsung und SK Hynix soll bei satten 40% der weltweiten Jahresfertigung an DRAM liegen.

Im Moment treiben die Hamsterkäufe die Preise in die Höhe. Anders als bei dem Krypto-Wahnsinn 2020 geht der Bedarf allerdings nicht gegen unendlich. Damals hatte man einem Miner eine Grafikkarte verkauft, dann stand der morgen wieder vor der Tür und wollte doppelt soviele, usw. Genug Grafikkarten konnte von den kleinen Minern bis zu den riesigen Mining-Farmen kaum jemand gehabt haben. Höchstens zu wenig Strom.. oder Netzteile..

Anders hier, der Anteil an der Jahresfertigung wird höchstwahrscheinlich nicht steigen. Wie sehr dann die tatsächlichen Kapazitäten belastet werden ist allerdings auch nicht zu 100% bekannt.

Also könnte sich die Lage schneller wieder beruhigen als gedacht. Selbst wenn alle Beteiligten noch selbst etwas an der Preisschraube drehen.

Bis dahin, keine Panik! Bringt meist eh nix.
 
Zurück