Board, 1-3 Lüfter (meist im Gehäuse schon verbaut), CPU + Kühler/AIO druff, 1-2 Sticks RAM druff, GPU rein. Alles i-wie verkabeln und Windoofs draufklatschen. Selbst einfachste Sachen wie BIOS-Updates und Treiber installieren, XMP aktivieren - machen die nicht. Hauptsache billig. Mit so was kriegste halt auch keine Marge hin, weil dazu braucht es nicht besondern viel Skill oder Erfahrung. Nach ner Woche einarbeiten kann das jeder Azubi, selbst wenn dieser die Hauptschule nicht geschafft hat.
Damit hast du groß 99% aller Komplett PC Hersteller beschrieben.
Corsair, ASUS, Alienware usw. verscherbeln relativ schlecht zusammengebaute Kisten mit vielen Nachteilen (laut, heiß, teils propietäre Hardware, vendor locked BIOS) und fühlen sich recht wohl. Um dagegen anzukommen, muss man was richtig gutes liefern - und sich dafür auch sehr gut bezahlen lassen. PC-Builds sind kein Einzelhandel wie Lidl - die Konkurrenz ist global, nicht regional und der Bedarf sehr variabel. Kunden sind mittlerweile bereit, Wochen zu warten um paar % vom Preis zu sparen.
Und, wieviele sind oberhalb von Alienware angesiedelt? 1%? Vermutlich weniger.
Tja, während einige mit 3% Marge rumdümpeln und nach n paar schlechten Monaten und einer Mieterhöhung für deren Gebäude schon Insolvenz anmelden.. machen andere richtig Kohle.
Das sind dann deine komischen Sonderfälle, die nicht wirklich interessieren. Das ist in etwa so, als würde man den Mindestlohn debattieren und du kommst dann mit irgendwelchen DAX Vorständen. Klar, dass diese Art von Arbeitnehmern das nicht braucht.
Im realen Leben interessieret sich kaum jemand für deine "Boutique PCs", so, wie die meisten auch mit VW, BMW Mecedes usw. rumfahren und nicht mit Koenigsegg. Das Geld wird mit dem normalen Krempel verdient.
0,00000001% aller Gaming-PCs die aktiv benutzt werden?
Ich habe von unter einem Prozent gesprochen und das wird wohl auch realistisch sein.
Ich kenne einige mit ähnlich teuren Builds. Aber keins ist von einem Builder, das ist alles selbst zusammengebaut. Teils mit Casemodding und Wasserkühlung. Die haben alle viel zu viel Spaß am basteln um so was zusammengebaut zu kaufen.
Tja, siehst du, du kennst selbst keinen, der sich solche "Boutique PCs" kauft.
Aber genau das ist das Thema hier im Thread. Boutique Builds. Nicht von der Stange. Nicht von einem unterbezahlten Mitarbeiter irgendwo am Montag Morgen schief zusammengeschraubt. Das sind hochwertige Builds für viel Geld, mit einer hohen Marge, aber eben so hohen Erwartungen bei den Kunden was die Qualität und Support angeht.
Natürlich gibt es solche Edelschmieden, aber sie haben halt ebnen kaum Marktanteil und sind halt eben damit nicht relevant.
Keiner in diesem Bereich arbeitet mit einer Marge von 3%, eher von 30%. Die Marge ist nötig, um im eventuellen Fall die Kosten für solche Hardware zu stemmen, Ersatzsysteme zu schicken etc.
Wie gesagt, das sind deine komischen Sonderfälle, die nicht relevant sind.
Wieviele Leute arbeiten da? Bei Caseking war es Der 8auer und der Typ aus England, 8Pack. Die waren für diese Art von Spezial PCs zuständig.
Zwei Leute, bei Caseking arbeiten aber insgesamt über 500 Leute. Es interessiert also nicht wirklich, wenn es mit den Sonderanfertigungen nicht läuft, aber wenn das normale Geschäft zusammen bricht, dann stehen da 500 Leute auf der Straße.
ETH ist erst 2022 endlich auf PoS gewechselt. Da war die Mining-bedingte GPU-Preis-Explosion schon lange der Corona-bedingten GPU-Preis-Explosion gewichen.^^
Die Coronakriese war vor dem Kryptoboom, auch wenn die Kryptobos immer anderes behauptet haben. Zu Zeiten des Lockdowns sind die Preise sogar gefallen. Im Herbst 2020 konnte man eine RTX 2080Ti für unter 1000€ kaufen, die Panikverkäufer haben sie vor den RTX 3000ern sogar für 400-500€ verkauft.
Erst dann ging es mit dem Kryptoboom los und der endete auch erst Mitte 2022, als Ethereum auf PoS umgestellt wurde, vorher waren die Karten absolut wahnsinnig überteuert (3000€ für eine RTX 3080, 3900€ für eine RTX 3090 - letztere war der bessere Deal). Nachdem Ethereum auf PoS umgestellt wurde, gab es die RTX 3090 für 950€ und die RTX 3090Ti für 1100€.
Ich weiß das noch sehr gut, weil mit im September 2020 meine GTX 980Ti abgeraucht ist, mit der ich eigentlich noch zwei Jahre auskommen wollte. Die zu ersetzen hätte 180€ gekostet, was allerdings "Blödsinn" war, da bald schon die RTX 3070 16GB und RTX 3080 20GB herauskommen sollten. Auf letztere habe ich dann gewartet. Es kam anders und ich durfte mich für insgesamt 110€ mit GeForce Now herumschlagen und habe mir als die Preise halbwegs akzeptabel waren dann 2022, für 150€, eine GTX 1060 6GB als Übergangskarte gekauft.
Insgesamt wäre ich mit den 180€, für eine gebrauchte GTX 980Ti oder was anderes, wesentlich besser und günstiger gefahren.
Die Staaten dürften bei KI ebenfalls eine untergeordnete Rolle spielen. Deren Investitionen sind nur relativ zu den Haushalten groß, aber der Löwenanteil des KI-Kapitals kommt von den Börsen respektive Risikoinvestoren.
Die Investitionen sind nicht annähernd so wichtig, wie die Rückendeckung aus der Politik.
Die ganzen Kryptobros wurden bestenfalls ignoriert. Wenn man von Venezuela, Nordkorea und einigen anderen kleineren Staaten, absehen, dann gab es in der Politik eher Verbotsforderungen, da das ganze zu energieintensiv ist.
KI Firmen wird hingegen fast jede Barriere aus dem Weg geräumt. Die Staaten konkurrieren darum und das teilweise doch recht extrem. Spannend ist die Frage, ob sie die Sache mit dem Urheberrecht aus dem Weg geräumt bekommen. So rein vom Prinzip wäre das sogar machbar, da lernen ein Teil des Nutzens für die Gesellschaft ist, der dem Urheberrecht auch zu Grunde liegt und man das KI Training darunter fassen könnte.
In jedem Fall ist die Unterstützung der Politik Gold wert.