Den Gedanken hatte ich auch schon mal.
Im Prinzip würde das bedeuten, dass viele Menschen von den Wissen einer KI ausgeschlossen werden. Denn viele nutzen KIs zu Bildungszwecken auf ihren lokalen PCs.
Aber bleiben dann auch die Abo Preise stabil für ChatGPT und Co?
Deren Preise sind aktuell defizitär und bleiben somit garantiert nicht stabil, vollkommen unabhängig von der restlichen Entwicklung.
Das gilt aber auch für Offline-Modelle abseits einiger öffentlicher Forschungsprojekte: Derzeit sind alle Anbieter in der Anfix-Phase und wollen nur möglichst viele Nutzer an Land ziehen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Risikokapitalgeber Rendite statt Geldverbrennen sehen und dann muss man von "verschenken" auf "verkaufen" umstellen. Große, universelle LLMs auf Heimsystemen würde ich daher auch langfristig nicht erwarten.
Du siehst das Gesamtproblem nicht.
RAM hängt nicht nur in klassischen PCs, sondern auch Industriegeräten/Anlagen.
Die brauchen zwar vielleicht nicht soviel RAM, aber wenn das GB 1000€ kostet, oder gar nicht mehr zu bekommen ist, dann wirkt sich das auch auf andere Branchen aus.
Es fördert aber garantiert nicht das viel beschworene Wirtschaftswachstum, dass wir angeblich alle dringend brauchen...![]()
Industrie- und andere Embedded-Anwendungen werden keine Probleme haben. Die haben relativ kleine Stückzahlen und relativ wenig RAM pro Verkaufseinheit. Wenn man genug bezahlt, ist so wenig immer verfügbar. Und jemand, der heute 1.000 Euro für ein 4-GiB-PoS-System nimmt, der kann jeden anderen RAM-Abnehmer überbieten. Rechenbeispiel: 120 Euro statt 20 Euro im Einkauf, also +25 Euro pro GiB, bedeutet 1.100 statt 1.000 Euro Endpreis, also 10 Prozent beim Kunden. Wenn der Server-Anbieter sein 512-GiB-Angebot um 10 Prozent von 20.000 auf 22.000 verteuert, kann er aber dagegen nur +4 Euro pro GiB bieten und hat dabei auch noch höhere Qualitätsanforderungen als der Kassenbauer.
Was für eine Logik... Wenn RAM und GPUs deutlich im Preis steigen, CPUs, Mainboards, Gehäuse und NTs aber unter den Einkaufspreis fallen, gleicht sich das doch zumidest teilweise wieder aus bei einem kompletten Rechner. Ich denke das Thema wird absichtlich ganz schön aufgebauscht.
Wenn Verkaufspreise unter Einkaufspreise fallen, dann gleicht das überhaupt nicht aus, sondern treibt den Händler in den Ruin. Kein Gewinn mit RAM, weil er keinen bekommt oder ob des exorbitanten EK keine Marge mehr draufschlagen kann und Verluste mit allem anderen = Pleite.
Bleibt abzuwarten, wie viele Händler CPUs, Mainboards, Grafikkarten und ähnliches langfristig vorbestellt oder gar in großer Zahl auf Lager gelegt, aber beim RAM auf Last-Minute-Bestellungen gehofft haben. Eigentlich sollte man seine Einkaufsstrategie schon aufeinander abstimmen; also RAM passend zum Rest kaufen. Je nachdem ob man das mit viel oder wenig Vorlauf macht, hat man dann jetzt entweder noch viel RAM im Lager und sieht Dollarzeichen, oder man hat einen geringen Bestand an anderer Hardware. Letzteres bringt zwar keinen Gewinn und kann zur Unterbrechung des Geschäftsbetriebes führen, aber zumindest sitzt man nicht auf Hardware, die noch abbezahlt werden muss/zu einem Schuldenberg führt.

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