Sound ***Diskussionsthread***

Mist das Love over Gold Album ist musikalisch nicht nach meinem Geschmack bzw. befriedigt nicht :D

Reingehört habe ich bisher noch nicht. Da mich Mark Knopfler bzw. die Dire Straits aber durchaus ansprechen, werde ich mich da nochmal umschauen müssen nach den CDs. Wie stehen wohl die Chancen, die älteren Versionen auch noch im normalen Handel zu erhalten (Onlineshop oder auch CD-Händler vor Ort)?

Und noch ne andere Frage: Hat jemand Erfahrungen mit den Subwoofer-Verstärkermodulen von Monacor, speziell dem SAM-200D? Da ich den Subwoofer-Selbstbau nun ja doch mal langsam weitertreiben würde, die RCM-Dinger aber nicht verfügbar werden und Hypex mir etwas zu teuer ist (schöne Module aber) würde ich auf genanntes Modul um steigen wollen. Die festen +3 dB bei 40 Hz sollten in Ordnung sein, da ich sonst ziemlich genau dort bei -3 dB liegen würde und das somit nicht für eine Überhöhung, sondern nur einen Ausgleich sorgen würde. Ob das klanglich auch so auskommt, würde sich dann zeigen.
 
Love over Gold habe ich die erste CD-Veröffentlichung (eine der ersten beiden CDs, die ich mir damals 1985 gekauft hatte) und die erste Remastered (ich glaube Ende der 90er) hier. Ich muss wirklich sagen, auch wenn die Remastered vielleicht etwas lauter kling und dahingehend verändert wurde, möchte ich sie nicht missen, da die original CD und auch die LP von damals leichte technische Mängel hatte. Zum Beispiel in Telegraph Road setzt für ein kurzen Moment ein Kanal aus. Solche Fehler gibt es zum Glück bei der Remastered nicht.
 
Yep. Das hat FiiO vorhin auf FB gepostet. Soll in den nächsten Updates kommen. Der X3 kostet auch mehr als der E17 ;)

Ja, ist mir bekannt - aber Interessenten eines FiiO X3 und gleichzeitig eines FiiO E17 (wohl nicht so große Zielgruppe, dennoch..) werden wohl einfach zum X3 kaufen und sich den E17 nicht mehr ansehen, da er für sie überflüssig ist.

Schöner, ausführlicher Beitrag :daumen:, mit guten Aufnahmen wäre das Ergebnis vermutlich noch eindeutiger geworden.
Warum hast du den KHV deaktiviert? Ich wäre jetzt - ohne die Geräte genauer zu kennen - der Meinung, dass dieser zu einem besseren Klang führen sollte?

Schauen wir mal... im zweiten Teil. :D KHV deaktiviert (bzw auf "0 - 64 ohm") also auf Grundeinstellung klingt am besten. Ab höheren Stufen verzerren die Um3X schon heftiger.

So nun weiter im Text, im Spoiler der erste Teil, falls jemand das zum ersten Mal liest und nicht zurückblättern will.
[...]getestet mit Musik, bei der, da großteils kostenlos verfügbar, jeder der ranmöchte selbst testen kann.

Gehört wurde diesmal nur mit den Westone Um3X, Kabel: FiiO RC-WT1 @ ASUS Xonar Xense. EQ aus, KHV deaktiviert. Einstellungen unberührt. 2 Chan.
Ich bitte um Verständnis, dass ich lediglich 10 Tests pro Track gemacht habe, aber auch ich habe nicht unendlich Vigilanz oder Zeit.
Noch dazu habe ich nebenbei Forenbeiträge geschrieben, Vorlesungen zusammengefasst und CDs gerippt, um eine möglichst alltägliche Situation während der Hörtests für mich selbst zu simulieren - da ich so gut wie nie dasitze und nichts tue. Natürlich habe ich aber häufig auch sehr genau hingehört! Wenn doch bin ich meist kurz vor'm einschlafen und höre nicht auf jede Nuance.

Track 1:
Atoms of an Addict - maybe if you just listen?
Testpassage: 3:45 - 4:41
FLAC: 668 Kb/s, 16 bit, 44 khz gegen MP3: 192 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 6 / 10 - Wahrscheinlichkeit Schätzung: 37,7%
Naja, kein allzu überzeugendes Ergebnis. Das Beste Ergebnis war zwischenzeitlich 6/8, am Ende hab ich es dann etwas versaut. Ehrlich gesagt, das FLAC-Stück klang ganz minimal dynamischer. Es war etwas mehr Bassdruck da. Mehr nicht. Aber hörte man nicht lupengenau hin, war's das dann auch mit der genauen Unterscheidung.

Track 2:
Atra Aeterna - The Black Fog (Eöde Remix)
Testpassage: 3:19 - 4:15
FLAC: 758 kb/s, 16 bit, 44 khz gegen MP3: 192 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 4 / 10 - Wahrscheinlichkeit Schätzung: 82,8%
Dazu muss ich nichts sagen. Ich konnte die Aufnahmen nicht auseinanderhalten und es war ein pures Ratespiel.

Track 3:
Jazzyspoon - Colder Winter (The Verb Remix)
Testpassage: 1:18 - 2:24
FLAC: 1799 kb/s, 48 khz, 24 bit gegen MP3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 9 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 1,1%
Eines meiner absoluten Lieblingslieder, da es mmn sehr viel Emotion in sich trägt. Es war absolut nicht schwer, die Aufnahmen auseinanderzuhalten, die FLAC klang deutlich musikalischer, düsterer, liebevoller. Was ich schon immer an der Aufnahme bemängelt habe und was ich auch noch an der FLAC etwas bemängel, dem Stück fehlt Dynamik. Zwar ist hier schon relativ dabei, aber mehr hätte hier definitiv nicht geschadet. Es sind nichtmal spezielle Klänge im Track an denen ich den Unterschied festnageln konnte, es war einfach das allgemeine Klangbild. Die FLAC klang wie von einer Schneedecke bedeckt, die MP3 nicht. Einen Ausrutscher hab ich mir aber erlaubt, wie man sieht.

Track 4:
Jazzyspoon - In Waves
Testpassage: 1:01 - 2:59
FLAC: 854 kb/s, 44 khz, 16 bit gegen MP3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 9 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 1,1%
Das Ergebnis kam für mich etwas überraschend. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei dem Track zuverlässig einen Unterschied heraushören kann. Allerdings bewies die FLAC deutlich mehr Tiefgang, als die MP3.
Ab Tests 7 - 10 wurden mit meinem BlueSky gemacht -> ich stand auf dem Balkon und hab eine geraucht. Bis 9/9 richtig, beim zehnten Test hab ich's dann, wohl aufgrund suboptimaler Hörposition, verhauen.

Track 5:
NCThompson - Keep in Touch
Testpassage: 0:00 - 0:50
FLAC: 792 kb/s, 16 bit, 44 khz gegen MP3: 192 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 4 / 10 Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 82,8%
Das war mal was... Ich hatte 4/4 richtig und dann habe ich konstant falsch getippt. Ich hatte mich darauf versteift, dass die MP3 einen stärkeren, aber gleichzeitig unsaubereren Tiefton aufweis und hab mich extrem davon blenden lassen. Ich Alltag würde ich sogar sagen, die Mp3 klingt besser. Jemand mit wesentlich mehr Hörerfahrung als ich sieht das vielleicht wieder vollkommen anders und hat bei dieser Aufnahme absolut gar keine Schwierigkeiten, die von der Mp3 zu trennen.

Track 6:
NCThompson - Keep in Touch (Aaron's too far away rework)
Testpassage: 2:01 - 3:04
FLAC: 821 kb/s, 16 bit, 44 khz gegen MP3: 192 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 6 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 37,7%
Es war nicht zwingend ein Ratespiel. Ursprünglich bin ich davon ausgegangen dass mir vor allem die Klavierpassagen helfen, die FLAC zu entdecken - ich lag sehr falsch. Auch hier hab ich mich auf meine geliebten Tieftöne versteift und ziemlich versagt. Der ist in dem Track allgemein recht drucklos und dynamisch für mich nur sehr schwer zu unterscheiden. Ich würde schwören, dass die FLAC hier mehr Tiefgang zeigt, garantieren kann ich das aber über mein Testergebnis hier überhaupt nicht.

Wer die Tests für sich selbst durchführen möchte, ich verweise nochmals auf folgenden Link: http://label.idmforums.com/
Alle Aufnahmen stehen dort kostenlos und legal zum Download. Verwendete Releases sind 002, 015, 017 und 031.


Ab hier sind es dann Tracks, die ich persönlich sehr gerne habe und von denen ich mir einen Unterschied erhofft hatte und bisher nicht unbedingt gehört habe, die ich nun nochmal durch den ABX-Test jage. Es handelt sich Um Mainstream/Populärmusik der Jahre 1989 - 2013 und Stücke aus verschiedenen Richtungen, aber eben aus meinem Musikgeschmack - es ist definitiv nicht jede Richtung gedeckt. Die Aufnahmen sind alle aus meiner persönlichen CD-Sammlung und wurden mit der entsprechenden Mp3 verglichen. Teilweise zeichnen sich die Aufnahmen auch durch einen schlechten Produktionsprozess und/oder stark loudness-war-behaftete Aufnahmen aus. Größtenteils war es für mich im Nachhinein sehr spannend, für viele wird dies wohl nur noch ein Anhaltspunkt sein. Wer die CDs natürlich auch sein Eigen nennt, darf gerne versuchen das nachzuvollziehen.


Track 7:
Blitzkid - Head over Hills (Apparatitional - 2011, peoplelikeyou Records)
Testpassage: 0:26 - 1:18
FLAC: 980 kb/s, 24 bit, 44 khz gegen MP3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 5 / 10 - Wahrscheinlichkeit auf Schätzung: 62,5%
Vom ersten bishin zum zweiten Punk-Rock-typischen GO!. Die erste Testhälfte lief sehr gut - 5/5 mal richtig die FLAC erwischt. Die zweite Testhälfte hatte mich wieder verunsichert. Denn da habe ich nur noch falsch getippt. Was ist denn nun los? Ich habe mich beim hören vollkommen auf die Bassgitarre versteift. Auf der FLAC kam sie dominanter hervor, gleichzeitig "kratziger" - da ich nun in der ersten Testhälfte durchweg richtig, in der zweiten Hälfte durchgehend falsch getippt habe, war es vermutlich eher ein Hirngespinst und ich musste mich erstmal daran gewöhnen, überhaupt die Bassgitarre relativ dominant zu hören - die geht nämlich leider bei der Aufnahme fast unter.

Track 8:
ILS - Dark Skies (33 R.P.M, - 2013, Distinctive Records)
Testpassage: 0:00 - 1:09
FLAC: 966 kb/s, 24 bit, 44 khz gegen MP3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 4 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 82,8%
Dies war der erste Track im Testfeld bei dem ich beim ersten Mal falsch getippt hatte. Bei den 7 bisherigen war zumindest der erste Durchgang, der den ich am impulsivsten gemacht hatte, richtig. Hier hatte ich erstmal 2 mal auf die Mp3 getippt, bis ich die FLAC erwischt hatte. Eines der schönsten Lieder, die das Jahr 2013 bisher hervorgebracht hat, aber ich kann den Unterschied nicht festlegen. Generell würde ich mir in der Aufnahme viel, viel mehr Dynamik wünschen... Ich tippe auf einen schrecklichen Produktions/Masteringprozess, da zumindest laut Testergebnis die Mp3 von mir bevorzugt wurde - der würde ich allerdings auch keinen klanglichen Vorteil zuschreiben. Reines Ratespiel.

Track 9:
Glis - Crush (Epic Edit) (A shot and a Bassline - 2008, Alfa Matrix Records)
Testpassage: 0:00 - 1:27
FLAC: 1097 kb/s, 24 bit, 96 khz gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 5 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 62,5%
Nicht allzu schwer. Die Mp3 klang finde ich sogar besser, da (warum auch immer) etwas mehr Bassdruck vorhanden war. - Hahah, denkste, denn in der zweiten Hälfte hab ich mich total vertran und ständig die FLAC erwischt, obwohl ich nach den Ergebnissen der ersten Hälfte mir schon ziemlich sicher war, dass ich die mp3 immer richtig deute. Vermutlich Hirngespinst und/oder Einfluss meiner Arroganz.

Track 10:
Korn - Embrace (Untouchables - 2002, Epic Records)
Testpassage: 0:36 - 1:32
FLAC: 1022 kb/s, 24 bit, 44khz gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 3 / 10 - Wahrscheinlichkeit auf Schätzung: 94,5%
Das Ergebnis sagt alles. Hier war ich chancenlos und konnte beim besten Willen die FLAC nicht von der MP3 trennen.
[...]

Track 11:
Cradle of Filth - Lilith Immaculate (Darkly, Darkly, Venus aversa - 2010, Peaceville Records)
Testpassage: 1:36 - 2:48
FLAC: 1091 kb/s, 24 bit, 96 khz gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 5 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 62,5%
Ich war hier ehrlich gesagt darauf vorbereitet enttäuscht zu werden. Die Passage, ein grobes Chaos aus m/w-Duett, einem tollwütigen Drummer und einem stark besetzten Orchester hätten eigentlich eine sehr gute Kulisse für Verlustfreies Audio gegeben - hätte man das Ganze nicht im Jahre 2010 abgemischt... Kein Unterschied, Ratespiel. Schade eigentlich, da ich gerne mal mehr gehört hätte, da ich das Lied auch gerne mal als persönliches Benchmark für Kopfhörer und Lautsprecher benutze.

Track 12:
Fluke - Snapshot (Puppy - 2003, One little Indian Records)
Testpassage: 0:16 - 1:30
FLAC: 956 kb/s, 44 khz, 24 bit gegen Mp3: 320 kb/s, 44 khz, 16 bit
Score: 6 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 37,7%
Ehrlich gesagt, hier hätte ich gerne 10 / 10 gehört, da ich das Teil in- und auswendig kenne und jede Note und Textzeile auswendig runterbeten könnte. Traurige Tatsache: Der Tiefenbass ist auf der FLAC stärker. Der Tiefenbass, mit dem der gesamte Track untermalt ist, ist aber so tief und so subtil, dass meine Westone mit der Darstellung kaum nachgekommen sind und ich, sobald ich mich nicht gut genug angestrengt habe, den Unterschied nicht mehr wahrgenommen habe.

Track 13:
Scooter - Rhapsody in E (...and the beat goes on - 1995, edel records)
Testpassage: 3:50 - 6:03
FLAC: 824 kb/s, 96 khz, 24 bit gegen Mp3: 320 kb/s, 44 khz, 16 bit
Score: Doppelergebnis:
Westone Um3X: 9 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 1,1%
BlueSky Exo²: 10 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 0,4 %

Warum hier ein Doppelergebnis? Simpel: Ich behauptete hier bereits im Vorfeld, ohne groß von FLAC angetan zu sein oder mein Gehör derartig auf den Prüfstand gesetzt zu haben, dass ich hier einen Unterschied höre. Auch dieses Lied kenne ich in- und auswendig und nutze es seit mehreren Jahren als Benchmark für Audiohardware.
Die Hochtöne am Anfang und am Ende des Stücks sind extrem verräterisch - denn - hier klingt die mp3 besser. Die FLAC hat mehr Luft nach oben und nutzt das volle Potenzial des Tracks aus, die mp3 glättet das ganze - sowohl Um3X als auch mein BlueSky erlaubten sich bei der Widergabe der FLAC-Datei bei den hochtönen einfach derartig große Fehler, dass der Unterschied deutlich zu hören war. Warum nur 9 / 10 bei den Westone? Ich hatte den ersten Tipp falsch abgegeben, nachdem ich gedacht hatte, die .mp3 klingt schlechter - was ja, zumindest auf meinem Equipment nicht der Fall ist. Vor allem bei diesem Lied wäre ich sehr scharf darauf, den Blindtest an einer Referenzkette durchzuführen - aber das liegt wohl weit in der Zukunft.

Track 14:
Kai Tracid - Drift deep into your own thoughts (Contemplate: The Reason you exist - 2003, Sony Music)
Testpassage: 4:52 - 7:25
FLAC: 917 kb/s, 24 bit, 44 khz gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 5 / 10 Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 62,5%
Hier hätte ich wirklich gerne 10 / 10 erreicht, aber das war wohl nicht möglich. Ich schwöre aber darauf, dass die Aufnahme in FLAC wesentlich flüssiger klingt. Der Track deckt, vor allem in der letzten Minute, so ziemlich das gesamte hörbare Frequenzspektrum in eher schnell abwechselnden Passagen ab und klingt in etwa, wie ein Medley von Konzertaufnahmen von Jean-Michel Jarre's Equinoxe, nachdem der gute Franzose ein paar Bier getrunken hat und versehentlich 140 BPM eingestellt hat. Dass ich den Unterschied nicht konfident genug hören konnte liegt vermutlich eher am beschränkten Abhörequipment, welches ich besitze. Oder ich will mir einfach einblden, dass die FLAC flüssiger klingt, weil ich die Aufnahme so genial finde

Track 15:
Jamiroquai - If I like it, I do it (Emergency on Planet Earth - 1993, Sony Music)
Testpassage: 2:46 - 3:39
FLAC: 949 kb/s, 24 bit, 96 khz gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 5 / 10 - Wahrscheinlichkeit auf Schätzung: 62,5%
Bei einer Aufnahme von 1993 und dann auch noch bei recht anspruchsvollem Acid Jazz / Funk-Gedudel hätte ich eigentlich ein besseres Ergebnis erwartet. Aber wie man am Ergebnis sieht, konnte ich mp3 und FLAC nicht gerade gut auseinanderhalten. Ich hab mich sehr auf die Tompeten versteift und den Rest vermutlich zu sehr ausgeblendet. Ich möchte wetten, dass man hier Unterschiede vernünftig und zuverlässig erhören kann, mir war es aber nicht möglich.

Track 16:
Nirvana - Blew (Bleach - 1992, Sub Pop (CD 1. Auflage, remaster der LP/Aufnahmen von 1989)
Testpassage: 0:00 - 1:16
FLAC: 972 kb/s, 24 bit, 44 khz gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 5 / 10 - Wahrscheinlichkeit auf Schätzung: 62,5%
Für mich einfach keine sinnvolle Trennung möglich. viel mehr fällt mir dazu nicht ein.

Track 17:
Nin Kuji - I am the Myth (Sayonara!, 2010, Ant-Zen Records / Le Petit Machiniste Records)
Testpassage: 1:52 - 3:58
FLAC: 1111 kb/s, 24 bit, 44 khz gegen Mp3: 320 Kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 13 / 20 - Wahrscheinlichkeit auf Schätzung: 13,2%
Wie man vielleicht an den Plattenlabels schon erahnen kann, auf denen die Scheibe erschienen ist, ist das Zeugs hier Rhythmic Noise. Wem der Begriff Rhythmic Noise nichts sagt, der darf das mal ins Deutsche übersetzen. Wer damit dann immer noch nicht viel anfangen kann, oder schlichtweg neugierig ist, der darf hier gerne mal reinhören (Man beachte weniger als 1000 Aufrufe in über 2 Jahren)
Oder einfach kurz: Das ist Krach. Nichts weiter. Ich wollte, insbesondere aus persönlicher Neugier den Blindtest hier machen, weil ich mir zumindest im Vorfeld nicht vorstellen konnte, hier einen Unterschied zu hören. Ich habe hier mit Absicht 20 Testhörlaüfe gemacht - weil ich nach der ersten Ergebnisauswertung nicht glauben konnte, dass 7 / 10 mal die FLAC korrekt erkannt wurde. Tatsächlich hätte ich nicht unbedingt gedacht, dass es etwas wie "Hi-fi-Baustelle" (Die allgemeine Bezeichnung der Musikrichtung RnN in meinem Freundeskreis...) gibt, aber wenn man genau, gaaaanz genau hinhört, klingt finde ich die FLAC etwas atmosphärischer, als die mp3. Vor allem hier würde ich mich über einen unabhängigen Test freuen, aber dafür müsste das Testsubjekt natürlich die CD besitzen... Ich hätte auch gerne noch einen weiteren Test mit beispielsweise Iszoloscope's -28°C and falling gemacht, da fehlt mir aber leider die originalaufnahme "Au seuil du néant"

Track 18:
Black Sun Empire - All is Lost (From the Shadows - 2012, Black Sun Empire Recordings)
Testpassage: 0:47 - 2:13
FLAC: 1009 kb/s, 44 khz, 24 bit gegen Mp3: 192 kb/s, 44 khz, 16 bit
Score: 7 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 17,2%
Meine Motivation hier war eine Kundenbewertung bei Amazon von diesem Quatschkopf. So zumindest der GEdanke vor der Aufnahme, das Album ist gut, mir gefällt es sehr gut, aber man hört einfach raus dass so ziemlich alles digital überproduzierter Mist ist und durch einen, meinen unerfahrenen Ohren nach, schwachen Produktionsprozess bekommen hat - der ganzen Scheibe fehlt ne Menge Dynamik, was nicht an den Formaten liegt. Ich vermisse hier die analoge Wärme des DnB aus dem 20 Jahrhundert. Das ist ein rein subjektives Gefühl und ich befinde mich momentan noch ohne jemals die FLAC der CD gehört zu haben, in diesem Meinungsstadium. Und hier beschwert sich einer über die ach so "erbärmlichen" 193 - 260 kB/s, welche über Amazon angeboten werden und findet die 320 kb/s sooooo viel besser, als das. Also entweder jemand mit absolutem Gehör, oder einfach ein Idiot. Ich nehme also die mmn. anspruchsvollste Aufnahme des Albums (mit Ausnahme von #10, "killing the light", welches auch etwas anspruchsvoller klingt) und jage das durch den ABX und mein Gehör.
Mit Absicht habe ich dann also die .mp3 auf 192 kb/s runterkonvertiert und sie mit der FLAC verglichen, um folgendes festzustellen:
Das Testergebnis spricht gegen mich. Ehrlich gesagt, ich konnte keinen Unterschied feststellen. Ich meine, 7 / 10 ist noch nicht ansatzweise ein ausreichend hohes Kofidenzniveau dafür, dass Unterschiede definitiv zu hören sind, aber fast zu hoch um es auszuschließen. Das Zufallsexperiment habe ich nicht durchberechnet, auch wenn Statistik ein großer Teil meines Studiums ist, ich bin wirklich schlecht in den Rechnungen. Ich behaupte fest, ich höre keinen Unterschied.

Track 19:
Concord Dawn - Haemorrhage (Concord Dawn - 2000, Kog Transmissions)
Testpassage: 1:48 - 5:03
FLAC: 872 kb/s, 44 khz, 24 bit gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bit, 44 khz
Score: 4 / 10
Motivation war hier die Analyse des vorherigen Drum & Bass Tracks, in der ich kühn die Behauptung aufgestellt habe, man höre bei neuem DnB nicht mehr ansatzweise so viel analoge Wärme und teils Dynamik, wie bei DnB der 90ger. Dynamik ist aber natürlich nicht alles und gefühlte analoge Wärme auch nichts. Durch mein Geplapper von vorhin muss ich also diese Behauptung ja schon irgendwie überprüfen: voilá. Auch hier kann ich die Aufnhamen nicht voneinander unterscheiden. Meinem Gefühl nach war das sogar der allergleichste Test in dem nichtmal mit viel Vorstellungskraft und Psychoakustik ein Unterschied feststellbar war. Ich hab mich auf die Hochtöne, Tieftöne, Details, alles mögliche konzentriert, ich hab keinen Unterschied raushören können. Schade eigentlich, da ich mir die Platte extra aus Neuseeland für ordentlich Geld hab importieren müssen - wäre ja schön gewesen, wenn ich auf dem Original etwas mehr gehört hätte, als auf den heruntergeladenen Mp3s. Aber nö, is nicht.

Track 20:
Deathstars - Death in Vogue (Termination Bliss - 2006, Nuclear Blast)
Testpassage: 2:18 - 4:04
FLAC: 1098 kb/s, 44 khz, 24 bit gegen Mp3: 320 kb/s, 16 bt, 44 khz
Score: 9 / 10 - Wahrscheinlichkeit der Schätzung: 1,1%
So, der vorerst letzte Vergleich. Wurde hergenommen, um noch einen Teilbereich meines Musikgeschmacks abzudecken, stellvertretend für "Dark Rock" oder wie auch immer man das nennen mag. bei den Genre-Schubladen streitet man sich ja gerne. Orchester aus der Dose, Synthesizergeschwängerte Klänge, verschiedene Gesangsarten und ein schönes Liedchen ergeben gute Testbedingungen. Tatsächlich habe ich an keinem dieser Klangmerkmale einen unterschied festgemacht, sondern einfach daran, dass vor allem Crash-Becken auf der Flac mit mehr Gewicht daherkamen. Auch die Bassdruck klang auf der .mp3 ein winziges Stückchen lebloser, als auf der lossless-Aufnahme. Ein Mal hab ich danebengegriffen...Aber ich sitze hier auch wieder seit fast 3 Stunden und mittlerweile ist es 3:20 morgens. Müde Ohren, Zeit für's Bett.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ist mir bekannt - aber Interessenten eines FiiO X3 und gleichzeitig eines FiiO E17 (wohl nicht so große Zielgruppe, dennoch..) werden wohl einfach zum X3 kaufen und sich den E17 nicht mehr ansehen, da er für sie überflüssig ist.

Wieso? ist ne andere Zielgruppe. Gibt auch Leute, die kein DAP brauchen, sondern eher nur ein DAC mit optischen Eingang ;) Der E17 ist ja auch billiger.
 
Jetzt willst du es aber wissen...

Ich verstehe aber nicht warum die Aufnahmejahre in dir bestimmte Erwartungen an das Ergebnis wecken?

Naja, ich hatte ja nen zweitel teil angekündigt. Zumal der erste teil für die populärmusik ja ein ernüchterndes bild gezeichnet hat.
Meine "erwartungen" sind die gedanken/ die sicht eines laien, der zwar teils im thema durchblickt, sich aber auch von schlagwörtern wie "dynamik" und "loudness war" und "früher waren die produktionen viel besser" ablenken und beeinflussen lässt. Deswegen hab ich mit absicht zwei ältere, bekannte, aber nicht zu überproduzierte, warm und (teils) sehr komplex klingende beispiele auf basis eines solchen hintergrunds getestet. Es war quasi meine forschungsfrage.


Edit @ bloodysuicide:
Stimmt alles. Nur der kleine personenkreis, der e17 und x3 haben möchte, holt sich wohl nur den x3
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind Ingame-Lieder nicht alle MP3 ?


Zu den AB-Tests: man kann an Stellen wo mehrere Instrumente gleichzeitig spielen bestimmt den Unterschied zwischen MP3 und FLAC hören vermute ich !
Wenn nämlich das halbe Orchester fehlt dann ist es MP3 :D
 
Sicher Hänschen. MP3 wird also der Grund sein, dass heutzutage keine Orchester mehr Musik machen :ugly:

MP3 interessiert sich nicht für Instrumente, sondern nimmt ein paar eigenschaften des menschlichen Gehörs und nutzt diese aus, um bestimmte teile nicht speichern zu müssen.
Das einfachste ist wohl der Überdeckungseffekt. Wenn bei einer Frequenz ein bestimmter Laut in einer Lautstärke vorhanden ist, so überdeckt er entlang einer Glocke alle leiseren Töne in einem nahen Frequenzbereich. Diese können wir akustisch nicht Wahrnehmen und deshalb merken wir auch nicht bewußt, dass sie fehlen. Da fehlt dann kein Instrument.
Deshalb war es in dem einen Artikel auch so, dass der mit dem geschädigten Gehör besser die MP3s erkennen konnte, denn wenn dieser z.B. die "laute Frequenz" gar nicht hören kann, dann werden ihm natürlich die umliegenden Laute, die eigentlich verdeckt wären, plötzlich fehlen, da er sie eigentlich Wahrnehmen könnte.

Bei Spielen ist es übrigens sehr unterschiedlich. Manche nehmen MP3. Manche Wav, manche anderes. Je nachdem, was man für Lizensen ausgeben will und welche Qualität man erreichen will.
 
In diesen Audio Zeitschriften sind immer CD-Tests, da gibt's Alben mit hohen Audiophilitätswertungen :D

Was ja nix nutzt, wenn die Musik Mist ist. Es gibt ja Leute, die kaufen Musik nach der Aufnahmequalität und nicht nach der Künstlerischen. Kann man machen, ich frage mich dann halt nur immer wie so jemand zum Hobby Hifi gekommen ist? a sollte man doch eigentlich von einer gewissen Musikbegeisterung ausgehen können?!

Ich habe auch ein Album vom Chesky Label, gähnend langweilig... Auch die anderen "audiophilen" Labels haben in erster Linie Musik im Angebot, dass künstlerisch so interessant wie rosa Rauschen ist. Aber das muss jeder selbst wissen. Auch ausserhalb dieser Labels gibt es sehr gute Aufnahmen und ein Label wie z.B. ECM schafft es gute Aufnahmen mit - für mich - interessanter Musik zu verbinden. Dennoch kaufe ich auch da natürlich nicht nach dem Label, sondern nach der Musik.
 
Du glaubst gar nicht wie variantenreich rosa rauschen sein kann. Ich darf mir das momentan täglich hudnertfach anhören und es ist faszinierend wie unterschiedlich das Ohr dieses interpretiert.
 
War es nie, wird es nie sein.

"Klassische Musik" ist auch extrem stark ausgesiebt. Damals gab es auch unzählige Musiker. Was wir heute hören ist im Prinzip die Auslese aus mehreren Hundert Jahren Musik. Deshalb gehe ich davon aus, dass in 1-2hundert Jahren genau die gleiche Debatte wieder sein wird und dann ist es die tolle Musik "der Classic und des Pops", welche wervoll ist und nicht die dann neue Welle an Musik.
 
War es nie, wird es nie sein.

Das stimmt so nicht. Es gab in der Vergangenheit diverse erfolgreiche Musiker, die auch wirklich als Künstler durchgehen. Die gibt es heute natürlich auch, nur der kommerzielle Erfolg ist bei denen eher die Ausnahme. Ob man die in 100 Jahren noch wahrnimmt sei mal dahingestellt.

Um mal Parallelen zur klassischen Musik zu ziehen. Es gab damals auch sehr sehr gute Leute, von denen heute keiner mehr spricht.
 
Manche werden auch über 100 Jahre nach ihrem Tod noch verleumdet.

Aber es reicht ja schon ein paar Jahrzehnte zurück zu gehen um den Effekt zu bemerken. Die 50er bestanden nicht nur aus Elvis, die 60er nicht nur aus Beatles...
 
Variantenreich mag das Rauschen sein, aber künsterlisch wertvoll ist es halt nicht. Leider ist auch praktisch sämtliche in den Charts vertretene Musik das nicht...

Es liegt ja wohl im eigenen Ermessen des Hörers, was künstlerisch wertvoll ist. Was die Allgemeinheit denkt, wenn man sich solche Musik anhört ist doch für den Privatgebrauch unerheblich. Ob das dann nun auch für hochauflösende Files noch was bringt, ist ne andere Kiste.
 
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