Von "liegenlassen" ist nirgendwo die Rede. Nachdem der Man hingeknallt ist, beugt sich einer der beiden Beamten aus der ersten Reihe, die direkt mit ihm konfrontiert waren (NICHT jemand anders, nichts eiskalt) zu ihm runter, wird aber von einem in zweiter Reihe mit offensichtlicher Befehlsgewalt, dazu angehalten, seinen Job als Sicherungskraft in vorderster Reihe nicht zu vernachlässigen. Dass das auch nötig war, sieht man in der Langfassung des Videos (siehe gmx oben), denn 5 Sekunden später und 5 Meter weiter nimmt besagte Gruppe einem jungen Protestler ein Schild an einem langen, wunderbar als Schlagwaffe geeignetem Kantholz ab.
Der gleiche, vermutliche Kommandeur, der den von Anfang an beteiligten Beamten weiter geschickt hat, spricht unterdessen in unmittelbarem Anschluss in sein Funkgerät und 9 Sekunden später sehen wir einen anderen Beamten (in Tarnfleckuniform) neben dem Verunfallten knien. Kann natürlich sein, dass der als einzig empathischer Mensch der Truppe das aus Eigenmotivation heraus macht, es kann aber auch sein, dass wir hier stink normale Arbeitsteilung sehen, wie sie sich für eine gut ausgebildete Truppe in eine potentiellen Kampfsituation gehört: Die fürs Durchgreifen in vorderer Reihe greifen durch und ihr Anführer kümmert sich darum, dass alle Positionen besetzt bleiben und für alles andere gibt es die zweite Reihe. Möglicherweise sogar mit medizinisch ausgebildeter Person und Verbandszeug.
Übrigens vergehen rund 10 Sekunden zwischen dem Aufschlagen des Alten, ehe das Smartphone, mit dem er auf die Beamten losgegangen ist, seinen Händen entgleitet. Als die Front-Truppe weitergegangen ist, war er also vermutlich noch bei Bewusstsein und aus ihrer Position vor/über ihm konnten die beiden kritisierten vermutlich nicht einmal das Blut unter dem Hinterkopf sehen. Auch das gilt es natürlich zu untersuchen, aber erst DANN kann man (ver)urteilen. Im Moment sehe ich Massenemotionen, die von einem (stark, möglicherweise bis zur Verfälschung gekürzten) Videoschnipsel herrühren, aber keine sachliche Analyse der Lage.
Und es würde mich nicht wundern, wenn genau das wieder Millionen von Amerikanern davon überzeugt, dass Trump recht hat und eine organisierte "Antifa"-Kampagne gegen ihn gibt.