Genau das, was ihr immer kritisiert, dabei seid ihr, die ihr die eigenen Kosten um jeden Preis reduziert, mit die größte Ursache für diese Entwicklung.
Warum sollten nur Unternehmen von der Globalisierung profitieren dürfen? Und diese Leute sind auch ganz sicher nicht die größte Ursache für diese Entwicklung, das Problem liegt bei den Entwicklern selbst. Die sollten sich mal wieder auf die alten Tugenden besinnen und wirklich
Spiele entwickeln statt halbe Kinofilme mit zig Schauspielern, MoCap von der ersten bis zur letzten Sekunde und ewig langen Zwischensequenzen bei denen sich der Controller sogar wegen Inaktivität abschaltet. Nach einem Titel wie Quantum Break sind Remedy die letzten, die heulen dürfen. Denn QB vereint alles was einen kommerziellen Misserfolg auszeichnet: Absolut lineare Level mit wirklich 0,0 Entscheidungsfreiheiten, keine alternativen Wege, keine Geheimnisse, nichts. Stattdessen prallt man gegen unzählige unsichtbare Wände. Dazu kommt gähnend langweiliges Gameplay, eine typische 0815 Kinofilm-Story in bestem Cinematic Format - gepaart mit zig Schauspielern, MoCap und ewig langen Videos bei denen man fast einschläft. Der Wiederspielwert ist völlig bei null.
Was zur Hölle hat Remedy bei einem Titel mit diesen Eigenschaften bitte erwartet? Einen kommerziellen Megahit? Die Verantwortlichen Köpfe müssen unglaublich blauäugig und naiv gewesen sein. Wenn man wirklich 50-60 EUR gezahlt hat, hat man bei QB einfach sehr wenig
Spiel fürs Geld bekommen. Unzählige andere Titel bieten fürs gleiche Geld oder weniger deutlich mehr. Es braucht keine Bombastgrafik und Armee aus Schauspielern um erfolgreich zu sein, das Konzept muss stimmen! Und ganz wichtig: Es muss ein
Spiel werden, kein halber Kinofilm! Das Genre der interaktiven Kinofilme bringt komischerweise auch ohne AAA-Budget hervorragende Titel zustande - siehe Life is Strange. Keine Bombastgrafik, keine Armee aus Schauspielern und kein MoCap von der ersten bis zur letzten Sekunde. Trotzdem war der Titel ein riesen Erfolg, denn hier hat man sich ernsthaft Gedanken um gute Charaktere, gutes Writing und einen guten Soundtrack gemacht. Und obwohl es ein interaktiver Film ist, hat man nie vergessen den Spieler mit einzubinden. Bei QB durfte man nach jedem Kapitel erst mal den Controller zu Seite legen oder die Hände von M+T nehmen, es war schließlich Zeit für die hollywoodreifen Videos
