Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Lern lesen.
Ansonsten: Umso höher der Lohn, umso mehr kostet das Produkt oder die Dienstleistung. Wir haben also eine Preissteigerung. Die gesteigerten Preise schaffen wiederum mehr Anreize zur Schwarzarbeit. Folglich wird entweder "nur" die höhere Geldmenge welche sich im Umlauf befindet entwertet, schlimmstenfalls haben wir eine höhere Inflation.

Wir habe eine Preissteigerung bei Preisen, die durch die Lohnkosten im Niedrigstlohnsektor beeinflusst werden. Die "höhere Geldmenge" beschränkt sich auf Personen, die selbst in diesem Niedrigstlohnsektor tätig sind.
Wenn man die Theorie knallhart durchzieht, führt das natürlich zu einer Inflation - aber einer winzigen, die quasi keine spürbaren Folgen für den Durchschnittsdeutschen hat und für den Niedrigstlöhner nicht annähernd sein gesteigertes Einkommen aufwiegt.
Wenn du Inflation vermeiden willst (vor nem Jahr hatten noch alle panische Angst vor Deflation...), dann solltest du dich mal um das Verhältniss zwischen vergegebenen Krediten und real vorhandenen Rücklagen kümmern. Da werden Finanzmittel in gigantischem Umlauf gemacht und behauptet, es wäre für ein funktionieren der Wirtschaft unabdingbar. Aber wenn 6-9 Zehnerpotenzen tiefer mal ein bißchen mehr Geld zur Verfügung stehen sollen, dann ist auf einmal die Welt bedroht...

Bezüglich der Schwarzarbeit: Da jede Lohnkostensteigerung nur zu mehr Schwarzarbeit führt, sollte man deiner Meinung nach also Löhne und Lohnnebenkosten auf 0€ senken? So wäre endlich sicher gestellt, dass niemand mehr (schwarz)arbeitet.
Alles oberhalb dieses Extrems ist ein Abwägen und wenn du ernsthaft die Meinung vertreten willst, dass eine Anhebung der Löhne in einigen wenigen Branchen von 6 auf 10€ die Schwarzarbeit so enorm und unkontrollierbar steigert, dass man vor der Gesetzlosigkeit kapitulieren und die Löhne niedrig halten muss, dann solltest du mal darlegen, was du abgewogen hast, um zu diesem Grenzwert zu kommen.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Floristen haben keinen Tarif und nun?

Doch, haben Sie.

Ja klar, zeig mir mal die Berufe wo Überstunden noch vergütet und nicht als Freizeitausgleich gehandhabt werden.^^

Das liegt an Arbeitnehmern, Gewerkschaften, ggf. Betriebsraeten und Arbeitgebern. Kein Arbeitnehmer muss einen Vertrag unterschreiben, der einen Freizeitausgleich vorsieht; keine Gewerkschaft muss einen solchen Tarifvertrag vereinbaren. Gibt es weder eine einzel- noch kollektivvertragliche Regelung, sind Ueberstunden selbstverstaendlich zu bezahlen (§ 612 Abs. 1 Satz 1 BGB). Ich haette hausintern uebrigens gerne eine Verguetungsregelung durchgesetzt - aber die Belegschaft zieht den Freizeitausgleich mehrheitlich vor.

Was eine bestimmte Unternehmensgröße voraussetzt.

Ja - fuenf Mitarbeiter. Unterhalb dessen waere das Betriebsratsmodell auch kaum praktikabel.

Des Weiteren hat man beim thema Lidel ganz gut gesehen, wie gefährdet der Arbeitsplatz beim Ansinnen an eine solche Tätigkeit ist.

Du meinst vermutlich LIDL. Was hat man da gesehen? Das Arbeitgeber nicht die Sektkorken knallen lassen, wenn Arbeitnehmer einen Betriebsrat gruenden? Das hat niemand behauptet.

Was voraussetzt das in der jeweiligen Berufsgr. eine kraftvolle Gewerkschaft existiert die die einzelnen Interessen auch vertritt. Dies ist z. B. bei den Flroisten nicht der Fall.

Egal, wie oft Du es wiederholst - es stimmt einfach nicht. Floristen werden durch die IG BAU (nach eigenen Angaben ca. 400.000 Mitglieder) vertreten. Das kaum noch jemand bereit ist, Gewerkschaftsmitglied zu werden, ist kaum den Gewerkschaften zuzuschreiben.

Klar ist das eine Möglichkeit. Dann verdient ein Frisör oder Florist bei einer 10%igen Lohnerhöhung satte 3,30€ statt 3€ die Stunde...^^

Lt. Statistischem Bundesamt betraegt das Durchschnittsbruttoeinkommen eines Friseurs / einer Friseurin €1.315,- ... bei einem Stundenlohn von €3,- irgendwie nicht nachvollziehbar. Selbst bei "Aufstockern" mit ca. €600,- komme ich beim besten Willen nicht auf diese Zahl. Auch wenn es -leider- nicht viel mehr ist.

Es ist eine Leistung die sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber erbringen muss. Folglich müssen die Mehrausgaben auch nicht eins zu eins an dem Kunden weitergereicht werden. Ansonsten verweise ich auf das Beispiel von Ruyven.

Das Beispiel hatte ich ja schon widerlegt. Woher kommt das Geld nun? Und bitte ganz konkret, kein Blubberblubberglucksglucks.

Was bitte legitimiert Unternehmen, welche ihre Existenz darauf aufbauen, ihren Mitarbeitern nur 3€ die Stunde zu zahlen?

Was bitte legitimiert denn, dass wenn es drei Friseursalons auf einer Strasse gibt, die Mehrheit schnurstracks in den billigsten geht? Warum sollte, um mal Deine Logik aufzugreifen, der Staat den Geiz und Egoismus des Individuums per Mindestlohn subventionieren, anstatt per "Aufstockung" zu bezuschussen?

Es ging darum das die gestiegenen Kosten nicht eins zu eins weitergereicht werden!

Ich will nicht wissen, wie es nicht geht. Ich will wissen, wie es geht. Wie die gestiegenen Kosten ausgeglichen werden.

Kein Wunder wenn man mit seinem Verdienst nicht ohne staatliche Beihilfen leben kann.^^

Zwei Drittel der Deutschen?

Tut mir leid aber dann zeige mal bitte auf warum das der Fall sein soll und komm jetzt bitte nicht wieder mit, dass die Leute dann ihre Haare in Polen schneiden lassen.

Weil die Leute nicht bis nach Polen fahren muessen (was, nebenbei, in Grenzregionen durchaus ueblich ist). Sie gehen einfach in den Laden nebenan. Oder lassen die Uschi von neben an schwarz schnippeln.

Was nützt einem Niedriglöhner ein Steuernachlass, wenn er diese nicht einmal abführen muss???

Tust Du so begriffstutzig oder ... ?

Ein einfacheres und insgesamt niedrigeres Steuerniveau (nicht nur am unteren Ende der Einkommensskala) - das hatte ich geschrieben. Das deutsche Problem ist nicht zu wenig Einkommen am unteren Ende, sondern zu hohe Sparquoten und zu wenig Konsum. Wuerde (koennte) die Mittelschicht mehr konsumieren, waeren bestimmte Dienstleistungen, die am unteren Ende der Einkommensskala erbracht werden, lukrativer und koennten besser bezahlt werden. Einen Schnupfen heilt man nicht durch Naseputzen. Genau das waere ein Mindestlohn aber.

Und wenn du mir jetzt noch schreibst, was sich davon aufgrund der Erhöhung des Bruttolohnes um 75% (wir behalten mal das Bsp. mit den 6 und 10 EUR im Auge) im Umfang von rund 80-100% miterhöht, wäre dies sehr aufschlussreich.

Nichts davon? Genau! ;)

Ich hatte Dich tatsaechlich fuer klueger gehalten.

Wenn der direkt zu bezahlende Bruttolohn von €6,- auf €10,- anstiege, waeren die indirekten Arbeitskosten wie etwa bezahlter Urlaub ebenfalls gestiegen (und diese indirekten Kosten erwirtschaftet der Arbeitnehmer eben nicht, weil er ja im Urlaub und nicht am Arbeitsplatz ist). Das gilt so auch fuer Lohnfortzahlung und eventuell weitere Sach- oder Geldleistungen (die variabel und deshalb nicht exakt zu beziffern sind). Die Insolvenzgeldumlage wird auf der Grundlage der jeweils gezahlten rentenversicherungspflichtigen Einkommen ermittelt (2010: 0,41 Prozent) und steigt bei einem Lohnsprung logischerweise mit.

Ich finde es reichlich entrueckt, unverdrossen zu behaupten, eine 75prozentige Bruttoarbeitsentgelterhoehung wuerde keine weiteren Kosten verursachen.
 
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AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

@JePe:

Ich behaupte doch gar nicht, dass die Anhebung des Lohnbrutto keine Folgekosten verursacht.
Ich behaupte lediglich, dass diese, nicht wie von euch hier dargestellt, noch mal bis zu 100% zusätzlich für den AG bedeuten. Lassen wir es zwischen 10% und 20% sein, das ist dann aber schon sehr hoch gegriffen.
Das bringt weder den Unternehmer um, noch wird es die Volkswirtschaft in den Ruin oder eine nicht zu bewältigende Inflation stürzen.

Die 80-100% Zusatzkosten zu den gestiegenen 4 EUR Grundbrutto kamen von Euch, nicht von mir. Ich möchte also gern wissen (und diese Frage ist durchaus nicht rhetorisch gemeint und abseits jeglicher Polemik zu verstehen) wie sich die zusätzlichen 3-4 EUR/h bei einem Bruttolohnanstieg um 4 EUR/h auf 10 EUR/h zusammensetzen sollen.

Wir reden also von einer monatlichen Mehrbelastung zu dem reinen Bruttomehrbetrag aus meinem Beispiel von 2.000 bis 2.400 EUR die nur im Zusammenhang mit der Bruttolohnerhöhung entstehen sollen.

Wenn ihr das glaubwürdig vermitteln könnt, gebe ich hier offen und ehrlich zu, der absolute Volltrottel und Dummdödel zu sein, der des Lesens und Verstehens nicht mächtig ist, und in seinem Beruf vollständig fehl am Platze ist und seine 5-jährige Ausbildung ebenso wie sämtliche folgende Aufbauseminare und Weiterbildungskurse vollständig umsonst gemacht hat.

Bin sehr gespannt. :huh:
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

@JePe:

Ich behaupte doch gar nicht, dass die Anhebung des Lohnbrutto keine Folgekosten verursacht.
Ich behaupte lediglich, dass diese, nicht wie von euch hier dargestellt, noch mal bis zu 100% zusätzlich für den AG bedeuten. Lassen wir es zwischen 10% und 20% sein, das ist dann aber schon sehr hoch gegriffen.
Das bringt weder den Unternehmer um, noch wird es die Volkswirtschaft in den Ruin oder eine nicht zu bewältigende Inflation stürzen.

Es muß ja den Unternehmer nicht umbringen. Es reicht, wenn die Kostensteigerung ihn dazu bringt, das Geschäft aufzugeben, weil es sich unter solchen Umständen eben nicht mehr sonderlich lohnt. Der Handwerksmeister mit seinem eigenen Betrieb wird das sicherlich nicht so schnell tun, aber im Rahmen eines größeren Konzerns wird ein Bereich, der nicht den erhofften Gewinn bringt, selbstverständlich sang- und klanglos geschlossen. Die meisten Wirtschaftstätigkeiten sind ja kein Selbstzweck, sondern sollen Geld bringen.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Welcher größere, eigenständige (! natürlich wird die Austrägerabteilung bei der Post hart getroffen, aber die sind nur Teil eines großen Systems) Konzernbereich arbeitet denn fast ausschließlich mit 6€-Jobbern und hat sonst keine größeren Ausgaben? (=wird durch einen Mindestlohn eine deutliche Ausgabensteigerung haben)
Wir reden ja nicht umsonst die ganze Zeit von Floristen und Friseuren, weil eigentlich nur direkte Dienstleister ohne größeren Überbau betroffen sind. Alle anderen haben entweder große Ausgaben für Material,... oder/und primär Angestellte, deren Gehalt ohnehin höher liegt. Das heißt ein Mindestlohn würde eine relativ geringe Steigerung der Gesamtkosten mit sich bringen, die man ohne große Probleme an die Kunden weitergeben kann.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Icejester schrieb:
Es muß ja den Unternehmer nicht umbringen.......

Darum geht es auch nicht. Es geht um das ganz spezielle Beispiel und bis jetzt hab ich einfach keine klärende Antwort bekommen, außer mir anlesen zu müssen, dass ich keine Ahnung habe, nicht lesen kann und die normal üblichen Drumherumschreibereien, wenn man genau weiß, dass man unrecht hat, dies aber nicht zugeben möchte...
Simple Mathematik. Damit könnte man doch am allereinfachsten seine These belegen. Statt dessen Platitüden und Allgemeinplätze. Das ist doch unglaubwürdig.
Warum kommt nix spezifisches, wenn ihr schon mal die Möglichkeit habt, dass an einem speziellen Beispiel zu beweisen?
:devil:
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Ich behaupte lediglich, dass diese, nicht wie von euch hier dargestellt, noch mal bis zu 100% zusätzlich für den AG bedeuten.

Uebertreibung ist ein nettes Stilmittel, aber bringt Diskussionen gewoehnlich nicht nach vorne. Ich habe von 25 bis 75 Prozent gesprochen und darauf hingewiesen, dass "Lohnnebenkosten" kein exakt umrissener Begriff sind und fallweise unterschiedliche Sach- und / oder Geldleistungen enthalten koennen, die insgesamt aber jedenfalls hoeher sind als die von Dir behaupteten zwischen 10 und 20 Prozent:

In jedem Fall faellig werden duerften die Arbeitgeberanteile an den diversen Sozialversicherungen - Arbeitslosenversicherung 1,4%, Krankenversicherung 7%, Pflegeversicherung 0,975% und Rentenversicherung 9,95%. Macht zusammen 19,325%. Dazu kommen mindestens noch Kosten fuer Urlaub, die den 20%-Rahmen bereits sprengen duerften. Plus Insolvenzgeldumlage, die zwar auch schon vorher zu zahlen war, durch die Bruttoarbeitsentgelterhoehung aber ebenfalls gestiegen ist. Plus Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Plus hoechstwahrscheinlich Beitraege zur Berufsgenossenschaft. Ausserdem kommen noch Dinge wie VL, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld und Schichtzulagen in Betracht.

Ich hoffe, das war genug

Simple Mathematik.

?

(...)die normal üblichen Drumherumschreibereien(...)Platitüden und Allgemeinplätze(...)

Signed.
 
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AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

JePe schrieb:
Uebertreibung ist ein nettes Stilmittel, aber bringt Diskussionen gewoehnlich nicht nach vorne. Ich habe von 25 bis 75 Prozent gesprochen.....

Das kam auch nicht von dir, sondern von:

17+4 schrieb:
Ein Betrieb zahlt nicht nur den einen Bruttolohn an den Angestellten, sondern kann selber nochmal zwischen 80 bis 100% von diesem zusätzlich abführen. Das heißt wir wären bei 10€ Stundenlohn schon bei rund 12000€ die der Betrieb zu schultern hätte.

Nun zu deinen Zahlen:

PV und PZV: 0,975 + 9,95% ... ??
fehlt nur noch die Betriebsrente ... :schief:

Zulagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld?? Sowas gab es vllt. vor 5 Jahren noch bei Firmen, bei denen es gut lief --- nur nicht in der Branche, von der wir hier reden.
Beiträge zur BG, Schichtzulagen und VL sind fixiert, die erhöhen sich nicht, wenn sich das Brutto erhöht, es sei denn du hast einen humanen Chef, der von sich aus was drauf legt.
Den möcht ich dann gern mal kennenlernen, der so was freiwillig macht, wenn es der Firma aufgrund der gestiegenen Lohnkosten doch so schlecht geht.

Ich versteh auch nicht, warum Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Urlaubsfall, sowie die Insolvenzumlage hier gesondert noch mal aufgeführt werden, das sind Fixkosten, die zwar durch das erhöhte Brutto mitsteigen, aber doch nicht in einem solchen Maß ins Gewicht fallen.
Gehen wir doch einmal vom Realfall aus.
26 Tage Urlaub und 30 Tage krank (das macht der AN 2x und im dritten Jahr ist er raus.) Die meisten verzichten sowohl auf Teile des Jahresurlaubs und trauen sich auch nur max. für insg. 4 Wochen zum Arzt.
Ich rechne doch in meinem Beispiel auch nicht die nicht bezahlten und nicht ausgeglichenen Überstunden mit ein. :schief:

Aber gut, lassen wir´s 20% (statt 75% oder 80-100%) sein, was soll das Gejammer? 20% von 2.400 EUR sind 480 EUR. Wie man an meinem Bsp. schön sehen kann, gleicht das eine 3,5%ige Preiserhöhung komplett mit aus und es bleibt etwas über.

Mathe eben. ;)
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

PV und PZV: 0,975 + 9,95% ... ??
fehlt nur noch die Betriebsrente ... :schief:

Ganz knapp vorbei - da fehlte das Substantiv "Rentenversicherung". Ich war so frei, meinen Post diesbezueglich zu korrigieren. Ansonsten notiere ich mal einfach, dass die Zahlen richtig sind und Du ihnen nicht widersprichst.

(...)Schichtzulagen(...)sind fixiert, die erhöhen sich nicht, wenn sich das Brutto erhöht,(...)

Schichtzulagen sind prozentuale Zuschlaege auf das Bruttoarbeitsentgelt. Steigt dieses, steigt auch die auszuzahlende Schichtzulage (25 Prozent von €10,- sind mehr als 25 Prozent von €6,- ... Mathe eben).

Ich versteh auch nicht, warum Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Urlaubsfall, sowie die Insolvenzumlage hier gesondert noch mal aufgeführt werden, das sind Fixkosten, die zwar durch das erhöhte Brutto mitsteigen, aber doch nicht in einem solchen Maß ins Gewicht fallen.

Es sind indirekte Lohnkosten, die steigen und den Arbeitsplatz verteuern. Die Auffassung, dass diese Kosten nicht ins Gewicht fallen, ist Dir natuerlich zugestanden. Hier und da und dort ein paar Cent oder Euro summieren sich aber. Und irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem der Arbeitsplatz nicht mehr darzustellen ist. Wann dieser Punkt erreicht ist, entscheidet der Unternehmer. Das musst Du wohl oder uebel ihm zugestehen.

Aber gut, lassen wir´s 20% (statt 75% oder 80-100%) sein, was soll das Gejammer?

Wie vorgerechnet sind es aber 25+.

20% von 2.400 EUR sind 480 EUR.

25 Prozent sind bereits €600,-.

Wie man an meinem Bsp. schön sehen kann, gleicht das eine 3,5%ige Preiserhöhung komplett mit aus und es bleibt etwas über.

Ja, genau. Gewerbeertragssteuer, Mehrwertsteuer - Spiesserkram, der uns nicht weiter kuemmern soll. Und woher die 50 zusaetzlichen Kunden kommen (Klapperstorch?), bist Du auch schuldig geblieben. Die werden einfach behauptet. Wie so vieles an Deinem "schoenen Beispiel".

Ich denke, das Thema ist damit erfolgreich zu Tode diskutiert worden.
 
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AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Wie soll ich denn deinen Zahlen widersprechen, wenn ich keine Quellen habe, um sie nachvollziehen zu können? Ich nehme es also als gegeben an.
Schichtzulagen staffeln sich nach der Belastung, nicht nach dem Gehalt (Berechnung der Schichtzulage). Auch wenn das ein altes Beispiel ist, so hat sich jedoch am Procedere nichts geändert. Und deswegen erhöhen sie sich genauso wenig wg. einer Bruttolohnerhöhung wie die anderen beiden Beispiele

Wie vorgerechnet sind es aber 25+
... da fehlen ja nur noch 55- bis 75- zu den 80% bzw. 100% von 17+4

Das eigentlich Lächerliche an der ganzen Situation ist doch aber, dass wir uns hier auf Unternehmerseite um 25% von 4 EUR streiten, die letztendlich am Gewinn fehlen. Da muss also uns Unternehmer 1 EUR/h drauflegen, was bei drei Angestellten tatsächlich rund 600 EUR ausmacht.

Woher die zusätzlichen Kunden (und/oder zusätzlichen Bestandskundenbesuche) kommen, steht eigentlich auch da. Nicht jeder hat momentan das Geld einen Friseur aufzusuchen und lurcht deswegen via Polska oder läßt die Mutti mal eben mit dem Aldischerer ans Haupthaar. Hätten die Leute mehr Geld in der Tasche (Woher das kommt? Mindestlohn wäre ja da eine Idee!) würden sie auch nicht mehr ins Lila-Hair-Studio von Madame Brzstrzchsvchsinski zu reisen und könnten das doch nicht so perfekte Finish von Muttis Händchen hinter sich lassen und endlich mal wieder zum Friseur ihres Vertrauens gehen.

Schön auch, dass du die Steuern erwähnst:
Lohnkosten als Betriebsausgaben absetzen
glücklicherweise, kann der Unternehmer seine Lohnkosten und Lohnnebenkosten steuerlich wieder mindern.
Wie auch für die anderen hier aufgeführten Fälle:
Betriebsausgaben von A bis Z

Ja aber das ist der Staat den Unternehmern ja auch schuldig, nicht wahr? Nur die Arbeitnehmer sind diesbezüglich angepisst, können die doch ihre pure Arbeitskraft nicht "gesundrechnen". Deswegen wäre ja ein Mindestlohn so wichtig.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Wie soll ich denn deinen Zahlen widersprechen, wenn ich keine Quellen habe, um sie nachvollziehen zu können?

Pardon? Erst verbalonanierst Du hier auf Deine mehrjaehrige Ausbildung, Aufbauseminare & Co. und dann soll ich Belege fuer Zahlen beibringen, die Du eigentlich im Schlaf herunterbeten koennen muesstest?

Auch wenn das ein altes Beispiel ist, so hat sich jedoch am Procedere nichts geändert.

Grundguetiger. Bist Du wirklich so verzweifelt, dass Du nun mit DM-Betraegen aus antiquarischen Tarifvertraegen des oeffentlichen Dienstes (was hat der mit Friseuse Uschi zu tun?!) zu retten versuchst, was nicht mehr zu retten ist?

"Das" Procedere gibt es nicht. Schichtzulagen koennen einzel- oder kollektivvertraglich vereinbart und Fest- oder Prozentbetraege sein. Wurde nichts vereinbart, gibt es gar nichts; zwingende gesetzliche Vorschriften gibt es nicht - Ausnahme: Nachtarbeit. Und da ist im Gesetz von einem "angemessenen Zuschlag auf das Bruttoarbeitsentgelt" (oder einer angemessenen Zahl freier Tage) die Rede (ArbZG § 6 Abs. 5 Satz 1). Wenn Du nicht einmal das weisst, ist es schade um jedes Posting, dass ich hier ver(sch)wendet habe.

Hätten die Leute mehr Geld in der Tasche (Woher das kommt? Mindestlohn wäre ja da eine Idee!) würden sie auch nicht mehr ins Lila-Hair-Studio von Madame Brzstrzchsvchsinski zu reisen und könnten das doch nicht so perfekte Finish von Muttis Händchen hinter sich lassen und endlich mal wieder zum Friseur ihres Vertrauens gehen.

Ja, koennten sie. Ob sie es wuerden? Ich weiss es nicht und wuerde keinen Euro darauf verwetten. Aber behaupten kann man es ja mal. Ist ja schliesslich hypothetisch und deshalb auch nicht widerlegbar. Merke: Pudding kann man nicht an die Wand nageln. Aber lecker isser!

(...)die normal üblichen Drumherumschreibereien, wenn man genau weiß, dass man unrecht hat, dies aber nicht zugeben möchte...

Hiermit zum Eigentor des Monats gekuert. Und zu diesem Subtopic: EOD.
 
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AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Welcher größere, eigenständige (! natürlich wird die Austrägerabteilung bei der Post hart getroffen, aber die sind nur Teil eines großen Systems) Konzernbereich arbeitet denn fast ausschließlich mit 6€-Jobbern und hat sonst keine größeren Ausgaben? (=wird durch einen Mindestlohn eine deutliche Ausgabensteigerung haben)
Wir reden ja nicht umsonst die ganze Zeit von Floristen und Friseuren, weil eigentlich nur direkte Dienstleister ohne größeren Überbau betroffen sind. Alle anderen haben entweder große Ausgaben für Material,... oder/und primär Angestellte, deren Gehalt ohnehin höher liegt. Das heißt ein Mindestlohn würde eine relativ geringe Steigerung der Gesamtkosten mit sich bringen, die man ohne große Probleme an die Kunden weitergeben kann.
Genauso ist es.:daumen:
Leider geht das in dieser Diskussion unter oder wird bewußt?! nicht beachtet.

MfG
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Ich hatte mich bei der Quellenfrage auf deine 9,??% bezogen, die du einmal der Pflege-, dann wieder der Rentenversicherung zuschreibst. Vielleicht hast du es dir ja nochmal anders überlegt? 1:0
:D :devil:

JePe schrieb:
Wurde nichts vereinbart, gibt es gar nichts; zwingende gesetzliche Vorschriften gibt es nicht - Ausnahme: Nachtarbeit.

Na da sind wir doch endlich mal bei einer praxisrelevanten Aussage.
Kenne leider keinen Nachtbarbier. Aber auch keine Friseuse oder Floristin, die Schichtzulage bekommt. Naja,vielleicht greift es ja bei den Reinigungskräften oder in irgendeinem anderen Niedriglohnbereich? 2:0

Die Quelle zur Schichzulage/Wechselschichtzulage hatte mit Verzweiflung nix zu tun. Es war nur die Erstbeste und Aussagekräftigste aus meinem Tätigkeitsbereich und in dem existiert dieses Procedere sehr wohl.

JePe schrieb:
Ja, koennten sie. Ob sie es wuerden? Ich weiss es nicht und wuerde keinen Euro darauf verwetten. Aber behaupten kann man es ja mal. Ist ja schliesslich hypothetisch und deshalb auch nicht widerlegbar. Merke: Pudding kann man nicht an die Wand nageln. Aber lecker isser!

Ahja.... Komisch, dass ich Belege für Fiktionen bringen soll, bei euch jedoch der Untergang der abendländischen Unternehmerschaft durch Mindestlöhne als ein ungeschriebenes Gesetz ohne Beweispflicht im Kopf betoniert wurde... ;) :lol:

Und es gibt noch immer keine Belege für 80-100% Zusatzkosten zur Bruttolohnerhöhung. :ugly:
Immerhin haben wir es ja aber auf rund 25% geschafft ... fehlen ja nur noch mindestens 55%.
3:0 (ok. wird annuliert, weil 17+4 den Fuß dran hatte.)


@ DaStash:
Solche Dinge werden bewußt ignoriert, stattdessen wird auf Banalitäten herumgeritten. Aber eigentlich hast du Recht, was streite ich mich hier um Centbeträge? Das lenkt nur von der Hauptproblematik ab. Obwohl ich eigentlich lediglich gehofft hatte, dass man den Holzweg an einem realen Beispiel am besten deutlich machen könnte.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

In jedem Fall faellig werden duerften die Arbeitgeberanteile an den diversen Sozialversicherungen - Arbeitslosenversicherung 1,4%, Krankenversicherung 7%, Pflegeversicherung 0,975% und Rentenversicherung 9,95%. Macht zusammen 19,325%. Dazu kommen mindestens noch Kosten fuer Urlaub, die den 20%-Rahmen bereits sprengen duerften. Plus Insolvenzgeldumlage, die zwar auch schon vorher zu zahlen war, durch die Bruttoarbeitsentgelterhoehung aber ebenfalls gestiegen ist. Plus Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Das hatten wir ja (bis auf Urlaub&Krankheit) bereits (ich möchte anmerken, dass stetiges Wiederholen der gleichen Inhalte ohne Ausbesserung der bestehenden Lücken kein Beitrag zur Diskussion, sondern Spam ist) und solange du keine besseren Quellen vorlegst (was bei deiner Expertise eigentlich ein Kinderspiel sein sollte, da die "beste" bislang wiki ist), ist man damit bei 23%. Mit einem Anstieg bei 5-6 weiteren Wochen (in einem derart in die Enge getriebenen Branche kann, wie erwähnt wurde, sich kein andauerndes krankfeiern erlauben und der spärliche Urlaub hat sich sowieso an der Nachfrage zu orientieren) "Ausfalle" kommst du vielleicht auf 30%. Solange es nicht mehr wird, bleiben die Werte damit sehr nah an den bereits disktuieren Zahlen und weit entfernt von den 75-100%, die einige gern heraufbeschwören würden.

Plus hoechstwahrscheinlich Beitraege zur Berufsgenossenschaft. Ausserdem kommen noch Dinge wie VL, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld und Schichtzulagen in Betracht.

Korrigier mich, wenn ich falsch liege, aber Urlaubs- und Weihnachtszuschläge sind bei 6€-Jobbern wohl eher ungewöhnlich und Schichtzulagen im Dienstleistungsbereich wohl erst recht. Berufsgenossenschaftsbeiträge sollten in einer Branche, in der das ein Pickser mit der Schere die größte Gefahrenquelle darstellt auch erträglich sein.


Es sind indirekte Lohnkosten, die steigen und den Arbeitsplatz verteuern. Die Auffassung, dass diese Kosten nicht ins Gewicht fallen, ist Dir natuerlich zugestanden. Hier und da und dort ein paar Cent oder Euro summieren sich aber. Und irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem der Arbeitsplatz nicht mehr darzustellen ist.

Da wir hier weiterhin vor Szenarien sprechen, in denen von 3-4-5 Arbeitnehmern und 2-3 weiteren Kostenpunkten die Rede ist, wäre es vielleicht nett, wenn du etwas detaillierter angibts, was du mit "hier und da" meinst.
Denn ich denke die Auffassung, dass ein Paar Cent bei 5 hiers mal 3 das, also 0,30€, nicht ins Gewicht fallen, ist durchaus berechtigt.

Wann dieser Punkt erreicht ist, entscheidet der Unternehmer. Das musst Du wohl oder uebel ihm zugestehen.

Verbietet ihm ja niemand.

Ja, genau. Gewerbeertragssteuer, Mehrwertsteuer - Spiesserkram, der uns nicht weiter kuemmern soll.

Warum sollten und prozentual auf den Grundpreis anfallende Beträge auch interessieren, wenn wir von einer prozentualen Preiserhöhung reden?



Genauso ist es.:daumen:
Leider geht das in dieser Diskussion unter oder wird bewußt?! nicht beachtet.

Ich hab mitlerweile auch den Eindruck, dass sich hier einige ganz bewusst klare Beispiele und Werte drücken, damit sie erst gar nicht in die Verlegenheit kommen können, dass ihre "Argumentation" wiederlegbar wäre...
("25-75" "50-100" "hier und da" *Liste von Kosten unbekannter, meist nichtiger Höhe* *Liste von Dingen, die auf keinen angegebenen Fall zutreffen aber das eigene Post eindrucksvoll aussehen lassen sollen*,... . Forum halt. Diskussionskultur: Mangelware)
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

("25-75" "50-100" "hier und da" *Liste von Kosten unbekannter, meist nichtiger Höhe* *Liste von Dingen, die auf keinen angegebenen Fall zutreffen aber das eigene Post eindrucksvoll aussehen lassen sollen*,... . Forum halt. Diskussionskultur: Mangelware)

Da gebe ich dir vollkommen recht :daumen:

Das ist hier bei einigen Usern halt wie bei "unseren" "kompetenten" Politikern, es wird viel geschwafelt, ohne dass es der Realität entspricht oder einen Sinn ergibt... :ugly:
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Jedes mal noch der Bundestagswahl fragt man sich ob es noch Steigerung gibt.
Aber ich glaube jetzt haben wir das ultimativ schlechteste Gespann ever.
Die FDP kann mann gleich vergessen alleine ihr Fraktionsvorsitzender schießt den Vogel ab. Bis kurz vor einer wahl hört man nichts von ihm dann kommt eine Ausage ohne weitere Stellung nahme und das wars auch und erstmal ab ins Ausland.:huh:
An Großenwahn grenzt die Vorstellung des Gesundheitsministers mal eben einfach unsere Pharmerindustire zu Rabatten zu zwingen.:lol:
Sieht man an die Preistafeln unserer Tankstellen wird einem schlecht aber passiert was nein. Kein wunder die Steuereinnahmen brauchen unsere Politiker in dieser Zeit. Das mann so die Wirtschaft schwächt und nicht stärkt sieht keiner. :daumen2:
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Du wirst in den kommenden vier Jahren noch sehen dass ich recht habe, vielleicht fehlt dir nur noch etwas Lebenserfahrung um zu erkennen, was genau hinter der FDP wirklich steckt ;)

So so. Ich werde schon noch sehen ...

... nun sind ja gute drei von vier Jahren um, das deutsche Abendland ist vorhersagungsgemaess in Bausch und Bogen untergegangen. Ist es doch, oder?

Schaun mer mal:

-Nur wie wird es jetzt mit Deutschland weitergehen in der Krise?

Ziemlich gut ist es weitergegangen. Im Januar 2010 gab es 3,617 Mio. Arbeitssuchende, im Januar 2013 mit 3.138 Mio. eine halbe Million weniger. Insgesamt also ruecklaeufige Zahlen trotz unguenstiger Rahmenbedingungen.

-Ist eine Lockerung des Kündigungsschutzes wie die FDP fordert gut in der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der sich Deutschland momentan befindet?

Wurde er ueberhaupt gelockert?

-Wird weiteres Lohndumping in der Krise helfen das es Deutschland und vor allen Dingen dem Volk wieder besser geht?

Wurde denn weiter "gedumpt"? 2010 stiegen die Realloehne - also die preisbereinigten Bruttomonatseinkuenfte - lt. Statistischem Bundesamt um 1,5 Prozent, 2011 um 1 Prozent und 2012 noch immerhin um 0,6 Prozent.

-Wird es helfen die "Großen" entlasten, um Deutschland aus der Krise zu führen?

2010 wurden 35,71 Mrd. Gewerbesteuer eingenommen, 2011 40,43 Mrd. und in den ersten drei Quartalen 2012 31,7 Mrd. Welche Grossen wurden denn nun entlastet?

-Werden die Arbeitnehmer in Deutschland damit einverstanden sein nun künftig weniger Rechte zu haben?

Welche Rechte wurden denn beschnitten? Ich bin Betriebsrat und halte mich diesbezueglich auf dem Laufenden, kann diese Frage aber nicht beantworten.

-Wird es nun eine "Stasi 2.0" geben?

Gibt es eine?

-Werden nun "Killerspiele" in Deutschland verboten?

Wurden sie verboten?

-Wie wird es künftig denen gehen, welche durch die Krise Arbeitslos geworden sind, werden sie künftig unter der Brücke schlafen müssen?

Nicht dass ich derlei bemerkt haette.

Werden nun die "Opfer" der Krise zusätzlich von denen bestraft welche die Krise mit ihrer Politik und ihrem Handeln zu verantworten haben?

Wurden sie?

Ich würde mich sehr über eine sachliche und objektive Diskussion hier im Thread freuen.

Dann mal los.
 
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AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Leichenschändung FTW!

Ziemlich gut ist es weitergegangen. Im Januar 2010 gab es 3,617 Mio. Arbeitssuchende, im Januar 2013 mit 3.138 Mio. eine halbe Million weniger. Insgesamt also ruecklaeufige Zahlen trotz unguenstiger Rahmenbedingungen.

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft hat in letzter Zeit massiv vom gesunkenen Eurokurs profitiert und Rekordergebnisse eingefahren. Wir haben somit einen Aufschwung, danken musst du dafür aber Griechenland und Spanien - nicht Merkel.

Wurde er ueberhaupt gelockert?

Iirc wurden zumindest im öffentlichen Dienst die Möglichkeiten für befristete Verträge erweitert und insgesamt mehr genutzt.

Wurde denn weiter "gedumpt"? 2010 stiegen die Realloehne - also die preisbereinigten Bruttomonatseinkuenfte - lt. Statistischem Bundesamt um 1,5 Prozent, 2011 um 1 Prozent und 2012 noch immerhin um 0,6 Prozent.

Hast du so eine Statistik auch für das untere Quartil?
Dass die Spitzengehälter nicht gedumpt werden, ist klar, von den für Lohndumping anfälligen Jobs am unteren Ende des Gehaltsspektrums hat man dagegen wenig positives gehört. (Statistiken für 2012 habe ich aber noch keine gesehen)

Welche Grossen wurden denn nun entlastet?

Z.B. die nicht-Zahler von Energiesteuern, die nicht-Abführer von Mehrwertssteuern, die nicht-Pleite-gehenden Fehlwirtschafter, die ...
 
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