ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?
Vermutlich weil wir viel zuwenig hochqualifizierte Absolventen haben
Also ich zahl meinen Sport selbst, erhalte quasi keine weiteren Vergünstigungen, kein NRW-(und auch kein S-H
-Ticket, habe im Wohnheim für eine 4er WG pro m² mehr gezahlt, als jetzt in einer privaten 2er und fahre pro Semester vielleicht für 20€ (Einzelfahrscheine) Bus und esse 2-3mal in ner Mensa, wo ich die gleichen Preise wie am Imbiss zahle. Trotzdem drücke ich jedes Semester über 100€ an Studentenwerk und ASTA ab...
Das einzig positive, was mir für den Verein einfällt, sind Zuschüsse zu Fachschaftsveranstaltungen. (die aber an der Gesamtfinanzierung immer nur einen kleinen Anteil haben)
Schön wärs, wenn ASTen effektiv von Studenten kontrolliert werden. Aber bei Wahlbeteiligungen von z.T. <15% handelt es sich nicht selten um eine Profilierungsmöglichkeit für Personen mit politischen Ambitionen. Was diese auch genauso unverblühmt zugeben, wie de facto Machtmissbrauch und eine Zustimmung dazu, dass ASTen am besten ganz abgeschafft werden sollten.
(trotz allem: Studiengebühren sind noch schlimmer
)
Blöde Frage:
Welches deutsche Handy mit den Eigenschaften von Samsung könnte ich den kaufen?
Welcher deutsche Hersteller bietet mir die Eigenschaften eines Dacia?
*da lassen sich sehr viele Beispiele finden*
Ich würd meinen Konsum gern auf einheimische Produkte konzentrieren, aber man kann ja schon froh sein, wenn man im Supermarkt essbares Fleisch findet, dass <600km hinter sich hat. Bezahlbare deutsche Produkte sind in vielen Marktsegmenten inexistent. Und das liegt vielmals nicht an den Lohnkosten, sondern einfach daran, dass sich viele deutsche Hersteller auf das Luxussegment konzentrieren. Ich hätte kein Problem damit, für ne Hose die 5€ mehr zu bezahlen, die für eine deutsche Näherin fällig wären. Aber ich muss mindestens 50€, eher 250€ drauflegen, weil ich das nur in Kombination mit "deutsches Designer-Modelabel,..." bekomme.
Elektronikprodukte kann man gleich ganz vergessen. Medien&Inhalte? Ich weiß nicht, ob ich einfach ein Problem mit "den Deutschen" habe (vermutlich ja), aber was brauchbares finde ich nicht.
Wenn ich mir überlege, auf welchen Wegen mein Geld in den letzten Jahren ins Ausland geflossen ist, dann gibt es eigentlich nur in einem Segment deutsche Angebote, die ich nicht nach Möglichkeiten genutzt habe: Urlaub.
Aber da hab ich a) eh kaum Geld für übrig (macht also nicht viel aus) und b) mach ich Urlaub wegen "mal was anderes".
Und da hat mans, wenn man Tauchen möchte, in Deutschland schwer, wenn man bereits an der Ostseeküste lebt
3. aber die Notwendigkeit erhöhter Einnahmen oder massiver Kürzungen an anderer Stelle nach sich ziehen.
Aber wo?
Netto-Mehrbelastung für den Mittelstand wär ja gerade das Gegenteil vom Ziel, keine Lösung.
Netto-Mehrbelastung der Untersten Schichten? Bekanntermaßen nichts zu holen da.
Netto-Mehrbelastung der oberen Schichten? Angeblich/Bekanntermaßen weg, ehe man zugreifen kann.
Netto-Mehrbelastung der großen Unternehmen? dito
Netto-Mehrbelastung der kleinen Unternehmen? Die sollen ja auch gestärkt werden.
Unterm Strich bleibt bei einer deutlichen Entlastung derer, denen es schon ganz gut geht, nunmal ein Minus im Staatshaushalt, dass ausgeglichen werden muss.
Und dafür muss man irgendwem Geld abknöpfen, anders geht es nicht.
(Nein, überhaupt nicht. Denn "Entschlackung" -imho Unwort des Jahres- von Verwaltungsprozessen,... ist unterm Strich auch nur eine Kürzung der Zahlungen an die dort Beschäftigten. Sinnlose Bürotätigkeiten mögen zwar genauso sinnlos sein, wie viele andere ABM-Maßnahmen oder -in Augen einiger- soziale Projekte, aber sie haben alle eins gemeinsam: Wenn man sie abschafft, hat man nur mehr Arbeitskraft auf der Suche nach Arbeit. Solange man keinen Mangel an Arbeitskräften hat, hat man also gar nichts gewonnen, sondern nur weitere Personen -nicht selten aus dem Mittelstand- unter HartzIV abgeheftet)
Blöde Frage: Wieso sich jemand mehr kaufen können? Wenn viele Leute höhere Preise zahlen können, sind Händler i.d.R. nicht so nett, ihre Preise zu senken...
Ein Meridian leitet sich übrigens nicht aus einem Durchschnitt her, weswegen ja auch nicht die Armutsgrenze (über das Niveau von 99% der Bevölkerung) steigt, wenn die obersten 10 (nicht -tausend oder -prozent
) mal wieder ein hundert Millionen extra Rendite kassieren können.
Das ist erst mal nicht per se klüger. Es ist nur einfacher, aber es ist zeitgleich ein Macht- und Kontrollverlust. Welcher von beiden Teilen schwerer wiegt, hängt entscheidend von der Effizienz des Aufwandes (dazu siehe auch oben: ggf. auch eher nicht) und vor allem von der dabei eingebrachten Intelligenz (siehe Demokratie&grundsätzliche Probleme
) ab.
Denn die staatlicher Kontrollverlust geht in einem System, dass Ungerechtigkeit verstärkt, nunmal zu Lasten der ohnehin Benachteiligten. (und ein System, in dem viel Geld sowohl für persönliche Vorteile steht, als auch für die Macht&Möglichkeiten, an noch mehr Geld zu kommen, ist nunmal einmal selbstverstärkend)
Warum sollte das Studiengebühren-lose Studium nicht funktioniert haben?
Vermutlich weil wir viel zuwenig hochqualifizierte Absolventen haben

Das lag kaum am AStaWas ist an den Sozialbeiträgen nun unverschämt? Du bekommst inzwischen ein komplettes NRW-Ticket (kostet normal >100€ / Monat, wenn du keines bekommst: Schlag deinen Asta), dazu noch einen ganzen Haufen sonstiger Verfüngunstigen und Vorteile, ich sag alleine mal Sportangebote.
Also ich zahl meinen Sport selbst, erhalte quasi keine weiteren Vergünstigungen, kein NRW-(und auch kein S-H
-Ticket, habe im Wohnheim für eine 4er WG pro m² mehr gezahlt, als jetzt in einer privaten 2er und fahre pro Semester vielleicht für 20€ (Einzelfahrscheine) Bus und esse 2-3mal in ner Mensa, wo ich die gleichen Preise wie am Imbiss zahle. Trotzdem drücke ich jedes Semester über 100€ an Studentenwerk und ASTA ab...Das einzig positive, was mir für den Verein einfällt, sind Zuschüsse zu Fachschaftsveranstaltungen. (die aber an der Gesamtfinanzierung immer nur einen kleinen Anteil haben)
Und selbst wenn: Der Asta (als Studentenvertretung) bestimmt diese Beiträge, die Studenten können somit die Beiträge selsbst bestimmen, das ist bei Studiengebühren defintiv anders.
Schön wärs, wenn ASTen effektiv von Studenten kontrolliert werden. Aber bei Wahlbeteiligungen von z.T. <15% handelt es sich nicht selten um eine Profilierungsmöglichkeit für Personen mit politischen Ambitionen. Was diese auch genauso unverblühmt zugeben, wie de facto Machtmissbrauch und eine Zustimmung dazu, dass ASTen am besten ganz abgeschafft werden sollten.
(trotz allem: Studiengebühren sind noch schlimmer
)Man erntet, was man saet. Wenn man im Sommer mit dem DACIA zum Flughafen faehrt um mit RYAN AIR nach Malle zu duesen und den Saufurlaub mit dem neuen Null-EURO-Handy von SAMSUNG zu filmen, sollte man nicht all zu ueberrascht sein, wenn bei der Heimkehr wieder ein paar Firmen weniger da sind und wieder ein paar Arbeitsplaetze fehlen.
Blöde Frage:
Welches deutsche Handy mit den Eigenschaften von Samsung könnte ich den kaufen?
Welcher deutsche Hersteller bietet mir die Eigenschaften eines Dacia?
*da lassen sich sehr viele Beispiele finden*
Ich würd meinen Konsum gern auf einheimische Produkte konzentrieren, aber man kann ja schon froh sein, wenn man im Supermarkt essbares Fleisch findet, dass <600km hinter sich hat. Bezahlbare deutsche Produkte sind in vielen Marktsegmenten inexistent. Und das liegt vielmals nicht an den Lohnkosten, sondern einfach daran, dass sich viele deutsche Hersteller auf das Luxussegment konzentrieren. Ich hätte kein Problem damit, für ne Hose die 5€ mehr zu bezahlen, die für eine deutsche Näherin fällig wären. Aber ich muss mindestens 50€, eher 250€ drauflegen, weil ich das nur in Kombination mit "deutsches Designer-Modelabel,..." bekomme.
Elektronikprodukte kann man gleich ganz vergessen. Medien&Inhalte? Ich weiß nicht, ob ich einfach ein Problem mit "den Deutschen" habe (vermutlich ja), aber was brauchbares finde ich nicht.
Wenn ich mir überlege, auf welchen Wegen mein Geld in den letzten Jahren ins Ausland geflossen ist, dann gibt es eigentlich nur in einem Segment deutsche Angebote, die ich nicht nach Möglichkeiten genutzt habe: Urlaub.
Aber da hab ich a) eh kaum Geld für übrig (macht also nicht viel aus) und b) mach ich Urlaub wegen "mal was anderes".
Und da hat mans, wenn man Tauchen möchte, in Deutschland schwer, wenn man bereits an der Ostseeküste lebt

Das die Mittelschicht unbestritten erosiven Effekten unterliegt liegt nicht daran, dass sie immer weniger verdient, sondern immer weniger vom Verdienten es auch bis auf´s Konto schafft. Drastisch niedrigere Abgaben und Steuern wuerden das 1. korrigieren und 2. die Notwendigkeit steigender Loehne ausbremsen.
3. aber die Notwendigkeit erhöhter Einnahmen oder massiver Kürzungen an anderer Stelle nach sich ziehen.
Aber wo?
Netto-Mehrbelastung für den Mittelstand wär ja gerade das Gegenteil vom Ziel, keine Lösung.
Netto-Mehrbelastung der Untersten Schichten? Bekanntermaßen nichts zu holen da.
Netto-Mehrbelastung der oberen Schichten? Angeblich/Bekanntermaßen weg, ehe man zugreifen kann.
Netto-Mehrbelastung der großen Unternehmen? dito
Netto-Mehrbelastung der kleinen Unternehmen? Die sollen ja auch gestärkt werden.
Unterm Strich bleibt bei einer deutlichen Entlastung derer, denen es schon ganz gut geht, nunmal ein Minus im Staatshaushalt, dass ausgeglichen werden muss.
Und dafür muss man irgendwem Geld abknöpfen, anders geht es nicht.
(Nein, überhaupt nicht. Denn "Entschlackung" -imho Unwort des Jahres- von Verwaltungsprozessen,... ist unterm Strich auch nur eine Kürzung der Zahlungen an die dort Beschäftigten. Sinnlose Bürotätigkeiten mögen zwar genauso sinnlos sein, wie viele andere ABM-Maßnahmen oder -in Augen einiger- soziale Projekte, aber sie haben alle eins gemeinsam: Wenn man sie abschafft, hat man nur mehr Arbeitskraft auf der Suche nach Arbeit. Solange man keinen Mangel an Arbeitskräften hat, hat man also gar nichts gewonnen, sondern nur weitere Personen -nicht selten aus dem Mittelstand- unter HartzIV abgeheftet)
Und "Armut" ist ein schlimmer Zustand - weshalb ich sehr dafuer waere, die Vokabel nicht ganz so inflationaer zu gebrauchen. Als "arm" gilt in Deutschland, wer weniger als sechzig Prozent des sog. "Einkommensmeridians" zur Verfuegung hat. Das kann theoretisch bedeuten, dass ein steigendes Durchschnittseinkommen (aus dem dieser Meridian hergeleitet wird) und eine gestiegene Kaufkraft jemanden als "arm" stigmatisiert, obwohl dessen Einkommen nur stagniert hat und er sich objektiv sogar mehr davon kaufen konnte.
Blöde Frage: Wieso sich jemand mehr kaufen können? Wenn viele Leute höhere Preise zahlen können, sind Händler i.d.R. nicht so nett, ihre Preise zu senken...
Ein Meridian leitet sich übrigens nicht aus einem Durchschnitt her, weswegen ja auch nicht die Armutsgrenze (über das Niveau von 99% der Bevölkerung) steigt, wenn die obersten 10 (nicht -tausend oder -prozent
) mal wieder ein hundert Millionen extra Rendite kassieren können.Weil derselbe Staat vorher dasselbe Geld abgeschoepft hat, dass er nun "zuschiesst". Sehr viel klueger waere es, das Geld von vornherein bei denen zu belassen, die es erarbeitet haben.
Das ist erst mal nicht per se klüger. Es ist nur einfacher, aber es ist zeitgleich ein Macht- und Kontrollverlust. Welcher von beiden Teilen schwerer wiegt, hängt entscheidend von der Effizienz des Aufwandes (dazu siehe auch oben: ggf. auch eher nicht) und vor allem von der dabei eingebrachten Intelligenz (siehe Demokratie&grundsätzliche Probleme
) ab.Denn die staatlicher Kontrollverlust geht in einem System, dass Ungerechtigkeit verstärkt, nunmal zu Lasten der ohnehin Benachteiligten. (und ein System, in dem viel Geld sowohl für persönliche Vorteile steht, als auch für die Macht&Möglichkeiten, an noch mehr Geld zu kommen, ist nunmal einmal selbstverstärkend)
) und der Steuerzahler darf ausbügeln.
). DA wollten wir die Berater da ausländische Staatsanleiehen andrehen, angeblich 6-10% Gewinn (wie geht das denn? Dann müssten die Papiere ja 30% raushauen, sonst reicht es den Banken ja nicht) garantiert.
).


