Kann es sein, dass es im 3. Akt keinerlei Nebenquests gibt? Ich habe nämlich erst einmal das getan was Roche gesagt hat, habe mich dann für die Befreiung Triss' entschieden und ehe ich mich versah stand ich schon dem Königsmörder im finalen Kampf gegenüber, ohne, dass ich praktisch die Chance hatte mich weiter umzusehen. Das kann doch nur ein Scherz sein mit dem 3. Akt? Das zieht den grandiosen 1. Akt (der 2. war auch sehr gut) total runter. Bin jetzt doch schon etwas enttäuscht.
Verglichen mit dem Vorgänger hat mir der zweite Teil dann doch nicht so gut gefallen. Klar, die Grafik ist viel besser. Aber der erste Teil ging viel länger, hat eine etwas bessere Stimmung aufgebaut, die bis zum Ende gehalten werden konnte. Auch fand ich das Inventar besser. Die Charaktere von Rittersporn und Zoltan hätte man sich im zweiten Teil auch schenken können, zumal sie wenig Einfluss nehmen und auf einmal verschwinden.
Die Geschichte mit den Mutagenen, Aufbesserungen und Tränken ist zwar lieb gemeint aber viel zu sehr überfrachtet.
Ich hatte gerade mal einen Skill im Charakterbaum, bei dem die Möglichkeit bestand ein Mutagen einzusetzen. Rüstungen bzw. deren Schemas brauchte man auch nie weil man ständig die jeweils beste Rüstung auch so im Spielverlauf gefunden hat. Und Tränke habe ich eigentlich nie eingenommen bzw. einnehmen müssen, lediglich die Katze in den Zwergenkatakomben. Bei Bosskämpfen konnte man ja keine Tränke einnehmen (das muss mal einer verstehen, weil wenn nicht da wann dann?). Öle habe ich überhaupt nicht genutzt.
Das war der erste Teil deutlich besser ausbalanciert und bedeutend fordernder, besonders auf schwer. Da musste man sehr wohl reichlich Tränke brauen um im Sumpf überhaupt eine Chance zu haben und sein Schwert mit Ölen beschmieren.
Das Ende vom zweiten Teil war einfach nur unbefriedigend. Was ist eigentlich aus Detmold geworden? Hätte es seinen Unterschied gemacht wenn ich den Drachen nicht getötet hätte und den Königsmörder hätte ziehen lassen? Ich hatte echt gedacht das Spiel würde danach weitergehen.
In meinen Augen wurde mit dem zweiten Teil der Vorgänger "mainstreamisiert". Alles etwas einfacher, kürzer, schneller und weniger tiefgründig.