Ich finde ihr solltet die SSD Bewertung wesentlich näher an der Realität durchführen. Vielleicht interessiert jemand für die Bootzeit mit einer SSD? Oder ein Benchmark Parcours in dem die Leseleistung durchleuchtet wird, anhand von Spielen, Musikdateien, und Programmstarts.
Guck mal, ob du jemanden kennst, der die 09 als Premium hat. Da wurden eine ganze Reihe von Spielen und z.T. auch Anwendungen mit Ladezeiten getestet - und obwohl es sogar ein Vergleich SSD gegen HDD war, wurden nur äußert geringe oder gar keine Vorteile ermittelt. Unterschiede zwischen verschiedenen SSDs zu messen, wird nur bei sehr wenigen Programmen möglich sein. Ich habe zwar weiter oben auch nach abwechslungsreicheren Tests gefragt, aber nüchtern betrachtet muss man sagen, dass Bootzeit und ein-zwei theoretische Tests (Leseleitungs, ggf. Schreibleistung verschiedener Dateigrößen, enventuell mit verschiedener Komprimierbarkeit) das höchste der Gefühle. Für mehr müsste es jemandem gelingen, diesen omniösen, subjektiven Geschwindigkeitsschub in harte Zahlen zu fassen.
(und die Bootzeit ist auch noch ein wirklich Tester-freindlicher Parameter. Denn sie ist vergleichsweise lang und nicht automatisch erfass-/reproduzierbar - aber gerne mal leicht schwankend, so dass man für einen Fehler <5% 4-5 Bootvorgänge messen sollte. Nimm noch ein paar Fehlmessungen dazu, weil mit-Stopuhr-warten echt dröge = fehleranfällig ist und du bist pro Testkandidat bei min. 10 Minuten allein für diesen einen Wert. Nach 2+ Stundenmessung für eine Marktübersicht müssten die Werte dann noch alle eingetippt und ausgewertet und interpretiert und in schöne Diagramme und schönen Text gefasst werden. Da ist -ohne Umbaumaßnahmen, die aber nur einmal pro Kandidat für alle Messungen anfallen- wenigstens ein halber Arbeitstag, bei Problemen ggf. auch mal ein ganzer, weg und der Output entspricht vielleicht einer Viertelseite...)
Dann würde ich eventuell ein "Abwertungssystem" vorschlagen, also an der Endnote wird dann eben etwas abgezogen, eben weil sie laut ist, oder sehr heiß wird oder sonst was, nur eben ganz am Ende. So kann jeder User dann genau sehen, ob das für ihn relevant ist oder eben nicht und so seine eigenen Note ermitteln.
Ein Abwertungssystem würde genauso dem 60/20/20-Schema widersprechen, das PCGH für JEDEN einzelnen Test iirc seit der Erstausgabe nutzt.
(und Grafikkarte gehören da fast noch zu den weniger kritischen Fällen. Bei Mainboards oder Gehäusen finde ich die Endnoten wesentlich sinnloser)
Einzige realistische Option wäre imho einer Verlagerung der Lautstärkemessung (und ggf. auch des Verbrauches) von "Eigenschaften" zu "Leistung", so dass sie angemessen gewichtet werden können. Da gab es aber iirc. mal eine Umfrage zu und Leistung sollte Rechenleistung bleiben.
Vermute auch mal, dass es für die Redakteure sonst schwer wird, eine faire "Eigenschaften"-Note zu errechnen. Sone kann man gut an Zahlen koppeln - aber wieviel OC ist eine "1"? Und in welchem Notenverhältniss steht die Kartenbreite zur Software-Spannungseinstellung,...