Bei welchem Brett war das so?
Wenn ich mich richtig erinnere bei der gesamten Asus-High-End-Riege (alle ohne Grafikausgang) und bei mehreren Asrock. Kann auch sein, dass es bei Gigabyte und MSI ähnliche Fälle gab, die mir entfallen sind – wichtig war es aufgrund der mangelnden Attraktitivät Bristol Ridges weder für Kunden noch Hersteller. Aber bis man zum B550-Launch das Märchen eines bereits vier Generationen währenden Supports aufgestellt hat, war es eben auch AMD egal.
Liegt das nicht eher an den Mainboardherstellern?
Teils teils. Wie der Vergleich Gigabyte <-> MSI zeigt, gibt es große Unterschiede in der Größe des restlichen UEFIs und dafür sind natürlich auch die Mainboard-Hersteller verantwortlich. Scheinbar liegt aber schon der AMD-Code bei 2 bis 3 MB pro Generation und Prozessor-Art (APU/CPU), sodass man von Summit Ridge bis Matisse schon auf 7 MB kommt, auf die die Mainboard-Hersteller keinen Einfluss haben. Wenn Renoir und Vermeer nicht kleiner werden, wären 12 MB reiner CPU-Code in der Zen3-Generation zu erwarten. Das ist schon viel verglichen mit vielleicht 2 MB Microcode für alle Sockel-1151-CPUs zusammen und es lässt wenig Platz in einem 16-MB-Chip.
Aber nicht zu wenig. Noch zu Ivy-Bridge-Zeiten gab es Platinen, die insgesamt nur 4 MB hatten. Da passt also ein ausreichendes UEFI rein, wenn man auf etwas Komfort und Styling verzichtet.
Mein Asus Prime B350 Plus hat doch auch so einen 16MB Chip?
Aktuell unterstützt mein UEFI alles von Bristol Ridge bis Matisse.
Das scheint tatsächlich der Fall zu sein (oder auf der Asus-Support-Seite fehlt ein entsprechender Eintrag), ist aber ein sehr seltener Fall. Spätestens mit der Ryzen-3000-Unterstützung ist Bristol Ridge fast überall rausgeflogen.
Früher oder später wird sich sicher eine Online-Bibliothek dafür finden.
So wie für Z170-Coffee-Lake-UEFIs?

Wenn AMD sich wirklich querstellt, gibt es leider nichts zu sammeln. Die lange Phase ohne Ryzen-1000-Support auf X570 hat bewiesen, dass ein passendes AGESA Pflicht ist und nicht nur auf technische Feinheiten, sondern auf konkrete Produktnummern reagiert.
Ihr seht das falsch: AMD kann es eigentlich völlig egal sein, ob man sich von einem Dritthersteller zeitgleich auch wieder ein neues Board kauft. Hauptsache die CPU wird gekauft.
Es wird aber dadurch zu AMDs Problem, dass die ganzen Hersteller ihren eigenen Mist fabrizieren, den AMD wieder ausbügeln muss.
Denn bei dem ganzen Tüdelkram wird mehr falsch laufen als Gutes dabei heraus kommt.
Welche CPU war drin, welche soll rein, welcher Hersterll und welches Board ist es, welche Revision hat es, welche BIOS Version ist aufgespielt. tra la la
Steltl euch mal die ganzen leute vor, die in Internetshops wie Mindfactory einkaufen wollen und nur einen Mausklick dazu benötigen udn den ganzen Kram drumherum nicht wissen, vergessen, falsch lesen, übersehen, ignorieren, oder durcheinander bringen.
Ah ich hab doch den und das Dings mit dem ah das glaube ich und Zack hat man irgendwelche CPU-Bezeichnungen mit Ryzen X und Zen x irgendwas verwechselt oder was auch immer.
Und der Verkäufer hat sicherlich auch keine Lust, alles zu prüfen und sicherheitshalber für jeden Kunden die Pappkartons aufzumachen udn nachzuschauen, ob Board rev 1.1 drin ist, Bios ist sowieso Glücksspiel.
Leute, die mit wenigen Mausklicks irgend etwas zusammenstellen, dürften auch die AMD-I/O-Hub-Kompatibilitätstabelle nicht kennen. Die kaufen einen "AM4 Prozessor" für ein "AM4 Mainboard" und vor den damit möglichen Inkompatibilitäten schützt weder der alte noch der neue Standpunkt von AMD. Möchte man zusätzlich vor alten UEFI-Revision sicher sein, müsste man jede Generation den Sockel wechseln.
Deswegen ja auch mein "
Eigentlich sollte man .... können". Ich hätte gedacht wir reden hier über eine Funktion, die Herstellungskosten im niedrigen Cent-Bereich verursacht. Bzw. in der Massenfertigung im niedrigen einstelligen Cent-Bereich. Wenn das nicht so ist, ok, dann sind meine Vorstellungen in der Tat weltfremd.
Und "Fallback" für unbekannte CPUs meint doch dass das Booten weiterhin möglich ist, oder nicht? Das meinte ich ja nicht, sondern dass das Mobo die unbekannte CPU von mir aus wie eine nicht vorhandene CPU behandelt - und man einfach ein BIOS (über USB) flashen kann egal ob eine CPU im Sockel steckt oder nicht.
"Ein BIOS ohne unterstützte CPU [per USB] flashen" klingt auch schon xtrem teuer wenn man es einfach mal ausspricht.
Ich kenne die Preise nicht, aber der Aufwand ist vergleichsweise groß. Auch für einen flash-Vorgang müssen Lade-, Schreib- und Erkennungsvorgänge durchgeführt werden und das erfodert einen einfachen Prozessor. Bei AMDs SoCs ist der Flash-Chip selbst sogar zwangsläufig über den Sockel angebunden und ohne eine bekannte CPU auf herkömmlichem Wege gar nicht ansprechbar. Früher hat man dieses Dilemma weitestgehend mit einem "Generic"-Boot umgangen – auch unbekannte CPUs konnten mit minimalem Takt zumindest bis ins BIOS gebootet werden und waren mit den grundlegenden x86-Funktionen vollkommen ausreichend zum flashen. Teilweise konnte auch das Betriebssystem gestartet werden, aber damals saßen ja auch noch alle dafür benötigten Controller auf dem Mainboard und waren dem BIOS somit bekannt.
Heute ist das nicht mehr möglich. Entweder das UEFI kennt die CPU oder diese kann gar nicht benutzt werden. Mainboards mit Hardware-Flashback verbauen deswegen einen separaten Flasher auf der Platine, wie ihn auch externe Dongles zum lesen und schreiben von Speicherchips nutzen, und zusätzlich noch einen speziellen Controller, der einen USB-Port ansteuern kann, FAT32-Medien liest, eine UEFI-Datei mit bestimmten Namen laden und für diese dann einen Flash-Vorgang initiieren kann. Und das nicht einmal pauschal, sondern nach bestimmten Regeln. So würden besagte externe Flasher beispielsweise auch MAC-Adressen und Sicherheitsschlüssel überschreiben, die Hardware-Lösungen auf den Boards sind schlauer. Und all diese Technik muss zu guter letzt auch noch transparent eingebunden werden, sich also im regulären Betrieb aus den USB- und Flash-Datenleitungen ausklinken ohne dass das eigentliche System einen Unterschied merkt.
Also ja: Viel Aufwand. Zweistellige Cent-Beträge sicherlich, es könnte sogar in den dreistelligen Bereich gehen. Ein einfacher CH134A-Flasher kostet ohne Software als China-Import meist um die 10 Euro auf dem europäischen Markt und enthält nicht nur weniger Technik, sondern bietet auch keinerlei Garantie, dass man damit keine Schäden verursacht.