Ryzen 3000: AMD rechnet mit wenig OC-Potenzial und empfiehlt RAM, IF und PBO

Um innerhalb 95W zu bleiben darf er max. Bis 4,4 GHz Takten.

EDIT:

Oder 4,3 GHz bin gerade nicht sicher.

Das Taktsignal variiert vom Load der Cores und den Instruktionen am System Agent in Relation zur Effizienz (bspw. durch der Temperatur), diese die Power Control Unit in Voltage Identification Definition (VID) als Maximalwert bestimmt.

Zum Verständnis der VID hatte die Tom's HARDWARE mal einen Artikel gehabt, der die Terminologie und die Funktionsweise dahin explizit beschreibt. (Dieser Artikel ist seit der Umstellung auf die neue Weboberfläche in der Datenbank verschollen.)

Mit der Einführung von Fully Integrated Voltage Regulators (FIVR) hat Intel die Super Voltage Identification Definition (SVID) definiert. Durch der Deaktivierung dieser Funktion wird das Overvolting/Overclocking erleichtert, weil die Power Control Unit keinen Grenzwert zur Effizienz der CPU übermittelt an den Phase-Locked Loop des Mainboards, der den SPielraum einschränkt, die Leistungsaufnahme überwacht. Zum Negativen ist hierbei zu betonen, dass damit auch auch grundlegende Spannungswerte nicht mehr mit übermittelt werden, die Core Voltage (Vcore) ist eine davon.

Es ist rein theoretisch möglich, tatsächlich sogar praktisch umgesetzt, auch mit der Intel-Spezifikation ein hohes Taktsignal über der Intel Turbo Boost Technology 2.0 zu fahren, wenn die Effizienz es hergibt. In welcher Dauer und auf wie vielen Cores dieses maximal zu erreichende Taktsignal anliegt obliegt einzig allein der Effizienz durch der Power Control Unit. (Die Power Control Unit ist ein Power and Energy Monitor, diese befindet sich in der CPU. Eingeführt seit Intels Nehalem-Mikroarchitektur. ) Die Intel Turbo Boost Max Technology 3.0 geht eine geringere Restriktion ein in der Beurteilung zur maximal durchfließen Stromstärke. Dies definiert der Postifx "Max".

Beziehen die dafür eigentlich nur die CPU-Temperatur ein oder auch die VRM-Temperatur?

Anhand dem Wärmeleitkoeffizienten wird die Effizienz zum fließen Strom beurteilt. Die VID ist daher nicht sehr zuverlässig darin, um zumindest eine Aussage darüber zu treffen, wie effektiv ein Prozessor arbeitet.
 
Das ist witzig, weil Robert Hallock suggeriert hat, dass PBO besser funktioniert, wenn die Kühlung und die Spannungsversorgung gut ist.

Da hatter ja nicht gelogen... wenn die VRM-Batterie stark ist kann PBO/Boost usw. länger und härter funktionieren.

Was geschickt umschrieben wurde: Es ist völlig egal ob du 8, 10, 12, 14 oder 16 Phasen hast - das Ergebnis ist dasselbe weil all diese Anordnungen mehr als stark genug wären um konstant 200A / 300W in die CPU zu ballern. :D

Es hat andre (kleinere) Vorteile, die ein 14-Phasen Design gegenüber einem 8-Phasen-Design hat - höhere Taktraten durch PBO oder ab Werk schnellere CPUs gehören aber nicht dazu.
 
Es hat andre (kleinere) Vorteile, die ein 14-Phasen Design gegenüber einem 8-Phasen-Design hat - höhere Taktraten durch PBO oder ab Werk schnellere CPUs gehören aber nicht dazu.
Ich habe gehört, dass es auch Nachteile hinsichtlich der Effizienz haben kann wenn man viel mehr Phasen besitzt als genutzt werden, weil die Effizienz bei niedriger Phasenauslastung viel schlechter sein soll als auf mittlerer Belastung.
Also eigentlich macht es keinen Sinn ein 14-Phasen-Board für eine CPU zu nehmen, die man nicht mit Flüssigstickstoff übertakten will. :schief:
 
Ich habe gehört, dass es auch Nachteile hinsichtlich der Effizienz haben kann wenn man viel mehr Phasen besitzt als genutzt werden, weil die Effizienz bei niedriger Phasenauslastung viel schlechter sein soll als auf mittlerer Belastung.

Es gibt auch einige Nachteile von Viel-Phasen-Designs. Die Effizienz bei geringen Lasten ist etwas kleiner, ja. Ein anderer Nachteil ist - wenn ich doppelt so viele Phasen habe habe ich auch die doppelte Ausfallwahrscheinlichkeit - denn wenn ein MOSFet stirbt ist das Board hin - egal obs 8 oder 16 davon hat.
 
Zu viele Phasen deuten auf eine einfache Schaltmatrix hin. Eine hochintegrierte Schaltmatrix suggeriert dem Laien, dass das Phasendesign schlechter sei, dem ist aber nicht so, denn umso weniger Bauteile (SMDs), diese mehrere Funktionen sogleich übernehmen, desto wenigere und kürzere Wege. Ergo ist ein Fully Digital Hybrid Voltage Regulator Module durch sein hochintegriertes, zweifach-motorisches Phasendesign und den zumeist auch hochwertigeren Bauteilen zu bevorzugen, egal ob es dem Anschein nach mit nur halb so vielen Phasen zur Gate hin glänzt.
 
Zu viele Phasen deuten auf eine einfache Schaltmatrix hin. Eine hochintegrierte Schaltmatrix suggeriert dem Laien, dass das Phasendesign schlechter sei, dem ist aber nicht so, denn umso weniger Bauteile (SMDs), diese mehrere Funktionen sogleich übernehmen, desto wenigere und kürzere Wege. Ergo ist ein Fully Digital Hybrid Voltage Regulator Module durch sein hochintegriertes Phasendesign und den zumeist auch hochwertigeren Bauteilen zu bevorzugen, egal ob es dem Anschein nach mit nur halb so vielen Phasen zur Gate glänzt.
Tja bei den X570-Brettern ist einiges nur dazu da einen "Anschein" zu erwecken.

- Übertriebene Anzahl an Phasen
- Aktiv gekühlter Chipsatz (muss ja heftige Leistung bringen)
- Verkleidung und RGB all over the place
 
Ich bin mir da nicht so sicher. Vergleiche diese X570-Bretter mal mit welchen aus AMDs HEDT-Plattformen (Threadripper). Die 10- und 12-Kerner-CPU erfordern noch mehr Stromstärken, demzufolge muss auch das Phasendesign erhöht werden. Aber es kommt nicht bloß auf die Phasen selbst an. Zwei Phasen zum selben Transistor bringen nicht mehr Drain, mehr Stabilität am Signalweg, aber nicht mehr Stromstärke. Aber zwei Phasen zu je einem Transistor bringen die Mehrleistung. Also man muss schon genau hinsehen, wie die Matrix verzweigt ist. Also das Schaltungs-Prinzip zwischen der High-Side und Low-Side muss man erst kennen.
 
Ihr redet da ziemlichen Blödsinn :ugly:

Ein 9900K darf bis 4,7 allcore und 5,0 Singlecore takten. IMMER dann, wenn er seine Maximaltemperatur nicht überschreitet und sein aktuelles Powerlimit nicht reißt (was 28 Sekunden lang 119 W sind und von da an 95W). Da beispielsweise bei Spielen die CPU-Last meist so gring ist dass die Abwärme die 95W nicht erreicht läuft ein 9900K in spielen fast immer mit 4,7GHz durch wenn die Kühlung stimmt. Dasselbe gilt für (viele Runs) Cinebench.
Erst dann, wenn die Kühlung für die Fische ist oder die CPU-Last extrem hoch (Prime,...) muss die CPU runter - und da garantiert intel 3,6 GHz bei 95W.


Der bemerkenswerte Unterschied zur Herangehensweise von AMD:
Intel gewährt bis zu 28 Sekunden wo die CPU über ihrer TDP agieren darf.
Bei AMD ist das unbegrenzt - so lange die Temperatur usw. stimmt darf mehr verbraten werden.

AMD macht quasi das ab Werk wofür bei Intel die Hersteller von Boards sich über Intel-Specs hinwegsetzen müssen.

Na da bin ich doch nicht so falsch gelegen mit meinen 4.7GHz obwohl ich mich gerade das erste Mal mit dieser TDP, Turbo Baseclock Problematik auseinandersetze.:D

So wie du schreibst werden ja in Spielen die 95 W (bzw. 28s 119W) weitestgehend eingehalten und laufen daher bei 4.7GHz, gibt es davon auch Langzeitmessungen
die bestätigen würden, das diese Taktrate auch über eine längere Zeit (z.B. >1h) gehalten werden?
 
So wie du schreibst werden ja in Spielen die 95 W (bzw. 28s 119W) weitestgehend eingehalten und laufen daher bei 4.7GHz, gibt es davon auch Langzeitmessungen
die bestätigen würden, das diese Taktrate auch über eine längere Zeit (z.B. >1h) gehalten werden?

Suche mal nach Posts und Videos des Users "IICARUS". Der hat einen 9900K unter (sehr) guter Kühlung und hat viele Beispiele gepostet die Zeigen, dass die 4700MHz auch über lange Zeiträume in Spielen durchgängig gehalten werden. Eng wirds erst, wenn man gleichzeitig noch Streamt oder sonstige Hintergrundaktionen hat die die CPU stark belasten, dann reichen die 95W nicht mehr für den vollen Boost. Das bedeutet auch, dass Spiele in den kommenden Jahren die die CPU stärker auslasten werden die CPU eher dazu zwingen werden ein paar Hundert MHz runter zu gehen als heutige Titel. Aber auch dann sind wir wahrscheinlich noch weit vom Basistakt entfernt.

Die 3,6 GHz sind een wirklich "minimal nötiger Kühler + sau heiße Umgebung + 100% Last auf allen Threads" - garantierter Takt. Die Realität in einem guten Spiele-PC wo die Umgebungsvariablen sehr viel besser als Worst Case sind liegt zwischen 4 und 4,7 GHz allcore dauerhafter Boost bei 95W je nach anliegender Last wobei Spiele heutzutage eine so geringe Last [auf einer 16-Thread-CPU] erzeugen dass man sich immer ab oberen Ende des Boosts aufhält.
 
IICARUS betreibt es unter Wasserkühlung nicht Vergleichbar unter normalen Bedingungen die 99% der User haben werden.
Nicht zu vergessen, dass er einen goldenen Chip aus der Silikon-Lotterie hat.
Sein 9900K ist wirklich einer der besten, die ich jemals irgendwo gesehen habe.
Er kann mit einer minimalen Spannung quasi jeden Takt einstellen, den er haben will. Das spart natürlich Strom wie Sau.
Dazu ist der glaub ich noch geköpft und kühlt er das Teil mit einer Radiatorfläche, die so groß ist wie so mancher Schreibtisch. :ugly:
 
gibt es davon auch Langzeitmessungen
die bestätigen würden, das diese Taktrate auch über eine längere Zeit (z.B. >1h) gehalten werden?

Schwierig. Wenn nicht eingegrenzt werden kann - Messtechniken dafür besitzt in lediglich Tom's HARDWARE - was das Verhalten des Taktsignals beeinflusst. Bei Intel-CPUs sinkt das Taktsignal von selbst nicht ab: Es wird der Drain am Ausgangsstrom des VRM reguliert, der Vdrop nimmt zu, dadurch sinkt die Amplitude ab, diese einen quadratischen Wert von 70% hat, will die CPU ihr Taktsignal aufrechterhalten. Die Bildraten werden sinken ohne dass das Taktsignal sich ändert.

VRMs halten - solange die Effizienz gegeben ist (bis 80/85 °C bei guten SMDs) - ihren maximalen Drain nach TJA - RJA ist uninteressant und nur Makulatur auf den Datenblättern. TJA sind das so um 15-25 Ampere auf einer Pulsdauer von 10 Sekunden je Transistor. Also merke Dir die Pulsdauer! Was in einer einzigen Sekunde anliegen kann ist irrelevant. nicht praxistauglich.

Bei meiner CPU, deren Effizienz durch den Spectre-NG-Mist um einen Drittel abgefallen ist, sinken die Bildraten in binnen einer Stunde um 10 ab, in länger bis auf 20, sodass selbst die nur noch konstant gehaltenen 70 FPS im aktuell scheußlich laufenden, CPU anfordernden Multiplayer von Battlefield 3 in nur noch als Maximalwert anliegen und die 60 FPS unterschritten werden, was ich am schlierenden Spielgefühl deutlich wahrnehme.


IICARUS, Paolo's Vater, kann man nicht zum Maßstab heranziehen, denn er kühlt auf einen Niveau, das weit über den Durchschnitt liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht zu vergessen, dass er einen goldenen Chip aus der Silikon-Lotterie hat.

Deswegen gehen bei ihm auch 5 GHz dauerhaft stabil in Spielen bei 95W.
4,7 ist aber auch bei normaler (guter) Kühlung im 95W-Limit kein problem - ich habe ausreichend viele 9900K verbaut und getestet um das behaupten zu dürfen.

Bei sehr hoher praxisnaher last (encodieren eines 4K-Videos in HEVC beispielsweise, nutzt auch AVX) liegt ein 9900K bei einem starken Luftkühler (Brocken3-Niveau) bei 4,0-4,4 GHz schwankend. Das ist das Niveau, das auch bei zukünftigen CPU-lastigen Spielen zu erwarten wäre - also einige 100 MHz unter maxboost.

Das erwarte ich am Ende auch von Ryzen3000. Erste entsprechende Tests von 3900X-CPUs sehen so aus, dass bei genannter Kühlung die CPU zwischen 4 und 4,2 GHz rum taktet bei voller Last (HEVC) mit AVX-Anteil. Also auch hier einige 100 MHz unter maxboost. An der Stelle sind die CPUs von AMD und Intel in ihrem Verhalten sehr ähnlich.
 
Ihr könnt euch ja mal die SotTR Demo runterladen und mal benchen (1080p ohne AA/AF/AO rest maxed out) und dabei die CPU Spiel Werte vergleichen.
Bin ehrlich gesagt nicht so sehr angetan vom kleinen 3600, aber ihr könnt ja mal eure Ergebnisse posten und dann können wir das mal vergleichen.
Mein 3600 lief auf 4.25GHz allcore und 3733CL14 Ramtakt mit verschärften Subtimings.
Die GPU Werte sind hier jetzt unwichtig, steigert zwar die overall durchschnittliche BPS aber wie gesagt wir schauen nur auf die CPU Spiel Werte.

sottr best score.jpg


Ach und mal als Bonus, viele kaufen sich ja den günstigen 3200CL16 RAM (CL16-18-18-18-38).
Hab dessen Resultate mal nachgestellt (CPU @ stock (boostet also bis auf 4.2GHz/kein PBO), somit könnt ihr mal sehen, ob sich guter/optimierter RAM lohnt oder nicht:

SotTR 3200CL16 stock.jpg


Die Demo hat man ja zick zack runtergeladen, würde mich freuen, wenn alle testen würden, egal mit welcher CPU.
Im CB Forum wurde mir jedoch gesagt, dass der Benchmark der Demo und falls man das Spiel gekauft hat und dort die Demo nutzt, andere Werte ausspuckt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist eigentlich beim 3900X so'n typisches OC was bei 80% der Chips funzen sollte?

12*4.3GHz @x.xV?
IF @ 1800MHz
RAM @3600 CL14

Ist das realistisch?
Wieviel Spannung braucht man bei 4.4GHz und ist das wohl machbar?
 
Entweder fangen die wieder an, den Translation Lookaside Buffer zu reglementieren, so wie damals unter K10, oder der Cache ist weniger geworden, oder assoziativ beschnitten.

Mal gucken, was ich dazu so finde. Dass da aber überhaupt etwas beschnitten sein soll habe ich bisher nicht gewusst. Das Thema Spectre-NG und Co. geht mir neuerdings mehr durch den Kopf wie irgendwelche Berichterstattungen zu Zen. Das ist nicht abwertend gemeint, aber ich wechsle sowieso nicht, weil das Geld fehlt, daher richtet sich meine ganzen Aufmerksamkeit dem, was mich tatsächlich belastet und was viele andere noch frühzeitig genug selber bemerken werden.

Hierfür werde ich Intel verklagen und alles aufdecken lassen durch der c't, was sich derzeit noch durch die Unwahrheiten der Medien schummelt! Ein Drittel verringerte Energieeffizienz und ein Drittel verringerte Cache-Performance, gleich ein Drittel verringerte IPC. Das spüre ich mit einer jeden Instruktion im Idle deutlichst. Auch wenn der aktuelle Patchday das an Performance zurückgebracht hat, was der zweite für die Build 1903 geklaut hat, entschuldigt diese maßlose Zerstörung der CPU gar nichts!
 

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