es fällt mir sehr schwer bei Apple von einer Krise zu sprechen, deren Aktie ist im letzten jahr um 50% gestiegen. Nennen wir es mal eine zwischenzeitliche Sortimentsanpassung vor einer Lieferkettenumstellung.
Wenn Apple was nicht passt und ich gehe davon aus, dass die Situation bei ihren RAM Lieferanten Apple gerade gar nicht passt, dann hat Apple traditionell immer sehr hart reagiert. Man denke nur daran wie knallhart Motorola im Jahr 2006 als Lieferant rausgeflogen ist und wie kanllhart Intel hinterher bei Apple rausgefflogen ist. Das waren zwei fundamentale Architekturumstellungen innerhalb von 10 Jahren. Dagegen ist eine Umstellung der RAM Lieferkette ein leichtes. Ich nehme an, Apple wird das einfach wie CPUs in Zukunft selber machen.
RAM den man nicht aufrüsten kann ist bei Apple nix neues. GPUs mit integriertem HBMA sind jenseits vom Consumerbereich fast schon Standard. Wenn Apple jetzt einen M6 oder M7 oder M8 anfängt zu entwerfen, dann werden das ein paar zusammengeklebte Chiplets sein und fertig. Einen Lieferanten für Steckmodule gibt es dann nicht mehr.
Die ganze Hardwarephilosophie hätte sich dann seit Commodore Amiga auch einmal komplett iM krei gedreht. Wir hätten dann wieder (wie beim Amiga) den Chipram der etwas höhere Latenzen hat aber als Unified RAm auch dem Sound und Grafikchips zur verfügung steht und wenn, dann ergänzt der User halt ein paar Riegel, wenn er meint die zu brauchen. Amiga Rentner haben das früher FastRAM genannt, weil reine CPU Leistung mit diesem RAM schneller war als mit dem Chipram. DDR RAM und GDDR RAM verhalten sich auch exakt so.
Muss Apple nur noch zurück auf 68000er Architektur gehen und wir hätten uns wirklich in 40 Jahren einmal im Kreis gedreht.