Aber was genau tun wir eigentlich? Falten wir pro WU EIN komplettes Protein oder nur Teile von einem? Und woher wissen die Wissenschaftler denn die Formeln dafür wie wir das berechnen müssen?
Was wir genau tun - nun, wir tun etwas Gutes
Ernsthaft jetzt
Wenn du deine WU genau anschaust dann siehst du zum Beispiel:
p4442_Seq43_Amber03 - das ist die Unterteilung
Die selbe Sequenz wird von vielen einzelnen Rechnern nun gefaltet
Andere Sequenzen des selben "Proteins" sind in anderen Projekten/anderen WU's
Ich habe mal - um dem Interessierten einen etwas tieferen Einblick zu verschaffen - hier einen Erklärungstext angefügt
Das zentrale Dogma der Molekularbiologie ist, dass DNS in RNS überschrieben wird welche ihrerseits dann in Proteine "übersetzt" wird. Während nun die DNS und Proteine wegen ihrer zentralen Rolle bei der Entstehung des Lebens schon seit längerem eine grosse Aufmerksamkeit geniessen wurde die RNS eigentlich immer bloss als eine Art von Notizzettel angesehen, einzig dafür da um Informationen an die interessanteren und wichtigeren Teile weiterzugeben.
Neuere Entdeckungen haben nun aber gezeigt, dass die RNS-Moleküle eine ebenso wichtige Rolle wie die Proteine spielen. Aus diesem Grund hat nun Stanford damit begonnen auch diese Moleküle zu falten.
Man erhofft sich davon eine tiefere Einsicht in dieses "Zwischenprodukt" und seinen Einfluss auf die Entstehung der daraus resultierenden Proteine.
Dabei beginnen sie nun mit den kleinsten Strukturen-den hairpin motiffs. (Ich habe mal für die Interessierten ein Bild angefügt)
So ein hairpin (frei übersetzt "Haarnadel") ist bloss ein einzelner RNS-Strang der nun auf sich selber zurückgefaltet ist aber dabei einen überraschend interessanten Einfluss auf biologische Systeme hat.
Um diese Hairpin's verstehen zu lernen wurde ein neuer Algoritmus implementiert.
Die Projekte 4400-4432 waren der erste Schritt in diesem Forschungsansatz.
Die Projekte 4433-4499 sind nun die zweite Phase.
Zur letzten Frage:
Die Wissenschaftler "wissen" die Formeln eigentlich auch nicht
Aber jeder Versuch (auch die misslungenen) zeigt ein klein wenig mehr von den Zusammenhängen und somit werden die Formeln im Laufe der Zeit immer präziser und "passender"