AW: Rückgaberechtsdiskussion: Ist es richtig, sich 10 Modelle zu bestellen und den Rest zurückzuschicken?
Man kauft DSLR für 1000€ bei Amazon, fährt 2 Wochen in den Urlaub und schickt die Kamera dann wieder zurück (haben ja 30 Tage), es gibt einige, die das machen und sowas ist beschissen, denn es bestand nicht die Absicht das Gerät zu behalten.
Gegen so was würde es (zumindest bei Geräten, die dafür technisch geeignet sind) helfen, wenn die Nutzung des Gerätes intern gespeichert wird. Also: die Cams speichern, wie lange sie benutzt wurden und/oder wieviele Bilder damit gemacht wurden. Wenn dann mehr als ich sag mal 50 Bilder gemacht wurden oder die Cam länger als 30 Min an war, gibt es einen Abschlag von 1%, bei mehr als zB 200 Bildern dann 5% usw. - der Abschlag halt in Prozent und nicht in Euro (wobei da sicher eine Mindestsumme sinnvoll wäre von zB 5€) - dann überlegen sich das solche Widerrufsrecht-Parasiten (also Leute, die das Produkt intensiv über eine kurze Dauer nutzen und schon wissen, dass sie es eh zurückgeben) vielleicht doch mit der Bestellung

Und wer wirklich ehrlich eine Cam nur ausprobieren will, dies aber sehr intensiv, der zahlt dann sicher auch gerne zB 10€, wenn er bei einer 1000€-Cam sichergehen will und sie intensiver testet. zB bei Druckern wird es ja mit Sicherheit so sein, dass man da einen Abschlag zahlt, sobald die Patronen drin sind - der Drucker ist dann ja eindeutig "gebraucht" worden.
Selbst bei Saturn wurde mir der Kauf mehrerer "Kandidaten" mal angeboten: ich hatte mir online 3 Cams rausgesucht, war zu 90% sicher, welche von den drei es werden soll. Ich bin dann zu Saturn, um die mir vor Ort anzuschauen, denn manchmal merkt man was nerviges erst beim anfassen. Ich wollte die dann auch dort kaufen, wenn sie nicht viel teurer als online ist. Im Saturn nahm ich dann auch meine favorisierte Cam, aber der Verkäfer schlug mir sogar vor, dass ich alle drei nehmen könne und die zwei "schlechten" wieder zurückbringen kann ^^ Ich hab darauf aber dann verzichtet und direkt die eine genommen (die btw 10% billiger war als online ^^ )
Dass man 2-3 Modelle vergleicht TROTZ vorheriger Recherche im Internet ist aber an sich noch o.k., da man trotz Tests und Beratung in vielen Fällen nie GANZ sicher sein kann. Klar: einen absoluten Fehlkauf kann man zu 99% ausschließen, aber wenn 2-3 Produkte ähnlich sind und gleichviel kosten oder das eine etwas mehr kostet und man wissen will, ob es sich lohnt... dann wird es halt schwer. Ich persönlich bestelle aber lieber EIN Produkt, welches ich mir vorher rausgesucht hab, und FALLS mir das nicht gefällt oder es eine Macke zB bei der Bedienung hat, sende ich es zurück - ist bisher aber erst 2 mal vorgekommen: ein Kopfhörer für meinen MP3-Player, der 3 mal so teuer war wie mein bisher genutzer, aber total dumpf und mies klang (obwohl von Käufern toll bewertet) und einen LCD-TV, bei dem es aber beinah schon eher ein Defekt war (sichtbare helle Stellen bei dunklem Bild) - da wusste ich dann nicht: reklamieren oder widerrufen? ich habe dann widerrufen mit dem Hinweis, dass ich nicht weiß, ob diese hellen Stellen noch im Rahmen der normalen Produktstreeung sind oder es schon ein Defekt sein könnte.
Aber auch an Leute mit wenig Zeit sollte man denken: nicht jeder ist - wie viele hier - mehrfach die Woche in einem Forum unterwegs. Mein bester Kumpel ist 12 Std am Tag in seiner Kanzlei und hat Frau+2 Kinder - der hättte auf vieles Bock, aber ganz sicher nicht darauf, nur wegen einer neuen Fotokamera stundenlang nach Tests, Meinungen und Foren zu suchen. Der hat nicht mal Zeit, um sich halbwegs mit dem Internet zu beschäftigen, zB als ich für ihn einen Drucker gesucht hab: der hat mich angeschaut wie ein Auto, als ich eine Preissuchmaschine aufrief und dort die Preise 20% unterhalb derer waren, die er bei seiner "Recherche" (Prospekte aus umliegenden Läden und "sogar" vom Metro, wo er als Selbständiger einkaufen "darf" ) vorgefunden hatte... Er würde auch erstmal 2 URLAUBSTage brauchen, um überhaupt rauszufiltern, wo es passende und gute Foren gibt, in denen man fragen könnte - bei normalen Arbeitswochen bräuchte er Wochen dafür... Und insbesondere was die Erfahrung in Sachen Recherche angeht ist es eben bei der Mehrzahl der Bevölkerung ähnlich, selbst wenn die mehr Zeit haben: viele kennen sich einfach nicht aus und wüßten gar nicht, wo man sich verlässlich informiert - man darf nicht immer vom "jungen" Internetuser ausgehen, der den halben Tag im Netz verbringt und innerhalb von 2 Stunden alle relevanten Tests und Meinungen für die Wahl eines Produktes beisammen hat
Aber die, die dann 10 Artikel bestellen, sind natürlich "Freaks" - die wissen GANZ genau, wie man sich vorher informieren könnte, und machen es dann trotzdem so...